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 Heulende Hütte

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Sirius Black



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BeitragThema: Heulende Hütte   Sa Jan 02 2010, 21:31

Sirius sah sich in der Hütte um und spielte kurz zwei Töne auf dem Flügel. Wozu brauchte ein Werwolf so etwas? Dann setzte er sich kurz auf das Bett und sah sich um. „Also wirklich verstecken kann man sich hier nicht, oder sehe ich das falsch?“ Langsam ging er zu dem Schrank hinüber und öffnete diesen. Sah groß genug aus. „Also das ist dann mein Platz.“ Siegessicher grinste er und stellte sich hinein. Er musste sich klein machen, aber das ging schon. „Doch, wenn sich Flauschi beeilt, dann hab ich auch keine Kreuzscherzen nachher. Ich merke, dass ich alt werde.“ Sirius sah zu seinen Freunden hinüber. „Und erinnert mich daran, dass ich unseren Freund auf den Flügel anspreche. Der irritiert mich dann doch ein wenig...“
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BeitragThema: Re: Heulende Hütte   Mo Jan 04 2010, 19:07

„Sirius!“ zischte Peter genervt und vermutlich auch aus Nervosität. „Bist du verrückt geworden?! Hör auf, Klavier zu spielen!“

Er fand es ja auch seltsam, dass sich in der Heulenden Hütte, die eigentlich nur dazu diente, Remus in den Vollmondnächten von anderen Menschen fernzuhalten, ein Klavier befand, aber das war noch lange kein Grund, jetzt darauf rumzuklimpern und dabei zu riskieren, dass man sie erwischte. Miss Pomfrey wäre bestimmt nicht begeistert, drei Schüler zu sehen, die ganz offensichtlich vorhatten, die Nacht mit einem wilden Werwolf zu verbringen. Man würde sie für suizidgefährdet halten! Und zumindest Peter war alles andere als das, er hasste Schmerzen…
„Such dir lieber ein Versteck…“ schlug er Sirius in gereiztem Tonfall vor, doch er hätte sich gar nicht bemühen müssen. Sirius hatte bereits, dass einzig sinnvolle Versteck ausgemacht (den Schrank nämlich) und es für sich beansprucht.

Peter seufzte ergeben und sah sich nach einem anderen Unterschlupf im Zimmer um.

„Ich krieche dann unters Bett, schätze ich…“ Zur Not würde er sich einfach in eine Ratte verwandeln. Er würde in dieser Umgebung in Tiergestalt nicht auffallen, was man von den anderen beiden nicht unbedingt behaupten konnte.

„Und Sirius?“ Er grinste seinen Freund spöttisch an. „Tu mir den Gefallen, frag Remus erst nach dem Klavier, wenn wir allein sind, ja?“

Mit diesen Worten ging er auf die Knie und rutschte unter das sperrige Himmelbett, das sich aus irgendeinem unerfindlichen Grund im Zimmer befand.
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BeitragThema: Re: Heulende Hütte   Do Jan 07 2010, 09:37

"Lass ihn doch", warf James gutgelaunt ein, als Peter seinen besten Freund ermahnt hatte, sofort das Klavierspielen zu unterlassen. Seine Wangen spannten sich verschwörerisch und er lächelte vergnügt.
"Is doch witzig, wenn aus dem alten Schuppen ein bisschen Musik kommt. Wundert die Eiwohner bestimmt, wenn sie es hören. Kannst du auch irgendwas fetziges spielen?"
Doch bedauerlicherweise hatte sich Sirius schon von dem eingestaubten Instrument fortbegeben, um James den besten Platz zum verstecken zu klauen. War ja klar. Er hatte auch schon ein Auge auf den Schrank geworfen gehabt, aber Mister Black nahm sich natürlich wieder heraus, seinen Hintern als Erster hineinzubegeben. James grinste tadelnd und wandte sich dann ab, um eine gute Alternative zu finden. Er sah Peter, der sich unter das Bett quetschte und runzelte die Stirn.
"Leute, ihr seid gut. Und wo soll ich hin?"
All zu viele Verstecke gab es hier nicht mehr. Vor allm wäre es ihm sehr recht, aufrecht stehen zu können. Hinten, im letzten Eck des Raumes stand etwas, das aussah wie eine lange nicht mehr gebrauchte Vitrine oder ein halb auseinandergefallener Schrank. Nicht weit davon entfernt befand sich ein alter Stuhl mit hoher, undurchsichtiger Rückenlehne. James sprang darauf zu und verschob beides so, dass er nicht mehr auffiel, wenn er sich hinter den beiden Möbelstücken versteckte. Er musste sich ein wenig ducken, damit sein dunkler Haarschopf nicht über der Lehne herausspitzte, ansonsten erwies sich das Versteck aber als recht bequem. Und das beste war, er hatte das Zimmer gut im Blick.
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BeitragThema: Re: Heulende Hütte   Do Jan 14 2010, 11:50

pp: Ländereien

Müde betrat Remus die Heulende Hütte, ohne weiter auf seine Umgebung zu achten, ließ er sich auf das große Bett fallen - war es nicht vielleicht sogar ein wenig zu groß? Ein Werwolf kümmerte sich nicht um weicher Polster, der hatte anderes im Kopf - und zog seinen Umhang aus. Während er ihn sorgfältig zusammenfaltete, damit er die Nacht auch heil überstehen würde, ließ der Gryffindor mehr aus Gewohnheit den Blick durch den Raum schweifen. Es dauerte ein wenig, doch dann wurde ihm bewusst, dass etwas nicht ganz stimmte. Irgendetwas war anders. Hatte jemand die Möbel verschoben? Remus dachte nur einen Moment länger noch darüber nach, dann schüttelte er leicht den Kopf. Hatte er jetzt schon Halluzinationen? Er wusste genau, dass es in dieser Hütte keine Geister gab, und von selbst veränderten Stühle und Schränke gewiss nicht ihren Platz.
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BeitragThema: Re: Heulende Hütte   Do Jan 14 2010, 17:00

Sirius sah Peter irritiert an und sah dann wieder zu dem Klavier vor sich, bevor er provozierend noch eine Taste nach unten drückte, damit ein Ton erklang. Kaum zu glauben, dass Peter versuchte ihm zu sagen, was er tun durfte und was nicht. Der Gryffindor sah dann kurz zu James und grinse. „Ich kann es nachher mal versuchen, wenn wir vollständig sind und alleine. Kommt bestimmt gut, wenn man unten im Dorf mal etwas modernes hören kann.“ Er lachte leise. So konnte man also Gerüchte verbreiten. In der heulenden Hütte waren fetzige Geister am Werk. Das würde die nächste Schlagzeile werden. Oder?

Wie Peter dann auch vorschlug, suchte sich Sirius ein Versteck und hatte gleich eins gefunden, während sich die Ratte unter dem Bett versteckte. Zwischen Tür und Angel des Schranks beobachtete er dann James. „Du kannst auch zu mir kuscheln kommen.“ Aber die Variante, die er gefunden hatte, wirkte wohl auch gut genug. Zumindest konnte man ihn nicht mehr sehen. Und wem würde schon auffallen, wenn etwas anders stand als beim letzten Vollmond.

Peters Zweifel an seiner Vernunft brachten Sirius dann doch zum Grübeln für wie doof er ihn eigentlich hielt. Dann schloss er die Tür des Schranks, so dass nur noch ein Spalt offen blieb, damit er das Geschehen im Raum beobachten konnte. Eigentlich ganz gemütlich so ein Schrank. Vielleicht sollte er umziehen.

Und dann kam auch schon Remus in die Hütte. Sirius wartete, ob noch jemand nachkommen würde, aber es schien nicht der Fall zu sein. Er neigte den Kopf dann etwas zur Seite und überlegte, ob er den Anfang machen sollte. Aber wenn ja niemand kam, dann war Remus ja alleine.
„Überraschung!“ Sirius öffnete die Tür des Schranks und sprang hinaus, wobei er die Arme ausstreckte und mit den Fingern wackelte. „Jetzt wird nicht geschlafen, du Faulpelz! Die Nacht ist noch jung!“



Ooc: Mir fällt grad ein, dass ich ja Snape mit der Weide umbringen darf... Irgendwann... mal... Wenn James mir nicht in den Rücken fallen würde Razz
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BeitragThema: Re: Heulende Hütte   Do Jan 14 2010, 23:44

Peter verdrehte amüsiert die Augen, als Sirius aus dem Schrank sprang und „Überraschung“ rief. Sein Freund genoss dramatische Auftritte, das wusste man ja. Wahrscheinlich hätten sie eine Torte besorgen sollen, aus der er hätte herausspringen können, am besten noch mit einer Schleife um den Kopf gebunden. Aber gut, sie hatten ja nicht wissen können, dass Remus die Hütte alleine betreten würde, und selbst dem unaufmerksamsten Beobachter wäre eine mannsgroße Torte wohl nicht entgangen.

Auch er krabbelte nun unter dem Bett hervor, obwohl er dabei sicher weniger elegant wirkte als Sirius, dem die Grazie nur so zuzufliegen schien.


„Überraschung!“ sagte nun auch Peter.
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BeitragThema: Re: Heulende Hütte   Fr Jan 15 2010, 07:01

"Vergiss es!", lachte James seinem Freund aus seinem Versteck heraus zu. "Ich geb dir nicht die Chance, mich zu befummeln! da wartest du doch nur so drauf!"
Doch kurze Zeit später bereute James diese Entscheidung schon fast. Die halbgebückte Haltung, in die er sich begeben musste, um nicht entdeckt zu werden, strengte seine Muskeln an und schlug ihm auf den Rücken. Bequem war definitiv etwas anderes. Glücklicherweise musste er nicht lange warten, bis sich die Außentür öffnete und jemand hereinkam.
Gespannt und aufgeregt hielt James den Atem an und duckte sich noch weiter, um nicht letzten Endes doch noch von wachsamen Augen entlarvt zu werden. Er horchte einige Momente und stellte dann fest, dass die Schrittgeräusche nur von einer Person zu stammen schienen. Umso besser. Ein breites, hintergründiges Grinsen breitete sich auf seinem Gesicht aus und er spannte alle Muskeln und Sehnen seines Körpers an, um herauszuspringen, als...
"Überraschung!"
...Sirius ihm zuvorkam. James nahm es auf die leichte Schulter, lachte und bekam noch mit, wie sogar Peter vor ihm aus seinem Versteck kroch. Naja, wenn er jetzt auch noch käme, wäre es sicher keine große Überraschung mehr, aber er wollte es sich nicht nehmen lassen, Remus' Gesichtsausdruck zu sehen.
Mit einem lauten "ÜBERRASCHUNG!" aus seiner Kehle hüpfte er also hinter dem selbstgebauten Versteck hervor und stellte überrascht fest, dass hier viel weniger Platz für akrobatische Sprünge war, als man meinen mochte. Er stolperte und landete auf Knien und Handflächen. Der Stuhl fiel krachend auf seinem Rücken und drückte ihn einen Moment lang wuchtvoll nach unten, ehe er sich gegen ihn stemmte und sich samt Stuhl wieder in die Senkrechte hob. Na gut, unfreiwillig hatte er jetzt auch seinen dramatischen Auftritt gehabt.
"Sieht so aus, als sei hiermit ich der Peter der Runde", verkündete er schmachvoll grinsend und kratzte sich verlegen lächelnd am Hinterkopf. Schließlich war es sonst immer Pettigrew, dem solche Dinge zustießen.
"Tag Remus!", rief der junge Potter schließlich bestens gelaunt und kam zu seinem verwirrten Freund herüber. "Was schaust du denn so? Dachtest du, wir überlassen dir den ganzen Spaß allein?"

(ooc: ja richtig! Bring ihn am besten wirklich um!! =))
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BeitragThema: Re: Heulende Hütte   Fr Jan 15 2010, 22:55

Remus zuckte regelrecht zusammen, als nacheinander Sirius, Peter und schließlich auch noch James aus irgendwelchen Verstecken krabbelten beziehungsweise krochen. Komplett verblüfft, aber auch erschrocken, starrte er sie an. Was taten sie nur hier?! Sie wussten doch, was gleich geschehen würde, waren sie lebensmüde?! Im ersten Augenblick konnte er nichts sagen, erst, als James von Sprach sprach, konnte er sich wieder äußern.

"Spaß? Spaß?!" rief mit sich überschlagender Stimme aus. Rasch warf er einen Blick zum Fenster, als er das nötig hätte, um zu wissen, wie viel Zeit ihm noch blieb. So kurz vor der Verwandlung spürte er so etwas einfach. "Seid ihr wahnsinnig geworden?! Verschwindet, es bleiben nur noch wenige Minuten!" Er erhob sich vom Bett um seine Freunde notfalls eigenhändig rauszuwerfen. Er würde nicht zulassen, dass sie sich hier in Gefahr brachten. Sie wussten doch, dass er bald schon keinerlei Kontrolle mehr über sich haben würde.
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BeitragThema: Re: Heulende Hütte   Fr Jan 15 2010, 23:01

Schließlich waren sie alle drei aus ihrem Versteck und hatten Remus wirklich überrascht. Dieser wusste wohl wirklich nichts mit den dreien anzufangen und Sirius ging langsam zu James, um ihn anzusehen und dann auf den Boden zu sehen. „Du musst die Füße hochheben, bevor du gehst...“ Er konnte sich ein Grinsen nur schwer unterdrücken und wollte möglichst ernst wirken, bevor er sich an das Klavier setzte.
„Bleib ruhig...“, sagte er dann zu Remus, während er 'alle meine Entchen' mit einer Hand und einem Finger auf dem Klavier vor sich hin spielte.
„Dass uns nur so wenig Zeit bleibt, liegt aber an dir, nicht an uns. Hättest schneller gehen können. Wir warten ja schon lange genug.“ Sirius ließ sich nicht aus der Ruhe bringen während er noch immer auf dem Klavier spielte. Er sagte auch nicht, was genau sie hier taten. Das überließ er Peter oder James. „Aber sag mal. Was machst du hier unten damit?“ Damit bezog er sich noch immer auf das Klavier und sah dann kurz auf, um seinen Freund zu mustern.
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BeitragThema: Re: Heulende Hütte   Mi Jan 20 2010, 02:08

Remus sah ja alles andere als begeistert aus… Er war leichenblass und wirkte eher geschockt als freudig überrascht. Peter konnte es ihm auch nicht verdenken… Er konnte ja nicht ahnen, was seine Freunde für ihn erreicht hatten und machte sich daher wohl sorgen, was mit ihnen geschehen würde, sobald er sich in die reißende Bestie verwandelte, die er als Werwolf nun einmal war.

Sirius und James schien gar nicht bewusst zu sein, dass Remus nicht aussah, als ob er sich freute und dass er, zumindest aus seiner Sicht, auch keinen Grund zur Freude hatte. Als Remus sie anschrie und fragte, ob sie wahnsinnig geworden seien (als ob sie das nicht schon immer gewesen wären), erwiderte Sirius nur, er solle ruhig bleiben, und fing schon wieder mit diesem verdammten Klavier an.

„Sirius hat Recht, Remus. Es besteht kein Grund, sich aufzuregen… Wir wollen dir eine Freude machen…“ erklärte Peter, dem plötzlich selbst nicht mehr bewusst war, wie wenig er damit eigentlich erklärte.
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BeitragThema: Re: Heulende Hütte   Mi Jan 20 2010, 07:45

Doch doch, natürlich erkannte James, dass Remus alles andere als erfreut war. Damit war aber zu rechnen gewesen, wusste der dumme Junge doch nicht, wie sehr er sich auf seine Freunde verlassen konnte.
Sirius ging gar nicht auf die besorgten Ausrufe ein, und Peter stürzte sich in schale Erklärungen. An Remus' Gesicht ließ sich deutlich ablesen, dass ihn weder die Ignoranz, noch die anfänglichen Schlichtungsversuche in irgendeiner Weise beruhigten oder erreichten. Sicher verstand er den Anlass des Hierseins seiner Freunde, schließlich hatte Peter mit seiner Aussage ja keine Zweifel daran offen gelassen; ihm war aber garantiert schleierhaft, weshalb die drei so blöd waren, sich eine Nacht lang mit einem Werwolf einsperren zu lassen.
"Werwölfe sind scharf auf Menschen", behauptete James banal, so als sei es vollkommen offensichtlich, dass sie drei keine waren. "Nicht auf Tiere."
Einige Sekunden lang ließ er diese verdutzende Aussage im Raum hängen und gab sich keine Mühe, sie aufzuklären. Dann aber schaltete er sozusagen eine imaginäre Lampe an und beleuchtete die Behauptung von einer anderen Seite aus. Er tat das, was er die letzten Monate über immer wieder hart trainiert hatte, bis zur Verzweiflung geübt hatte und was ihm schließlich so leicht fiel wie das Fliegen auf einem Besen. Er verwandelte sich. James Konturen und Umrisse schienen sich für eine Sekunde lang fast zu verflüssigen, während sie sich umformten, und kaum dass man sich versah, stand nicht mehr länger der Schüler aus Gryffindor vor Remus, sondern ein großer, prächtiger Hirsch, von schlankem Wuchs und mit glänzendem Fell.
James war ein unregistrierter Animagus.
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BeitragThema: Re: Heulende Hütte   Fr Jan 22 2010, 14:03

Remus sah von einem zum anderen. Verstanden seine Freunde denn nicht, was gleich passieren würde? In welcher Gefahr sie schwebten?! Er hatte es ihnen doch damals erklärt, als sie herausgefunden hatten, was er war, sie hatten es im Unterricht gehört. Warum also sperrten sie sich dann freiwillig mit einem Werwolf in einem Zimmer ein?! Waren sie denn von allen guten Geistern verlassen?! Händeringend wandte er sich an Sirius, der gerade keine anderen Sorgen zu haben schien als der Flügel, der mitten im Raum stand, dann an Peter, der ihm gerade erklärte, sie wollten ihm nur eine Freude machen.

"Sirius! Das-" Er untebrach sich mitten im Satz. "Eine Freude?! Soll es mich etwa freuen, wenn ihr euch umbringen lasst?! Wenn ich euch umbringen werde? Ihr wisst doch, dass ich-" Hilflos verstummte er wieder, er wusste einfach nicht, was er sagen sollte. Seine drei Freunde schienen fest entschlossen zu sein, hier zu bleiben, und ihm gingen die Argumente aus, seine Gedanken drehten sich im Kreis. Merlin, sie wussten, was hier geschehen würde, warum also hörten sie nicht auf ihn und brachten sich in Sicherheit, solange sie es noch konnten?

James hingegen schien endlich zu einer Art Erklärung anzusetzen, auch wenn diese Remus nicht unbedingt weiterhalf. Ihm war klar, dass ein Werwolf nur für Menschen gefährlich war, nicht für Tiere, aber was brachte ihnen das? Seine Freunde waren ganz eindeutig- In diesem Augenblick verschwamm James' Gestalt vor seinen Augen, und als er ihn wieder klar sehen konnte, war er verschwunden. Stattdessen stand nun ein prächtiger Hirsch direkt vor ihm. Nun vollkommen verwirrt und verblüfft ließ Remus sich wieder auf das Bett hinter ihm fallen.

"Was-?" begann er heiser und räusperte sich. "Was geht hier vor? Was soll das? Wo ist James?" Er starrte den Hirsch an. Unter anderen Umständen hätte er vielleicht eher verstanden, was seine Freunde erreicht hatten, aber nicht in diesen. Im Moment verstand er einfach gar nichts mehr und wusste nicht mehr, wo ihm der Kopf stand.
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BeitragThema: Re: Heulende Hütte   So Jan 24 2010, 21:15

Also eine Antwort auf die Frage mit dem Klavier würde er wohl heute nicht mehr bekommen. Auch gut... James musste dann auch schon das Wort ergreifen und zeigte Remus, was sie schönes konnten. Mit einem Grinsen sah Sirius zwischen seinen Freunden hin und her, bevor er einige tiefe Töne spielte, um eine dramatische Stimmung zu erzeugen. Dann entfernte er sich aber von dem Klavier und ging zu Remus hinüber, nachdem er James den Kopf getätschelt hatte.
„James steht vor dir. Da, das braune Vieh mit dem Geweih. Ich find es ja ein wenig übertieben. Aber du kennst ihn ja... Ein kleines Tier hatte ja nicht genügt.“ Sirius zwinkerte seinem Freund kurz zu, damit er wusste, dass er es nicht ernst meinte, bevor er sich wieder zu Remus wandte.
„Hast du im Unterricht nicht aufgepasst?“ Tadelnd schüttelte Sirius den Kopf und setzte sich auf das Bett. „Also... Wann geht’s los?“
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BeitragThema: Re: Heulende Hütte   Mo Jan 25 2010, 14:34

Peter grinste. „Siehst du, wir sagten doch, dass Werwoelfe sich nicht fuer Tiere interessieren... Dass sie sie gleich komplett ignorieren, damit hatten wir allerdings nicht gerechnet...“

Auch er wies auf den eleganten Hirsch, der, ein wenig fehl am Platze wirkend, seit einigen Minuten mitten im Raum stand, und taetschelte ihm die Flanke.

“Aber keine Sorge, wir gehen nicht davon aus, dass James allein uns mit seinem Riesengeweih beschuetzen soll – das wuerde sein ohnehin schon uebergrosses Selbstbewusstsein doch allzu aufblasen... Wir koennen das auch!“

Mit diesen Worten setzte auch Peter zur Verwandlung an. Ihm war es ganz recht jetzt schon damit zu beginnen, denn obwohl er durch Uebung und die Hilfe seine beiden Freunde immer besser geworden war, war er doch immer noch weitaus langsamer im Wandel als Sirius und James, und er wollte es ungern riskieren, halb Ratte, halb Mensch zu sein, wenn der Vollmond aufging.

Nach einiger Zeit stand jedoch auch an Peters Stelle ein Tier, seine Animagusgestalt. Statt dem blonden Waliser sass nun eine kleine Ratte mit glaenzendem, dunkelbraunen Fell, fast ebenso dunkel wie das des Hirsches, auf dem Boden und blinzelte Remus an.
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BeitragThema: Re: Heulende Hütte   Fr Jan 29 2010, 06:53

"Hier bin ich doch, du Idiot!", wollte James rufen, doch obwohl er vorher schon wusste, dass es ihm misslingen würde, stellte er beim Versuch, diese Worte auszusprechen, fest, dass anstatt des erwünschten Satzes nur ein tiefes Grollen seine Kehle verließ. Cool, solche Geräusche konnte er machen? Das wusste er gar nicht!
Glücklicherweise waren James' andere Freunde weniger verspult, was den Sachverhalt der Lage anging, außerdem waren sie ja in den Plan eingeweiht gewesen. Sie übernahmen nun also die Erklärungen, während James ruhig dastand und die Anwesenden aus schönen schwarzen Augen beobachtete.
Als Sirius behauptete, die Hirschgestalt sei übertrieben, wiederholte James das leise knurrende Grollen und stupste mit seiner Schnauze gegen den Brustkorb des Dunkelhaarigen. Was tönte der denn groß rum? Ein Zwergspitz war er auch nicht gerade!
Nachdem Sirius seine unkonstruktive Bemerkung losgelassen hatte, setzte Peter zu einer etwas ernsthafteren Erläuterung an und begann dann ebenfalls, sich in seine Tiergestalt zu verwandeln.
James empfand es immer noch als irgendwie befremdlich, witzig, und möglichenfalls, wenn er es zugab, eventuell auch als bezeichnend, dass Peter eine Ratte war, während all seine Freunde Tiere verkörperten, die ihn zerquetschen könnten. Andererseits hatte es auch seine Vorteile für Peter, schließlich war der kleine Kerl schnell und leicht zu übersehen. Sollte mal jemand einen riesigen Köter oder einen Hirsch übersehen, oder, noch besser, einen Werwolf.
Als das fiepende Tier schließlich vollständig verwandelt im Raum stand, fehlte nur noch Sirius, der nach wie vor keine Anstalten machte, seine menschliche Gestalt aufzugeben.
Wieder stieß James ihn mit seinem Kopf an, achtete dabei so gut es ging darauf, ihm mit seinem Geweih nicht zu berühren. Die Aussage dabei war klar, er sollte endlich hinmachen.
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BeitragThema: Re: Heulende Hütte   So Feb 07 2010, 01:45

Verdattert starrte Remus Sirius an, als dieser ihm erklärte, James würde direkt vor ihm stehen. Er war sich immer ziemlich sicher gewesen, dass es sich bei seinem Freund um einen Menschen handelte, und nicht um einen Hirsch. Ganz abgesehen davon, dass ein so großes Tier in Hogwarts nicht gerade unauffällig war. Hatte er nun auch noch Halluzinationen? Er versuchte, sich an alles zu erinnern, was er jemals über Lykantrophie gehört oder gelesen hatte, war es möglich, sich kurz vor einer Verwandlung seltsame Dinge einzubilden, Sachen zu sehen, die gar nicht da waren? Oder war dies am Ende nur ein besonders lebhafter Traum und er lag noch in seinem Bett im Gryffindorschlafsaal? Doch Remus wusste, dass dies nicht der Fall war, dass er wach war. Er spürte es einfach.

Erst als auch Peter verschwand und kurz darauf eine Ratte vor ihm saß, dämmerte dem jungen Werwolf langsam die Wahrheit. Seine Freunde hatten sich in Tiere verwandelt, und da es ihnen so mühelos gelang, gab es nur eine Möglichkeit. Sie waren- "Animagi." Remus räusperte sich. "Ihr seid Animagi." Und bestimmt unregistrierte, das wettete er. "Warum? Seit wann? Und-?" Er schüttelte leicht den Kopf, dann nahm er zuerst den Hirsch und schließlich die Ratte näher in Augenschein. "Das ist-" Merlin, so sprachlos war er schon lange nicht mehr gewesen. Ihm fiel wieder ein, was James gesagt hatte, bevor er sich verwandelt hatte. Werwölfe waren nur auf Menschen scharf, nicht auf Tiere. "Ihr habt das für mich getan?" erkundigte er sich vorsichtig, ganz konnte er es nicht fassen, doch es war die einzige logische Schlussfolgerung, zumindest die einzige, die ihm im Augenblick einfiel.

Erst dann wurde ihm auch klar, dass er eine Frage von Sirius bislang unbeantwortet gelassen hatte. Nämlich die nach der Zeit, die ihm noch blieb. Langsam drehte er den Kopf zu dem einzigen seiner Freunde, der noch in normaler Menschengestalt vor ihm stand. "Bald..." erwiderte er leise, fast ein wenig heiser. "Noch ein paar Minuten. Vier oder fünf, maximal." Dann würde er sich tatsächlich vor seinen besten Freunden verwandeln. Denn obwohl er noch keine Antwort auf die Frage nach ihren Beweggründen hatte, sah er doch ein, dass James, Sirius und Peter im Augenblick nicht gerade aussahen, als ob sie sich bald aus dem Staub machen würden. Eher, als ob sie es sich hier bequem machen würden.


Ooc: Tut mir leid, dass ihr so lang warten musstet. Referate und Klausuren eben...
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BeitragThema: Re: Heulende Hütte   So Feb 14 2010, 21:26

Sirius fand Remus Reaktion noch immer amüsant und hörte dann kurz Peter zu, bevor dieser sich ebenfalls verwandelte und als kleine Ratte vor ihnen saß. Auch James Wink mit dem Zaunpfahl verstand der Gryffindor und war froh, dass sein bester Freund ihm kein Auge mit seinem Geweih ausstach. Sie waren schon eine interessante Mischung: Ratte, Hirsch, Hund und Wolf... Scheinbar kein Zusammenhang zwischen den Tieren.

Remus schien dann auch endlich zu begreifen, was hier eigentlich vor sich ging und Sirius musste kurz lachen. „Das wann, wo, warum und so weiter, das erklären wir dir später...“, sagte der Gryffindor dann knapp und wusste selbst, dass es langsam an der Zeit war sich ebenfalls zu verwandeln, bevor er als Mensch einen Wolf gegenüber stehen würde. „Und ja, wir haben das für dich getan. Muss ja schrecklich sein hier so alleine...“ Und dann verwandelte er sich auch schon und saß als schwarzer, großer Hund vor Remus. Dass er mit dem Schwanz wedelte, dass war einfach, weil er sich freute. So ganz verstehen, tat er das auch noch nicht. Hund eben... Solange er seinen Schwanz nicht jagen würde. Sirius schüttelte sich kurz, damit sein Fell richtig lag und setzte sich dann auf seinen Hintern, um abzuwarten, was passieren würde.
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BeitragThema: Re: Heulende Hütte   Do Feb 18 2010, 13:44

Peter verdrehte seine kleinen Rattenäuglein, als Remus fragte, ob sie das für ihn getan hätten. Ja, was erwartete er denn?! ‚Man erlernt doch nicht nur aus Jux und Dollerei die Animagie!‘ wollte er rufen. ‚Natürlich haben wir es für dich getan!‘, aber ihm entfuhr nur ein leises Fiepen, womit er eigentlich hätte rechnen sollen. Auf eine genaue Erklärung würde Remus allerdings noch warten müssen, schließlich waren sie alle bereits – nein, Sirius stand immer noch dumm in der Gegend herum und sah nicht so aus, als sei er auch nur im Geringsten beunruhigt, dabei sollte er sich so schnell wie möglich verwandeln.

Peter hatte schon überlegt, seinen Freund in den großen Zeh zu beißen, um ihn auf die drohende Gefahr aufmerksam zu machen, als Sirius sich doch noch entschloss, seine Tiergestalt anzunehmen. Und kaum stand der große, schwarze Hund da, schüttelte er sich und Peter mochte wetten, dass Sirius um seine ‚Frisur‘ besorgt war. Irgendwann würde er noch jemanden bitten, ihn zu striegeln…
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BeitragThema: Re: Heulende Hütte   Mo März 01 2010, 06:31

Als Letzter, als man schon fast geneigt war zu glauben, Sirius hätte beschlossen einfach er selbst zu bleiben, verwandelte sich auch der Schwarzhaarige in einen großen, dunklen Hund und schüttelte sich ausgiebig das Fell.
"Flohschleuder!", wollte James sagen, da er aber wusste, wie eingeschränkt seine sprachlichen Fähigkeiten gerade waren, beließ er es dabei, mit dem Huf zu scharren und die Augen auf Remus gerichtet zu halten, der sicher nicht mehr lange Zeit hätte, ehe auch seine Verwandlung eintrat.
Später würde es bestimmt ein großer Spaß werden; sie alle zusammen in diesem alten Holzschuppen, mitten in der Nacht. Sie würden vermutlich einen Radau veranstalten, dass die Leute in Hogsmeade dachten, da fege eine Mannschaft tollwütiger Gespenster durch das Dorf. Zunächst war die Lage allerdings noch ernst. Remus würde sich gleich in einen Werwolf verwandeln. Sie alle wussten, wie sehr er unter dieser Krankheit litt. Vielleicht war es ihm auch unangenehm, selbst wenn gerade eben erst seine Freunde den Schritt gemacht hatten, sich vor ihm zu verwandeln, um es ihm zu erleichtern.
Ob es schmerzhaft war? James hatte Remus nie gefragt und wunderte sich jetzt, weshalb er das nicht getan hatte. Es lag eine gewisse Anspannung im Raum, er scharrte leise mit dem Huf über den Boden und wartete geduldig, was passieren würde.
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BeitragThema: Re: Heulende Hütte   Fr März 05 2010, 10:53

Remus sah von einem zum anderen, vor ihm standen nun wirklich drei Tiere, statt drei Menschen. Sirius hatte sich als letzter verwandelt, in einen großes Hund. Irgendwie passend. Wäre es noch mehr Zeit bis Mondaufgang gewesen, so hätte Remus vermutlich grinsen müssen, so begnügte er sich allerdings damit, sich vor seine drei besten Freunde zu knien. Vorsichtig streckte er eine Hand nach Hund-Sirius aus, kraulte ihn dann aber doch nicht. Das wäre doch etwas lächerlich gewesen. Genauso wenig strich er James über die Flanke oder Peter über die kleinen Ohren. Sie waren doch im Grunde immer noch Menschen, auch wenn sie im Augenblick etwas anders aussahen als er es gewohnt war. Aber bald würde es ihm ohnehin egal sein, wer vor ihm stand - solange es sich um Tiere handelte, verstand sich.

In diesem Augenblick endlich schob sich der Mond über den Horizont, und Remus hätte gar keine Gelegenheit mehr gehabt, James, Sirius und Peter zu irgendetwas zu sagen, selbst wenn ihm noch etwas eingefallen wäre. Rasch wandte er sich ab, damit seine Freunde nicht das eigenartige Zittern sehen konnte, das nun zuerst über sein Gesicht, dann über seinen ganzen Körper lief. Seine Muskeln versteiften sich einen Moment, bis er fast nicht mehr dazu fähig war, sich noch zu bewegen, dann nahm das Zittern wieder zu. Remus konnte richtiggehend spüren, wie seine Knochen einen neuen Platz einnahmen, wie sich harte, borstige Haare aus seiner Haut bohrten. Nach nur wenigen Augenblicken war er jedoch nicht mehr dazu fähig, einzelne Teile seines Körpers zu unterscheiden, er verspürte nur noch den Schmerz der Verwandlung - und wie langsam den Verstand verlor. Kurz rang er noch darum, er selbst bleiben zu können, doch er wusste, dass dies eine verlorene Schlacht war.

Der junge Gryffindor, der nun in einer Gestalt irgendwo zwischen Mensch und Wolf steckte, schrie laut auf, doch schon hörte sich sein Schrei eher wie ein Heulen als ein menschlicher Laut. Sein Körper krümmte sich ein letztes Mal zusammen, dann waren die letzten Überbleibsel seiner normalen Gestalt verschwunden. Er ging auf vier Pfoten, das hellbraune Fell - fast dieselbe Farbe wie seine Haare - spross nun mit erhöhter Geschwindigkeit überall, bis er ganz davon bedeckt war. Noch einmal stieß er ein Knurren aus, dann kam er auf die Pfoten und schüttelte sich. Mitten in der Heulenden Hütte stand nun ein großer Wolf, der den Kopf in den Nacken warf und laut den Mond anheulte.

Dann wurde er ihm bewusst, dass er nicht alleine hier war, es gab Eindringlinge in seinem Territorium. Das hier war sein Reich, sein Gebiet. Was taten sie dort? Misstrauisch beäugte der Wolf den Hirsch, den Hund und die Ratte mit seinen gelblichen Augen und strich langsam um sie herum. Hin und wieder streckte er den Kopf vor und schnupperte an ihnen. Er wusste nicht, warum, aber ihr Geruch wirkte auf irgendeine Art und Weise vertraut auf ihn. Fast so, als ob er sie kennen würde. Aber das war nicht möglich. Er war ein Einzelgänger, er war immer allein gewesen, Nacht für Nacht. Er konnte diese seltsamen Tiere nicht kennen, sie waren fremd, sie hatten hier nichts zu suchen. Und doch verhielt er sich ruhig, lief nur immer weiter um sie herum. Seine Blutlust und sein Jagdtrieb waren noch nicht erwacht, erst wollte wissen, was sie hier wollten.

Ooc: Ich lege Wert darauf, dass Remus ein Werwolf ist, kein Werchihuahua Wink Obwohl - der Chihuahua meiner Freundin ist süßer als das Viech im 3. Film...
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BeitragThema: Re: Heulende Hütte   Sa März 06 2010, 19:01

Es dauerte nicht mehr lange bis die Verwandlung schließlich auch einsetzte. Sirius wusste, dass Remus sich darüber freute, auch wenn er nichts dazu sagte. Dafür kannten sie sich schon so lange. Zum Glück brach er nicht in Tränen aus. Sirius war sie nie so sicher wie emotional Remus im Endeffekt noch war. Als sich sein Freund dann aber verwandelte, legte der schwarze Hund seine Ohren an und ging ein wenig in Deckung. Es sah schmerzhaft aus und er wusste, dass er sich nicht hätte so beherrschen können nicht zu schreien. Es sah irgendwie so aus als würden sämtliche Knochen seines Freundes gerade brechen. Ein leises, mitleidiges Winseln war schließlich von Sirius zu hören, bevor sie Verwandlung vollendet war. Der Wolf schlich um die Freunde herum und Sirius tappste vorsichtig näher, bevor er langsam mit dem Schwanz wedelte und die Ohren wieder aufstellte. Es schien nicht so als wollte ihnen der Wolf etwas böses. Zumindest sah es für ihn nicht so aus.




Ooc: Remus an Fasching, falls Vollmond ist Wink http://my.sputnik.de/avatars/60023.jpg
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BeitragThema: Re: Heulende Hütte   Di März 16 2010, 09:59

Als die Verwandlung einsetzte, war Peter geradezu froh, dass er im eher unspektakulären, kleinen Körper einer Ratte gelandet war, denn so konnte er sich, sollte es nötig werden, schnell irgendwo verstecken und in Sicherheit bringen. Falls Remus ihn denn überhaupt bemerkte… Er kauerte sich ein und legte die kleinen Öhrchen an – ähnlich wie Sirius, den der Anblick auch zu erschrecken schien. Vielleicht wäre es höflich gewesen, den Blick abzuwenden, doch so sehr wie Peter die Verwandlung schreckte, so sehr faszinierte sie ihn auch. Fast schien es, als würden Remus‘ Knochen die Stellung wechseln – was allein schon ziemlich schmerzhaft sein musste – und aus seiner Haut brachen Fellhaare, erst einzeln, so dass man sie gut erkennen konnte, dann immer mehr, bis es kaum noch Remus war, der vor ihnen stand, sondern ein heulendes, wildes, mit Fell bedecktes Biest.

Endlich, endlich schien die Verwandlung vorbei. Vor ihnen stand ein Wolf mit hellbraunem Fell und obwohl er eindeutig nach Gefahr roch (Peters Geruchssinn war als Ratte erheblich besser geworden), so strahlte er doch auch eine gewisse Eleganz und Würde aus. Vorsichtig strich der Wolf um die drei Tiere herum. Peter hoffte inständig, dass Werwölfe keinen allzu ausgeprägten Reviertrieb hatten, eine Frage, die sie sicher vorher hätten bedenken sollen… Zwar mochte er sie nicht beißen wollen, aber wenn er ihnen stattdessen in Angst um sein Revier das Genick brach, war das auch nicht besonders gesund für die drei.
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BeitragThema: Re: Heulende Hütte   Sa März 27 2010, 23:22

Was da passierte war schon gewissermaßen beängstigend. Während sich eine innere Bestie schmerzhaft aus Remus herauszupellen schien, fielen James einige starke und effektive Worte ein, doch keines schien ihm richtig passend, um zu beschreiben, was hier gerade vor sich ging. Er war sich sicher, dass das mit Abstand das krasseste war, das er je gesehen hatte. Faszination und ein Hauch beunruhigung mischten sich mit einer Art Mitgefühl für seinen Freund, der die Verwandlung durchmachte. Es sah zwar wesentlich spektakulärer aus als bei den anderen dreien, doch es machte auch einen viel aufreibenderen Eindruck. Das war bestimmt nicht nur ein angenehmes Kitzeln, das man verspürte, wenn sich Haut und Knochen verformten und einem borstiges Fell überall aus dem Körper quoll. Und auch nachdem Remus nicht mehr als Remus zu erkennen war, sondern das Bild eines hünenhaften, gefährlichen Lykantropen abgab, wurde James nicht vollkommen von dem mulmigen Gefühl verlassen, das ihn erfasst hatte, sobald sein Freund begonnen hatte, sich zu verändern. Aber es war ja nicht so, dass sie sich im Vorfeld nicht darüber informiert hätten. Es war eine riskante Angelegenheit, uneingeladen um einen Werwolf herumzutanzen, aber dadurch, dass sie Remus bescheid gegeben hatten, solange er noch ein Mensch gewesen war, er also irgendwo noch wusste, dass es sich nicht um vollkommen Fremde oder Feinde handelte, hatten sie das größte Problem beseitigt. James hoffte jedenfalls, dass Remus es noch wusste.
Er verhielt sich ganz ruhig, als der Werwolf ihn umkreiste, folgte dem Tier mit seinen Blicken und starrte ihn dennoch nicht direkt an, nicht in seine Augen, denn ihm war bewusst, dass dies als Herausforderung verstanden werden hätte können.
Dann, endlich, machte er einen Schritt, scharrte mit dem Huf, neigte das stolze, bekronte Haupt. Ich will dir nichts tun, Alter. Das war die Aussage dieser Bewegungen. James Nüstern weiteten und verengten sich und er trat aus dem Kreis heraus, den der Wolf die ganze Zeit über um ihn und die anderen gezogen hatte.
Die Aussage, die dahinter steckte, war schlicht und ergreifend, dass es ihm auf den Geist ging, wenn der Kerl ständig um ihn herum rannte. Angriffslust oder Rivalität strahlte James nicht aus. Das Tier sollte verstehen, dass sie ihm nicht feindlich gesonnen waren. So ganz klar schien es ihm ja doch nicht zu sein.
James hielt es für das Beste, dem Werfwolf klar zu machen, dass er es hier nicht mit leichter Beute zu tun hatte. Sirius hatte seine Fangzähne, er selbst hatte sein scharfes Geweih...und Peter...naja, der war eben schnell. Wenn Gefahr drohte, war er blitzschnell weg. Trotzdem musste Remus wissen, dass niemand ihn herausfordern wollte. Er war ja ein schlauer Kerl. Irgendwann würde er das schon verstehen. Das blieb zumindest zu hoffen.
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BeitragThema: Re: Heulende Hütte   Sa Apr 03 2010, 13:31

Der Wolf lief noch eine ganze Weile um die fremden Tiere in seinem Revier herum, bis er sich schließlich wieder etwas von ihnen entfernte, nur kurze Zeit, nachdem der Hirsch aus dem Kreis ausgebrochen war. Doch obwohl ihn diese Bewegung ein wenig misstrauisch stimmte, reagierte er noch nicht mit Aggressivität. Er wusste, wann ihn jemand angreifen wollte und wann nicht, er war immerhin ein Raubtier. Und der Hirsch machte im Grunde einen friedfertigen Eindruck, genauso wie der schwarze Hund, der zwar aufmerksam, aber nicht gefährlich wirkte.

Langsam trottete der Wolf zum anderen Ende des Raumes und ließ sich dort auf den Boden fallen, doch noch immer behielt er seine Gäste genau im Auge. Gleichzeitig wollte er ihnen jedoch symbolisieren, dass er sie nicht angreifen würde, wenn sie sich weiter friedlich verhielten. Außerdem war da immer noch diese Sache, dass sie ihm irgendwoher bekannt vorkamen, auch wenn er einfach nicht wusste, woher oder warum. Und sie waren keine Menschen, fielen also nicht in sein übliches Beuteschema.

Nach und nach entspannte er sich, sah nur noch einmal kurz zu dem Hund, den er nicht als Gefahr einstufte, immerhin war er ein wenig größer. Der Hirsch war ihm vielleicht etwas weniger geheuer, doch wirkte dieser sehr gelassen und ruhig. Blieb noch die Ratte, die ihn irgendwie verwirrte. Eine Ratte würde ihn nie angreifen, aber normalerweise hielten Ratten sich von Anfang fern von ihm. Doch diese hier blieb einfach sitzen, als ob es ein normales, selbstverständliches Verhalten war. Fast schon ein wenig neugierig streckte er eine Pfote nach dem kleinen Tier aus, als ob er es einladen wollte, doch ein wenig näher zu kommen.
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BeitragThema: Re: Heulende Hütte   So Apr 04 2010, 01:22

Sirius wartete so wie die anderen, welche Reaktion Remus nach seiner Verwandlung als Wolf zeigen würde. Während er um sie herum ging und jeden musterte, spürte er, dass er langsam hibbelig wurde. Irgendwann musste sich doch etwas regen. Remus machte nicht den Eindruck als wollte er jemanden angreifen. Er wollte wohl einfach seine Ruhe haben oder es lag wirklich daran, dass sie nicht sein Beuteschema waren. Dann legte er sich hin und Sirius tat es ihm gleich. Er legte sich flach auf den Boden und streckte alle Viere von sich, wobei er den Kopf hob und kurz schnüffelte. Dann fiel sein Blick auf Peter, der wohl von Remus aufgefordert wurde sich ein wenig zu näher. Es war schon ein groteskes Bild und Sirius hoffte, dass Peter nichts dummes tun würde, was den Wolf reizen könnte.
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BeitragThema: Re: Heulende Hütte   Di Apr 06 2010, 00:59

Peters kleines Rattenherz blieb beinahe stehen, als der gigantische Wolf sich ihm näherte und die Pfote nach ihm ausstreckte. Warum wandte er sich ausgerechnet ihm zu und nicht James, der sich ja immerhin bewegt hatte und mit den Hufen scharrte? Und der ganz davon abgesehen wesentlich größer war als Peter selbst und deshalb doch logischerweise die größere Bedrohung darstellte!
Peter wusste, dass ein einziger Pfotenhieb genügen würde, damit er sein junges Leben aushauchte – und das im Körper einer Ratte! Nicht unbedingt ein wünschenswerter Tod, falls es so etwas überhaupt gab…Doch gleichzeitig wusste er, dass er sich dem Werwolf nicht widersetzen durfte, und er wusste instinktiv, was die Geste zu bedeuten hatte. Der Wolf wollte, dass Peter sich ihm näherte. Langsam kroch er näher auf die Kreatur zu, die, wie er wusste, aber nur schwer glauben konnte, sein Freund Remus war. Vorsichtig schnupperte er an der Pfote des Wolfes.
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BeitragThema: Re: Heulende Hütte   Mo Apr 12 2010, 07:03

James blieb nichts zu tun, als zu beobachten. Es spannte ihn an, zu sehen, dass sich Remus Aufmerksamkeit ausgerechnet Peter zugewandt hatte. Er konnte sich vorstellen, wie dieser sich fühlte. Ausgerechnet der Kleinste unter ihnen. Doch Größe hin oder her, Peter bewies sagenhaften Mut und bewegte sich auf kleinen Tatzen auf Remus zu. James wollte es sich kaum eingestehen, aber ein Bisschen angsteinflössend war der schon. Er war dankbar für sein Geweih; nur dafür, dass er es hatte...es war ja nicht so, dass er es wirklich gegen seinen Freund einsetzen wollte.
Ach was, sie hatten sich doch vorher informiert. Es war unwahrscheinlich, dass Remus sie angreifen würde, das hatte er ihnen doch mittlerweile auch bestätigt.
Sirius ahmte das Verhalten des Wolfes nach und legte sich hin. James blieb stehen. Er beobachtete das ganze mit stolz gehobenem Haupt. Er griff nicht ein. Aber sollte es Grund dazu geben, wäre er zur Stelle.
Es war jedoch zu bezweifeln, dass Remus plante, seinen Kumpel Peter, die Ratte, zu fressen.
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BeitragThema: Re: Heulende Hütte   Mi Apr 14 2010, 20:16

Mit seiner Nase schubbste der Wolf die kleine Ratte, die tatsächlich zu ihm gekommen war, an und schnupperte an ihr. Hm, auch hier hatte er das Gefühl, das Tier zu kennen, auch wenn er nach wie vor nicht sagen konnte, weshalb. Wie konnte eine Ratte vertraut auf ihn wirken? Aber gut, das war nicht weniger seltsam als die Tatsache, dass er auch glaubte, den Hund und den Hirsch zu kennen. Vielleicht noch merkwürdiger war allerdings, dass die drei überhaupt hier aufgetaucht waren. Werwölfe griffen Tiere in der Regel nicht an, nur der Mensch entsprach seinem Beuteschema, aber das hieß noch lange nicht, dass sie die besten Freunde wären. Im Gegenteil, die meisten Tiere wichen im aus, als ob die Gefahr spüren würden, die er für sie bedeuten konnte. Genau das taten sie vermutlich auch. Noch einmal berührte er die Ratte, dieses Mal mit seiner Pfote, aber dabei ging er so vorsichtig vor, dass klar wurde, dass sie ihn zwar irritierte, er aber zumindest im Augenblick noch keinerlei Aggressionen gegen sie hegte.

Nachdem er sich so noch einmal versichert hatte, dass die Ratte in seiner Gegenwart durchaus zu dulden war, stand der Wolf wieder auf und schüttelte erst einmal sein Fell, bevor er sich den anderen beiden zuwandte. Sein nächstes Ziel war der Hirsch, der wohl der größte Gegner darstellte, sollte es zu einer Auseinandersetzung kommen. Vorsichtshalber hielt er ein wenig Abstand von dem stattlichen Tier, sondern beäugte er nur äußerst misstrauisch, wobei er sich so groß wie möglich machte, um besonders einschüchternd zu wirken, und leise grummelte. Den Hund beobachtete er nur aus den Augenwinkeln.
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BeitragThema: Re: Heulende Hütte   Do Apr 15 2010, 19:02

Peter hatte sich auch gleich auf den Weg gemacht zu Remus zu tippeln, wobei man deutlich erkennen konnte, dass ihm nicht ganz wohl bei diesem Gedanken war. Gespannt wie Remus nun reagieren würde, beobachtete der Gryffindor oder auch der Hund, den er momentan verkörperte, die ganze Situation. Während Peter noch an dem Wolf schnüffelte, wenn man es so nennen konnte, tat es der Wolf der Ratte gleich, bevor er ihr die Pfote auf den Kopf legte. Ob das nun ein Symbol dafür war, dass er sie akzeptierte?
Sirius sah zu wie er nun zu James ging, wobei sich seine Muskeln ein wenig anspannten. In ihm wird er wohl die größte Gefahr sehen und Sirius hoffte einfach, dass es nun nicht zu Komplikationen kommen würde. Vor allem bedeutete es, dass er auch noch gemustert werden würde. Wie sollte er sich dann verhalten? Wobei er das Schwanzwedeln noch nicht ganz unter Kontrolle hatte.
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BeitragThema: Re: Heulende Hütte   Fr Mai 28 2010, 15:51

Weder Sirius noch James rührten sich und Peter war recht dankbar dafür – wer wusste schließlich, wie der gigantische Wolf reagieren würde, wenn die beiden großen Tiere sich ihm unaufgefordert näherten?
Peter erlitt beinahe einen Herzinfarkt, als Remus ihn mit der Schnauze anstupste. Er fiel beinahe zur Seite, so kräftig war der Wolf vor ihm, doch er hielt sich weiterhin recht tapfer, auch wenn der Oberteil seines kleinen Rattenkörpers von der rüden Behandlung ein wenig schmerzte. Remus schnupperte an ihm und Peter hoffte inständig, dass ihm gefallen würde, was er roch.

Zu verärgern schien es ihn jedenfalls nicht und zu sehr begeisterte es ihn anscheinend auch nicht, denn er machte keinerlei Anstalten, Peter zu verspeisen. Kurz berührte Remus ihn noch mit der Pfote am Kopf, wodurch Peters Kopf rasant nach unten gedrückt wurde – wenn auch nicht allzu schmerzhaft -, dann wandte er sich ab und ging auf James zu. Sirius schien er noch zu ignorieren.

Peter hoppelte zu Sirius hinüber, um von dort aus, die Begegnung zwischen Wolf und Hirsch zu beobachten.
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BeitragThema: Re: Heulende Hütte   Di Jun 08 2010, 06:55

Zwei Gefühle mischten sich in James, als er sah, wie Remus' Wolfsgestalt sich der kleinen Ratte zu dessen Füßen zuwendete. Zum einen war es die altgewohnte Unbedarftheit, die verlässliche Sicherheit, dass der Fellknäuel und der Mondheuler da drüben ihre Freunde waren und sie einander schon nichts tun würden - vor allem einander nicht; Peter hatte da ja generell eher schlechte Karten - zum anderen aber steckte da noch die Gewissheit in James' Knochen, dass Remus wirklich ein verdammt großes Tier war und wenn sie sich täuschen sollten und Peter nicht schnell genug war, ein Happs reichen würde und..naja, er wäre weg. Die lockere, sonnige Seite in Potter sicherte ihm immer wieder zu, dass etwas derartiges nicht passieren würde, doch irgendwo fragte er sich schon, wie er sich da so sicher sein konnte und ein leichtes Unwohlsein befiel ihn nichtsdestotrotz. Er lauerte regelrecht, so als wäre es nicht ohnehin zu spät, sollte sich Remus entscheiden, seine menschliche Seite in Wolfsgestalt komplett abzulegen und einen seiner besten Freunde als Mitternachtssnack zu verspeisen. Es geschah nicht. Peter wurde angestupst, verhielt sich still, der kleine Bauch hob und senkte sich rasch, was verständlich war in einer solchen Situation. Er wollte wirklich nicht tauschen.
Allerdings verlor der Werwolf mittlerweile das Interesse an dem Rattenkörper und wandte sich letztendlich einem größeren Zeil zu. Jetzt war James es, der unter Beobachtung der eindringlichen blutunterlaufenen Augen stand und hätte er sprechen können, hätte die Nervosität ihn wohl dazu getrieben, den ein oder anderen Spruch zu reissen; folglich war es fast besser, dass ihm die menschliche Sprache für eine zeitlang abhanden gekommen war.

James verhielt sich ebenfalls ruhig und versuchte so gut es ging ein friedfertiges Verhalten an den Tag zu legen. Der Wolf sollte nicht denken, dass hier ein paar Eindringlinge waren, die scharf drauf waren, in sein Revier zu kommen und es an sich zu reissen. Er sollte sie als eine Art gutgesinnte Gäste erkennen und James hoffte nur, dass Werwölfe dazu in der Lage waren. Es kam ihm durchaus etwas viel verlangt vor, wenn er die mächtige, muskulöse Gestalt der Bestie so betrachtete. Vorhin, als sie es im Kopf durchgespielt hatten, war alles weitaus weniger problematisch gewesen...da war es aber auch noch leichter gewesen, sich in den Verstand zu rufen, dass jene "Bestie" dort ihr Freund Remus war.
Mann, kein Wunder, dass der schlechte Laune hatte, so wie der aussah. James rief sich zur Besinnung und nahm sich vor, Remus jetzt nicht auch noch den Eindruck zu erwecken, er sei ihm übel gesinnt. Der hatte schon Pech genug mit seinem uncharmanten Auftreten, denn knuddelig war er nicht gerade, auch wenn Potter sich eingestehen musste, dass er mit Abstand der eindrucksvollste von ihnen war und seine massig-sehnige Gestalt echt ganz schön was hermachte.

Es waren wieder zwei Emotionen, die sich in James mischten, als der Werwolf ihm neugierig gegenüberstand. Es war die Vorsicht, die Ungewissheit, was passierte. Und das trostvolle Wissen, dass er sich vorher sehr genau darüber informiert hatte, was er tat. Und dass dort vor ihm ein Freund stand. Dieses Wissen verhinderte die Transformierung seines Unwohlseins ins Angst. Er wollte auf keinen Fall Angst haben, da er sicher war, dass der gute Hundi da vor ihm (und damit meinte er NICHT Sirius) es wittern könnte. So bewahrte er Ruhe. Zumindest einigermaßen. Keine Drohgebärden, keine Winselei, kein Angriff, kein Nachgeben. Sicher war es zunächst ein verwirrender Anblick, schließlich vermochte ein animalisches Wesen auf Anhieb schwer zu sagen, ob nun Freund oder Feind vor ihm stand. Aber James war mehr als alles andere ein Freund. Er hoffte sein Gegenüber würde das merken.
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BeitragThema: Re: Heulende Hütte   Sa Jul 24 2010, 13:44

Der Wolf beäugte den Hirsch äußerst misstrauisch. Die Ratte war ihm ja noch relativ gleichgültig gewesen, immerhin konnte so ein kleines Tierchen reichlich wenig anrichten, und war auch als Mahlzeit einfach viel zu wenig, aber bei diesem großem Tier sah die Sache doch etwas anders aus. Er mochte keine Eindringlinge in seinem Revier, und auch wenn sich der Hirsch bislang eher friedlich verhalten hatte, so traute er ihm nicht. Ganz und gar nicht. Dieses stattliche Geweih würde ihm durchaus gefährlich werden können, sollte sich das andere Tier zu einem Angriff entschließen. Dazu würde er es erst gar nicht kommen lassen, so viel stand fest. Ohne seinen ungebeten Besucher aus den Augen zu lassen, entfernte er sich wieder ein paar Schritte, bis er die Wand dieses Raumes erreichte. Aufmerksam stieß er dagegen, doch sie gab nicht nach. Was sollte das? Er wollte jagen, nicht hier versauern! Er war immerhin ein wildes Tier, kein Haustier, das man einfach so einsperrte.

Langsam war es mit seiner Ruhe vorbei, das Gefühl, hier gefangen zu sein, machte ihn aggressiv. Rasch wandte er sich wieder zu seinen "Gästen" um und zeigte seine Zähne, während sich seine ganze Körperhaltung anspannte - ein unmissverständliches Zeichen seiner Unzufriedenheit und auch schon eine erste Drohung. Die Ratte mochte tun, was immer ihr gerade gefiel, aber die anderen beiden sollten sich gefälligst aus dem Staub machen. Er knurrte Hund und Hirsch leise an, griff jedoch noch nicht an. Noch war er nicht unbedingt aus einem Kampf aus, er wollte lediglich in Ruhe seinen eigenen Bedürfnissen nachgehen.
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BeitragThema: Re: Heulende Hütte   Mi Aug 18 2010, 21:07

Sirius war wirklich froh darüber, dass Remus Peter nicht gegessen hatte. Wer wusste, was in einem Wolfgehirn so alles vor sich ging. Und wie viel Remus noch in diesem Wesen steckte. Als Peter dann zu ihm lief und sich zwischen den Pfoten verstecken wollte, legte Sirius seine Pfote auf Peter und schob ihn weiter nach hinten, so dass er nicht noch auf ihn drauf treten würde. So ein kleines Wesen konnte man auch einfach mal übersehen.
James war dann auch gleich ruhig als Remus sich mit ihm beschäftigte und Sirius wartete nur darauf, dass man ihn mustern würde oder würde er gleich als Gefahr abgestempelt werden. Kurz legte der Hund die Ohren an. Er hatte wenig Lust sich gleich mit dem Wolf in die Haare zu bekommen und die ganze Einrichtung zu zerstören. Der arme Flügel. James überstand dann auch die Musterung und Sirius machte sich darauf gefasst, was als nächstes passieren würde.

Der Wolf machte einen Rückzieher, wobei er deutlich machte, dass er eigentlich wenig Lust auf Besuch und Gesellschaft hatte. Sirius legte erneut die Ohren an und spannte seinen Körper an. Wenn es zu einem Angriff kommen würde, dann würde er bestimmt nicht einfach nur „Opfer“ spielen. So viel stand fest.
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BeitragThema: Re: Heulende Hütte   Fr Aug 20 2010, 14:08


Peter quiekte leise, als er plötzlich eine Tatze auf seinem winzigen Rattenkörper spürte, stellte aber mit Erleichterung fest, dass es sich nur um Sirius handelte, der ihn weiter hinter sich schob, wo er hoffentlich sicherer war als vor der Schnauze eines Werwolfs.

Der Wolf war anscheinend gar nicht zufrieden. Erst stolzierte er gegen eine Wand, doch natürlich gab sie nicht nach – das war wohl sein Ziel gewesen, aber es war klar, dass die Wände der Heulenden Hütte magisch verstärkt waren, um dem Werwolf keine Möglichkeit zu bieten, zu entkommen. Er knurrte Sirius und James an. Und Peter war gerade verdammt froh darüber, zu klein zu sein, als dass Remus ihm Aufmerksamkeit geschenkt hätte. War er sonst auch eher unglücklich darüber, im Schatten seiner begabteren Freunde zu stehen, so war er jetzt überaus erleichtert, dass er hinter Hirsch und Hund eigentlich nicht auffiel.

Allerdings wollte er auch nicht, dass James oder Sirius gegessen wurden, auch wenn es sicher länger dauern würde als bei ihm. Er würde ja nach einem Haps schon bei Remus im Magen landen…
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Remus Lupin
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BeitragThema: Re: Heulende Hütte   Mi Sep 15 2010, 13:27

Aufmerksam lief der Wolf um Hirsch und Hund herum, nur die Ratte würdigte er keines Blickes. Doch auch wenn er selbst im Augenblick alles andere als gut gelaunt war, so musste er doch erkennen, dass die beiden großen Tiere in seiner Hütte nicht aussahen, als würden sie ihn zuerst angreifen. Eher so, als würden sie sich nur verteidigen, sollte er den ersten Schritt machen. Für ein paar Minuten beäugte er sie noch misstrauisch und knurrte leise, dann aber glättete sich sein Fell wieder und er machte einen Rückzieher. Sollten sie doch machen, was sie wollten, solange sie ihn in Ruhe jagen ließen!

Doch nein, das war ja gar nicht möglich, er konnte hier nicht heraus. Es gab keinen Ausweg, und für einen kurzen Moment war es dem Wolf, als hätte dieses Eingesperrtsein durchaus seinen Sinn. Als ob er hier drin sicherer war? Oder jemand anderes war sicherer? Diese Gedanken verwirrten ihn, und er verstand sie nicht, doch immerhin trugen sie dazu bei, dass er etwas ruhiger wurde. Wesentlich ruhiger, als er es bisher in den Vollmondnächten gewesen war. Fast schien es, als ob sein Besuch doch eine Wirkung auf ihn hatte, die er als Wolf nicht hatte vorhersehen können.

Die restlichen Stunden der Nacht verhielt er sich friedlich. Zwar war er noch immer ein wenig unruhig und vielleicht sogar angespannt, aber er hatte sich auf dem Boden der Hütte zusammengerollt und war für einige Zeit damit zufrieden, seine seltsamen Besucher zu mustern. Irgendwann schien er auch tatsächlich Zutrauen zu ihnen zu fassen und näherte sich ihnen wieder, doch nicht so aggressiv wie vorher. Eher... neugierig. Wissbegierig.

Erst als sich die Nacht ihrem Ende zuneigte, wurde er wieder unruhiger. Mit angespanntem Körper lief er in der Hütte auf und ab, immer wieder, bis schließlich der Mond langsam unterging. Wieder lief ein Zittern über seinen Körper und rasch flüchtete der Wolf sich in eine etwas dunklere Ecke des Raumes, als ob das irgendetwas an dem ändern würde, was nun noch kommen würde. Er hasste es, er wollte nur seine Ruhe, sich nur zusammenrollen und nichts sollte sich ändern, doch dieser Wunsch wurde ihm nicht erfüllt. Er stieß ein mitleiderregenden Jaulen aus, das sich immer höher schraubte, bis es fast einem Schrei glich. Einem Schrei aus menschlicher Kehle. Genau wie schon Stunden vorher schienen seine Knochen zu brechen um dann an einer neuen Position wieder zusammenzuwachsen. Seine Muskeln zuckten unkontrollierbar, während sich seine dichte Behaarung wieder in die Haut zurückzog, bis sich ein Wesen halb Wolf, halb Mensch, in der Ecke zusammenkrümmte und vor Schmerzen wimmerte.

Ein paar Augenblicke später war es vorüber. An Stelle des Wolfes lag nun wieder ein eher kleiner, schmächtiger Junge auf dem Boden und rang für ein paar Augenblicke nach Luft, bis er neben sich griff und schwach die Decke vom Bett zog, um sich darin einzuwickeln. Er zitterte noch immer am ganzen Körper, als er sich langsam aufsetzte. Dem Blick seiner Freunde wich er jedoch aus, er musste sich erst einmal darauf konzentrieren, dass er die Nacht überstanden hatte. Er wollte gar nicht so genau wissen, was geschehen war. Nur seltsamerweise fühlte er sich etwas weniger zerschlagen als sonst nach der Rückverwandlung, als ob er sich dieses Mal nicht selbst gebissen und gekratzt hatte...


Ooc: Ich beende das hier mal langsam...^^
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James Potter



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BeitragThema: Re: Heulende Hütte   Mi Dez 15 2010, 12:25

Der Anfang war seltsam und befremdlich verlaufen, doch im Laufe der Nacht hatte sich die Lage mehr und mehr entspannt.
James fand es nicht ungewöhnlich, dass der Situation zuerst etwas überaus seltsames anhaftete, je mehr der Wolf aber begann, seinen Freunden in Tiergestalt zu vertrauen, desto schwächer wurde die Anspannung, sodass es sogar vorstellbar war, dass dieses ungewöhnliche Beisammensein irgendwann einmal Spaß machen könnte.

Doch der Schrecken kam zum Ende der Nacht. Als sich die Phase der Verwandlung dem Ende entgegen neigte, wurde Remus in seiner Wolfgestalt von einer unausprechlichen Unruhe befallen, wirkte angespannt, verhielt sich höchst alarmierend. Bei dem, was dann geschah, stellte sich einem das Fell zu Berge.
James betrachtete die Rückwandlung mit jähem Interesse und großer Sorge, die schrecklichen Bilder reflektierten sich in seinen großen, glänzenden Augen. Hätte er gekonnt, er wäre sofort herbei gesprungen um seinen Freund zu helfen, doch er wusste, er und sie alle waren in gleicher Weise machtlos.

Später standen sie ihm schweigend bei. James belästigte den armen Burschen nicht mit Fragen, setzte ihm nicht dadurch zu, ihn zu löchern oder auch nur anzusprechen. Wie ein stummer Wächter ließ er sich zu Remus' Füßen nieder, selbst wieder in Menschengestalt, und wartete. Wartete, bis die Nacht vorüberzog und ihre Schatten mit sich nahm.

ooc: sorry, hab das hier komplett verpeilt
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