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 Krankenflügel

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Poppy Pomfrey
Heilerin


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BeitragThema: Re: Krankenflügel   Sa Aug 08 2009, 18:19

Poppy konnte gar nicht anders, fast schon reflexartig griff sie nach den Blumen, die Alphard ihr einfach so in die Hand drückte. Eigentlich hatte sie sich ja vorgenommen, auf keinen seiner Versuche, sie zu überzeugen, dass er doch kein so schlechter Kerl wäre, einzugehen, aber sie hatte nicht so schnell reagieren können. Und wenn sie ehrlich war, die Blumen waren hübsch, das konnte sie nicht leugnen. Sie war auch nur eine Frau, sie freute sich schon über diese kleine Aufmerksamkeit eines zweifelsohne gutaussehenden Mannes, sie wollte es nur nicht unbedingt zeigen. "Ähm. Danke." brachte sie nach einer Weile heraus. Was hätte sie auch sonst sagen sollen?

Dumm nur, dass Alphard die Gelegenheit nutzte, ihren Krankenflügel zu betreten, und es wäre sehr unhöflich gewesen, ihn jetzt wieder herauszuwerfen. Nun, dann musste es eben ein wenig anders gehen, ihr würde schon noch etwas einfallen. "Freut mich, dass du mich auch aus nicht-gesundheitlichen Gründen aufsuchst", erwiderte sie in relativ kühlem Tonfall, konnte er aber nicht verhindern, zumindest ein wenig geschmeichelt auszusehen. Wann hatte ihr das letzte Mal jemand Blumen geschenkt? Das war auf jeden Fall schon eine ganze Weile her. "Und nein, das weiß ich nicht mehr. Falls es dir entgangen sein sollte, ich habe zu arbeiten, ich bin Krankenschwester." Dass der Umhang, den sie gerade angezogen hatte, dieser Aussage etwas widersprach, sah sie doch wirklich nicht so aus, als würde sie in nächster Zeit komplizierte Heilzauber wirken, ignorierte sie geflissentlich, genau wie Alphards leises Kompliment. Zumindest wollte sie es ignorieren, aber sie errötete dann doch ein wenig.
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Alphard Black
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BeitragThema: Re: Krankenflügel   So Aug 09 2009, 13:04

Alphard strahlte, als Poppy die Blumen nahm und sich artig dafür bedankte. Sie gefielen ihr also! Das hatte er doch mal gut gemacht…!

Leider währte Alphards Glück nicht besonders lange, denn schon fand Poppy wieder zu ihrem ihm mittlerweile vertraut kühlen Tonfall zurück, der ihm nur allzu deutlich sagte, wohin er sich bitte zu verziehen habe. Aber den Gefallen würde er ihr mit Sicherheit nicht tun. Nein, Alphard war hartnäckig und wenn er es sich in den Kopf gesetzt hatte, mit Poppy Pomfrey nach Hogsmeade zu gehen, dann würde er mit Poppy Pomfrey nach Hogsmeade gehen.


Außerdem wirkte sie, das konnte sie auch durch ihre Eiseskälte nicht verbergen, geschmeichelt. Alphard grinste. Na also. Anscheinend taute sie doch langsam auf…

„Aber du willst mir doch nicht erzählen, dass du diesen Umhang angezogen hast, um Patienten zu behandeln? Oder ist das Krankenschwestern-Sonntagstracht?“, erkundigte er sich amüsiert, als sie ihm weismachen zu versuchte, sie habe gar nicht vorgehabt, nach Hogsmead zu gehen.
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Poppy Pomfrey
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BeitragThema: Re: Krankenflügel   So Aug 23 2009, 14:37

Verärgert funkelte Poppy Alphard an, aber ihr Ärger galt genauso ihr wie ihrem Kollegen. Sie hätte sich wirklich eine bessere Ausrede ausdenken können, ihr hätte doch klar sein müssen, dass ihre Worte im Widerspruch zu dem Umhang standen, den sie gerade eben, kurz bevor Alphard hereingekommen war, angezogen hatte. Sie konnte im Grunde schlecht leugnen, nach Hogsmeade gehen zu wollen, und sie ahnte schon, dass es ihr sehr schwer fallen würde, Alphard davon zu überzeugen, dass sie nicht mit ihm dorthin wollte. Genauso gut konnte sie jetzt auch zustimmen und sich dann später von ihm verabschieden, das wäre vermutlich wesentlich einfacher.

"Na gut..." stimmte sie schließlich seufzend zu. "Dann gehe ich eben mit dir nach Hogsmeade, aber erwarte nicht, dass ich sonderlich lange bleiben werde. Jeden Augenblick können Patienten kommen, und dann muss ich sofort zurück. Das verstehst du doch sicher, stell dir nur mal vor, ich wäre nicht dagewesen, als du mit deiner gebrochenen Nase hergekommen bist." Eines Tages sollte sie Katie Huxley wirklich einmal danken, immerhin hatte die Slytherin dafür gesorgt, dass sie ihrem Kollegen zumindest eine Sache vorhalten konnte, und das jedes Mal, wenn er sie nervte. Wirklich praktisch.
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Alphard Black
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BeitragThema: Re: Krankenflügel   So Aug 23 2009, 15:46

„Wunderbar!“ erwiderte Alphard euphorisch, als Poppy endlich zustimmte, ihn ins Dorf zu begleiten. Ihre offenkundige Verärgerung ignorierte er dabei gekonnt, schließlich war es nicht so wichtig, in welchem Gemütszustand sie einwilligte, ihn zu begleiten. Viel wichtiger war doch, dass sie ihn begleitete!

Alphard vollführte einen Form vollendete Diener und reichte daraufhin Poppy seinen Arm, ganz so wie er es als vornehmer Reinblüter gelernt hatte, wie man sich gegenüber Damen zu verhalten hatte. Nicht, dass er oft von dieser Vorbildung Gebrauch machte, aber bei Poppy schien es ihm angemessen.

Er geleitete seine Begleitung galant aus dem Krankenflügel hinaus. Gemeinsam gingen sie bis in die Große Halle, und auch wenn Poppy immer noch nicht allzu begeistert schien, schafften sie es doch bis ins Dorf, ohne getrennte Wege zu gehen

Arrow Hogsmeade - Straßen (+Poppy)
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BeitragThema: Re: Krankenflügel   Sa Nov 28 2009, 00:10

pp: Straßen - Hogsmeade (+Chastity Lilian)

Poppy hatte sich wirklich beeilt, Chastity zurück ins Schloss zu bringen, aber da sie mit dem verstörten Mädchen nicht bis zur Grenze der Ländereien von Hogwarts hatte apparieren wollen, hatte es dann doch etwas länger gedauert. Als sie dann endlich im Krankenflügel angekommen war, berichtete sie ihrer jungen Assistentin kurz, was geschehen war und wie die Slytherin sich verhalten hatte. Nach einem kurzen Gespräch kam Poppy zu dem Schluss, dass Miss Alcock im St Mungo wirklich am besten aufgehoben war. Es tat ihr leid, aber sie hatte eigentlich nicht die Zeit, sich um ein verwirrtes Kind zu kümmern. Und außerdem wollte sie zurück zum Tatort, glaubte sie doch, dass die anderen Schüler dort auch noch ihre Hilfe benötigen könnten. Sie wartete nur noch, bis der Transport ins Krankenhaus über das Flohnetzwerk organisiert war, dann machte sie sich rasch auf den Rückweg, und dieses Mal apparierte sie, sobald es möglich war.

tbc: Straßen - Hogsmeade
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Juliana Brennan
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BeitragThema: Re: Krankenflügel   Fr Jan 15 2010, 19:09

Einstieg nach Zeitsprung


Nachmittag. Nachmittag war gut. Juliana hatte frei, wie immer eben. Das Leben konnte recht entspannend sein, wenn man sich zweifellos nur bis nach der zweiten Doppelstunde mit den Schülern herumschlagen musste und danach einzig und allein die Unterrichtsvorbereitung und das Korrigieren der Hausarbeiten anstanden. Kindererziehung nicht zu vergessen, natürlich war dies die Tageszeit, an der sie die meiste Zeit mit ihrer Tochter verbrachte.
Da der Nachmittag trocken war, beschloss die Kräuterkundelehrerin, dass ein Spaziergang über die Ländereien sicher erfrischend sein konnte, allerdings war es auch immer wieder eine Idee, ihren kleinen Sprössling mal wieder einzufangen, wenn sie wieder nach draußen verschwunden war. Und genau das war nun auch ihr Ziel. Sie konnte mit Naila nach draußen gehen, wenn das Mädchen dies wollte. Das ganze Schloss nach ihr abzusuchen war ihr allerdings auch zu mühsam, also musste sie sich anderen Mitteln und Wegen bedienen. Der Vier-Punkte-Zauber würde ihr sicherlich sagen können, wo sich ihre Tochter gerade wieder herumtrieb.

Juliana befand sich gerade auf der Treppe, als sie herausgefunden hatte, wo Naila gerade war, als sie einen Schrei hörte, der sie doch etwas aus der Ruhe brachte. Sie seufzte, als sie feststellen durfte, dass ein paar Stufen weiter unten eine ihrer Erstklässlerinnen gestürzt war und wohl Hilfe benötigte. Aber gehörte es nicht auch zu ihrer Arbeit sich mit den Kindern zu beschäftigen? Also brachte sie kurz entschlossen das Mädchen in den Krankenflügel, wo sie sogleich Ausschau nach der zuständigen Krankenpflegerin hielt. „Madame Pomfrey?“ rief sie kurz in die Ruhe des Krankenflügels hinein und wies das Mädchen an, sich auf eines der freien Betten zu setzen.
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BeitragThema: Re: Krankenflügel   Fr Jan 15 2010, 21:21

Einstieg nach Zeitsprung

Sobald sie das Geräusch der sich öffnenen Tür gehört hatte, hatte Poppy eilfertig ihr Buch, das sie gerade gelesen hatte, zugeschlagen und war nach vorne in den Krankenflügel geeilt. Zu ihrer Überraschung hatte aber nicht einer der Schüler nach ihr gerufen, sondern ihre Kollegin, Juliana Brennan. Mit hochgezogenen Augenbrauen betrachtete sie die Kräuterkunde-Lehrerin, auf der Suche nach einem Zeichen einer Krankheit.

"Ah, Juliana. Was führt Sie zu mir?" Sie konnte zumindest auf den ersten Blick nichts entdecken, was der Lehrerin fehlen würde. "Ist etwas mit Ihrer Tochter?" Juliana war die einzige der Hogwarts-Lehrer, die ein Kind mit ins Schloss gebracht hatte. Aber die kleine Naila war schließlich erst sechs Jahre alt, man konnte sie wohl kaum alleine lassen. Den Schüler, der auf einem der Betten saß, bemerkte sie nicht.
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Juliana Brennan
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BeitragThema: Re: Krankenflügel   Sa Jan 16 2010, 12:21

Juliana nickte Poppy zu und lächelte kurz. "Nein, nein. Mit mir ist alles in Ordnung und ich schätze mal meiner Tochter fehlt auch überhaupt nichts, sonst hätte ich sie gleich mit hierher geschleift", informierte sie Poppy kurz und trat ein wenig zurück. Sie deutete auf die Erstklässlerin, die sie zuvor schon auf das Bett verfrachtet hatte, damit sie nicht noch weiter mit einem kaputten Fuß durch das Schloss laufen musste.
"Ich habe eine Erstklässlerin aufgegabelt, sie ist auf der Treppe gestürzt", erklärte sie kurz. "Es wäre sicherlich nicht verkehrt, wenn du dir das mal ansehen würdest, nicht dass sie noch bleibende Schäden davon trägt."
Juliana konnte sich zwar überhaupt nicht vorstellen, dass so etwas der Fall sein konnte, aber man konnte in der Hinsicht wohl nicht vorsichtig genug sein. "Ich hab dich doch wohl jetzt nicht in deiner Freizeit gestört, oder?"
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BeitragThema: Re: Krankenflügel   Mo Jan 18 2010, 22:49

Poppy erwiderte das Lächeln freundlich. "Dann bin ich ja beruhigt", antwortete sie in genau dem Augenblick, als Juliana ein Stück zurück wich und somit den Blick auf den Erstklässler auf dem Bett freigab. Sofort wurde Poppys Miene wieder ernster. Seit dem Vorfall vor drei Wochen, als sie eine Schülerin ins St Mungo hatte bringen müssen und eine andere... verstorben war, machte sie sich Sorgen, dass noch etwas ernsteres passieren könnte. Und Rebecca Oate und Chastity Alcock waren nicht die einzigen Fälle dieses Schuljahr, die ihr nicht mehr aus dem Kopf gingen. Auch an Lawrence Plant, den Ravenclaw-Schüler, der erblinden würde, musste sie sehr oft denken. Sie hätte dem Jungen so gerne geholfen, aber das stand nicht in ihrer Macht.

Nachdem sie sich jedoch angehört hatte, was Juliana zu berichten hatte, entspannte sie sich wieder ein wenig. So etwas geschah ziemlich oft in Hogwarts, es war nicht besorgniserregendes. Trotzdem beugte sie sich über den Fuß des Erstklässlers und untersuchte ihn sorgfältig, während sie ihr Gedächtnis nach dem Namen des Mädchens durchsuchte. "Sie haben sich den Fuß nur ein wenig verdreht, Miss Lansburgh", meinte sie schließlich und lächelte die Schülern beruhigend an. "Das kann ich im Nu wieder in Ordnung bringen, einen Augenblick." Sie griff nach ihrem Zauberstab und tippte einmal gegen den Knöchel. Manchmal konnte es wirklich Vorteile haben, eine Hexe zu sein. "Sie können gehen. Nur seinen Sie beim nächsten Mal ein wenig vorsichtiger." Erst nachdem sie dich erledigt hatte, wandte sie sich wieder an Juliana. "Ach, mach dir deshalb keine Gedanken. Ich bin es gewöhnt, dass andauernd Schüler hier hereinkommen." Sie lachte leise. "Möchtest du noch etwas trinken?"
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BeitragThema: Re: Krankenflügel   Di Jan 19 2010, 22:18

Juliana betrachtete doch etwas besorgt Poppys Miene, als diese sich nun der Schülerin zugewandt hatte. Sie hatte doch den Eindruck, als säße der jungen Heilerin doch noch der Schock in den Knien, nachdem die Hufflepuff Rebecca Oate tot aufgefunden worden war. Und damit war sie auch nicht alleine. Das doch schon wieder munterer wirkende Gesicht Poppys, hatte auch für Juliana etwas beruhigendes, damit war es wohl wirklich nicht so schlimm, wie es ausgesehen hatte.

Nachdem das Mädchen wieder entlassen wurde, lächelte sie Poppy zu. „Ich habe sicherlich nichts gegen ein Getränk einzuwenden, ich schätze mal, meine Tochter verzeiht es mir, wenn ich nicht sofort nach ihr suche…“ seufzte sie. Ein wenig misstrauisch war sie schon, dass das Mädchen seine Mutter quasi abgeschrieben hatte, wenn es im Schloss oder auf den Ländereien herumstromerte und Juliana überhaupt nicht Bescheid wusste. Aber anscheinend konnte ihre Kleine schon ganz gut auf sich selbst aufpassen. Juliana war es gerade nur Recht, so hatte sie zumindest die Möglichkeit ihre sozialen Kontakte auch mit jemanden zu pflegen, der ihr nicht auf die Nerven ging wie Slughorn, also entschied sie sich dazu Poppy noch etwas Gesellschaft zu leisten. Juliana lehnte sich gegen das Bett, auf dem zuvor noch die Schülerin gelegen hatte.
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BeitragThema: Re: Krankenflügel   Fr Jan 22 2010, 14:20

"Ich bin mir sicher, dass deine Tochter sich hier in Hogwarts besser auskennt als die meisten Schüler", erwiderte Poppy lächelnd. "Sie wird sich hier vermutlich gut die Zeit vertreiben können. Und Hogwarts ist nach wie vor ein sicherer Ort." Kurz zweifelte sie an ihren eigenen Worten, verdrängte diesen Gedanken dann aber schnell wieder. Ja, eine Schülerin war gestorben, und das praktisch direkt vor Dumbledores Nase, und Poppy wusste, wie wichtig ihm seine Schüler waren, aber es war in Hogsmeade geschehen, nicht hier im Schloss. Niemand, der Böses im Sinn hatte, würde hier Einlass finden, davon war sie immer noch überzeugt. Der Schulleiter würde sie beschützen.

"Aber komm doch mit in mein Büro", fügte sie noch hinzu, als sie sah, wie Juliana sich gegen das Bett lehnte. "Wir müssen nicht hier stehen bleiben. Außerdem habe ich in meinem Büro auch genug Stühle." Sie grinste leicht und ging schon einmal voraus. "Was möchtest du denn? Tee? Wasser? Mit Kürbissaft kann ich nicht dienen, den habe ich noch nie gemocht." Tatsächlich hatte Poppy schon an ihrem ersten Schultag eine Abneigung gegenüber diesem Getränk entwickelt. Hin und wieder hatte sie es wieder probiert, da sich anfangs noch der Meinung war, sie müsse sich nur an den Geschmack gewöhnen, damit es ihr schmecken würde, aber dem war nicht so gewesen, weshalb sie heute den Saft nie anrührte.
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Juliana Brennan
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BeitragThema: Re: Krankenflügel   Mo Jan 25 2010, 20:19

„Oh ja, davon bin ich überzeugt. Ich möchte nicht wissen, wie viele Geheimgänge sie schon gefunden hat und ich möchte auch manchmal wirklich nicht wissen, mit wem sie sich die Zeit vertreibt. Es würde mir vermutlich ohnehin nur graue Haare bescheren und das hat hoffentlich noch etwas Zeit.“ Juliana zuckte kurz mit den Schultern. „Ich schätze mal, sie macht Peeves schon ordentlich Konkurrenz, ist nur hoffentlich nicht so nervig wie der alte Poltergeist“ seufzte sie und sah Poppy an. Sie hatte Recht. Hogwarts musste ein sicherer Ort sein, auch wenn man zur Zeit daran zweifeln konnte. Doch Juliana konnte sich im Moment auch kein passenderes zu Hause für ihre Kleine vorstellen und hier war sie ja immerhin immer in der Nähe, wenn etwas sein sollte. „Mal sehen, wann ich sie wieder bei dir abholen darf“ grinste sie und folgte der Heilerin in ihr kleines Büro.

Im Büro setzte Juliana sich auf einen Stuhl und sah Poppy an. „Das mit dem Kürbissaft ist kein Problem, wenn du gerade Tee fertig hast, nehme ich einen, ansonsten gebe ich mich auch mit einem Wasser zufrieden.“ In der Hinsicht war Juliana wirklich unkompliziert. Immerhin war es kein Gesöff, welches Flecken auf Pergamenten hervorrufen würde und zweitens war Poppy mit Sicherheit beim Öffnen von Flaschen geschickter als Slughorn, über den sie sich im übrigen immer wieder aufregen konnte. Ganz zu schweigen davon, dass es hier überhaupt keine Flaschen brauchte. „Eins muss man dir ja lassen, gemütlich hast du deinen Arbeitsplatz ja immerhin eingerichtet. Auch wenn es doch leicht klinisch angehaucht ist.“ Für Juliana käme solch ein Arbeitsplatz dennoch nicht in Frage.
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BeitragThema: Re: Krankenflügel   Di Jan 26 2010, 13:26

Emily Burton, 23 Jahre


Emily stief mit ihrem Fuß vorsichtig die Tür auf, die in den Krankenflügel führte, den sie seid kurzem ihren Arbeitsplatz nennen durfte. Sie war gerade mit der Ausbildung zur Heilerin fertig geworden und hatte sich auch gleich darauf in Hogwarts beworben, und obwohl die Chaotin es nicht für möglich gehalten hatte, die hatten sie doch tatsächlich genommen. Es war ja nicht so, das sie keine gute Heilerin war, nein, das ganz und garnicht, doch ihre Art Ordnung zu halten gefiehl nunmal nich jedem. Lolly verstand das jedoch garnicht, so konnten so ein bisschen "künsterische Ordnung" niemanden schaden. Es war ja nicht so das sie die sachen die sie brauchte nicht mehr fand - nun ja... meistens zumindest war dies zumindest nicht der Fall. Und wenn doch kam das wirklich nur sehr selten vor. Vielleicht ein, zwei... maximal drei Mal im Monat vor.

Nun wie dem auch sein, ihr Körper schmuckte ein auffälliges rotes Sommerkleid mit weißten Punkten, welches ein bisschen an die Kleider aus den 50ern erinnerte. Mit deiser Kleidung würde sie nicht nur durch die farbe auffallen, sonder auch weil es ein Kleid war, und es bereits Herbst war, was so viel bedeutete, dass ihr eigentlich sehr kalt sein müsste. Wie gesagt, müsste. Ihr schneller Stoffwechsel und ihr ständiges rumgezappele verhinderten das wohl.
An ihrem rechten Arm trug sie viele bunte Armbänder die, zum leidwesen der andere, klapperten udn klimmperten. Doch momentan waren sie sehr still, da Emily sie sehr konzentrien musste die Hände ruhig zu halten, schließlich ging es hier um etwas wichtiges: Es ging um Essen!
Vorsichtig ging sie einen Schitt nach dem anderen, wohl bedacht das tabell ruig in den Händen zu halten und es sicher zu dem Tisch zu bringen.
Auf dem tablett befanden sich eine Tasse Kaffee, ein kleines Gefähs voll Milch, und eine ganze packung an Zuckerwürfeln. Dies waren zumindest einmal die Zutaten die sie für ihrern Kaffee brauchte. Desweiteren lagen viele verspiedene Süßichkeiten aus dem Honigtopf auf dem Tablett, die sie in ihrem Schlaffzimmer gebunkert hatte.Bertie Botts Bohnen jeder Geschmacksrichtung, Zischende Wissbies, Zuckerfedern, die verschiendesten Lollies und veiles mehr wovon die meisten Leute bloß beim ansehen Zahnschmerzen bekahmen.
Auch musste sie sich Mühe geben den Löffel, den sie quer auf der Zunge ballansierte nicht fallen zu lassen.

Vorsichtig stellte die das Tablett zwischen Poppy und Juliana an, nahm den Loffel in die Hand. "Morgen alle zusammen", grüßte sie.obwohl es bereits 4 Uhr Nachmittag war. Emily wischte den Loffel an ihrem Kleid trocken und legte ihn erstmal bei Seite. Die 23-jährige holte sich einen Stuhl und setzte sich zu den beiden Damen. Vorsichtig goss sie die Milch in den Kaffe. "Na wie geht's euch?", fragte sie, öffnete einen Herz-Schlecker und steckte so gleich in den Mund. Wären sie sich auf den Erdbeerigen geschmack des Lollys konzentrierte, gab sie mit der Hand einen Zuckerwürfel nach dem anderen in die Kaffeetasse. Genau 8 Stück. Als die Heilerin damit fertig war, nahm sie den Schlecker aus dem Mund und ruhrte mit ihm den Kaffee um. Wozu sie den Löffel eigentlich mitgenommen hatte war fraglich. "Bedient euch nur wenn ihr was sollt"
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Poppy Pomfrey
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BeitragThema: Re: Krankenflügel   Do Jan 28 2010, 21:50

Poppy lachte gutmütig. "Darum musst du dir keine Gedanken machen, Juliana, deine Tochter ist nicht halb so nervig wie Peeves. Ganz ehrlich, ich habe lieber sie hier in meinem Krankenflügel als diesen Poltergeist!" Ihre eigenen Worte brachten sie zum Schmunzeln. Ihr Krankenflügel, als ob sie ihn gemietet oder sogar gekauft hätte. Dabei war es einfach nur ihr Arbeitsplatz, ein Raum, den die Schulleitung ihr zur Ausübung ihres Berufs zur Verfügung gestellt hatte. Doch schon nach wenigen Monaten hatte sie sich hier so heimisch gefühlt, wie es im St Mungo nie der Fall gewesen war, und nun, nach einigen Jahren, konnte sie sich fast nicht mehr vorstellen, woanders zu arbeiten. Damit sie Hogwarts verlassen würde, müsste es schon einen sehr guten Grund geben.

Während Jules Platz nahm, durchsuchte Poppy ihre Vorratsschränke nach zwei frischen Gläsern. Irgendwie war sie heute nicht zum Spülen gekommen. Eigentlich würde es mit Magie ja sehr schnell gehen, aber in solchen Sachen war die junge Krankenschwester ein Gewohnheitstier. Zuhause, bei ihren Eltern, hatte sie schließlich auch immer von Hand spülen müssen. Einen Augenblick dachte sie daran, jetzt ihren Zauberstab herauszuholen, um es endlich zu erledigen, entschied sich dann aber dagegen. Immerhin hatte sie Besuch. "Danke, Juliana. Aber sonst ist es hier etwas ordentlicher. Normalerweise spüle ich direkt." Mit einem Grinsen im Gesicht wandte sie sich um. "Nur vermutlich würde mehr Ordnung nicht gerade dabei helfen, den Raum weniger klinisch wirken zu lassen. Aber was soll's, ich habe mich daran gewöhnt."

Ihre Suche nach Geschirr wurde jedoch in diesem Augenblick durch Emily Burton unterbrochen, ihre junge Assistentin. Mit hochgezogenen Augenbrauen betrachtete sie die wie üblich sehr bunte Erscheinung der Heilerin. Sie konnte durchaus mit Rhiannon Yaxley aus der 3. Klasse konkurrieren, nur dass diese dankenswerterweise noch öfter ihre Schuluniform trug. A propos, sie würde sich bald noch mit Emily über Kleidung während der Arbeit unterhalten müssen. Nachher, wenn Juliana wieder gegangen war. "Guten Tag, Miss Burton", grüßte sie ihre Kollegin dann aber doch sehr freundlich. Auch wenn sie noch nicht zum Du übergegangen war - schließlich kannten sie sich erst seit ein paar Wochen - hatte sie im Grunde doch nichts gegen die jüngere Frau. "Sie kommen wie gerufen, ich wollte gerade Juliana bewirten. Juliana? Ich hoffe, Sie geben sich auch mit Miss Burtons Angebot zufrieden."
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Juliana Brennan
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BeitragThema: Re: Krankenflügel   Sa Feb 06 2010, 21:55

Juliana stimmte in das Lachen der Heilerin ein. „Ja, das kann ich mir vorstellen, Peeves kann wirklich nervtötend sein. Obwohl ich ihn immer noch lieber um mich herum habe, als manche Kollegen, die man wirklich getrost vergessen könnte. Und mit Peeves komm ich schon irgendwie klar, zur Not straft man ihn einfach mit Ignoranz, das hilft manchmal schon ein wenig zur Ruhe…“ seufzte die Lehrerin und sah sich kurz um. Es waren kaum Geräusche zu vernehmen und irgendwie schien das komisch. Es war alles so ruhig hier und irgendwie ungewohnt. Zumindest bis die junge Assistentin von Poppy den Raum betrat.
„Guten Tag Miss Burton“ grüßte sie die junge Frau ebenfalls – immerhin waren sie kaum einander bekannt. Wenn es um ihre Tochter ging, baute Juliana immerhin lieber auf die Erfahrung von Poppy …
Die Lehrerin zuckte mit den Schultern. „Also mir ist das egal. Ich finde es schon abwechslungsreich nicht nur in der Großen Halle bewirtet zu werden oder eben von den Hauselfen. Was natürlich nicht heißt, dass das hier zu einem Restaurant oder so was werden sollte“ stellte sie gleich wieder klar. Den Krankenflügel konnte man wohl kaum umfunktionieren.
Nachdem Juliana schließlich ihren Tee bekommen hatte, musterte sie zunächst Emily Burton. Dieses Kleid sollte in ihren Augen verboten werden, so konnte man ein kleines Kind kleiden, aber doch keine erwachsene Frau. Wobei die Frage wohl eher war, ob man hier von einer Erwachsenen sprechen konnte. Wohl kaum. „Natürlich“ nickte sie Poppy kurz zu und überblickte das Tablett. Die Erlaubnis sich etwas zu nehmen hatte sie ja schon bekommen, allerdings lehnte sie bei dem Aufgebot an Süßigkeiten dann doch lieber dankend ab. Die waren nun so gar nicht ihr Fall.
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Poppy Pomfrey
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BeitragThema: Re: Krankenflügel   Fr Feb 19 2010, 12:47

Amüsiert griff Poppy nach einer Zuckerfeder und betrachtete sie mit einer fast schon als fasziniert zu bezeichnenden Miene. Ihre Assistentin war wirklich unschlagbar, zumindest was ihre Leidenschaft für Süßigkeiten anging. Sie selbst sagte ja auch nicht nein, wenn ihr hin und wieder etwas aus dem Honigtopf angeboten wurde, und wie alle wussten, setzte Schokolade Glückshormone frei - wenn auch nur in kleinsten Mengen - weshalb sie immer etwas davon in ihren Vorratsschränken aufbewahrte. Aber was Emily Burton alles essen konnte, überstieg beinahe ihre Vorstellungskraft. Zum Teil taten ihr allein vom Zusehen schon die Zähne weh.

"Ich bin mir auch nicht ganz sicher, ob ich als Gastwirtin Erfolg hätte, Juliana", entgegnete sie, während sie vorsichtig an einem Ende der Zuckerfeder knabberte. "Ich glaube, ich bin keine gute Verkäuferin. Und die meisten Schüler meiden mich und meinen Krankenflügel, habe ich das Gefühl. Bis sich herumgesprochen hätte, dass man hier von Miss Burton vorzüglich bedient wird, wäre ich wohl schon pleite." Sie lachte, die Idee, aus dem Krankenflügel ein Restaurant zu machen, hatte wirklich etwas unterhaltsames, auch wenn sie natürlich niemals ernsthaft darüber nachdenken würde, ihre Patienten zu bewirten. Gut, wenn jemand über Nacht hier blieb, sorgte sie schon dafür, dass er aus der Küche etwas zu essen bekam, aber dafür teilte sie ganz gewiss keine Speisekarten aus. Zumal sie auch darauf achten musste, was die kranken Schüler und manchmal auch Lehrer essen durften, je nach Krankheit war nun einmal nicht alles empfehlenswert.
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Ellen Morgan
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BeitragThema: Re: Krankenflügel   Fr Feb 19 2010, 20:45

[Einstieg]

Ellen hatte am Fenster ihres Büros gestanden und ihr Blick war an dem Blumentopf auf der Fensterbank hängen geblieben. Sie hatte die alten, gelben Blätter der Pflanze aufgesammelt und in den Mülleimer geworfen. Und was sollte sie nun tun? Langeweile war schon immer etwas gewesen, womit sie nicht viel anfangen konnte. Ellen überlegte, was sie tun konnte, weil sie nicht glaubte, dass sie jetzt jemand zu ihr verirren würde. Kurz beobachtete sie die Vögel am Himmel und wandte dann dem Fenster den Rücken zu, bevor sie sich auf den Weg machte ihr Büro zu verlassen und sich auf den Fluren ein wenig umzusehen.
Ihre Schritte führten sie schließlich zum Krankenflügel und es konnte ja nicht schaden zu schauen, ob Poppy vielleicht Hilfe brauchen könnte. Wobei dabei weniger die Hilfe mit den Schülern gemeint war als die Hilfe mit Emily. Manchmal schien es Ellen doch, dass Poppy nichts mit ihr anzufangen wusste.

Die Psychologin öffnete die Tür und betrat den Krankenflügel. Sie musste auch nicht lange suchen bis sie gefunden hatte, wonach sie gesucht hatte. „Ihr macht ihr ein lustiges Kollegentreffen und ich wurde nicht eingeladen. Ich bin enttäuscht...“, sagte sie dann gespielt beleidigt und trat näher. „Gibt es einen bestimmten Anlass?“, fragte Ellen gut gelaunt und sah von einem zum anderen. Sie kam gar nicht auf die Idee, dass sie auch stören konnte. Man würde sie schon wegschicken, wenn sie überflüssig war.
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Juliana Brennan
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BeitragThema: Re: Krankenflügel   Sa Feb 20 2010, 17:34

„Du wirst genauso wenig Erfolg mit den Nahrungsmitteln hier haben, wie ich mit meinen Pflanzen. Das Blumengeschäft welches doch immer mein großer Traum gewesen war, lässt sich ja auch nicht verwirklichen, wer interessiert sich denn heute noch für Pflanzen…“ Juliana musste grinsen. Die Vorstellung war eigentlich gar nicht mal so schlecht, allerdings musste Hogwarts dazu erstmal zu einem Paradies für ältere Menschen umfunktioniert werden, die daran sicherlich mehr Interesse zeigen würden, als die Schüler. Eine Reha zum Beispiel. Juliana hätte dann noch Arbeit, Poppy sowieso und Emily wäre wohl auch mehr mit den Patienten beschäftigt, als mit der grausigen Auswahl ihrer Kleidung. Und auch Ellen, die gerade zu diesem Treffen dazu stieß, würde garantiert einen Arbeitsplatz finden, als Psychologin hatte sie bei älteren Leuten gewiss gute Karten. Doch Juliana schloss mit dieser Idee ab, bevor sie noch auf die Idee kam diese laut auszusprechen.

„Setz dich einfach und lausche den Geschichten unserer Krankenschwester“ bot Juliana Ellen an und zwinkerte ihr verschwörerisch zu. „Es war sicherlich keine Boshaftigkeit dass sie dich nicht eingeladen hat, aber wo du schon mal hier bist … Emily hat uns auch nur durch Zufall gefunden, mach dir nichts draus.“ Juliana war gut drauf. Ein Plausch mit den Kollegen hielt sie ganz davon ab ihrer eigentlichen Aufgabe nachzukommen, doch das war der Lehrerin gerade herzlich egal.
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Poppy Pomfrey
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BeitragThema: Re: Krankenflügel   Fr Feb 26 2010, 12:15

Poppy schüttelte leicht den Kopf, die Vorstellung von ihr und Juliana als Verkäuferinnen wirkte absurd auf sie, kannte sie die junge Mutter doch nur, weil sie Lehrerin war, und es war ihr schon immer schwer gefallen, sich Freunde und Bekannte in anderen Berufen vorzustellen, als die, die sie tatsächlich ausübten. Aber andererseits hatte das Bild, das nun in ihrem Kopf Gestalt annahm - sie beide hinter einer Holztheke mit einer altmodischen Kasse darauf - schon fast etwas erheiterndes. Nun ja, sollte sie eines Tages einmal keine Lust mehr auf ihre Tätigkeit als Heilerin verspüren, konnte sie ja noch einmal darüber nachdenken. Auch wenn es äußerst unwahrscheinlich war, dass dieser Fall jemals eintreten würde. Ihr damaliger Wunsch, Heilkunde zu studieren, war keine vorübergehende Laune gewesen, sie war, und das bis heute, fest überzeugt von ihrem Beruf.

"Ein Blumengeschäft? Das war dein Traum?" Das hatte sie nicht gewusst, vielleicht war sie unbewusst davon ausgegangen, dass jeder, der hier in Hogwarts arbeitete, seinen Beruf so sehr liebte wie sie den ihren und nie einen anderen Plan gehabt hatte. Gut, sie hatte auch nicht immer vorgehabt, als Schulkrankenschwester zu arbeiten, aber es gefiel ihr hier sehr gut, eigentlich besser als im St Mungo's. "Hast du es denn auch einmal versucht?" Bevor die beiden allerdings noch viel weiter kommen konnten in ihrem Gespräch über ihre Berufe und ihre Träume, öffnete sich die Tür erneut, und Ellen, die Schulpsychologin und außerdem eine gute Freundin von Poppy, ließ sich blicken. Die Krankenschwester nahm ihr die Enttäuschung darüber, dass sie nicht eingeladen worden war, nicht unbedingt ab, dazu kannten sie sich wohl doch schon zu gut. "Ja, setz dich", stimmte Poppy Juliana zu. "Und ich bin mir sicher, dass Miss Burton nichts dagegen hat, wenn du dich bei ihr bedienst, oder etwa doch?" Sie warf ihrer Assistentin einen kurzen Blick zu, wandte sich aber gleich wieder an Ellen. "Der Anlass war eine Erstklässlerin aus Hufflepuff, die auf der Treppe gestürzt ist und von Juliana hierher gebracht wurde."
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Ellen Morgan
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BeitragThema: Re: Krankenflügel   Mo März 01 2010, 15:28

Ellen wurde auch gleich herzlich von der kleinen Gruppe empfangen und ein Lächeln legte sich auf ihre Lippe als sie Julianas Worte hörte. „Erzählt sie wieder Anekdoten aus ihrer frühsten Kindheit?“, fragte sie dann leicht scherzend und sah zu Poppy, bevor sie sich einen Stuhl zurecht schob und sich dazu setzte. So würde sie ihre Zeit auch voran treiben. Allerdings dürfte sie diese nicht aus den Augen verlieren. Wenn sie zu lange weg blieb und sich ein Schüler oder eine Schülerin in ihrem Büro verirrte, dann würde dieser bestimmt nicht Ewigkeiten warten.
„Zufälle sind manchmal doch praktisch, nicht?“ Ellen grinste und sah sich für einen kurzen Moment um, bevor sie zu Poppy sah. „Nein, danke... So lange wollte ich gar nicht bleiben, um mich hier häuslich einzurichten.“ Ellen lehnte sich kurz zurück, während sie hörte, warum die kleine Runde hier zustande gekommen war.
„Dass die Kleinen immer so stürmisch sein müssen“, sagte sie dann und schüttelte den Kopf.
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Juliana Brennan
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BeitragThema: Re: Krankenflügel   Mi März 03 2010, 20:52

Juliana schüttelte mit dem Kopf. „Keine Anekdoten, nur Überlegungen, die mir gerade so gekommen sind. Also nichts wo man sich Sorgen um mich machen müsste, ich bin mit der Wahl, die ich getroffen habe eigentlich ganz zufrieden“, erzählte sie kurz, während sie in die Runde blickte.
„Was heißt mein Traum war ein Blumengeschäft. Ich mag zwar Pflanzen sehr gerne, aber eigentlich habe ich nicht umsonst auf Kräuterkunde gelernt. Ich mein, da kann man so viel bei lernen, allein schon die Aufzucht und die Erntezeiten damit die Pflanzen besonders wirkungsvoll sind.“ Juliana versuchte sich selbst vom Schwärmen von ihrem Fach abzubringen, das wollten die anderen vermutlich überhaupt nicht hören. Und das konnte sie auch vollkommen nachvollziehen. „Außerdem kann ich nicht die ganze Zeit nur hinter der Theke stehen und bedienen. Das ist nichts für mich. Dann lieber den Schülern etwas beibringen…“
Kurz betrachtete sie Ellen und schüttelte grinsend mit dem Kopf. „Ich glaube wir waren in dem Alter auch nicht weniger stürmisch. Und die meisten sind doch noch relativ ruhig. Aber sieh es doch mal positiv, so wird es hier auch nicht langweilig.“
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BeitragThema: Re: Krankenflügel   Fr März 05 2010, 11:19

Mit einem Lächeln lauschte Poppy Juliana, als diese von ihrem Fach schwärmte. Ihr Vater hatte sich immer so ähnlich angehört, wenn er über Medizin gesprochen hatte, und sie selbst war vermutlich auch nicht viel besser, wenn das Thema auf Heilkunde kam. Es war doch schön, dass es Menschen gab, die in ihrem gewählten Fach eine solche Erfüllung finden konnten. So sollte es jedem gehen, es war etwas, dass Poppy jedem wünschte. "Weißt du, Juliana, ich verstehe dich schon irgendwie, glaube ich. Ein reines Kräuterkunde-Studium wäre für mich vermutlich nicht das richtige gewesen, aber ich musste mich auch viel mit magischen Pflanzen beschäftigen. Und in der Schule war es eines meiner Lieblingsfächer." Fast schon selig dachte sie an ihre eigene Zeit in Hogwarts als kleine Gryffindor-Schülerin zurück. Sie hatte dieses Schloss schon damals geliebt, hatte eigentlich jeden Tag ihrer Schulzeit hier genossen, oder zumindest kam es ihr im Nachhinein so vor. Das hieß, vielleicht nicht jeden Tag, nur jene, an denen sie nicht auf Alphard Black getroffen war, was leider nur selten vorgekommen war, schließlich hatten sie einige Unterrichtsstunden gemeinsam absitzen müssen. Für einen Moment verdunkelte sich ihre Miene, doch dann beschloss sie rasch, jetzt nicht über den Verteidigungslehrer nachdenken zu wollen. Außerdem, in letzter Zeit war es fast nett gewesen.

Sie nickte zustimmend auf Julianas Worte und sah Ellen interessiert an. "Erzähl mir nicht, du wärst nicht auch ein stürmisches Mädchen gewesen", meinte sie. Das konnte sie sich bei der Psychologin beim besten Willen nicht vorstellen. Und abgesehen davon hatten sie sich nicht erst hier kennengelernt, als sie beide ihre Posten hier eingenommen hatten. Zwar war Ellen in Hufflepuff gewesen und ohnehin ein Jahr jünger als sie selbst, aber das hieß nicht, dass sie sich als Schülerinnen nicht auch schon zumindest vom Sehen gekannt hatten. Hin und wieder waren sie sich wohl über den Weg gelaufen, auch wenn sie jetzt nie viel Zeit miteinander vebracht hatten, schließlich hatte jeder von ihnen noch eigene Freunde gehabt. "Warst du nicht bei den Hufflepuffs dabei, die hinter den armen Hauselfen her waren?" Es hatte einmal ein Gerücht gegeben, dass ein paar Schüler ebendieses Hauses die Hauselfen von Hogwarts irgendwelcher krummen Machenschaften beschuldigt hatten. Schon eine eigenartige Idee. Sie grinste. "Stimmt, Juliana, langweilig wird es in Hogwarts ganz gewiss nie."
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BeitragThema: Re: Krankenflügel   Fr März 05 2010, 22:40

Ellen sah zwischen den Anwesenden hin und her, während sie überlegte, worüber sie sich vor ihrem Ankommen unterhalten hatten. Über Träume? Wenn sie nicht ganz falsch lag. Blumenladen? „Oh...“ Ellen neigte den Kopf ein wenig zur Seite und ließ Poppy aussprechen, bevor sie selbst etwas dazu sagte. „Ich mag Pflanzen auch. Manche gehen mir ein, aber ich bin dabei einen neuen Trend zu kreieren. Braune Pflanzen sind In!“ Ellen musste selbst kurz lachen. „Für mich stand als Kind eigentlich nur fest, dass ich einen Beruf haben wollte bei dem ich Menschen helfen konnte. Auf die Idee, dass ich mich mit Psychologie befasse kam ich eigentlich erst in meinem letzten Jahr. Dass ich irgendwann einmal hier landen würde, hätte ich auch nicht gedacht. Aber die Kinder hier sind schon irgendwie knuffig.“ Manche machten sich auch wirklich Probleme, wo keine sein mussten. Das kannte sie aber auch von sich selbst. Vor allem war es irgendwie süß, wenn einer der jüngeren Schüler wegen Liebesproblemen zu ihr kam. Da musste sie doch jedes Mal schmunzeln.

„Doch... Ich war auch kein ruhiges Kind. Eigentlich immer überall dabei, wo man etwas entdecken konnte.“ Ellen musste erneut lachen als Poppy dann auf die Hauselfen zu sprechen kam. „Ja, ich hab zu denen gehört, aber ihr müsst doch zugeben, dass Hauselfen irgendwie gruselig sein können.“ Ellen strich sich eine Haarsträhne aus dem Gesicht. „Aber wir waren nicht hinter ihnen her. Wir wollten nur ihre Verschwörung aufdecken.“
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BeitragThema: Re: Krankenflügel   Sa März 06 2010, 20:45

Juliana schüttelte mit dem Kopf, als Poppy auf das Studium zu sprechen kam. „Bei mir war es ja kein reines Studium. Also im Grunde genommen eigentlich schon, ich habe tatsächlich nur Kräuterkunde studiert, aber man muss auch berücksichtigen, dass ich bereits zu Beginn meines Studiums schwanger geworden bin und dann nebenher mit der Kindererziehung beschäftigt war. Von daher war an Langeweile nun wirklich nicht zu denken und gewiss an keinen eigenen Blumenladen. Da hätte der Tag schon 48 Stunden haben müssen.“ Wenn sie sich so an diese Zeit zurück erinnerte, dann war es schon so manches Mal schwer genug, das alles so durchzuhalten. Dazu noch einen Traum erfüllen? Das wäre für die Lehrerin wohl kaum noch möglich gewesen, es sei denn sie hätte schon mehr als nur einiges an Hilfe bekommen. Vergnügt sah die Kräuterkundelehrerin dann allerdings zu Ellen, als diese mit Freuden erklärte einen neuen Trend gefunden zu haben. „Wenn ich das meinen Schülern erzähle, halten die mich sicherlich für völlig durchgeknallt und wenn die es mir erzählen, haben sie schon schlechte Karten.“ Wie gut, dass Ellen für sie eher eine Freundin war, als dass sie die zwei Jahre jüngere Kollegin zu ihren Schülern zählen musste. „Aber wenn du willst kann ich dir bei Gelegenheit mal ein paar Tipps geben, wie du deine Pflanzen länger am Leben lassen kannst.“ Schließlich brachte das Grün auch noch ein angenehmes Raumklima.

Juliana seufzte. „Dann bleibt mir ja immerhin Hoffnung, dass meine Tochter irgendwann ruhig wird… Aber ich meine mich auch daran zu erinnern, dass da etwas von wegen Hauselfen in der Luft lag. Habt ihr nicht ständig versucht mit ihnen in die Küche zu gelangen?“
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BeitragThema: Re: Krankenflügel   Mo März 08 2010, 17:10

Poppy nickte verständnisvoll bei Julianas kurzer Erzählung. "Das habe ich mir auch oft gewünscht, als ich noch jünger war, besonders im Studium. Dass der Tag 48 Stunden hätte, meine ich. Wie schade, dass ein Zeitumkehrer nicht so leicht zu bekommen ist und man dabei so viel beachten muss!" Sie grinste. Zwei ihrer Kommilitonen hatten einmal versucht, den Zeitumkehrer der arithmantischen Fachrichtung, der eigentlich nur zur Erklärung, aber niemals zur Benutzung diente, schon gar nicht durch Studenten, zu entwenden. Natürlich waren sie dabei erwischt worden, und zwar von einem überaus fröhlichen und gut gelaunten Professor, der ihnen mit viel Freunde - wohl Schadenfreude - erklärte, dass das Exemplar, dass sie verwenden wollten, nur ein Modell war. Weit wären sie damit nicht gekommen, beziehungsweise weit zurück.

Ellens neuer Trend ließ sie dann jedoch in lautes Lachen ausbrechen. "Hübsch, Ellen, wirklich", stimmte sie ihrer Freundin zu, bevor Juliana ihr Hilfe anbieten konnte. "Ich weiß nur nicht, was die Schüler dazu sagen würden, wenn sie wüssten, dass du sie als knuffig bezeichnest." Sie schüttelte leicht den Kopf. "Manche dürften sich wohl etwas beleidigt fühlen. Aber ich gebe dir recht, einige von ihnen sind wirklich süß, besonders die Erstklässler." Nur gab es hier in Hogwarts auch ganz andere Schüler, solche, für deren Beschreibung sie niemals die Worte 'süß' oder 'knuffig' verwendet hätte. Gerade in Slytherin schienen sie gehäuft aufzutreten, aber vielleicht spielten da auch nur ihre alten Vorurteile mit hinein. Zwar bemühte sie sich immer, alle Schüler gleich zu behandeln, egal, aus welchem Haus sie kamen, aber dass sie selbst in ihrer Schulzeit bei den Slytherins nicht allzu beliebt gewesen war, hatte sie wohl schon ein wenig geprägt.

"Aber gut, ich gestehe, als ich das erste Mal einen Hauselfen gesehen habe, fand ich sie auch etwas komisch und vielleicht sogar unheimlich. Ganz verstehe ich sie immer noch nicht. Fleiß ist ja gut und schön, aber dass man gar keinen anderen Lebensinhalt kennt...?" Um ehrlich zu sein hatte sie sich bei ihrer ersten Begegnung mit einer Hauselfe Hogwarts' ziemlich erschrocken, bis zu diesem Zeitpunkt hatte sie nicht gewusst, dass solche Geschöpfe existierten. Woher auch, waren doch ihre Eltern beide Muggel. "Aber von welcher Verschwörung sprichst du?"
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BeitragThema: Re: Krankenflügel   Mo März 08 2010, 22:01

Emily Burton, 23 Jahre


Emily also known as Lolly betrachtete die immer grüßer werdende Runde. Nickte ab und ab, jedoch war ihre Leidenschaft geweckt und das nicht von dem Pflanzen über die die Erwachsenen sprachen.... Die Erwachsenen... das klang fast so als wäre sie keine, als wäre sie immer noch ein kleiner Teeny der meinte mit Love and Peace könnte man die Welt verändern und mit Musik etwas bewegen. Nun ja, diese Meinung vertrat sie auch immer noch, aber sie war deswegen nicht naive... Nun gut, ein bisschen naive vielleicht....

Emily schüttelte leicht den Kopf, warum sollte sie sich nun Gedanken darüber machen, wie naive sie war, oder eben nicht war? Sie war sich sicher das die meisten sie an der Schule soweiso für ein Teeny hielt und nicht für eine erwachsene Frau - und das war auch gut so! Erwachsene Frau... Oder gar eine erwachsene Dame. Das hörte sich schon so alt und spießig an, aber das war sie nicht, ganz und garnicht. Sie war eine junge Frau. Sie hatte noch ihr ganzes Leben vor sich, konnte Kinder bekommen über lächerliche Kingelstreiche lachen und fröhlich Gitarre spielen wenn andere versuchten zu schlafen. Warum sollte sie das ändern wollen?

Sie war immer noch die gleiche wie mit 17 Jahren, hatte sich kaum verändernt. War immer noch das 17 jährige Mädchen das Blumen zu Kränzen flocht, und selbst in Zeiten wie diesen an den Frieden glaubte, dachte das Musik noch etwas bedeutete und nicht nur dazu gemacht wurde um Geld zu verdienen. Und so würde sie auch immer bleiben. Emily würde noch mit über 70 mit einen Peace-Zeichen um den Hals und vielen Arbändern am linken Arm rumlaufen. Warum auch nicht. Die Welt war doch schwarz und dunkel genug, da durfte doch gerne mal ein bisschen Farbe hinein!
Auch heute trug sie wiedermal etwas farbenfrohes, wobei die ehemalige Huffelpuff es heute eher dezent anging. Neben ihren bunten Armbändchen (die die meisten mit 18 ablegten, sie aber weiterhin trug) trug sie ja nur ein "schlichtes" zweifärbiges Sommerkleid in rot und weißen Punkten.

Als das Thema Hauselfen aufkam, und sie bereit in der kurzen Zeit beinahe die Häfte aller Süßichkeiten aufgegessen hatte (die meisten auf eine sehr merkwürdige Art und weiße), hörte sie genau zu, denn da könnte sie sich wieder der Kovesation beteiligen, und sie würden nicht merken das Emily in ihren Tagträumerein versunken war. So nahm sie den mittlerweile 5 Herzlolly aus dem Mund und sah in die Runde. "Also ich fand Hauselfen schon immer putzig. Mit ihren rießigen Augen und ihren riesigen Ohren. Ein bisschen wie Dumbo nur weniger elefant-ig...", meinte sie, nahm wieder den Lolly in den Mund, rührte, nachdem sie ein bisschen damit im Mund rumgespielt hatte, wieder aus der Mundhöhle und ruhite damit ihre 3 Tasse überzuckerten Tee um.
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BeitragThema: Re: Krankenflügel   Mo März 15 2010, 13:11

„Und trotzdem hast du es geschafft. Du kannst dir selbst auf die Schulter klopfen.“ Ellen lächelte kurz, nachdem sie diese Worte ausgesprochen hatte. Es war für sie immer wieder bewundernswert wie manche Leute ihren Alltag meistern, wenn die Zeit viel zu kurz schien. Aber es war möglich. Und Kindererziehung... Das war auch so etwas. Manche Eltern glaubten ja, dass Hogwarts dazu da wäre, um ihren Kindern Manieren beizubringen, aber das war nicht wirklich so. Einem Kind oder einem Jugendlichen hier beizubringen wie man sich in einem sozialen Umfeld zu benehmen hatte, war schon etwas an dem man sich zum Teil die Zähne ausbeißen konnte.

„Wenn du es deinen Schülern sagen solltest, dann kannst du ja sagen, dass der Trend von mir stammt. Meinem Ruf würde es wohl nicht unbedingt schaden.“ Die Psychologin musste kurz lachen und strich sich eine Haarsträhne aus dem Gesicht, bevor sie sich an Poppy wandte: „Solange ich nicht das Personal als knuffig bezeichne. Wobei ihr das ja schon manchmal seid.“
Man könnte ja mal eine Umfrage unter den Schülern machen, was sie so über das Personal dachten, aber dann wären einige wohl ziemlich geknickt, weil sie nicht so beliebt waren, wie sie vielleicht gerne wären. „Ich steige auf Kakteen um, wenn mir die letzte Pflanze auf der Fensterbank auch eingetrocknet ist. Ich glaube bei denen kann ich nicht so viel falsch machen, oder?“ Wenn sie es schaffte auch Kakteen eingehen zu lassen, dann wollte sie eine Urkunde haben zum Aufhängen.

Ellen schüttelte kurz den Kopf. „Weniger in die Küche... Sie brachten uns ja alles, was wir wollten. Wir wollten nur wissen, was sie den ganzen Tag taten, von wegen Weltherrschaft und was weiß ich. Wir hatten schon zu viel Langeweile, würde ich heute sagen. Sie waren einfach merkwürdig...“ Heute war es wirklich absoluter Blödsinn, wenn man genauer darüber nachdachte. Aber auch gut. Jeder machte seine Erfahrungen im Leben. „Knuffig?“, fragte Ellen dann noch einmal nach und sah zu Emily. Hauselfen waren vieles, aber nicht knuffig... Ellen fand sie heute noch recht unheimlich.
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BeitragThema: Re: Krankenflügel   Sa März 20 2010, 16:38

Juliana nickte. Sie wusste selbst, dass sie zumindest in der Hinsicht viel erreicht hatte, auch wenn es ihr nicht immer toll vorgekommen war. Wenn sie an die Zeit zu Beginn ihres Studiums zurückdachte, dann würde sie doch eher einiges anders machen, aber sie wollte auch vor allem ihre Tochter nicht missen.
Kurz musterte sie Ellen, bevor sie breit grinste. „Ich glaube du hast bei den Schülern dann sowieso schon verloren, wenn sie deinen Namen genannt bekommen.“ Das war gemein und das wusste sie, aber Schulpsychologen … da ging doch eigentlich fast keiner hin, dafür waren die Schüler doch alle zu stolz und wollten sich die Blöße nicht geben. Zumindest schätzte sie es nicht so ein. Sie hatte ja eigentlich auch keine Ahnung, wie viel Ellen letztendlich zu tun hatte, aber sie war sich sicher, sie selbst hatte mehr zu tun. „Aber ich kann ihnen ja mal deinen Trend vorstellen, ich fürchte nur, ich finde mehr Schüler, die sich dem anschließen, als welche die mir dann noch zuhören würden und das spricht ganz klar gegen deinen Trend. In die Arbeitslosigkeit rasseln, wollte ich eigentlich noch nicht.“

Juliana zuckte mit den Schultern. „Wenigstens gibt’s du es zu, dass du zu Schulzeiten zu viel Langeweile hattest. Ich konnte mich eigentlich sogar nie beklagen. Habt ihr wenigstens herausgefunden, was sie taten?“
Emily bekam nur einen genervten Seitenblick, als sie die Hauselfen als knuffig bezeichnete. Das hörte sie oft genug von ihrer Tochter und sie konnte es auch nicht mehr hören. Hauselfen waren nicht knuffig. Sie waren komisch.
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BeitragThema: Re: Krankenflügel   Di März 23 2010, 22:17

Poppy schüttelte den Kopf, als Ellen meinte, bei Kakteen könne sie nicht so viel falsch machen. Blieb zu hoffen, dass sich die Psychologin da mal nicht täuschte. "Oh, Ellen, darauf würde ich nicht wetten. Ich kenne auch jemanden, der es tatsächlich geschafft hat, einen Kaktus zu zerstören. Vielleicht sollte ich schon einmal die Urkunde ausstellen." Sie zwinkerte ihrer Kollegin munter zu, um zu zeigen, dass sie es nicht böse meinte, schließlich wollte sie Ellen wirklich nicht beleidigen und hoffte, dass diese das auch nicht so auffassen würde. "Aber-" Sie wollte gerade noch etwas hinzufügen, als sie von der Weltherrschaftstheorie hörte. "-Weltherrschaft?! Wie bei Merlin seid ihr denn auf diese Idee gekommen?!" So etwas hatte sie noch nie gehört, da war selbst Emilys Bemerkung, sie hätten Hauselfen immer an Dumbo erinnert, nichts dagegen- auch wenn das an sich schon wirklich eine eigenartige Ansicht war. "Sie wissen schon, dass Hauselfen nicht fliegen können, oder, Emily?" erkundigte sie sich deshalb amüsiert.


Ooc: Mwah, irgendwie habe ich heute Abend keine Konzentration, tut mir leid...
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BeitragThema: Re: Krankenflügel   So Apr 04 2010, 01:19

„Es gibt auch einige Schüler, die mich nett finden...“ Sie war kurz davor noch die Zunge rauszustrecken, aber das war dann doch kindisch. Immerhin konnte man an ihrem Grinsen erkennen, dass sie das ganze Thema nicht zu Ernst nahm. Sie wollte ja auch keinen Wettkampf, wer am beliebtesten war. Sie machte ihren Job und es gab immer jemanden über den man redete. Sie hatte noch nie bei solchen Gesprächen hingehört. Warum auch? Wenn man sie brauchte, würde sie auch da sein. Darauf kam es an.
„Ich dachte die Lehrer würden alle kurz vor der Arbeitslosigkeit stehen... Die meisten Kinder wissen ja alles besser...“ Ellen sollte eigentlich nicht so reden, aber zwischendurch musste sie sich auf die Zunge beißen, wenn sie auch noch einen dummen Spruch von der Seite an den Kopf geworfen bekommt. Da konnte man einfach nur durchatmen und weiter gehen.

„Nein, wir wurden nicht schlauer. Sie putzen nur und Kochen und was sie sonst noch so machen. Ich glaube langsam, sie haben gar keine Zeit die Weltherrschaft zu planen.“ Ellen grinste amüsiert. „Ach... Wie kommt man auf solche Ideen... Du weißt doch wie wir waren. Wir mussten einfach alles wissen und da kommt man auf solche Gedanken...“ Ellen warf einen kurzen Blick auf die Uhr, bevor sie ihren Stuhl zurück schob. „Ich sollte wieder gehen, bevor jemand noch eine Vermisstenmeldung heraus gibt, dass ich nicht in meinem Büro bin, wenn ich da sein sollte. Ich wünsche euch noch einen schönen Tag.“ Mit diesen Worten verließ Ellen den Krankenflügel.

tbc: Korridore
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BeitragThema: Re: Krankenflügel   So Apr 11 2010, 18:19

Poppy schüttelte amüsiert den Kopf und griff erneut nach ihrem Glas. "Ich muss schon sagen, eure Idee hatte etwas, Ellen. Sehr ausgefallen. Weißt du, ich habe von den Schülern schon so einige dumme Geschichten gehört, wenn sie mit den seltsamsten Verletzungen bei mir aufgetaucht sind, aber die meisten reichen an die Verschwörung der Hauselfen nicht heran. Falls du doch noch irgendwann Hinweise darauf finden solltest, dass ihr recht hattet, lasst es mich wissen." Auch wenn sie das doch sehr bezweifelte. Ganz egal, ob die Hauselfen nun wirklich nicht genug Zeit hatten, um sich ihren Verschwörungsgedanken zu widmen, wie die Psychologin vorgeschlagen hatte, oder ob ihnen solche Ideen überhaupt nicht kamen, es hätte die Krankenschwester doch sehr überrascht, wenn noch Beweise auftauchen würden. Nichtsdestotrotz handelte es sich um eine lustige Vorstellung.

Während sie ein Schluck Wasser trank, beobachtete sie, wie Ellen aufstand und sich verabschiedete. "In Ordnung. Du kannst ja bei Gelegenheit wieder vorbeikommen, gerne auch ohne Einladung. Ich würde mich freuen." Manchmal hatte sie das Gefühl, dass einige ihrer Kollegen gar nicht auf die Idee kamen, ohne Grund im Krankenflügel vorbeizukommen, manche von ihnen hatte sie hier noch nie gesehen, wenn nicht gerade jemand krank war. Nur gehörten Ellen und auch Juliana Merlin sei Dank nicht dazu. A propos Juliana. "Ich hoffe, du wirst mir noch ein wenig Gesellschaft leisten?" wandte sie sich wieder an die Kräuterkunde-Lehrerin. "Oder hast du im Augenblick noch viel zu tun?"
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BeitragThema: Re: Krankenflügel   Mo Apr 12 2010, 21:18

Juliana konnte es fast gar nicht glauben. Aber was tat man nicht alles, um die Kollegen nicht noch mehr auf die Palme zu bringen. Und wer wusste schon, was Ellen einen so alles anhängen konnte, wenn man sie auf dem falschen Fuß erwischte. Da musste sie doch was gegen tun und einen Moment ruhig sein. „Vielleicht hast du Recht. Vielleicht liegt das aber auch eher an deiner Art, als an deinem Beruf.“ Ja, das musste es nun einfach sein.

Dann musste sie mit dem Kopf schütteln und seufzte kurz. „Ja, das waren noch Zeiten. Das Leben war unbeschwert und ihr hattet nichts Besseres zu tun, als die Hauselfen zu jagen. Wie gut, dass ihr nicht mehr rausfinden konntet.“ Und das sagte sie, die nur wenige Klassen über den anderen gewesen war.

„Demnächst halten wir solche Runden im Gewächshaus ab. Dann ist der Krankenflügel eben mal geschlossen“ schlug sie vor, um nicht ganz diejenige zu sein, die immer den Grund finden musste, hierher zu kommen. Sie verabschiedete sich noch kurz von Ellen und wandte sich dann Poppy zu. „Keine Angst, ich habe heute nicht mehr viel zu tun. Ich werde heute nur irgendwann meine Tochter noch irgendwie einsammeln müssen, meine Arbeiten habe ich sonst alle schon erledigt.“ Zum Glück möchte man meinen, Beschäftigung brauchte die Kräuterkundelehrerin zwar, allerdings übermäßigen Stress nicht unbedingt. „Aber du sagst bitte Bescheid, wenn ich dich hier störe, du hast doch sicherlich noch etwas zu tun, oder?“
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BeitragThema: Re: Krankenflügel   Fr Apr 16 2010, 13:41

Poppy schüttelte lächelnd den Kopf. "Die Arbeit im Krankenflügel ist faszinierend verteilt, Juliana. Entweder habe ich so viel zu tun, dass ich mindestens acht Arme bräuchte statt nur zwei, an anderen Tagen hingegen ist es so ruhig, dass ich mich fast schon fragen könnte, ob diese Schule wirklich zwei Heilerinnen braucht." Sie nickte in Emilys Richtung, doch ihr freundlicher Blick verriet, dass ihre Worte keineswegs böse gemeint waren, sondern sie sich im Gegenteil sogar über die Unterstützung durch die jüngere Hexe freute. "Du kannst also ruhig noch bleiben, ich werde dir bescheid sagen, wenn du mich tatsächlich stören solltest", schloss sie nach einer kurzen Pause und bediente sich wieder bei den von Emily mitgebrachten Süßigkeiten, auch wenn sie nicht ganz so viel davon aß wie ihre Assistentin selbst. Dass diese noch keinen Zuckerschock hatte, wunderte sie schon etwas.

"Hast du denn eine Ahnung, wo deine Tochter sich gerade befindet? Beziehungsweise, wie willst du sie wiederfinden?" Natürlich kannte Poppy das kleine Mädchen, es gab wohl keine einzige Person im ganzen Schloss, die ihr nicht mindestens schon einmal über den Weg gelaufen war. Aber ein Kind in einer Schule, deren Schüler mindestens elf Jahre alt waren, fiel auch wirklich auf. Die junge Krankenschwester konnte sich nicht vorstellen, wie es sein mochte, neben der normalen Arbeit auch noch auf ein Kind aufpassen zu müssen und es zu erziehen. Ganz besonders in einer solchen Umgebung wie Hogwarts. Hier gab es vermutlich so viel für die Kleine zu entdecken, dass sie sich hin und wieder fragte, wie Juliana überhaupt über sie Herr werden konnte.
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BeitragThema: Re: Krankenflügel   Mo Apr 19 2010, 17:50

„Dann sieht es ja so aus, als hättest du heute tatsächlich mal einen ruhigen Tag erwischt“, stellte Juliana fest, als Poppy ihr den Arbeitsaufwand im Krankenflügel erklärte. Für sie selbst wäre dieser überhaupt nichts. Sie brauchte stetig den gleichen Arbeitsaufwand, den sie als Lehrerin natürlich hatte. Vorteil war, sie war zumindest mit unterrichten noch am Vormittag fertig und konnte sich bis zum Mittag um die Hausarbeiten der Schüler kümmern, um dann noch genug Zeit für ihre Tochter zu haben. Das hieß, wenn diese nicht wieder wie vom Erdboden verschluckt war.

Juliana schüttelte mit dem Kopf. „Das habe ich eigentlich nie. Sie sagt mir jetzt auch nicht immer wo sie hingeht, aber ich denke, sie kennt sich mittlerweile hier so gut aus, dass das kein Problem ist. Irgendwie findet sie immer den Weg zurück und ansonsten gibt es immer noch den Vier-Punkte-Zauber mit dem ich sie notfalls finden konnte.“ Juliana nahm einen Schluck Wasser und sah Poppy an. „Hört sich nur leider einfacher an, als es ist, meine Tochter kann mir durchaus jeglichen Nerv rauben.“
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BeitragThema: Re: Krankenflügel   Di Apr 20 2010, 16:31

"Oh ja, heute ist es wirklich ruhig. Aber die nächste Erkältungswelle kommt bestimmt - oder aber das nächste Duell, dessen Opfer ich dann wieder zusammenflicken darf." Sie schüttelte leicht den Kopf, sah aber nicht wirklich böse aus. Gut, manchmal fragte sie sich schon, warum die Schüler sich selbst so leichtfertig dem Risiko aussetzten, verletzt zu werden, aber andererseits war es in Hogwarts soweit sie sich erinnern konnte, noch nie anders gewesen. Während ihrer eigenen Schulzeit hatte sie auch schon so manche Auseinandersetzung mitbekommen, und gelegentlich nicht nur als unbeteiligte Zuschauerin oder als jemand, der später davon erfahren hatte.

"Das kann ich mir gut vorstellen. Wenn ich daran denke, was die Schüler allein schon treiben können... deine Tochter ist ja doch noch um einiges jünger." Und höchstwahrscheinlich noch lebhafter als viele ihrer Schüler. Und im Grunde war Juliana als Mutter des kleinen Mädchens die einzige richtige Bezugsperson, die Lehrer waren für sie nicht verantwortlich, auch wenn manche wohl durchaus eine Art Beschützerinstinkt entwickelt hatten, wie auch einige der Schüler. "Ich stelle mir das recht anstrengend vor."
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BeitragThema: Re: Krankenflügel   Sa Mai 01 2010, 20:25

„Ich glaube auch deine Arbeit ist nicht immer einfach. Ich mein, immer die ganzen Verletzungen von Duellen zusammenflicken.“ Juliana seufzte. Für sie war es immer ein Gräuel ein Duell unterbinden zu müssen. Wie grausam manche Schüler einfach miteinander umgehen konnten, war manchmal wirklich nicht mehr schön. Sie war zwar auch nie ein Unschuldslamm gewesen, aber so schlimm hatte sie es nie mit den Flüchen übertrieben, dass sie jemanden verletzt hatte. Sie hätte dazu auch viel zu sehr Angst vor den Konsequenzen gehabt, also hatte sie andere Dinge angestellt. Was auch nicht unbedingt besser war.

Juliana zuckte mit den Schultern. „Einfach ist es wirklich nicht. Aber man wächst mit den Herausforderungen. Die Zeit, wo ich sie einfach in eine Ecke setzen konnte und sie sich mit sich selbst beschäftigt hat, ist eben vorbei.“ Die Lehrerin lächelte kurz. „Aber soll sie ruhig das Schloss entdecken, in einigen Jahren wird sie es mit ihren Mitschülern unsicher machen und dann kann man sich immerhin sicher sein, dass sie sich nicht mehr verläuft. Und so bekomm nicht ich alles ab.“ Juliana nahm das ganze etwas lockerer, was allerdings keinesfalls bedeutete, dass sie ihre Tochter vernachlässigte.
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BeitragThema: Re: Krankenflügel   Do Mai 06 2010, 22:11

"Na ja..." Poppy hob eine Hand und strich sich eine Haarsträhne aus dem Gesicht, die sich von ihrer strengen Krankenschwestern-Tracht gelöst hatte. "Manchmal staune ich schon darüber, mit welchen Verletzungen die Schüler nach ihren Duellen herkommen - einige unter ihnen sind schon fast als kreativ zu bezeichnen - aber insgesamt geht es doch noch. Im St Mungo habe ich wesenlich schlimmeres zu Gesicht bekommen - natürlich, immerhin sind das hier trotz allem noch Kinder und in der Regel relativ leicht wieder zusammenzuflicken. Beispielsweise Mr Bagman, der nach einem ordentlichen Tritt auf ein sehr empfindliches Körperteil hier gelandet ist. Das ist keine große Sache." Sie lächelte kurz. Eigentlich mochte sie keine gewalttätigen Auseinandersetzungen, aber ein bisschen Schadenfreude konnte sie manchmal dann doch nicht ganz unterdrücken. Sie hoffte, dass Ludo Bagman aus dieser Erfahrung gelernt hatte.

"Aber gut, du hast wohl recht. Je mehr man leisten muss, desto mehr kann auf einmal auch leisten. Darüber habe ich mich eigentlich schon relativ oft gewundert. Man denkt, man ist an seiner Grenze angelangt, und dann geht doch noch mehr..." Nachdenklich fixierte sie für einen Moment die Wand hinter Juliana, bevor sie mit einem leichten Kopf schütteln mit ihren Gedanken wieder in das Hier und Jetzt zurückkam. "Du dürftest dann wohl die einzige magisch begabte Mutter sein, die sicher sein kann, dass ihr Kind sich im ersten Schuljahr nicht dauernd verläuft. Sie kann ja Fremdenführer spielen für ihre zukünftigen Mitschüler, ich habe mir damals oft genug gewünscht, ich würde jemanden kennen, der sich hier bereits auskennt!" Sie lachte. "Aber vermutlich bekommst du noch genug ab? Würde ich zumindest einmal vermuten."
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BeitragThema: Re: Krankenflügel   Sa Mai 08 2010, 23:05

"Das kann ich mir schon sehr gut vorstellen. Die Schüler kommen ohnehin immer auf neue Ideen, ich möchte nicht wissen, was uns dieses Jahr noch alles begegnet. Aber solange sie sich nur die Köpfe einschlagen, ist es ja noch relativ harmlos, es kommen doch keine wirklich schlimmen Flüche dazu, oder?“ Juliana konnte das nicht wirklich glauben, sie wusste auch nicht wie die Schüler an die ganz schlimmen Flüche rankommen sollten, immerhin war die Verbotene Abteilung der Bibliothek nicht umsonst versperrt. Die Bemerkung gegenüber einen ihrer Schüler ließ sie kurz schmunzeln. Da es sich um Ludo Bagman handelte, war es nicht unbedingt etwas Schlechtes.

„Ich glaube auf Dauer wird das aber auch ziemlich schwer, immer nur an seine Grenzen zu gehen. Es zehrt doch an den Nerven und man ist unglaublich kaputt, wenn man die Woche hinter sich hat.“ So ging es zumindest ihr und sie hatte selbst am Wochenende keinen Feierabend. Kontrollgänge hatte sie immer noch zu tätigen und ihre Tochter war ja auch am Wochenende da. Urlaub zwischendurch wäre auch mal ganz nett, aber den Wunsch äußerte sie besser erst gar nicht.
Die Mutter zuckte mit den Schultern. „Auf der einen Seite beruhigt es mich wirklich, aber auf der anderen Seite mache ich mir auch so meine Gedanken dazu. Ich glaube nämlich nicht, dass es unbedingt besser ist. Ich glaube eher, dass sie weniger vorsichtig ist als die anderen Schüler. Oder sie führt sie direkt ganz in die Irre, zutrauen kann man ihr ja mittlerweile fast alles.“ Wenn Juliana darüber nachdachte, was ihre Tochter so alles anstellen konnte, würde sie doch lieber den Wunsch äußern zu diesem Zeitpunkt nicht mehr hier unterrichten zu müssen. Aber noch hatte sie fünf Jahre Zeit um diese Entscheidung zu treffen.
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BeitragThema: Re: Krankenflügel   Fr Mai 14 2010, 19:05

Poppy wiegte für einen kurzen Moment nachdenklich den Kopf hin und her, dann schüttelte sie ihn verneinend. "Nein, da hast du schon recht. Manchmal werden Flüche verwendet, die ich alles andere als gut heißen kann, und mancher Schüler hatte auch schon einen längeren Aufenthalt bei mir als ursprünglich geplant, aber richtig gefährliche schwarzmagische Flüche sind mir hier noch nicht begegnet. Merlin sei Dank! Aber ich weiß auch nicht, wie viele Schüler zu so etwas überhaupt in der Lage wären. Nicht allzu viele, denke ich." Sie lächelte kurz, aber sah dabei relativ ernst aus. Flüche waren kein lustiges Thema, ganz bestimmt nicht. Es war schrecklich, was Zauberer einander antun konnten. Wenn sie da an die drei Unverzeihlichen dachte, oder andere Blüten der schwarzen Magie... oder die Tränke, die ein erfahrener Braumeister herstellen konnte... aber andererseits war es unter Muggeln wohl nicht viel anders. Überhaupt waren Menschen zu ziemlichen Grausamkeiten in der Lage.

Es war gut, dass sie nicht weiter darüber nachdenken musste, denn immerhin war Julianas kleine Tochter dann doch ein viel erfreulicheres Thema, sogar die psychische Belastung durch Dauerstress war besser, fand sie. "Natürlich. Es kann auch gefährlich sein, immer an seine Grenzen zu gehen. Sonderlich gesund ist das auf die Dauer meist auch nicht. Es ist wohl wichtig, ein gesundes Mittelmaß zu finden, nur gerade das ist nicht immer so einfach." In einem solchen Falle sollte man sich wohl einfach eine Auszeit gönnen, mindestens. Es gab auch Menschen, bei denen eine Dauerbelastung zu Depressionen führen konnte, oder andere psychischen Problemen. Dann war es wohl angebracht, Hilfe in Anspruch zu nehmen, doch all dies sagte Poppy nicht mehr. Sie wollte nicht zu pessimistisch wirken, und wenn sie schon von Depressionen anfing, machte dies zu leicht den Eindruck, als ob sie den Teufel an die Wand malen würde. Sie glaubte jedoch ohnehin nicht, dass bei ihrer Kollegin im Moment diese Gefahr bestand. Zumindest hoffte sie das auch.

"Ihre Mitschüler in die Irre führen? Das wäre nicht sonderlich nett." Sie musste jedoch bei diesem Gedanken nur lachen. Viele Schüler hatten hin und wieder Spaß daran, anderen einen kleinen Streich zu spielen, und es gab wesentlich schlimmeres, als Neulinge in Hogwarts mal einen falschen Weg zu zeigen, auch wenn auch dies schon unangenehme Konsequenzen haben konnte, zum Beispiel indem man sich zum Unterricht verspätete. Aber zumindest zu ihrer Schulzeit hatten viele Lehrer in den ersten Wochen noch relativ viel Verständnis gezeigt, es konnte mitunter schon sehr schwer sein, sich in diesem Schloss zurechtzufinden. "Aber manchmal kann auch Verirren auch ganz gut sein, immerhin lernt man so Ecken der Schule kennen, die man sonst wohl erst viel später zum ersten Mal gesehen hätte."
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BeitragThema: Re: Krankenflügel   So Mai 16 2010, 19:14

„Ich glaube das liegt auch alles daran, dass eine gute Kontrolle der Schüler nicht möglich ist.“ Juliana war sich ihrer Worte bewusst, aber da es alleine was die Lehrer anging, nur die Fachlehrer gab, zusätzlich einen Schulleiter und ansonsten nur Posten vergeben waren, die zwar für die Schule wichtig waren, aber nicht für die Aufsicht der Schüler garantierten, war die Schule doch eher weniger gut ausgestattet. Kein Wunder, dass viele Streitereien und auch Prügeleien gar nicht erst vorher ausgemerzt werden konnten, wenn niemand sich die Mühe machte dazwischen zu gehen. „Nur kann man dieses Problem auch nicht sonderlich gut in den Griff bekommen, ich mein, eigentlich haben wir doch noch ziemliches Glück, dass sie sich noch mit relativ harmlosen Flüchen angreifen, wo man ihnen noch helfen kann, oder nicht?“ Es waren vielleicht nicht die Worte, die man als Frau mit Verantwortungsbewusstsein sagen sollte, aber es war ihre Meinung. Sie konnte auch nichts an dieser Situation ändern, sie konnte nur hoffen, dass ihre Tochter später nicht auf die Idee kommen würde, Duelle mit Flüchen auszutragen, über deren Wirkung sie sich nicht bewusst war.

Die Lehrerin seufzte. „Da hast du Recht, das gesunde Maß zu finden, ist beinahe unmöglich. Aber glaub mir, noch habe ich damit keine Probleme. Ich bin bisher weder in depressive Stimmungen verfallen, noch habe ich mein Kind vernachlässigen müssen, weil alles zu viel wurde. Und ich hoffe, dass mir das auch erspart bleibt, ansonsten haben wir ja noch Ellen.“ Sie zwinkerte Poppy zu, Ellen müsste es sonst später eben richten. Außerdem ging doch nichts über Menschen, mit denen man reden konnte. Damit war einem doch meistens sogar noch mehr geholfen und Psychologen brauchte man dann gar nicht mehr. Obwohl es auch von Vorteil sein konnte, wenn man eine Psychologin zur Freundin hatte. „Warte mal ab, bis du Arbeit und Familie vereinen musst. Einfach wird es nicht, steht da bei dir eigentlich was an, oder muss man sich da keine Gedanken drüber machen?“ Irgendwie schien es ihr, als hätte sie Jahre nicht mehr mit Poppy gesprochen, auch wenn das gewiss nicht der Fall war.

Juliana musste schmunzeln. „Natürlich ist das nicht sonderlich nett, aber ist es nicht der Streich, der den meisten Erstklässlern gespielt wird?“ Sie konnte sich nur zu gut daran erinnern, dass sie dieses Spiel selbst schon erfahren durfte, genau wie sie es schon gespielt hatte. Vielleicht nicht in dem Maße, wie sie es ihrer Tochter zutrauen würde, aber sie hatte es getan. „Naja, wie soll man auch sonst die Schule kennen lernen? Ich kann mir nichts besseres vorstellen, als einem Erstklässer vor der totalen Verwirrung zu bewahren und ihn auf den richtigen Weg zu bringen.“ Juliana verdrehte die Augen. In ihren Augen war das einfach nur unnötig und erforderte Zeit, die man besser anders verbringen konnte.
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BeitragThema: Re: Krankenflügel   Do Mai 20 2010, 19:42

Poppy nickte zustimmend. "Da hast du vermutlich schon recht. Ehrlich gesagt habe ich mir darüber nie wirklich Gedanken gemacht, aber wenn ich mich an die Grundschule erinnere, die vor meiner Zeit in Hogwarts besucht habe, so habe ich schon den Eindruck, dass dort mehr Lehrer auf... sagen wir einmal zehn Schüler kommen als hier. Und auf den Muggelschulen, die meine Geschwister besucht haben, erst recht." Eigentlich war es doch fast schon unverantwortlich. Es gab in Hogwarts bestimmt 300 Schüler, wenn nicht sogar noch wesentlich mehr, und gerade einmal einen Lehrer pro Fach, dazu noch Professor Dumbledore, Hagrid, den Hausmeister, Ellen, die beiden Bibliothekarinnen und sie selbst sowie ihre Assistentin. Wirklich viele waren das nicht, zumal Hagrid eben für die Ländereien zuständig war und sie selbst in erster Linie für den Krankenflügel. Nur faszinierenderweise hatte es bislang noch halbwegs gut geklappt, immerhin hatte es, zumindest solange sie hier war, keine wirklich ernsten Zwischenfälle zwischen den Schülern gegeben. Gut, sie hatte schon ein paar Patienten gehabt, die es etwas ernster erwischt hatte, und erst vor kurzem hatte sie ein Mädchen ans St Mungo überweisen müssen, aber dies war nicht durch das Verhalten anderer Kinder verschuldet worden. "Aber nun ja, solange es noch klappt... und ich nehme an, wenn so viele Kinder und Jugendliche auf so engem Raum zusammenleben müssen, sind gewisse Reibereien wohl noch im Bereich des Normalen..." Auch wenn man sie nicht unbedingt gut heißen musste.

"Es freut mich aber, dass du keine Probleme mit Depressionen hast." Auch wenn sie dies im Tonfall eines Scherzes sagte, so war ihr Blick doch verhältnismäßig ernst, denn immerhin beruhigte sie Julians Versicherung, dass es ihr gut ging, wirklich, auch wenn sie nicht wirklich angenommen hatte, die Kollegin wäre ein Risikopatient. "Aber nein, über Familie habe ich mir keine Gedanken gemacht." Sie hielt kurz inne, um noch einmal einen Schluck zu trinken. "Man könnte wohl sagen, dass ich den richtigen einfach noch nicht gefunden habe. Meine letzte Beziehung ist auch schon einige Zeit her." Und wie lange das schon her war! Als sie in die Brüche gegangen war, war sie gerade einmal 22 gewesen, und jetzt war sie 27! Das waren fünf Jahre! Poppy war nämlich fest davon überzeugt, dass man ihren One Night Stand mit Marius, dem ehemaligen Arithmantik-Lehrer, nicht wirklich zählen konnte, immerhin war keine Liebe zwischen ihnen gewesen. Und sie war nicht mehr nüchtern gewesen. "Wie heißt es doch so schön? Irrend lernt man. So haben wohl alle neuen Schüler Hogwarts kennengelernt."
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BeitragThema: Re: Krankenflügel   Mi Mai 26 2010, 19:40

Juliana nickte. „Ja, da magst du wohl Recht haben. Sie denken bestimmt, die kleineren brauchen mehr Aufmerksamkeit. Im Grunde genommen liegen sie damit falsch, denn bei den älteren kann viel mehr passieren, was schlimmer ist, als bei den kleinen. Bei meiner Tochter sind es immerhin meistens nur kleinere Kratzer und Blessuren, wenn dann die richtig tiefen Schnitte kommen, möchte ich gar nicht wissen, wie viele Angestellte Hogwarts wirklich brauchen würde, um Unfälle zu verhindern.“ Juliana seufzte. Und dann sollten die Eltern nach dem Tod einer Schülerin nicht die Sicherheit der Schule in Gefahr sehen? Das war schier unmöglich, im Grunde genommen, konnte sie die Sorge der Eltern sogar noch verstehen. Wäre ihre Tochter hunderte Kilometer von ihr entfernt in der Nähe eines Unfallortes, so würde sie sich auch ihre Gedanken machen. Wenn nicht sogar ihre Tochter von diesem Ort wegholen.
Reibereien hin oder her … Es waren dennoch zu wenige Aufsichtspersonen in Hogwarts. „Kein Wunder, dass sie schon Auroren hier zum Dienst antreten lassen, wenn nun schon nach außen hin gezeigt wird, wie schwach hier alles ist. Wenn du mich fragst, ist es nur eine Frage der Zeit, bis es hier vor Auroren wimmelt, die die Sicherheit der Schüler herstellen wollen. Vermutlich erziehen sie dann auch noch zu mehr Disziplin und Ordnung.“

Juliana machte kurz gute Miene zum bösen Spiel, denn dieses Thema war nicht unbedingt das, was man in einem solchen Gespräch anschneiden sollte. Eigentlich war sie nicht hierher gekommen, um über Krankheiten zu sinnieren und sie war auch ganz froh, dass jetzt hier niemand eine Ferndiagnose stellen wollte. Viel lieber hielt sie sich dann einfach an das Thema Freund und Familie. Es war etwas Positives, das merkte sie an sich selbst auch.
„Der richtige kommt genau dann, wenn man es am allerwenigsten erwartet. Oder man kennt ihn schon jahrelang und merkt erst später, wie viel man für ihn empfindet.“ So war es zumindest bei ihr abgelaufen, sie hatte Liam auch schon über Jahre hinweg gekannt, bevor die beiden ein Paar wurden. Und Poppy würde ihn auch noch finden, da war sie sich sicher. Sie waren außerdem noch verhältnismäßig jung und so hatte die Familie ohnehin noch etwas Zeit. Wenn Juliana so nachdachte, dann wäre es ihr sogar lieber gewesen, sie wäre etwas später Mutter geworden, aber sie liebte ihre Tochter viel zu sehr, als dass sie sich vorstellen konnte, sie erst später bekommen zu haben.
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BeitragThema: Re: Krankenflügel   So Mai 30 2010, 17:37

Poppy senkte den Blick. Bis vor kurzem hätte sie noch auf die Sicherheit der Schüler in Hogwarts schwören können, auch wenn es hier vielleicht nicht so viel Personal gab wie in anderen Schulen. Gerade eben hatte sie noch behauptet, dass es bislang ja funktioniert hatte, aber das entsprach nicht mehr der Wahrheit, wie ihr wieder schmerzlich bewusst wurde, als Juliana die Auroren erwähnte, die mittlerweile in Hogwarts stationiert waren. Wenn alles hier so gut klappen würde, dann hätten sie nicht vor ein paar Wochen die Leiche einer Schülerin in Hogsmeade gefunden. Gut, man konnte immer noch argumentieren, dass Rebecca ja in Hogwarts selbst nicht geschehen war, aber es hatte sich im Grunde um einen Schulausflug gehandelt. Und abgesehen davon klang das für sie so, als würde man der Hufflepuff selbst die Schuld an ihrem Tod geben. Poppy wusste genauso wenig wie alle anderen - oder zumindest die meisten - was geschehen war, aber für sie stand eines fest: Rebecca Oate war ein liebes, unschuldiges Mädchen gewesen. Wer hätte sie töten wollen? Sie verstand es nicht, würde es vermutlich auch nie verstehen können.

Sie räusperte sich unbehaglich und drehte ihr Glas auf dem Tisch hin und her. Es gab nichts, was sie darauf erwidern konnte. Juliana hatte in allen Beziehungen recht. Die Auroren waren in Hogwarts, und es war wirklich nicht unwahrscheinlich, dass noch mehr kommen würden. Das hing wohl ganz davon ab, wie sich die Lage weiterhin entwickeln würde, aber wenn das Ministerium noch länger nichts herausfinden würde... Nun ja, es ging hier immerhin um die Sicherheit der Schüler. Dennoch war es viel vergnüglicher, über Familienplanung zu sprechen, weshalb die junge Krankenschwester auch dankbar auf Julianas Bemerkung einging. "Dann, wenn ich es am wenigsten erwarte? Ich erwarte eigentlich schon seit ungefähr drei Jahren nichts mehr, glaube ich. Bislang habe ich meinen Traumprinzen aber noch nicht gefunden. Oder zumindest hat er sich noch nicht vorgestellt", erwiderte sie lachend. Sie dachte kurz nach, dann schüttelte sie den Kopf. "Der einzige Mann, der in letzter Zeit charmant war oder es zumindest sein wollte, war Alphard..." Sie verzog das Gesicht, als sie nur an den neuen Lehrer dachte.
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BeitragThema: Re: Krankenflügel   Mo Mai 31 2010, 22:09

Juliana hatte nicht mehr viel zu sagen. Es war ohnehin bald an der Zeit zu gehen, sie musste ihre Tochter noch einsammeln und hatte immer noch keine Ahnung, wo diese sich nur befinden konnte. Poppy war ihr zwar auch eine willkommene Ablenkung gewesen und der Kaffee war auch wirklich super gewesen, aber das entband sich dennoch nicht von ihren Pflichten als Mutter. Und die konnte sie leider nicht vergessen.

Juliana lachte. „Dann habe ich ja wirklich Glück gehabt, dass ich nicht so lange warten musste, aber es hatte sich gelohnt“ zwinkerte sie Poppy zu. Sie nahm einen letzten Schluck Kaffee aus ihrer Tasse, der mittlerweile auch schon fast kalt war und schüttelte sich.
„Vielleicht solltest du einfach mal abwarten, was die Zeit bringt. Vielleicht entwickelt sich auch Alphard noch zu einem Traumprinzen, der dich auf einem Ross begleiten wird“ grinste sie und stand dann auf. „Ich muss nun aber leider wieder. Ich müsste meine Tochter nun doch mal einsammeln gehen und das Abendessen lässt ja nun auch nicht mehr lange auf sich warten…“ seufzte sie. „Ich denke, wir sehen uns.“ Juliana verabschiedete sich bei den beiden Damen und verließ vor sich hin grinsend den Krankenflügel. Irgendwie hatte die Vorstellung Poppy und Alphard etwas.


tbc: ??
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BeitragThema: Re: Krankenflügel   Mo Mai 31 2010, 23:19

Poppy verzog skeptisch das Gesicht. "Alphard als Traumprinz? Das wage ich nun wirklich zu bezweifeln." Ein wenig lächeln musste sie dann aber schon, die Vorstellung war ihrer Meinung nach so absurd, dass es schon fast lustig war. Sie nickte verständnisvoll, als Juliana sich dann auch schon erhob und sich verabschiedete. Natürlich, sie hatten die ganze Zeit so wunderbar über ihre Tochter geplaudert, da war es nur eine Frage der Zeit, bis ihre Kollegin sich wieder auf die Suche nach dem Mädchen machen würde. "Ja, bis dann." Auch sie sollte nun wieder an ihre Arbeit zurückgehen, es gab immerhin noch genug zu tun, auch wenn sie das Gespräch mit Juliana genossen hatte. Zuerst räumte sie das gebrauchte Geschirr weg, dann ging sie hinüber in den eigentlichen Krankensaal. Gut, noch war es hier ruhig, es stand auch niemand an der Tür und wartete auf sie. Vielleicht könnte sie noch ein paar Heilsalben mixen, bevor es dann auch schon Zeit zum Abendessen wurde.

tbc: Große Halle
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BeitragThema: Re: Krankenflügel   Mo Aug 09 2010, 14:34

pp: Quidditch Spielfeld (+ Alphard)



Regulus blinzelte schwach, als er langsam wieder zu Bewusstsein kam. Der Regen tropfte ihm noch immer auf das Gesicht, aber er lag wohl nicht mehr im Schlamm, sondern auf einer Trage, denn er spürte die leicht schwankenden Bewegungen, als er ins Trockene getragen wurde.

Er versuchte sich umzusehen und erschrak, als er feststellte, dass er den Kopf nicht bewegen konnte. War er etwa so schlimm verletzt? War er gar gelähmt? Aber nein. Er hob mühsam eine Hand zu seinem Nacken ( - was, nebenbei bemerkt, kein besonders angenehmes Unterfangen war - ) und stellte fest, dass es eine Halskrause war, die ihn vom Bewegen abhielt. Gleichzeitig konnte er feststellen, dass er sich, wenn auch unter Schmerzen, noch bewegen konnte, was eine ganz schöne Erleichterung darstellte. Über sich sah er seinen Onkel, der sich besorgt über ihn beugte. War es seine Pflicht, ihm zu sagen, dass Mutter keinerlei Kontakt zwischen den beiden wünschte? Aber in einem solchen Fall war doch gewiss eine Ausnahme gestattet…

„Onkel Alphard…“ krächzte er müde und sah ihn an. Neben ihm standen weitere Erwachsene, wohl die Assistentin der Schulheilerin und der Referendar seines Onkels. „…was…ist passiert?“ erkundigte er sich. Er konnte sich nur noch an einen schnellen, heftigen Schmerz erinnern – und er musste wohl vom Besen gefallen sein, denn sonst hätte er ja nicht im Schlamm gelegen…

„Das Spiel!“ Siedendheiß fiel es ihm ein. „…Gryffindor hat nicht den Schnatz, oder?“ Er würde es sich nicht verzeihen können, wenn Slytherin verlor, weil er dumm genug war, sich von einem Klatscher vom Besen hauen zu lassen. Ob es sein Bruder gewesen war…?
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BeitragThema: Re: Krankenflügel   Fr Aug 13 2010, 13:56

pp: Tribüne

So schnell sie konnte war Poppy hinter der Trage her in den Krankenflügel gelaufen, doch auch wenn sie sich wirklich beeilte und sich auch Sorgen um den jungen Sucher machen, der aus so großer Höhe vom Besen gefallen war, geriet sie nicht in Panik, sondern blieb ruhig. Dies war ihr Beruf, und sie wusste, dass mit Panik niemandem geholfen war, am allerwenigsten ihrem Patienten. Gott sei Dank war Professor Dumbledore geistesgegenwärtig genug gewesen, Regulus' Sturz zu verlangsamen. Sonst hätte es wohl wirklich übel ausgesehen.

Mit ernstem Gesicht beugte sie sich über den Slytherin und griff nach seiner Hand, mit der gerade nach der Halskrause tastete. "Nicht bewegen, Mr Black." Mit leicht gerunzelter Stirn betrachtete sie ihn und griff schon einmal nach ihrem Zauberstab. "Sie sind vom Besen gefallen, vermutlich wurden sie von einem Klatscher getroffen." Quidditch war wirklich eine gefährliche Sportart, aber das war allen Spielern bewusst, und es hatte auch sie damals nicht davon abgehalten, sich selbst um einen Platz in der Hausmannschaft zu bewerben. Sie warf einen kurzen Blick zu Alphard, sie selbst hatte nicht mehr mitbekommen, wie es mit dem Schnatz aussah. Nachdem sie Regulus hatte fallen sehen, hatte sie nicht mehr auf das Spiel geachtet - gleichzeitig war sie sich aber auch nicht sicher, ob Alphard mehr gesehen hatte als sie.
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BeitragThema: Re: Krankenflügel   Mi Aug 18 2010, 11:52


Alphard lächelte Regulus beruhigend zu, als dieser ihn ansprach, überließ aber Poppy die Antwort auf die Frage, was geschehen war. Konnte sie ja auch viel besser beantworten, sie war ja die Fachfrau. Zumindest, was das Medizinische anging.

“Ja, es war ein Klatscher,“ bestätigte er. Er hatte zwar mitbekommen, dass Professor McGonagall den Gryffindor-Sucher Potter verdächtigte, aber Alphard war sich ziemlich sicher einen der brutalen Bälle gesehen zu haben – zumal er es ohnehin für recht unwahrscheinlich hielt, dass es ein Spieler für nötig befand, jemanden vom Besen zu stoßen, um ihm gleich darauf hinterher zu rasen, in dem Bemühen, den Sturz abzufangen.

„Tut mir Leid, ich weiß leider auch nicht, was mit dem Spiel ist – aber ich glaube, es sollte weitergehen…“ Er hatte einfach nicht mehr darauf geachtet, was über ihren Köpfen noch vor sich ging, er hatte sich zu große Sorgen um seinen Neffen gemacht. Aber dem schien es immerhin wieder etwas besser zu gehen, wie er mit großer Erleichterung feststellte. Hätte Regulus im Sterben gelegen, hätte er sich wohl kaum nach dem Spiel erkundigt.
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BeitragThema: Re: Krankenflügel   Do Aug 19 2010, 18:31

Sorgfältig untersuchte Poppy den jungen Schüler mithilfe ihres Zauberstabs, dann nickte sie leicht und legte ihn zur Seite. Eigentlich hatte sie sich wieder zu Alphard aufrichten wollen, dabei fiel ihr Blick jedoch auf ihre Assistentin. "Acacia? Würden Sie bitte wieder zum Spielfeld zurückgehen? Falls es noch mehr Verletzte gibt, das Spiel heute scheint relativ brutal zu sein." Auch wenn sie gar nicht mal so viel davon mitbekommen hatte, war sie doch noch vor wenigen Minuten damit beschäftigt gewesen, sich mit Alphard zu unterhalten und sich mit ihm zum Ball zu verabreden. Nun, all das musste jetzt warten, Regulus' Wohlergehen ging vor.

"Möchtest du hier bleiben, Alphard?" Es war im Grunde nicht nötig, denn auch wenn sie mit ihren Untersuchungen noch nicht ganz fertig war, so vermutete sie bereits, dass der Drittklässler nicht wirklich ernsthaft verletzt war sondern im Gegenteil noch einmal Glück im Unglück gehabt hatte, aber es konnte auch nicht schaden, wenn ein Mitglied seiner Familie bei ihm blieb. Zumal Alphard als Auror Unfälle gewiss gewohnt war und Ruhe bewahren konnte. Denn am allerwenigsten konnte sie nun jemanden gebrauchen, der leicht in Panik geriet.

Vorsichtig tastete sie nun Regulus' Arme, Brustkorb und Beine ab, wobei sie darauf beachtete, ihn nicht unnötig zu bewegen. "Haben Sie Schmerzen, Mr Black?" Nun, höchstwahrscheinlich hatte er die nach solch einem Sturz, aber es war für sie trotzdem wichtig zu wissen. Denn es gehörte auch zu ihrer Aufgabe, wo der Schmerz nur von dem Aufprall herrührte und wo der junge Slytherin wirklich verletzt war.
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BeitragThema: Re: Krankenflügel   Fr Aug 20 2010, 14:31

Regulus stöhnte leicht, als Miss Pomfrey ihn abtastete. Angenehm war es nicht und er fragte sich, warum sie nicht die gesamte Untersuchung mit ihrem Zauberstab durchführen konnte. Das hatte immerhin nur leicht gekribbelt, aber nicht wehgetan. Ihre Frage kam ihm deswegen wie blanker Hohn vor und wäre er ein typischer Slytherin, hätte er vielleicht eine unhöfliche Antwort gegeben, aber er war nun einmal Regulus, und deswegen schämte er sich sogleich für seine Gedanken, denn die Schulheilerin wollte ja nur ihre Arbeit tun.

„Ja, Miss…“ antwortete er leise, während er überlegte, ob seine Mutter böse mit ihm sein würde, weil er vom Besen gefallen war, und sich nun von der Heilerin untersuchen lassen musste, die ja, soweit er wusste, ein Schlammblut war. Ob er fragen sollte, ob Miss Newton ihn behandeln konnte? Immerhin gehörte sie zu einer reinblütigen Familie…

Aber es stand wohl nicht in seiner Macht, zu entscheiden, wer ihn behandelte, da Miss Pomfrey die jüngere Frau bereits nach draußen schickte. Mutter würde das akzeptieren. Oder etwa nicht? Er wollte lieber nicht weiter darüber nachdenken, sein Kopf schmerzte auch so schon ausreichend…

„…Kopfschmerzen…und mein Arm tun weh…“

In seinem Knöchel pulsierte es auch unangenehm, aber das war bestimmt nicht so gravierend...
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