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 Schlafzimmer

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Nathaniel Farquhar



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BeitragThema: Schlafzimmer   Fr Jul 23 2010, 20:37

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Damin Selwyn



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BeitragThema: Re: Schlafzimmer   Fr Jul 23 2010, 22:07

Nate & Damin


Damin blinzelte, als er die Augen öffnete. Das Tageslicht brannte ihm in den Augen, es kam ihm vor als würde jemand direkt über ihn mit einem Scheinwerfer stehen, dabei waren es nur ein paar schüchterner Sonnenstrahlen, die durch das Fenster hereinfielen. Dieser Umstand und der dröhende Kopfschmerz, riefen dem Barkeeper in Erinnerung, dass er am vorangegangenen Abend ziemlich viel Alkohol konsumiert hatte, er hatte Kater und zwar keinen von der pelzigen Sorte. Leise murrend, beschloss er, dass sich das am besten kurieren ließ indem er versuchte noch eine Runde zu schlafen und den angefangenen Tag einfach zu ignorieren. Später würde er sich eine Tasse schwarzen Kaffee und eine Zigarette gönnen und dabei hoffen, dass jegliche Form von Übelkeit, die damit endete, dass er über der Klosschüssel hing, ausblieb. Vorbeugend noch eine Aspirin zu nehmen, konnte wohl nicht schaden, bevor er wieder zu schlafen versuchte, außerdem würde es ihm hoffentlich auch diesen migräneartigen Kopfschmerz nehmen. Auf seinem Nachttisch mussten doch noch welche sein. Ohne die Augen zu öffnen tastete Damin nach dem kleinen Tisch, der neben seinem Bett stand …. und griff ins Leere. Da hätte sein Nachttisch sein müssen, wenn das hier sein Schlafzimmer wäre, kamen mit einmal bruchstückhafte Erinnerungen an die letzte Nacht zurück. Dieser Kerl in der Bar nach Feierabend, mit dieser Einsicht fuhr Damin auf und war mir einem Mal hellwach, zumindest soweit man mit diesem Restalkohol und den Kopfschmerzen von hellwach sprechen konnte. In der Hoffnung nicht gleich einen dieser Horrorfilmmomente zu erleben, in dem man feststellte,dass man einen One Night Stand mit einem Typen gehabt hatte, den man in nüchternem Zustand nicht einmal in der Finsternis ansehen würde, blickte er auf den Kerl, der auf der anderen Seite des Bettes lag. Entweder er hatte wirklich noch so viel intus, dass Hässlichkeiten anziehend auf ihn wirkten oder aber – was er viel mehr hoffte – gestern war er mit einem Kerl nach Hause gegangen, der wirklich gut aussah. Wie war noch gleich sein Name gewesen? Irgendetwas kurzes, mit so wenigen Buchstaben, dass man es sich eigentlich leicht merken können müsste. Tom? Während Damin sich entschied, dass das nicht der Name war, den er suchte, hatte er seine Klamotten auf dem Boden erspäht. „Mist“ flüsterte Damin als das Bett ein verräterisches Knarren von sich gab, als er aufstand.

Mr. Namenslos war scheinbar nicht aufgewacht, vielleicht war er ja ins Koma gefallen? Wäre jedenfalls schade um ihn, zumindest soweit Damin das beurteilen konnte. Er glaubte sich daran erinnern zu können, dass Mr. Namenlos gewusst hatte, was er tat. Ob er Material für eine Affäre war, oder war es besser wenn er sich gleich auf dem schnellsten Weg aus der Wohnung verabschiedete? Er hatte sich noch nicht entschieden, was er tun würde, als er sich bückte um die Klamotten vom Boden aufzuheben. Dabei lies er seinen Blick durch den Raum schweifen, wobei er feststellen konnte, dass man diese Bude auch in nüchternem Zustand mit der seinen verwechseln konnte, denn der Besitzer dieses schmucken Schlafzimmers schien ebenfalls viel Wert auf systematisches Chaos zu legen. Tja, aber wie hieß der Gute? Etwas verzweifelt und durch seinen verschlafenen Zustand am Denken gehindert, versuchte er trotzdem sich an den Namen des Mr. Namenslos zu erinnern. Nic? Das war schon nahe dran, aber noch nicht richtig. Damin ging verschiedenste Namen die mit N anfingen durch während er sich wie automatisch seine Kleidung wieder überstreifte. Wie konnte er auf Wiederholung der vergangen Nacht beharren, wenn er nicht wusste mit wem er es zu tun hatte? „Nate“ angesichts der Leistung, sich an einen Namen zu erinnnern, der ihm genannt worden war, als er schon mehrere Drinks intus gehabt hatte, erschien ein vorsichtig triumphales Lächeln auf Damins Lippen. Obwohl ihm der Sinn nach einer Dusche stand, wagte er es nicht, in der fremden Wohnung nach einem Badezimmer zu suchen, sondern zog es vor in seiner Jacke nach seinen Zigaretten zu suchen. Obwohl es hier so aussah, als würde es nicht groß auffallen, wenn er einfach den Boden als Aschenbecher benutzte, entschied er sich dagegen. Stattdessen wollte er ans Fenster, mit dem Plan es so geräuschlos wie nur irgend möglich aufzuschieben. So weit kam er aber gar nicht, denn obwohl der Weg ans Fenster nicht gerade weit war, schaffte er es, über irgendetwas zu fallen, das auf dem Boden lag. Mit einem Polterer machte Damin Bekanntschaft mit dem Boden in Nates Wohnung. Er hatte sich dabei nicht viel mehr als seinen Stolz verletzt, aber bei dem Krach würde Nate wohl nicht mehr lange so ruhig liegen bleiben. Und wen würde er dann vorfinden? Einen Typ, der es mit Erinnerungslücken und Restalkohol nicht einmal fertig gebracht hatte, sich eine Zigarette anzuzünden. Das kam sicher verdammt gut an, ungefähr genauso gut, wie Krätze und ansteckende Krankheiten zusammen. Mit einem Schwur, den er sowieso nicht einhalten würde, nämlich nie mehr Alkohol zu trinken, rappelte er sich wieder auf. „Morgen“ er versuchte lässig zu klingen, doch sein Kater und die Peinlichkeit, die er sich gerade geleistet hatte, waren gegen ihn, sodass er sich nicht wirklich so anhörte, als wüsste er, was er sagte.
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Nathaniel Farquhar



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BeitragThema: Re: Schlafzimmer   So Jul 25 2010, 16:53

Nathaniel && Damin
Poltern war nervig. Poltern hinderte ihn am Schlafen. Poltern störte ganz besonders beim Träumen, besonders, wenn es schöne Träume waren. Aber warum zur Hölle polterte es eigentlich? Nathaniel setzte sich auf, bevor er überhaupt die Augen geöffnet hatte, wurde sogleich mit heftigem Kopfweh dafür belohnt, sich so hastig zu bewegen und stöhnte erst einmal auf, bevor er langsam blinzelnd versuchte, herauszufinden, was den Lärm in seiner Wohnung verursachte. Seine Katze konnte es kaum gewesen sein, so dumm war selbst das Tier nicht, im Dunkeln durch seine Zimmer zu schleichen. Also musste es irgendetwas anderes sein. Zu dumm, dass der Schmerz sein Hirn dermaßen betäubte, dass er kaum dazu kam, sonderlich viel zu sehen. Da war es nur positiv, dass das Lärm verursachende Ding ihn ansprach. Er runzelte verwirrt die Stirn, konnte er sich doch nicht daran erinnern, sprechende Möbel zu haben, die würden jedoch ach nicht poltern, sodass er nun vor dem Rätsel stand, wer der Fremde eigentlich war, der unglaublich deplatziert zwischen all dem Durcheinander wirkte. „Äh...“, machte er daher nur ziemlich blöde, bevor er langsam den Kopf schüttelte und sich nach irgendetwas zu trinken umsah, sein Hals war trocken und es tat beim Reden weh, wenn man Füllwörter von sich geben reden nennen konnte. Er hustete kurz und seufzte dann, bevor er sich wieder in die Kissen sinken ließ, diesmal langsamer als zuvor das Aufrichten, sein Kopf plagte ihn noch genug. So viel hatte er doch gar nicht getrunken. Zumindest kam es ihm nicht so viel vor, aber egal, was und wie viel es war, es reichte aus, um seinem Schädel das Gefühl einer Mine zu geben, in denen Zwerge schicke Stollen gruben. Es wurde Zeit, sich einem anderen Problem zuzuwenden. Dem Fremden in seinem Schlafzimmer. Gut, das war kein Problem in dem Sinne, sondern vielmehr eine Wohltat, ein angenehmes Geschenk, aber es brachte ihn nicht weiter, da auf ihm nicht stand, wer er war und woher man sich kannte.

„Wer bist du und was genau machst du in meiner Wohnung?“, fragte der Reporter einfach, als ihm das Rätselraten zu dumm wurde, er kam ja sowieso auf keine Antwort, sein Kopf schien vollkommen im Wartemodus zu laufen und so war nichts sinnvolles zusammen zu bekommen. Er hoffte nur, dass heute Samstag war und er nicht arbeiten musste. Aber selbst wenn, er meldete sich einfach krank und das Thema war erledigt. Hoffte Nathaniel zumindest. Und wenn nicht konnte er sich später darüber Gedanken machen. Andere Dinge hatten nun Vorrang. Er erinnerte sich wirklich nicht mehr an die letzte Nacht, dabei war es gar nicht seine Art, bis zum Vergessen zu trinken, er kannte seine Grenzen. Dass er sie überschritten und trotzdem noch in seinem eigenen Bett war, war eigenartig und er hatte keine Ahnung, wie genau er das angestellt hatte. Aber es half auch nichts, den gutaussehenden Gast anzustarren, der Nebel blieb, wo er war und er war genau so unwissend, wie zuvor. Nur konnte er sich nun zumindest daran erinnern, den anderen schon mal irgendwo gesehen zu haben. Musste er ja wohl auch, wenn dieser plötzlich durch sein Schafzimmer fiel. Ein bisschen weniger Chaos hätte seiner Wohnung vielleicht gut getan, andererseits wäre er dann nicht wach geworden und die Möglichkeit, sich an irgendetwas zu erinnern, wäre dahin gewesen, sodass das Durcheinander auch sein Gutes hatte. So einen Filmriss zu haben war gar nicht gut und noch dazu ziemlich unangenehm, sodass er sich vornahm, einfach so zu tun, als wüsste er noch alles. Nur hatte er schon bewiesen, dass dem nicht so war, also schoss er sich mal wieder ins Knie. Zumindest hatte er trotz seines Alkoholkomsums jemanden mit nach Hause genommen, also musste irgendetwas passiert sein, was er vergessen hatte. Ebenso wie das, was zwischen ihnen passiert war und das war weitaus ärgerlicher, denn vielleicht war es ja nicht einmal schlecht gewesen, dann hatte er nun wirklich etwas verpasst.

Egal, irgendwann musste er eine Aspirin nehmen und aufhören, über Dinge nachzudenken, die ihm ohnehin nicht mehr so schnell einfielen, also konnte er das auch jetzt tun und so schwang Nathaniel sich vorsichtig aus dem Bett und blieb erst einmal stocksteif stehen, damit nicht nur das Drehen, sondern auch das Pochen aufhörten. Nach einem Moment war der Schwindel weg und er begann, nach etwas anziehbaren zu suchen. Er hatte Glück, schlüpfte in seine Sachen und warf dem Unbekannten einen Blick zu. „Kaffee, Aspirin und dann Aufklärung bitte. Dieses Nichtwissen macht mich total fertig...“ Unendlich langsam bewegte er sich zur Tür und musste dabei selbst aufpassen, nicht zu fallen. Doch mal aufräumen war eine gute Idee, so ein Aufwachen konnte es noch öfter geben. Nicht, dass es erstrebenswert war, aber er kannte sich gut genug, um zu wissen, dass er sich niemals wirklich ändern würde. Was aber auch hieß, dass Aufräumen sinnlos war. Gut, also war alles sinnlos. Er griff nach der Tür und zog sie schwungvoll auf. Ein wenig zu schwungvoll, denn beinahe verlor er das Gleichgewicht und fand es erst wieder, nachdem er dämlich mit den Armen gerudert hatte. „Dumme Tür. Kommst du mit oder willst du schon verschwinden?“ Er hatte mit Zweitem nicht das geringste Problem, aber er hätte gerne gewusst, wie viel Kaffee er zu machen hatte.
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Damin Selwyn



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BeitragThema: Re: Schlafzimmer   So Jul 25 2010, 19:00

Auch mit dem Schwindelgefühl, das eingesetzt hatte, als er so plötzlich aufgestanden war, erkannte er, dass Nate, den er gerade geweckt hatte, noch weniger über die letzte Nacht zu wissen schien als Damin, denn von dem gutaussehenden Kerl in dem Bett kam bloß eine fragende Äußerung und ein ziemlich verschlafener Blick. Damins Vermutung wurde bestätigt, als Nate sich danach erkundigte, wer er überhaupt sei und was Damin in seinem Schlafzimmer machte. Der Umstand, das diese Frage die Aufmerksamkeit von seiner peinlichen Weckaktion lenkte, war ihm sehr willkommen und ließ Damin mit brummendem Schädel Auskunft geben. „Ich bin Damin Selwyn“ Gott, dass reden so anstrengend sein konnte, hatte er noch gar nicht gewusst. Auf jeden Fall konnte er das feststellen, während er wiederholte, was er gestern schon getan hatte oder sich zumindest vorstellen konnte, dass er es getan hatte, nämlich sich vorzustellen. Er lies sich nicht anmerken, dass es eigentlich komplett gestört war mitten in der Wohnung eines fast vollkommen Fremden zu stehen, von dem man nicht mehr kannte, als den Vornamen und sich auch noch höflich vorzustellen. Besonders jetzt da es sowieso eine Tortur war, überhaupt etwas zu sagen, das halbwegs verständlich war. „Was ich hier mache?“ Mit diesen Worten massierte er seine Schläfen als würde das zur Folge haben, dass sich seine Kopfschmerzen verflüchtigten oder zumindest weniger schlimm wurden, Besserung stellte sich allerdings wie zu erwarten war nicht ein. „Ich versuche aus meinem komatösen Zustand aufzuwachen schätze ich und dabei bin ich wohl über irgendwas gefallen“ Damit hatte er wohl dann den ersten Informationsbedarf des anderen abgedeckt, der ihm nun als er aufstand und sich seine Kleider zusammensuchte den Beweis lieferte, dass Damin in seinem alkoholisierten Zustand wenigstens noch Geschmack bewiesen hatte. Nur war das wirklich eine lobenswerte Fähigkeit sich mit mehr Alkohol im Blut als gut für einen war noch die heißen Typen aufreißen zu können? In seinen Lebenslauf konnte er die wohl kaum schreiben, aber eine nette Anekdote würde dieses besondere 'Talent' bei Zeiten schon mal ergeben. Dass er lieber darüber nachdachte als seine Zigaretten aufzuheben, gab ihm Auskunft darüber, dass er wirklich noch mehr intus hatte, als überhaupt gut für ihn war. Langsam um dabei nicht wieder auf die Nase zu fallen, hob er die verknautschte Packung Zigaretten auf und konzentrierte sich gerade rechtzeitig wieder auf Nate um zu erkennen, dass der noch wesentlich erheblichere Gleichgewichtsprobleme hatte, als Damin selbst, denn wie der Gastgeber durch die Türe schritt hatte ungefähr so viel Eleganz wie ein Elefant sie in einem Kleid hätte. Glücklicherweise gab es andere Dinge als Grazie mit denen Nate punkten konnte, wie zum Beispiel seinen knackigen Allerwertesten, den er Damin zusammen mit dem Rest seiner Kehrseite präsentierte. Ein Hoch auf die Oberflächlichkeit dieser Welt.

Dass er selbst im Moment auch nicht gerade wie diese Typen auf den Magazinen wirkte, war ihm aber auch klar. Aber was wollte man von ihm gerade groß erwarten? Er hatte nach der letzten durchzechten Nacht nicht einmal Kaffee, geschweige denn eine Zigarette bekommen und ein Entzug der beiden Dinge zusammen ließen ihn an einem 'normalen' Tag schon extrem schlechte Laune haben. Selbst wenn er gewusst hätte, wo hier ein Spiegel zu finden war, hätte er beim besten Willen nicht den Drang verspürt hineinzusehen, schließlich brauchte er seine Laune nicht endgültig in den Keller zu treiben. Im Gegenteil, er sollte lieber wieder etwas tun um sie zu heben und da Nate gerade nicht so aussah als wäre er im Moment gerne behilflich dabei, griff er auf seinen Reserveplan zurück und steckte sich eine Zigarette an, wenn man die Wohnung so betrachtete konnte es nicht verboten sein, hier drin zu rauchen. Nach dem ersten Zug war er zumindest bereit in Erwägung zu ziehen den Helden zu spielen und selbst Kaffee zu machen, bevor Nate es ihm nachtat und auch noch den Boden küsste. Überraschenderweise hatte es für Damin nie zur Diskussion gestanden, dass er die Einladung auf ein bisschen Koffein annehmen würde, obwohl sie sich aufführten, als hätten sie sich noch nie im Leben gesehen. Naja im Prinzip stimmte das ja auch, so gut wie nüchtern waren sie sich tatsächlich noch nie begegnet. Vielleicht war es ja daher angebracht so zu tun als wären sie Fremde. „Aspirin und Kaffee klingt gut“ beantwortete Damin die Frage, die ihm gestellt wurde „Um heim zu gehen, müsste ich es mir erst mal zutrauen so viele Schritte hintereinander zu machen und daran scheiterts im Moment noch etwas.“ Dankbar, dass Nate ihm die Aufgabe mit Restalkohol im Blut hinter das Geheimnis einer Türschnalle zu kommen abgenommen hatte, folgte er ihm und stand somit plötzlich in einem Flur, der ihn gelinde gesagt schockte. Nicht weil darin ein noch größeres Chaos herrschte als im Schlafzimmer, sondern weil jegliche Einrichtungsgegenständen nicht dort standen wo man sie erwartet hatte. Sie standen ja noch nicht einmal auf dem Boden, sondern hingen von der Decke. „Heilige Scheiße“ Wie hoch war wohl die Wahrscheinlichkeit, dass Nate seine Wohnung nach Feng Shui artigen Regeln eingerichtet hatte, die es erforderten, dass alles von der Decke hing? Gering, wahrscheinlich war es, dass er in seinem betrunkenen Zustand seinen Zauberstab gezückt hatte, weil Damin vor seiner Eroberung angeben wollte, aber hatte das ausgerechnet mit Zauberei passieren müssen? So einen Mist wie vor einem Muggel zu zaubern hatte er ja noch nie gebaut, wie erklärte man sowas? Sollte er sich jetzt irgendwelche physikalischen Gesetze ausdenken die es erlaubten die Schwerkraft zu umgehen oder eine Geschichte von einer Einbrecherbande, die böserweise alles verkehrt herum an die Decke klebte? „Man wir haben ja gestern auch noch ….den Superkleber gefunden“ Gut diese Erklärung war nicht einen Pfifferling wert, aber was wollte man schon von einem gemarterten Gemüt wie dem von Damin um diese Uhrzeit anderes erwarten? Wo war sein verdammter Zauberstab überhaupt? In der naiven Hoffnung dass er ihn in der Hosentasche hatte, taste er diese mit einer Hand ab, da er in der anderen ja noch immer die Zigarette hielt. Natürlich fand er gar nichts. Er musste den Stab also im Schlafzimmer verloren haben, sodass er das ganze nicht einmal schnell rückgängig machen konnte, sondern erst das Ding suchen gehen musste. Aufgewühlt bewältigte er es halbwegs gerade die paar Schritte Entfernung zum Bett zurückzulegen und dort das Bettzeug zu durchwühlen. Nate war bestimmt oder besser gesagt hoffentlich zu verwirrt um mitzubekommen, dass Damin etwas suchte.
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Nathaniel Farquhar



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BeitragThema: Re: Schlafzimmer   So Jul 25 2010, 20:34

Wenn er an diesen Gott glauben würde, wäre das bestimmt der richtige Moment, um ihm zu danken, dass die Gestalt ohne Namen nun doch endlich einen bekam und beinahe hätte Nathaniel ein 'Kenn ich irgendwoher' gesagt, bis ihm einfiel, dass er den Namen wahrscheinlich letzte Nacht gehört hatte, als sie sich getroffen hatten und so bewahrte er sich selbst vor Peinlichkeiten. „Ich bin Nate Farquhar“, antwortete er also, nicht wissend, ob es dem anderen, Damin, noch klar war, wer er war. Jetzt auf jeden Fall sollte zumindest das angekommen sein. Leider brachte es hinsichtlich der Erinnerungslücke rein gar nichts, die letzte Nacht war immer noch wie ein Raum in der Mysteriumsabteilung des Ministeriums. Vermutlich sogar noch mysteriöser. Er schaute kurz zu, wie Damin an seiner Zigarette zog, hielt es aber für besser, aufgrund des kratzigen Gefühls im Hals nicht selbst nach einer zu fragen, sondern lieber erst einmal etwas besseres zu sich zu nehmen. Kaffee. Kaffee war Leben und somit das wichtigste für ihn, um überhaupt zurecht zu kommen. „Du kannst ja nachher aufräumen, falls du vorhast, noch mal über was zu fallen. Gelegenheiten hast du hier bestimmt genug.“ Er sah sich kurz um, zuckte mit den Schultern und beschloss, einfach mal nicht so zu tun, als sei es etwas schlimmes, überall Kram herum liegen zu lassen. War es ja eigentlich auch nicht, es war nur natürlich. Bestimmt hatten die Menschen früher auch keine Schränke gehabt, sondern mussten sehen, wo sie ihre Sachen ließen. Ein rein vorzeitlicher Instinkt also, der bei ihm anschlug. Ob der nun wichtig war, bezweifelte er, aber immerhin war er wichtig genug, um nichts dagegen zu unternehmen. „Ich mach jetzt erstmal Kaffee“, erklärte er und schaffte es sogar, aus der Tür heraus zu kommen und nicht nur zu fallen oder zu stolpern. Gut, dass er sich in seiner Wohnung auskannte und somit auch die kritischen Stellen geschickt umschiffen konnte. Hinfallen wollte er sich schenken. Damin hingegen konnte gerne noch öfter fallen, der Aussicht wegen. „Hmpf...“, machte er, es war definitiv zu früh für solche Gedanken und sie halfen auch nicht gerade beim Ausnüchtern.

Viel mehr half, was er zu sehen bekam. Nathaniel hatte zuerst gar nichts absonderliches bemerkt, bis sein Besuch ihm folgte und fluchte. Verwirrt schaute er Damin an, dann das, was dieser ansah. „Öh... ja...“, gab er ziemlich verwirrt von sich, denn es war selbst für seine Verhältnisse nicht normal, dass plötzlich Dinge den Boden verließen. Wen dort kein Platz war, musste man sich zwar etwas neues suchen, aber das? Das war nun doch ein bisschen extrem. Perplex starrte er die Möbel an, die ordentlich an der Decke hingen, als gehörten sie schon immer dahin und es war alles total normal. War es aber nicht. Das war ziemlich mies. Er warf einen Blick zum anderen, der irgendetwas von Kleber murmelte und schüttelte den Kopf. Das war das schrägste, was er je erlebt hatte und machte ihn schlagartig nüchtern. „Ich wette, das war keine Zauberei! Ich meine, Hallo, Zauberei, so was gibt es doch nicht, haha.“ Wie gerne hätte er sich selbst geglaubt, wäre ihm nicht jetzt wieder eingefallen, wie er eigenhändig mit seinem Zauberstab und ein paar netten Sprüchen seine Möbel an diesen speziellen Ort verfrachtet hatte. Hoffentlich hatte Damin keinerlei Erinnerungen an so etwas. Im besoffenen Kopf zaubern war schon schlimm genug, man sah ja, was dann passierte. Es vor einem Muggel zu tun war aber das absolute Verbrechen. Oh man, dafür konnte er nach Askaban kommen! Panik befiel ihn und er hatte gar nicht gemerkt, dass sich sein gutaussehender Gast bereits im Chaos seines Zimmers durch das Durcheinander wühlte, was auch immer er da suchte. Er selbst machte es ihm sogleich nach, ging dabei aber geschickter vor und suchte erst einmal dort, wo man Zauberstäbe nicht vermutete. Dass Damin seinen eigenen suchte, ahnte Nate ja nicht.

„Sag mal, hast du gestern nach zufällig meinen...“ Er ermahnte sich selbst, weitersprechen konnte ihn zu den Dementoren bringen und versuchte in aller Eile einen anderen Begriff zu finden, der in etwa das beschrieb, was sein Zauberstab sein konnte. „Ähm... meinen... Dirigentenstab gefunden? Braun, aus Holz, etwa so lang?“ Er deutete mit beiden Händen eine Länge an, die in etwa dem gesuchten magischen Gegenstand entsprach. „Den brauch ich ganz dringend, weil ich doch... doch dirigieren muss und ohne geht das nicht. Hast du einen hölzernen Stock gesehen, der eventuell ein Zauberstab sein könnte, wenn es Magie gäbe, aber ein Dirigentenstab ist? Bitte, sag ja!“ Wenn der andere den Stab fand, bevor er ihn entdeckte, passierte bestimmt etwas schlimmes. Magie vor Muggeln, Askaban und Dementoren, alles, was er je über die Bestimmungen gegen Missbrauch der Magie gehört hatte, schwirrte durch seinen Kopf und machte ihn so huschig, dass er sich aufs Bett fallen ließ, das mit einem Quietschen dagegen protestierte. „Okay, vergiss das vom Dirigieren, es ist ein Zauberstab. Das Unheil ist passiert. Das da draußen war bestimmt ich, besoffen zaubern ist echt nicht sonderlich pralle. So, jetzt kann ich dafür auch eingesperrt werden“, schloss er und seufzte tief. Zumindest war er jetzt nüchtern. Glaubte er.
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Damin Selwyn



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BeitragThema: Re: Schlafzimmer   Mo Jul 26 2010, 20:45

Mit dem Feingefühl eines Betrunkenen durchwühlte Damin das Bettzeug, wobei er achtlos auf den Boden warf, was nicht nach Zauberstab aussah. Man hätte es ihm zum Vorwurf machen können, dass er nicht sorgsamer mit den Sachen eines Fremden umging, doch das war ein besonderer Fall, ein Notfall um genau zu sein. Und wer konnte Damin schon vorwerfen, dass er wie ein Betrunkener vorging, der die Nadel im Heuhaufen suchte wenn Damin doch genau das im Moment darstellte: einen angeheiterten Kerl, der in einem Berg aus Krimskrams ein kleines Ding heraussuchte. Sogar er hatte den Ernst der Lage begriffen und wusste, dass er schnell den Fehler ausmerzen musste, bevor er noch von den falschen Leuten bemerkt wurde. Nur nebenbei bekam er mit, was Nate sagte. „Zauberei? Mach dich nicht lächerlich“ sagte er in einer Lautstärke die es Nate erlaubte, auch im Flur zu hören, was er gesagt hatte. Wenn dieser Muggel nur wüsste, wie nahe er dran war an des Rätsels Lösung und wie nahe Damin selbst an einer gehörigen Strafe war. Man hörte schon die kuriosesten Geschichten darüber wieso manche Menschen nun gesiebte Luft atmen mussten, aber seine würde gesondert hervorstechen und wahrscheinlich sogar den strengsten Richtern im Ministerium hinter vorgehaltenen Händen einen Lachanfall bescheren. Ob er sich nun daran erinnerte oder nicht, er hatte in Gegenwart eines Muggels die Möbel an die Decke geklebt und noch nicht einmal Schadensbegrenzung machen können, weil er seinen Zauberstab weiß der Teufel wohin gelegt hatte. Mit seinem Seufzen lies er sich auf die Knie sinken und bückte sich um blinzelnd hinter das Bett sehen zu können, doch obwohl es dort verdächtig nach einer Brutstädte für Bakterien aussah oder wahlweise auch so wie Damin es sich das Innere seines Kopfes vorstellte oder wie ein sonderlich kranker Raum im Märchen von Alice im Wunderland, war dort keine Spur von dem gesuchten Objekt zu finden. Wie sollte es auch eine geben? Ein Zauberstab konnte schließlich nicht laufen und Füße um Abdrücke zu hinterlassen hatte er auch nicht, rief er sich trocken in Erinnerung, dass seine Suchaktion wahrscheinlich eine reine Zeitverwendung sein würde. Er konnte seinen Zauberstab hier überall verstreut haben, nachdem er für Material für die Klatschspalte im Tagespropheten gesorgt hatte. Ausnahmsweise gab es einmal eine Vorstellung für ihn, die noch grausamer war als die, seinen Eltern unter die Augen treten zu müssen, nämlich die für seine Tat im Zauberergefängnis sitzen zu müssen.

Zu jedem anderen Zeitpunkt und wäre er noch so stockbetrunken gewesen, hätte Damin eine zweideutige Anspielung auf der Zunge gehabt, als Nate nach einem Dirigentenstab fragte, der hier auch irgendwo liegen musste, doch nun schaltete sich angesichts der Situation nicht einmal sein gewöhnungsbedürftiger Humor ein, was ein ernstes Alarmzeichen darstellte. „Ich habe keine Zeit nach deinem Dirigentenstab zu suchen, tut mir leid“ Der 23 Jährige garnierte seine trockene Aussage mit einer abwinkenden Handbewegung, die andeuten sollte, dass Nate ihm mit seinem musikalischen Hobby gestohlen bleiben konnte. Witzig, dass Nate seinen Dirigentenstab mit einem Zauberstab verglich... „Moment mal, ein WAS?“ das Reden wurde nun nicht mehr alleine dadurch erschwert, dass es einfach Anstrengung kostete in diesem Zustand sondern auch dadurch, dass er die Zigarette im Mundwinkel hatte um beide Hände frei zu haben. Wie von einer Biene gestochen tauchte Damin wieder von der ungemütlichen Position auf, die er eingenommen hatte um unter das Bett sehen zu können auf. Schade dass es keinen Preis dafür gab, wer die meisten Emotionen in kurzer Zeit auf sein Gesicht bringen konnte, denn den hätte Damin gerade bestimmt gewonnen. Von Erschrockenheit darüber, dass Nate ihn durchschaut haben könnte bis hin zu Verwirrtheit, weil sich das was Nate da sagte, gar nicht so zufällig anhörte bis hin zur finalen Einsicht für die Nate sogleich einen Beweis oder besser gesagt ein Geständnis lieferte. Mit einem erleichterten Lachen lies sich Damin neben Nate auf das Bett fallen und blickte den anderen dann für eine Sekunde aus seinen eisblauen Augen an ehe ihn die Absurdität des Anlasses wieder zum Lachen brachte, dieses Mal allerdings so sehr, dass ihm die Lachtränen in den Augen standen. Es war einfach zu geil, dass sich genau die richtigen Dummen in der Bar getroffen hatten, zwei die beschränkt genug waren sich im Vollsuff zu solchen unglücklichen Taten hinreißen ließen. Leider schien sein Kopfschmerz das ganze nicht so witzig zu finden wie Damin selbst weswegen er sehr bald mit einem schmerzhaften Pochen gegen Damins Schläfen protestierte. „Au au au“ brummte er deutlich weniger enthusiastisch als er gelacht hatte. Die Schmerzen schafften es ihn einerseits wieder in das Hier und Jetzt zu katapultieren sowie ihm beinahe jegliches Gefühl der Erleichterung zu nehmen. Diese dämliche Realität musste sich auch gerade dann einmischen, wenn man es gerade nicht brauchen konnte, weil man in dem dummen Traum schwebte, dass eine unüberlegte Tat gar nicht unüberlegt gewesen war und alles in Ordnung war. Nach dem Versuch sein Gesicht in der Matratze zu vergraben bereute er es irgendwie das Bettzeug auf den Boden geworfen zu haben, denn es war bedeutend gemütlicher sich auf einen Polster zu betten.

„Dirigentenstab?“ fragte er mit schelmischen Unterton und linste zu Nate hinüber, den er ja immer noch nicht darüber aufgeklärt hatte, dass sie wohl beide ihre Zauberstäbe verloren hatten und keiner von ihnen nach Askaban müssen würde. „Könnte der so ähnlich aussehen wie der Zeigestock, den ich gerade suche oder sage ich lieber auch gleich Zauberstab dazu?“ Immerhin hatte der Schock, den er gerade vorhin gehabt hatte, zumindest einigermaßen dazu beigetragen das Gefühl neben sich zu stehen aus seinem Kopf zu vertreiben, wenn auch nur um noch etwas mehr Kopfschmerz Platz zu schaffen, aber dafür hatte man ihm ja auch schon eine Aspirin in Aussicht gestellt. Muggelmedizin war jetzt mehr als nur willkommen, sogar die Suche nach dem magischen Utensil konnte noch etwas warten, schließlich wusste er doch nun, dass Nate kein Muggel war. Über diese Erkenntnis hatte alles andere an Priorität verloren, sogar das hübsche Gesicht, das in Kussweite von seinem lag. Außerdem wäre nun wirklich nicht der rechte Zeitpunkt um gewisse Dinge von letzter Nacht zu wiederholen, mahnte sich Damin selbst in Gedanken. „Tut mir leid, dass ich deine Wohnung verwüstet habe“ er drehte sich von Nate weg und blickte nun gegen die Decke, ja so war es eindeutig leichter nicht zu weiteren Handlungen verleitet zu werden, aber die Decke war kein so netter Anblick wie Nate. „Sag mal, hast du vielleicht einen Aschenbecher bevor ich noch deine Wohnung in Brand stecke?“ Genauso achtlos wie er vorhin so einiges auf dem Boden befördert hatte, hatte auch die Zigarettenasche ihren Weg auf den Boden gefunden. So ein schlechter Gast war er eigentlich sonst nicht, aber die Umstände rechtfertigten wohl ein bisschen sein verwirrtes Verhalten und sobald sie in dem ganzen Durcheinander ihre Stäbe gefunden hatten, konnte er ja all das, was er angestellt hatte, wieder rückgängig machen. „Da treffe ich doch tatsächlich einen anderen Zauberer und bin zu besoffen um mich einen Tag später dran zu erinnern, aber die Möbel an der Decke sehen gut aus. Du kannst vielleicht Geld mit dem besonderen Stil deiner Wohnung machen“
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BeitragThema: Re: Schlafzimmer   Di Aug 10 2010, 14:14

Wie schnell nach einer Panikattacke doch Ruhe eintreten konnte, sobald man das Schicksal anzeptiert hatte, dem man ohnehin nicht ausweichen konnte, überraschte Nathaniel ein wenig, aber nicht so sehr, dass es ihn wieder beunruhigte. War wohl einfach so. Oder es war eine Folge des Alkohols, der immer noch durch seine Adern kreiste und ihn daran hinderte, wirklich klar zu denken. Mussten nicht eigentlich die Tröten vom Ministerium schon hier sein, wenn er ein Verbrechen begangen hatte? Oder kamen die schon gar nicht persönlich? Vielleicht schickten sie ja auch gleich die seelensaugenden Viecher namens Dementoren. Falls dem so war, konnte er sich schon mal von seiner heiß geliebten Seele verabschieden. Es war doch ausgesprochen deprimierend, dass es mit etwas Pech vorbei war mit dem eigentlich doch schönen Leben. Er seufzte niedergeschlagen und wartete weiter darauf, dass irgendetwas weltbewegendes passierte, aber es kam nichts. Noch nicht einmal eine Eule. Die einzige Reaktion kam von Damin, der ihn anstarrte, als hätte er die Reste des Abendessens mitten im Gesicht kleben. Wie, was? Er fragte sich gerade, was so schwer an dem zu verstehen war, was er gesagt hatte. Gut, es war vielleicht schwer gewesen, er erinnerte sich nämlich nicht einmal mehr an den Wortlaut dessen, was er von sich gegeben hatte, aber trotzdem hatte er das Gefühl, dass der andere ihn nicht so komisch ansah, weil er nicht verstand, sondern aus dem gegenteiligen Grund. Damin hatte ihn verstanden und das verwirrte ihn genau so sehr wie das Lachen, das den Blonden schüttelte. Sie mussten ganz dringend die Geschwindigkeit ihrer Denkweise drosseln, wenn er weiterhin verstehen wollte, was vor sich ging, denn er stand nicht nur auf dem Schlauch, sondern vermutlich auch gleich auf dem Hydranten selbst. Was genau war denn bitte nun an der ganzen Sache so lustig, dass sich Damin kaum noch einkriegen konnte. Aber anscheinend half der Kater ein bisschen, denn die Schmerzenslaute entgingen Nathaniel nicht und er legte den Kopf leicht schief, genau so durcheinander wie schon zuvor und er hatte das Gefühl, dass es so schnell auch nicht wieder anders wurde. Sie brauchten beide Kaffee und etwas gegen die Kopfschmerzen, bessere Hilfsmittel gegen Nachwirkungen der letzten Nacht fielen ihm nicht ein und er wusste, dass das dunkle Gebräu und Aspirin immer ihren Dienst taten. Nicht so, wie sein Verstand seit er wach geworden war.

Der Nebel der Unwissenheit lichtete sich aber langsam, als Damin nun selbst das Wort Zauberstab benutzte und ihm dämmerte, warum bis jetzt nichts passiert war und woher es für seinen Gast so komisch gewesen war. Sie hatten schlicht aneinander vorbei geredet und zwar kilometerweit. „Verdammt, und ich dachte, gleich schweben die Demtoren hier rein!“ Er warf Damin einen mehr oder weniger finsteren Blick zu, war ihm aber nicht wirklich böse, dazu war die Situation einfach viel zu verworren und unwirklich. Sie konnten also beide zaubern. Warum wusste er davon nichts mehr? Die eine Erklärung war der Alkohol, die andere, dass es ihm unwichtig erschienen war, sich das zu merken, weil das, was sie danach getan hatten, irgendwie wichtiger für sein Hirn waren. Er mochte beide Versionen. Er beruhigte sich langsam wieder, wusste er doch nun, dass keine magische Energie kommen und ihn holen würde und stand wieder auf, dieses Mal klappte es schon besser als zuvor und er fiel nicht einmal über die Fußbodendekoration, besser bekannt als Chaos. „Macht nichts, hier sieht es eh aus wie Sau, da fällt ein bisschen mehr Unordnung gar nicht auf.“ Er betrachtete den immer noch auf dem Bett herum lümmelnden Zauberer und grinste kurz. Erst etwas gegen den Kater, dann etwas für das Ego. Und anderes. Er sah sich noch einmal um, immerhin blieb die Frage, wo ihre Zauberstäbe waren, nur schienen die hier nirgendwo zu sein und da er sogar vergessen hatte, dass sie sie benutzt hatten, war es mehr als aussichtslos, sie auch noch wieder zu finden, selbst, wenn sie suchten. Da hatten sich ja wirklich zwei Dumme gefunden. Aber es gab schlimmeres. Nicht verschwinden wollender Kopfschmerz beispielsweise. Oder Hunger. Die Frage des anderen kam in seinem Kopf an und riss ihn aus seinen Gedanken, was man alles noch tun konnte, weil Samstag war. „Ähm...“ Er schaute sich um und zuckte die Schultern. „In der Küche vielleicht. Da, wo es auch Kaffee und Aspirin gibt. Eventuell sogar noch Toast oder so. Dann kotzt es sich im Notfall besser.“ Gut, das war ein mehr als dummer Satz gewesen, aber was machte das jetzt noch. Es war zumindest nicht blöder, als Möbel an die Decke zu zaubern und dann zu vergessen, wer das wann und wieso mit was gewesen war. „Man, dieser Filmriss ist ja schon ziemlich peinlich...“, murmelte Nathaniel, als er ein Glas auf dem Boden entdeckte und es erst einmal an Damin weiterreichte. Das musste erst einmal als Aschenbecher reichen, besser, als es auf dem Boden zu verteilen, wobei es auch egal war, wem fiel das denn hier schon noch auf?

„Man kommt nur unbequem an alles ran, wenn es an der Decke klebt. Und es verwirrt doch ziemlich. Mit anderen Worten: Geile Idee, aber unpraktisch. Wenn ich meinen Stab gefunden hab, müssen wir irgendetwas dagegen tun.“ Wie zweideutig dieses Wort war, war ihm vorher nie so klar geworden. Er schüttelte den Kopf und deutete zur Tür. „Glaubst du, wir können es noch einmal wagen? Jetzt wissen wir ja immerhin, dass wir seltsames Zeug angestellt haben. Da können wir doch auch gleich mal schauen, was noch so alles nicht stimmt.“ Ihm kam eine Erinnerung in den Sinn und er runzelte die Stirn. „Hast du eigentlich meine Katze gesehen?“ Irgendetwas war mit dem Tier, nur konnte Nathaniel nicht genau sagen, was. Das waren immer die tollsten Erinnerungen. Die, die einem sagten, dass man etwas getan hatte, ohne zu zeigen, was es genau war, das man getan hatte. Hoffentlich lebte die Katze noch. Naja, gut, sie konnte ja auch leben, dafür aber furchtbar entstellt sein, sodass er seine Hoffnung auf 'Hoffentlich ist die Katze unverletzt, normal aussehend und lebendig' abänderte und damit war er zufrieden. Er trat durch die Tür auf den Flur und schüttelte den Kopf. Dieses Mal musste er auch lachen, denn so etwas selten dämliches war ihm noch nie passiert. Zwei Zauberer, die nicht wussten, dass sie welche waren, entdeckten am nächsten Morgen, dass sie welche waren und von ihrer Kraft ausgiebig Gebrauch gemacht hatten. Wie bescheuert. Wie passend für ihn. „Kommst du mit oder muss ich dich tragen? Irgendwo wartet eine Katze auf uns, sowie Kaffee, Aspirin und Frühstück letzteres nur vielleicht. Aber irgendwie macht mir das mit der Katze Angst.“ Wer wusste schon, was sie noch angerichtet hatten, stockbetrunken und wirr? „Wobei, eine gute Nachricht hab ich ja: Das Haus steht noch, wir sind nicht in Askaban und bis auf dieses Kram dort oben“ Er deutete an die Decke. „Ist alles normal. Hätte schlimmer ausgehen können...“ Auch, wenn sich ihm im Moment eine schlimmere Vorstellung entzog.
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BeitragThema: Re: Schlafzimmer   So Aug 15 2010, 15:18

Wenn da nicht diese Kopfschmerzen, das Chaos um ihn herum und nicht zu vergessen die Möbel an der Decke, verbunden mit einem Filmriss gewesen wären, dann hätte der Anblick von Nate, wie ihm langsam dämmerte, was Sache war, wirklich gute Unterhaltung sein können. So aber ging der ganze Spaß den es hätte machen sollen, den anderen noch etwas in Unwissenheit zu lassen an Damin vorbei, nicht so aber die Erleichterung Nathaniels und dessen Aussage darüber, dass er sich jeden Moment Besuch in Form von Dementoren erwartet hatte. So weit hatte Damin nicht mal zu denken gewagt, als er vorhin in wüster Panik seinen Zauberstab gesucht hatte, denn die kuttentragenden Bediensteten waren nicht unbedingt das, was man gerne durch seine Gedanken geistern hatte, geschweige denn, das, was man am liebsten in seinem Schlafzimmer begrüßte. Angesichts dessen, dass man eindeutig nicht mehr bestätigen musste, dass es besser war, Askaban so weit wie möglich fern zu bleiben ließ Damin Nates Worte unkommentiert, setze allerdings einen fragenden Gesichtsausdruck auf, als er einen finsteren Blick erntete. Er versuchte sich wieder an einem Lächeln, dieses Mal jedoch zaghaft, sodass er nicht Gefahr lief, dass sein Kopf wieder mit einem Vorschlaghammer bearbeitete wurde. Das Hämmern in seinem Kopf wurde nicht schlimmer und Nate hatte plötzlich ein Grinsen auf den Lippen, also das war doch mal eine schöne Wendung der Geschichte, obwohl es durchaus noch schönere gab, die er sich vorstellen konnte. Aber fürs erste gab er sich damit zufrieden festzustellen, dass er keine Standpauke dafür bekam, dass er hier eher wenig vorsichtig noch mehr Chaos verunstaltet hatte. Trotzdem war damit die ganze Aufregung höchstens abgeflaut, nicht aber vorüber, denn obwohl sie nun beide wussten, dass sie keine Straftat begangen hatten, blieb der Verbleib ihrer Zauberstäbe immer noch ungeklärt und das war ein Problem um das sie sich nicht erst später kümmern konnten. Wenn sie es fertig gebracht hatten die Möbel an die Decke zu kleben und das dann später zu vergessen, dann musste man nicht besonders intelligent sein um sich vorstellen zu können, wie ausgefallen der Ort sein konnte, an den sie ihre Zauberstäbe verfrachtet hatten. Zumindest sollte es ausgeschlossen sein, dass sie sie irgendwo in der Bar ausgesät hatten, denn wenn das das Fall gewesen wäre, dann hätten sie hier nicht so eine nette 'Umräumaktion' starten können. Trotzdem blieb es fraglich, wie lange sie brauchen würden um die magischen Utensilien hier zu finden, wo sie doch nicht mal ungefähr eine Ahnung hatte, wo sie anfangen sollten zu suchen. Bei ihrer an den Tag oder sollte man besser sagen die Nacht gelegten Dummheit, konnte es sogar sein, dass sie es für gut befunden hatte, die Zauberstäbe aus dem Fenster zu werfen. Konnte also eine gute Weile dauern, bis sie alles wieder in den Griff gebracht hatten und ihre Köpfe endgültig aus der Schlinge raus waren.

Während er noch überlegte, wie eine Suchaktion am besten zu starten war, verhießen Nates Worte ihm ein Frühstück. Das Problem sollte zwar nicht aufgeschoben werden, aber eventuell wäre es doch besser, nicht mit leerem Magen nach einer Lösung zu suchen und gleichzeitig zu versuchen ihre Köpfe wieder auf Betriebstemperatur zu bringen. Dass neben Asprin, Kaffee und Toast auch noch irgendwie von einem Rendez Vous mit der Kloschüssel gesprochen worden war, überhörte der 23 Jährige gekonnt. „Also ich glaube wir sind uns einig, dass wir uns gerade beide blamiert haben. Mit etwas Glück hat die Welt da draußen aber nichts peinlicheres als zwei sturzbetrunkene Kerle, gesehen, die heimgewankt sind. So what?“ kommetierte er die Aussage Nates bezüglich des Peinlichkeitsgrades eines Filmrisses. Ob er wirklich auf den Punkt gebracht hatte, was er sagen hatte wollen, war fraglich aber mit etwas Glück hatte der andere verstanden, dass er lediglich hatte aussagen wollen, dass sie sich nur vor dem jeweils anderen blamiert hatten. Dass Damin schon ganz andere Sachen nach einer feuchtfröhlichen Nacht erlebt hatte und das hier dagegen gar nichts war – wenn man von der Zauberstabeskapade einmal absah – lies er lieber aus, denn das war ja nicht gerade etwas, auf das er stolz sein konnte. Aber wenn man wie er als Barkeeper immer dort arbeitete wo die Party war, dann kam man eben das ein oder andere Mal nicht darum herum, sich nach Dienstschluss den Feiernden anzuschließen und was sollte man sagen? Hin und wieder war es ganz lustig, was einem auf diese Weise passierte. Man lernte einen anderen Zauberer kennen, ging mit ihm heim, klebte dann gemeinschaftlich Möbel mittels Magie an die Decke und sprang danach mit der neuen Bekanntschaft in die Kiste. Darauf gleich in der Früh auf nüchternen Magen so einen Schock zu bekommen wie heute, hätte er allerdings verzichten können und das Erlebnis auf die Nase zu fliegen und damit so einen Lärm zu veranstalten, dass Nate aufwachte, hätte er auch nicht unbedingt bedurfte, aber man nahm ja, was man kriegen konnte und Damin war sowieso der letzte, der daran glaubte, dass das Schicksal nur angenehmes für einen geplant hatte. „Aber klar. Natürlich. Auf dem Boden sind die Möbel bestimmt praktischer“ Mit diesem Worten wollte Damin aufstehen und seine Suche nun doch endlich fortsetzen, als Nate von seiner Katze anfing. Das war eine neue Information für den Barkeeper, denn falls er so ein Pelztier gestern gesehen hatte, dann wusste er heute jedenfalls nichts mehr davon. Kein Wunder, er hatte ja auch anderes zu tun gehabt als auf irgendein Vieh zu achten. Dass er die Sorge des anderen um das Tier nicht verstehen konnte und Tiere sowieso generell nicht besonders mochte behielt er aber lieber mal für sich.

Er musste sich ja nicht gleich unbeliebt machen indem er Nate sagte, dass sich eine Katze auf irgendeinem Esstisch in China besser machte, als in einer Wohnung in London. Außerdem, was sollte schon passiert sein? Hatte Nate etwa Angst, dass die Katze ebenfalls irgendwo an der Decke klebte? Das würde ja ein Spaß sein, wenn die dann erst versuchte das Katzeklo zu benutzen. Aber um die Problematik konnte sich Nate ja später kümmern, wenn die Katze wieder auftauchte. Lautlos seufzte Damin bevor er sich erhob. Bei so viel Tierliebe hielt er besser den Mund, auch wenn es schwer fiel, es war besser, wenn er sich endlich erhob um Nate in die Küche zu folgen. Obwohl es bestimmt auch lustig wäre mitzuerleben ob Nate seine 'Drohung' wahr machte und ihn tatsächlich in die Küche zwangsverfrachtete indem er ihn trug. Schlurfenden Schrittes folgte er Nate freiwillig. „Ja wir sind nicht in Askaban“ Wow hier schien die Katzenliebe ja echt weit zu gehen, urteilte er ihm vorbeigehen an einem Stofftier einer grünen Katze, er bei einer Musterung der Möbel an der Decke in einem Katzenkorb der einfach nur herumschwebte entdeckte, doch als das vermeintliche Stofftier ein miauen loslies wurde Damin klar, dass er es gar nicht mit einem Plüschtiger zu tun hatte. „Du Nate: Hast du ein spezielles Punk Model von Katze oder hab ich Sehstörungen?“
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