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 Krankenflügel

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BeitragThema: Re: Krankenflügel   Mo März 08 2010, 22:01

Emily Burton, 23 Jahre


Emily also known as Lolly betrachtete die immer grüßer werdende Runde. Nickte ab und ab, jedoch war ihre Leidenschaft geweckt und das nicht von dem Pflanzen über die die Erwachsenen sprachen.... Die Erwachsenen... das klang fast so als wäre sie keine, als wäre sie immer noch ein kleiner Teeny der meinte mit Love and Peace könnte man die Welt verändern und mit Musik etwas bewegen. Nun ja, diese Meinung vertrat sie auch immer noch, aber sie war deswegen nicht naive... Nun gut, ein bisschen naive vielleicht....

Emily schüttelte leicht den Kopf, warum sollte sie sich nun Gedanken darüber machen, wie naive sie war, oder eben nicht war? Sie war sich sicher das die meisten sie an der Schule soweiso für ein Teeny hielt und nicht für eine erwachsene Frau - und das war auch gut so! Erwachsene Frau... Oder gar eine erwachsene Dame. Das hörte sich schon so alt und spießig an, aber das war sie nicht, ganz und garnicht. Sie war eine junge Frau. Sie hatte noch ihr ganzes Leben vor sich, konnte Kinder bekommen über lächerliche Kingelstreiche lachen und fröhlich Gitarre spielen wenn andere versuchten zu schlafen. Warum sollte sie das ändern wollen?

Sie war immer noch die gleiche wie mit 17 Jahren, hatte sich kaum verändernt. War immer noch das 17 jährige Mädchen das Blumen zu Kränzen flocht, und selbst in Zeiten wie diesen an den Frieden glaubte, dachte das Musik noch etwas bedeutete und nicht nur dazu gemacht wurde um Geld zu verdienen. Und so würde sie auch immer bleiben. Emily würde noch mit über 70 mit einen Peace-Zeichen um den Hals und vielen Arbändern am linken Arm rumlaufen. Warum auch nicht. Die Welt war doch schwarz und dunkel genug, da durfte doch gerne mal ein bisschen Farbe hinein!
Auch heute trug sie wiedermal etwas farbenfrohes, wobei die ehemalige Huffelpuff es heute eher dezent anging. Neben ihren bunten Armbändchen (die die meisten mit 18 ablegten, sie aber weiterhin trug) trug sie ja nur ein "schlichtes" zweifärbiges Sommerkleid in rot und weißen Punkten.

Als das Thema Hauselfen aufkam, und sie bereit in der kurzen Zeit beinahe die Häfte aller Süßichkeiten aufgegessen hatte (die meisten auf eine sehr merkwürdige Art und weiße), hörte sie genau zu, denn da könnte sie sich wieder der Kovesation beteiligen, und sie würden nicht merken das Emily in ihren Tagträumerein versunken war. So nahm sie den mittlerweile 5 Herzlolly aus dem Mund und sah in die Runde. "Also ich fand Hauselfen schon immer putzig. Mit ihren rießigen Augen und ihren riesigen Ohren. Ein bisschen wie Dumbo nur weniger elefant-ig...", meinte sie, nahm wieder den Lolly in den Mund, rührte, nachdem sie ein bisschen damit im Mund rumgespielt hatte, wieder aus der Mundhöhle und ruhite damit ihre 3 Tasse überzuckerten Tee um.
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Ellen Morgan
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BeitragThema: Re: Krankenflügel   Mo März 15 2010, 13:11

„Und trotzdem hast du es geschafft. Du kannst dir selbst auf die Schulter klopfen.“ Ellen lächelte kurz, nachdem sie diese Worte ausgesprochen hatte. Es war für sie immer wieder bewundernswert wie manche Leute ihren Alltag meistern, wenn die Zeit viel zu kurz schien. Aber es war möglich. Und Kindererziehung... Das war auch so etwas. Manche Eltern glaubten ja, dass Hogwarts dazu da wäre, um ihren Kindern Manieren beizubringen, aber das war nicht wirklich so. Einem Kind oder einem Jugendlichen hier beizubringen wie man sich in einem sozialen Umfeld zu benehmen hatte, war schon etwas an dem man sich zum Teil die Zähne ausbeißen konnte.

„Wenn du es deinen Schülern sagen solltest, dann kannst du ja sagen, dass der Trend von mir stammt. Meinem Ruf würde es wohl nicht unbedingt schaden.“ Die Psychologin musste kurz lachen und strich sich eine Haarsträhne aus dem Gesicht, bevor sie sich an Poppy wandte: „Solange ich nicht das Personal als knuffig bezeichne. Wobei ihr das ja schon manchmal seid.“
Man könnte ja mal eine Umfrage unter den Schülern machen, was sie so über das Personal dachten, aber dann wären einige wohl ziemlich geknickt, weil sie nicht so beliebt waren, wie sie vielleicht gerne wären. „Ich steige auf Kakteen um, wenn mir die letzte Pflanze auf der Fensterbank auch eingetrocknet ist. Ich glaube bei denen kann ich nicht so viel falsch machen, oder?“ Wenn sie es schaffte auch Kakteen eingehen zu lassen, dann wollte sie eine Urkunde haben zum Aufhängen.

Ellen schüttelte kurz den Kopf. „Weniger in die Küche... Sie brachten uns ja alles, was wir wollten. Wir wollten nur wissen, was sie den ganzen Tag taten, von wegen Weltherrschaft und was weiß ich. Wir hatten schon zu viel Langeweile, würde ich heute sagen. Sie waren einfach merkwürdig...“ Heute war es wirklich absoluter Blödsinn, wenn man genauer darüber nachdachte. Aber auch gut. Jeder machte seine Erfahrungen im Leben. „Knuffig?“, fragte Ellen dann noch einmal nach und sah zu Emily. Hauselfen waren vieles, aber nicht knuffig... Ellen fand sie heute noch recht unheimlich.
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Juliana Brennan
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BeitragThema: Re: Krankenflügel   Sa März 20 2010, 16:38

Juliana nickte. Sie wusste selbst, dass sie zumindest in der Hinsicht viel erreicht hatte, auch wenn es ihr nicht immer toll vorgekommen war. Wenn sie an die Zeit zu Beginn ihres Studiums zurückdachte, dann würde sie doch eher einiges anders machen, aber sie wollte auch vor allem ihre Tochter nicht missen.
Kurz musterte sie Ellen, bevor sie breit grinste. „Ich glaube du hast bei den Schülern dann sowieso schon verloren, wenn sie deinen Namen genannt bekommen.“ Das war gemein und das wusste sie, aber Schulpsychologen … da ging doch eigentlich fast keiner hin, dafür waren die Schüler doch alle zu stolz und wollten sich die Blöße nicht geben. Zumindest schätzte sie es nicht so ein. Sie hatte ja eigentlich auch keine Ahnung, wie viel Ellen letztendlich zu tun hatte, aber sie war sich sicher, sie selbst hatte mehr zu tun. „Aber ich kann ihnen ja mal deinen Trend vorstellen, ich fürchte nur, ich finde mehr Schüler, die sich dem anschließen, als welche die mir dann noch zuhören würden und das spricht ganz klar gegen deinen Trend. In die Arbeitslosigkeit rasseln, wollte ich eigentlich noch nicht.“

Juliana zuckte mit den Schultern. „Wenigstens gibt’s du es zu, dass du zu Schulzeiten zu viel Langeweile hattest. Ich konnte mich eigentlich sogar nie beklagen. Habt ihr wenigstens herausgefunden, was sie taten?“
Emily bekam nur einen genervten Seitenblick, als sie die Hauselfen als knuffig bezeichnete. Das hörte sie oft genug von ihrer Tochter und sie konnte es auch nicht mehr hören. Hauselfen waren nicht knuffig. Sie waren komisch.
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Poppy Pomfrey
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BeitragThema: Re: Krankenflügel   Di März 23 2010, 22:17

Poppy schüttelte den Kopf, als Ellen meinte, bei Kakteen könne sie nicht so viel falsch machen. Blieb zu hoffen, dass sich die Psychologin da mal nicht täuschte. "Oh, Ellen, darauf würde ich nicht wetten. Ich kenne auch jemanden, der es tatsächlich geschafft hat, einen Kaktus zu zerstören. Vielleicht sollte ich schon einmal die Urkunde ausstellen." Sie zwinkerte ihrer Kollegin munter zu, um zu zeigen, dass sie es nicht böse meinte, schließlich wollte sie Ellen wirklich nicht beleidigen und hoffte, dass diese das auch nicht so auffassen würde. "Aber-" Sie wollte gerade noch etwas hinzufügen, als sie von der Weltherrschaftstheorie hörte. "-Weltherrschaft?! Wie bei Merlin seid ihr denn auf diese Idee gekommen?!" So etwas hatte sie noch nie gehört, da war selbst Emilys Bemerkung, sie hätten Hauselfen immer an Dumbo erinnert, nichts dagegen- auch wenn das an sich schon wirklich eine eigenartige Ansicht war. "Sie wissen schon, dass Hauselfen nicht fliegen können, oder, Emily?" erkundigte sie sich deshalb amüsiert.


Ooc: Mwah, irgendwie habe ich heute Abend keine Konzentration, tut mir leid...
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Ellen Morgan
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BeitragThema: Re: Krankenflügel   So Apr 04 2010, 01:19

„Es gibt auch einige Schüler, die mich nett finden...“ Sie war kurz davor noch die Zunge rauszustrecken, aber das war dann doch kindisch. Immerhin konnte man an ihrem Grinsen erkennen, dass sie das ganze Thema nicht zu Ernst nahm. Sie wollte ja auch keinen Wettkampf, wer am beliebtesten war. Sie machte ihren Job und es gab immer jemanden über den man redete. Sie hatte noch nie bei solchen Gesprächen hingehört. Warum auch? Wenn man sie brauchte, würde sie auch da sein. Darauf kam es an.
„Ich dachte die Lehrer würden alle kurz vor der Arbeitslosigkeit stehen... Die meisten Kinder wissen ja alles besser...“ Ellen sollte eigentlich nicht so reden, aber zwischendurch musste sie sich auf die Zunge beißen, wenn sie auch noch einen dummen Spruch von der Seite an den Kopf geworfen bekommt. Da konnte man einfach nur durchatmen und weiter gehen.

„Nein, wir wurden nicht schlauer. Sie putzen nur und Kochen und was sie sonst noch so machen. Ich glaube langsam, sie haben gar keine Zeit die Weltherrschaft zu planen.“ Ellen grinste amüsiert. „Ach... Wie kommt man auf solche Ideen... Du weißt doch wie wir waren. Wir mussten einfach alles wissen und da kommt man auf solche Gedanken...“ Ellen warf einen kurzen Blick auf die Uhr, bevor sie ihren Stuhl zurück schob. „Ich sollte wieder gehen, bevor jemand noch eine Vermisstenmeldung heraus gibt, dass ich nicht in meinem Büro bin, wenn ich da sein sollte. Ich wünsche euch noch einen schönen Tag.“ Mit diesen Worten verließ Ellen den Krankenflügel.

tbc: Korridore
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BeitragThema: Re: Krankenflügel   So Apr 11 2010, 18:19

Poppy schüttelte amüsiert den Kopf und griff erneut nach ihrem Glas. "Ich muss schon sagen, eure Idee hatte etwas, Ellen. Sehr ausgefallen. Weißt du, ich habe von den Schülern schon so einige dumme Geschichten gehört, wenn sie mit den seltsamsten Verletzungen bei mir aufgetaucht sind, aber die meisten reichen an die Verschwörung der Hauselfen nicht heran. Falls du doch noch irgendwann Hinweise darauf finden solltest, dass ihr recht hattet, lasst es mich wissen." Auch wenn sie das doch sehr bezweifelte. Ganz egal, ob die Hauselfen nun wirklich nicht genug Zeit hatten, um sich ihren Verschwörungsgedanken zu widmen, wie die Psychologin vorgeschlagen hatte, oder ob ihnen solche Ideen überhaupt nicht kamen, es hätte die Krankenschwester doch sehr überrascht, wenn noch Beweise auftauchen würden. Nichtsdestotrotz handelte es sich um eine lustige Vorstellung.

Während sie ein Schluck Wasser trank, beobachtete sie, wie Ellen aufstand und sich verabschiedete. "In Ordnung. Du kannst ja bei Gelegenheit wieder vorbeikommen, gerne auch ohne Einladung. Ich würde mich freuen." Manchmal hatte sie das Gefühl, dass einige ihrer Kollegen gar nicht auf die Idee kamen, ohne Grund im Krankenflügel vorbeizukommen, manche von ihnen hatte sie hier noch nie gesehen, wenn nicht gerade jemand krank war. Nur gehörten Ellen und auch Juliana Merlin sei Dank nicht dazu. A propos Juliana. "Ich hoffe, du wirst mir noch ein wenig Gesellschaft leisten?" wandte sie sich wieder an die Kräuterkunde-Lehrerin. "Oder hast du im Augenblick noch viel zu tun?"
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BeitragThema: Re: Krankenflügel   Mo Apr 12 2010, 21:18

Juliana konnte es fast gar nicht glauben. Aber was tat man nicht alles, um die Kollegen nicht noch mehr auf die Palme zu bringen. Und wer wusste schon, was Ellen einen so alles anhängen konnte, wenn man sie auf dem falschen Fuß erwischte. Da musste sie doch was gegen tun und einen Moment ruhig sein. „Vielleicht hast du Recht. Vielleicht liegt das aber auch eher an deiner Art, als an deinem Beruf.“ Ja, das musste es nun einfach sein.

Dann musste sie mit dem Kopf schütteln und seufzte kurz. „Ja, das waren noch Zeiten. Das Leben war unbeschwert und ihr hattet nichts Besseres zu tun, als die Hauselfen zu jagen. Wie gut, dass ihr nicht mehr rausfinden konntet.“ Und das sagte sie, die nur wenige Klassen über den anderen gewesen war.

„Demnächst halten wir solche Runden im Gewächshaus ab. Dann ist der Krankenflügel eben mal geschlossen“ schlug sie vor, um nicht ganz diejenige zu sein, die immer den Grund finden musste, hierher zu kommen. Sie verabschiedete sich noch kurz von Ellen und wandte sich dann Poppy zu. „Keine Angst, ich habe heute nicht mehr viel zu tun. Ich werde heute nur irgendwann meine Tochter noch irgendwie einsammeln müssen, meine Arbeiten habe ich sonst alle schon erledigt.“ Zum Glück möchte man meinen, Beschäftigung brauchte die Kräuterkundelehrerin zwar, allerdings übermäßigen Stress nicht unbedingt. „Aber du sagst bitte Bescheid, wenn ich dich hier störe, du hast doch sicherlich noch etwas zu tun, oder?“
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BeitragThema: Re: Krankenflügel   Fr Apr 16 2010, 13:41

Poppy schüttelte lächelnd den Kopf. "Die Arbeit im Krankenflügel ist faszinierend verteilt, Juliana. Entweder habe ich so viel zu tun, dass ich mindestens acht Arme bräuchte statt nur zwei, an anderen Tagen hingegen ist es so ruhig, dass ich mich fast schon fragen könnte, ob diese Schule wirklich zwei Heilerinnen braucht." Sie nickte in Emilys Richtung, doch ihr freundlicher Blick verriet, dass ihre Worte keineswegs böse gemeint waren, sondern sie sich im Gegenteil sogar über die Unterstützung durch die jüngere Hexe freute. "Du kannst also ruhig noch bleiben, ich werde dir bescheid sagen, wenn du mich tatsächlich stören solltest", schloss sie nach einer kurzen Pause und bediente sich wieder bei den von Emily mitgebrachten Süßigkeiten, auch wenn sie nicht ganz so viel davon aß wie ihre Assistentin selbst. Dass diese noch keinen Zuckerschock hatte, wunderte sie schon etwas.

"Hast du denn eine Ahnung, wo deine Tochter sich gerade befindet? Beziehungsweise, wie willst du sie wiederfinden?" Natürlich kannte Poppy das kleine Mädchen, es gab wohl keine einzige Person im ganzen Schloss, die ihr nicht mindestens schon einmal über den Weg gelaufen war. Aber ein Kind in einer Schule, deren Schüler mindestens elf Jahre alt waren, fiel auch wirklich auf. Die junge Krankenschwester konnte sich nicht vorstellen, wie es sein mochte, neben der normalen Arbeit auch noch auf ein Kind aufpassen zu müssen und es zu erziehen. Ganz besonders in einer solchen Umgebung wie Hogwarts. Hier gab es vermutlich so viel für die Kleine zu entdecken, dass sie sich hin und wieder fragte, wie Juliana überhaupt über sie Herr werden konnte.
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BeitragThema: Re: Krankenflügel   Mo Apr 19 2010, 17:50

„Dann sieht es ja so aus, als hättest du heute tatsächlich mal einen ruhigen Tag erwischt“, stellte Juliana fest, als Poppy ihr den Arbeitsaufwand im Krankenflügel erklärte. Für sie selbst wäre dieser überhaupt nichts. Sie brauchte stetig den gleichen Arbeitsaufwand, den sie als Lehrerin natürlich hatte. Vorteil war, sie war zumindest mit unterrichten noch am Vormittag fertig und konnte sich bis zum Mittag um die Hausarbeiten der Schüler kümmern, um dann noch genug Zeit für ihre Tochter zu haben. Das hieß, wenn diese nicht wieder wie vom Erdboden verschluckt war.

Juliana schüttelte mit dem Kopf. „Das habe ich eigentlich nie. Sie sagt mir jetzt auch nicht immer wo sie hingeht, aber ich denke, sie kennt sich mittlerweile hier so gut aus, dass das kein Problem ist. Irgendwie findet sie immer den Weg zurück und ansonsten gibt es immer noch den Vier-Punkte-Zauber mit dem ich sie notfalls finden konnte.“ Juliana nahm einen Schluck Wasser und sah Poppy an. „Hört sich nur leider einfacher an, als es ist, meine Tochter kann mir durchaus jeglichen Nerv rauben.“
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BeitragThema: Re: Krankenflügel   Di Apr 20 2010, 16:31

"Oh ja, heute ist es wirklich ruhig. Aber die nächste Erkältungswelle kommt bestimmt - oder aber das nächste Duell, dessen Opfer ich dann wieder zusammenflicken darf." Sie schüttelte leicht den Kopf, sah aber nicht wirklich böse aus. Gut, manchmal fragte sie sich schon, warum die Schüler sich selbst so leichtfertig dem Risiko aussetzten, verletzt zu werden, aber andererseits war es in Hogwarts soweit sie sich erinnern konnte, noch nie anders gewesen. Während ihrer eigenen Schulzeit hatte sie auch schon so manche Auseinandersetzung mitbekommen, und gelegentlich nicht nur als unbeteiligte Zuschauerin oder als jemand, der später davon erfahren hatte.

"Das kann ich mir gut vorstellen. Wenn ich daran denke, was die Schüler allein schon treiben können... deine Tochter ist ja doch noch um einiges jünger." Und höchstwahrscheinlich noch lebhafter als viele ihrer Schüler. Und im Grunde war Juliana als Mutter des kleinen Mädchens die einzige richtige Bezugsperson, die Lehrer waren für sie nicht verantwortlich, auch wenn manche wohl durchaus eine Art Beschützerinstinkt entwickelt hatten, wie auch einige der Schüler. "Ich stelle mir das recht anstrengend vor."
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BeitragThema: Re: Krankenflügel   Sa Mai 01 2010, 20:25

„Ich glaube auch deine Arbeit ist nicht immer einfach. Ich mein, immer die ganzen Verletzungen von Duellen zusammenflicken.“ Juliana seufzte. Für sie war es immer ein Gräuel ein Duell unterbinden zu müssen. Wie grausam manche Schüler einfach miteinander umgehen konnten, war manchmal wirklich nicht mehr schön. Sie war zwar auch nie ein Unschuldslamm gewesen, aber so schlimm hatte sie es nie mit den Flüchen übertrieben, dass sie jemanden verletzt hatte. Sie hätte dazu auch viel zu sehr Angst vor den Konsequenzen gehabt, also hatte sie andere Dinge angestellt. Was auch nicht unbedingt besser war.

Juliana zuckte mit den Schultern. „Einfach ist es wirklich nicht. Aber man wächst mit den Herausforderungen. Die Zeit, wo ich sie einfach in eine Ecke setzen konnte und sie sich mit sich selbst beschäftigt hat, ist eben vorbei.“ Die Lehrerin lächelte kurz. „Aber soll sie ruhig das Schloss entdecken, in einigen Jahren wird sie es mit ihren Mitschülern unsicher machen und dann kann man sich immerhin sicher sein, dass sie sich nicht mehr verläuft. Und so bekomm nicht ich alles ab.“ Juliana nahm das ganze etwas lockerer, was allerdings keinesfalls bedeutete, dass sie ihre Tochter vernachlässigte.
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BeitragThema: Re: Krankenflügel   Do Mai 06 2010, 22:11

"Na ja..." Poppy hob eine Hand und strich sich eine Haarsträhne aus dem Gesicht, die sich von ihrer strengen Krankenschwestern-Tracht gelöst hatte. "Manchmal staune ich schon darüber, mit welchen Verletzungen die Schüler nach ihren Duellen herkommen - einige unter ihnen sind schon fast als kreativ zu bezeichnen - aber insgesamt geht es doch noch. Im St Mungo habe ich wesenlich schlimmeres zu Gesicht bekommen - natürlich, immerhin sind das hier trotz allem noch Kinder und in der Regel relativ leicht wieder zusammenzuflicken. Beispielsweise Mr Bagman, der nach einem ordentlichen Tritt auf ein sehr empfindliches Körperteil hier gelandet ist. Das ist keine große Sache." Sie lächelte kurz. Eigentlich mochte sie keine gewalttätigen Auseinandersetzungen, aber ein bisschen Schadenfreude konnte sie manchmal dann doch nicht ganz unterdrücken. Sie hoffte, dass Ludo Bagman aus dieser Erfahrung gelernt hatte.

"Aber gut, du hast wohl recht. Je mehr man leisten muss, desto mehr kann auf einmal auch leisten. Darüber habe ich mich eigentlich schon relativ oft gewundert. Man denkt, man ist an seiner Grenze angelangt, und dann geht doch noch mehr..." Nachdenklich fixierte sie für einen Moment die Wand hinter Juliana, bevor sie mit einem leichten Kopf schütteln mit ihren Gedanken wieder in das Hier und Jetzt zurückkam. "Du dürftest dann wohl die einzige magisch begabte Mutter sein, die sicher sein kann, dass ihr Kind sich im ersten Schuljahr nicht dauernd verläuft. Sie kann ja Fremdenführer spielen für ihre zukünftigen Mitschüler, ich habe mir damals oft genug gewünscht, ich würde jemanden kennen, der sich hier bereits auskennt!" Sie lachte. "Aber vermutlich bekommst du noch genug ab? Würde ich zumindest einmal vermuten."
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BeitragThema: Re: Krankenflügel   Sa Mai 08 2010, 23:05

"Das kann ich mir schon sehr gut vorstellen. Die Schüler kommen ohnehin immer auf neue Ideen, ich möchte nicht wissen, was uns dieses Jahr noch alles begegnet. Aber solange sie sich nur die Köpfe einschlagen, ist es ja noch relativ harmlos, es kommen doch keine wirklich schlimmen Flüche dazu, oder?“ Juliana konnte das nicht wirklich glauben, sie wusste auch nicht wie die Schüler an die ganz schlimmen Flüche rankommen sollten, immerhin war die Verbotene Abteilung der Bibliothek nicht umsonst versperrt. Die Bemerkung gegenüber einen ihrer Schüler ließ sie kurz schmunzeln. Da es sich um Ludo Bagman handelte, war es nicht unbedingt etwas Schlechtes.

„Ich glaube auf Dauer wird das aber auch ziemlich schwer, immer nur an seine Grenzen zu gehen. Es zehrt doch an den Nerven und man ist unglaublich kaputt, wenn man die Woche hinter sich hat.“ So ging es zumindest ihr und sie hatte selbst am Wochenende keinen Feierabend. Kontrollgänge hatte sie immer noch zu tätigen und ihre Tochter war ja auch am Wochenende da. Urlaub zwischendurch wäre auch mal ganz nett, aber den Wunsch äußerte sie besser erst gar nicht.
Die Mutter zuckte mit den Schultern. „Auf der einen Seite beruhigt es mich wirklich, aber auf der anderen Seite mache ich mir auch so meine Gedanken dazu. Ich glaube nämlich nicht, dass es unbedingt besser ist. Ich glaube eher, dass sie weniger vorsichtig ist als die anderen Schüler. Oder sie führt sie direkt ganz in die Irre, zutrauen kann man ihr ja mittlerweile fast alles.“ Wenn Juliana darüber nachdachte, was ihre Tochter so alles anstellen konnte, würde sie doch lieber den Wunsch äußern zu diesem Zeitpunkt nicht mehr hier unterrichten zu müssen. Aber noch hatte sie fünf Jahre Zeit um diese Entscheidung zu treffen.
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BeitragThema: Re: Krankenflügel   Fr Mai 14 2010, 19:05

Poppy wiegte für einen kurzen Moment nachdenklich den Kopf hin und her, dann schüttelte sie ihn verneinend. "Nein, da hast du schon recht. Manchmal werden Flüche verwendet, die ich alles andere als gut heißen kann, und mancher Schüler hatte auch schon einen längeren Aufenthalt bei mir als ursprünglich geplant, aber richtig gefährliche schwarzmagische Flüche sind mir hier noch nicht begegnet. Merlin sei Dank! Aber ich weiß auch nicht, wie viele Schüler zu so etwas überhaupt in der Lage wären. Nicht allzu viele, denke ich." Sie lächelte kurz, aber sah dabei relativ ernst aus. Flüche waren kein lustiges Thema, ganz bestimmt nicht. Es war schrecklich, was Zauberer einander antun konnten. Wenn sie da an die drei Unverzeihlichen dachte, oder andere Blüten der schwarzen Magie... oder die Tränke, die ein erfahrener Braumeister herstellen konnte... aber andererseits war es unter Muggeln wohl nicht viel anders. Überhaupt waren Menschen zu ziemlichen Grausamkeiten in der Lage.

Es war gut, dass sie nicht weiter darüber nachdenken musste, denn immerhin war Julianas kleine Tochter dann doch ein viel erfreulicheres Thema, sogar die psychische Belastung durch Dauerstress war besser, fand sie. "Natürlich. Es kann auch gefährlich sein, immer an seine Grenzen zu gehen. Sonderlich gesund ist das auf die Dauer meist auch nicht. Es ist wohl wichtig, ein gesundes Mittelmaß zu finden, nur gerade das ist nicht immer so einfach." In einem solchen Falle sollte man sich wohl einfach eine Auszeit gönnen, mindestens. Es gab auch Menschen, bei denen eine Dauerbelastung zu Depressionen führen konnte, oder andere psychischen Problemen. Dann war es wohl angebracht, Hilfe in Anspruch zu nehmen, doch all dies sagte Poppy nicht mehr. Sie wollte nicht zu pessimistisch wirken, und wenn sie schon von Depressionen anfing, machte dies zu leicht den Eindruck, als ob sie den Teufel an die Wand malen würde. Sie glaubte jedoch ohnehin nicht, dass bei ihrer Kollegin im Moment diese Gefahr bestand. Zumindest hoffte sie das auch.

"Ihre Mitschüler in die Irre führen? Das wäre nicht sonderlich nett." Sie musste jedoch bei diesem Gedanken nur lachen. Viele Schüler hatten hin und wieder Spaß daran, anderen einen kleinen Streich zu spielen, und es gab wesentlich schlimmeres, als Neulinge in Hogwarts mal einen falschen Weg zu zeigen, auch wenn auch dies schon unangenehme Konsequenzen haben konnte, zum Beispiel indem man sich zum Unterricht verspätete. Aber zumindest zu ihrer Schulzeit hatten viele Lehrer in den ersten Wochen noch relativ viel Verständnis gezeigt, es konnte mitunter schon sehr schwer sein, sich in diesem Schloss zurechtzufinden. "Aber manchmal kann auch Verirren auch ganz gut sein, immerhin lernt man so Ecken der Schule kennen, die man sonst wohl erst viel später zum ersten Mal gesehen hätte."
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BeitragThema: Re: Krankenflügel   So Mai 16 2010, 19:14

„Ich glaube das liegt auch alles daran, dass eine gute Kontrolle der Schüler nicht möglich ist.“ Juliana war sich ihrer Worte bewusst, aber da es alleine was die Lehrer anging, nur die Fachlehrer gab, zusätzlich einen Schulleiter und ansonsten nur Posten vergeben waren, die zwar für die Schule wichtig waren, aber nicht für die Aufsicht der Schüler garantierten, war die Schule doch eher weniger gut ausgestattet. Kein Wunder, dass viele Streitereien und auch Prügeleien gar nicht erst vorher ausgemerzt werden konnten, wenn niemand sich die Mühe machte dazwischen zu gehen. „Nur kann man dieses Problem auch nicht sonderlich gut in den Griff bekommen, ich mein, eigentlich haben wir doch noch ziemliches Glück, dass sie sich noch mit relativ harmlosen Flüchen angreifen, wo man ihnen noch helfen kann, oder nicht?“ Es waren vielleicht nicht die Worte, die man als Frau mit Verantwortungsbewusstsein sagen sollte, aber es war ihre Meinung. Sie konnte auch nichts an dieser Situation ändern, sie konnte nur hoffen, dass ihre Tochter später nicht auf die Idee kommen würde, Duelle mit Flüchen auszutragen, über deren Wirkung sie sich nicht bewusst war.

Die Lehrerin seufzte. „Da hast du Recht, das gesunde Maß zu finden, ist beinahe unmöglich. Aber glaub mir, noch habe ich damit keine Probleme. Ich bin bisher weder in depressive Stimmungen verfallen, noch habe ich mein Kind vernachlässigen müssen, weil alles zu viel wurde. Und ich hoffe, dass mir das auch erspart bleibt, ansonsten haben wir ja noch Ellen.“ Sie zwinkerte Poppy zu, Ellen müsste es sonst später eben richten. Außerdem ging doch nichts über Menschen, mit denen man reden konnte. Damit war einem doch meistens sogar noch mehr geholfen und Psychologen brauchte man dann gar nicht mehr. Obwohl es auch von Vorteil sein konnte, wenn man eine Psychologin zur Freundin hatte. „Warte mal ab, bis du Arbeit und Familie vereinen musst. Einfach wird es nicht, steht da bei dir eigentlich was an, oder muss man sich da keine Gedanken drüber machen?“ Irgendwie schien es ihr, als hätte sie Jahre nicht mehr mit Poppy gesprochen, auch wenn das gewiss nicht der Fall war.

Juliana musste schmunzeln. „Natürlich ist das nicht sonderlich nett, aber ist es nicht der Streich, der den meisten Erstklässlern gespielt wird?“ Sie konnte sich nur zu gut daran erinnern, dass sie dieses Spiel selbst schon erfahren durfte, genau wie sie es schon gespielt hatte. Vielleicht nicht in dem Maße, wie sie es ihrer Tochter zutrauen würde, aber sie hatte es getan. „Naja, wie soll man auch sonst die Schule kennen lernen? Ich kann mir nichts besseres vorstellen, als einem Erstklässer vor der totalen Verwirrung zu bewahren und ihn auf den richtigen Weg zu bringen.“ Juliana verdrehte die Augen. In ihren Augen war das einfach nur unnötig und erforderte Zeit, die man besser anders verbringen konnte.
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BeitragThema: Re: Krankenflügel   Do Mai 20 2010, 19:42

Poppy nickte zustimmend. "Da hast du vermutlich schon recht. Ehrlich gesagt habe ich mir darüber nie wirklich Gedanken gemacht, aber wenn ich mich an die Grundschule erinnere, die vor meiner Zeit in Hogwarts besucht habe, so habe ich schon den Eindruck, dass dort mehr Lehrer auf... sagen wir einmal zehn Schüler kommen als hier. Und auf den Muggelschulen, die meine Geschwister besucht haben, erst recht." Eigentlich war es doch fast schon unverantwortlich. Es gab in Hogwarts bestimmt 300 Schüler, wenn nicht sogar noch wesentlich mehr, und gerade einmal einen Lehrer pro Fach, dazu noch Professor Dumbledore, Hagrid, den Hausmeister, Ellen, die beiden Bibliothekarinnen und sie selbst sowie ihre Assistentin. Wirklich viele waren das nicht, zumal Hagrid eben für die Ländereien zuständig war und sie selbst in erster Linie für den Krankenflügel. Nur faszinierenderweise hatte es bislang noch halbwegs gut geklappt, immerhin hatte es, zumindest solange sie hier war, keine wirklich ernsten Zwischenfälle zwischen den Schülern gegeben. Gut, sie hatte schon ein paar Patienten gehabt, die es etwas ernster erwischt hatte, und erst vor kurzem hatte sie ein Mädchen ans St Mungo überweisen müssen, aber dies war nicht durch das Verhalten anderer Kinder verschuldet worden. "Aber nun ja, solange es noch klappt... und ich nehme an, wenn so viele Kinder und Jugendliche auf so engem Raum zusammenleben müssen, sind gewisse Reibereien wohl noch im Bereich des Normalen..." Auch wenn man sie nicht unbedingt gut heißen musste.

"Es freut mich aber, dass du keine Probleme mit Depressionen hast." Auch wenn sie dies im Tonfall eines Scherzes sagte, so war ihr Blick doch verhältnismäßig ernst, denn immerhin beruhigte sie Julians Versicherung, dass es ihr gut ging, wirklich, auch wenn sie nicht wirklich angenommen hatte, die Kollegin wäre ein Risikopatient. "Aber nein, über Familie habe ich mir keine Gedanken gemacht." Sie hielt kurz inne, um noch einmal einen Schluck zu trinken. "Man könnte wohl sagen, dass ich den richtigen einfach noch nicht gefunden habe. Meine letzte Beziehung ist auch schon einige Zeit her." Und wie lange das schon her war! Als sie in die Brüche gegangen war, war sie gerade einmal 22 gewesen, und jetzt war sie 27! Das waren fünf Jahre! Poppy war nämlich fest davon überzeugt, dass man ihren One Night Stand mit Marius, dem ehemaligen Arithmantik-Lehrer, nicht wirklich zählen konnte, immerhin war keine Liebe zwischen ihnen gewesen. Und sie war nicht mehr nüchtern gewesen. "Wie heißt es doch so schön? Irrend lernt man. So haben wohl alle neuen Schüler Hogwarts kennengelernt."
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BeitragThema: Re: Krankenflügel   Mi Mai 26 2010, 19:40

Juliana nickte. „Ja, da magst du wohl Recht haben. Sie denken bestimmt, die kleineren brauchen mehr Aufmerksamkeit. Im Grunde genommen liegen sie damit falsch, denn bei den älteren kann viel mehr passieren, was schlimmer ist, als bei den kleinen. Bei meiner Tochter sind es immerhin meistens nur kleinere Kratzer und Blessuren, wenn dann die richtig tiefen Schnitte kommen, möchte ich gar nicht wissen, wie viele Angestellte Hogwarts wirklich brauchen würde, um Unfälle zu verhindern.“ Juliana seufzte. Und dann sollten die Eltern nach dem Tod einer Schülerin nicht die Sicherheit der Schule in Gefahr sehen? Das war schier unmöglich, im Grunde genommen, konnte sie die Sorge der Eltern sogar noch verstehen. Wäre ihre Tochter hunderte Kilometer von ihr entfernt in der Nähe eines Unfallortes, so würde sie sich auch ihre Gedanken machen. Wenn nicht sogar ihre Tochter von diesem Ort wegholen.
Reibereien hin oder her … Es waren dennoch zu wenige Aufsichtspersonen in Hogwarts. „Kein Wunder, dass sie schon Auroren hier zum Dienst antreten lassen, wenn nun schon nach außen hin gezeigt wird, wie schwach hier alles ist. Wenn du mich fragst, ist es nur eine Frage der Zeit, bis es hier vor Auroren wimmelt, die die Sicherheit der Schüler herstellen wollen. Vermutlich erziehen sie dann auch noch zu mehr Disziplin und Ordnung.“

Juliana machte kurz gute Miene zum bösen Spiel, denn dieses Thema war nicht unbedingt das, was man in einem solchen Gespräch anschneiden sollte. Eigentlich war sie nicht hierher gekommen, um über Krankheiten zu sinnieren und sie war auch ganz froh, dass jetzt hier niemand eine Ferndiagnose stellen wollte. Viel lieber hielt sie sich dann einfach an das Thema Freund und Familie. Es war etwas Positives, das merkte sie an sich selbst auch.
„Der richtige kommt genau dann, wenn man es am allerwenigsten erwartet. Oder man kennt ihn schon jahrelang und merkt erst später, wie viel man für ihn empfindet.“ So war es zumindest bei ihr abgelaufen, sie hatte Liam auch schon über Jahre hinweg gekannt, bevor die beiden ein Paar wurden. Und Poppy würde ihn auch noch finden, da war sie sich sicher. Sie waren außerdem noch verhältnismäßig jung und so hatte die Familie ohnehin noch etwas Zeit. Wenn Juliana so nachdachte, dann wäre es ihr sogar lieber gewesen, sie wäre etwas später Mutter geworden, aber sie liebte ihre Tochter viel zu sehr, als dass sie sich vorstellen konnte, sie erst später bekommen zu haben.
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BeitragThema: Re: Krankenflügel   So Mai 30 2010, 17:37

Poppy senkte den Blick. Bis vor kurzem hätte sie noch auf die Sicherheit der Schüler in Hogwarts schwören können, auch wenn es hier vielleicht nicht so viel Personal gab wie in anderen Schulen. Gerade eben hatte sie noch behauptet, dass es bislang ja funktioniert hatte, aber das entsprach nicht mehr der Wahrheit, wie ihr wieder schmerzlich bewusst wurde, als Juliana die Auroren erwähnte, die mittlerweile in Hogwarts stationiert waren. Wenn alles hier so gut klappen würde, dann hätten sie nicht vor ein paar Wochen die Leiche einer Schülerin in Hogsmeade gefunden. Gut, man konnte immer noch argumentieren, dass Rebecca ja in Hogwarts selbst nicht geschehen war, aber es hatte sich im Grunde um einen Schulausflug gehandelt. Und abgesehen davon klang das für sie so, als würde man der Hufflepuff selbst die Schuld an ihrem Tod geben. Poppy wusste genauso wenig wie alle anderen - oder zumindest die meisten - was geschehen war, aber für sie stand eines fest: Rebecca Oate war ein liebes, unschuldiges Mädchen gewesen. Wer hätte sie töten wollen? Sie verstand es nicht, würde es vermutlich auch nie verstehen können.

Sie räusperte sich unbehaglich und drehte ihr Glas auf dem Tisch hin und her. Es gab nichts, was sie darauf erwidern konnte. Juliana hatte in allen Beziehungen recht. Die Auroren waren in Hogwarts, und es war wirklich nicht unwahrscheinlich, dass noch mehr kommen würden. Das hing wohl ganz davon ab, wie sich die Lage weiterhin entwickeln würde, aber wenn das Ministerium noch länger nichts herausfinden würde... Nun ja, es ging hier immerhin um die Sicherheit der Schüler. Dennoch war es viel vergnüglicher, über Familienplanung zu sprechen, weshalb die junge Krankenschwester auch dankbar auf Julianas Bemerkung einging. "Dann, wenn ich es am wenigsten erwarte? Ich erwarte eigentlich schon seit ungefähr drei Jahren nichts mehr, glaube ich. Bislang habe ich meinen Traumprinzen aber noch nicht gefunden. Oder zumindest hat er sich noch nicht vorgestellt", erwiderte sie lachend. Sie dachte kurz nach, dann schüttelte sie den Kopf. "Der einzige Mann, der in letzter Zeit charmant war oder es zumindest sein wollte, war Alphard..." Sie verzog das Gesicht, als sie nur an den neuen Lehrer dachte.
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Juliana Brennan
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BeitragThema: Re: Krankenflügel   Mo Mai 31 2010, 22:09

Juliana hatte nicht mehr viel zu sagen. Es war ohnehin bald an der Zeit zu gehen, sie musste ihre Tochter noch einsammeln und hatte immer noch keine Ahnung, wo diese sich nur befinden konnte. Poppy war ihr zwar auch eine willkommene Ablenkung gewesen und der Kaffee war auch wirklich super gewesen, aber das entband sich dennoch nicht von ihren Pflichten als Mutter. Und die konnte sie leider nicht vergessen.

Juliana lachte. „Dann habe ich ja wirklich Glück gehabt, dass ich nicht so lange warten musste, aber es hatte sich gelohnt“ zwinkerte sie Poppy zu. Sie nahm einen letzten Schluck Kaffee aus ihrer Tasse, der mittlerweile auch schon fast kalt war und schüttelte sich.
„Vielleicht solltest du einfach mal abwarten, was die Zeit bringt. Vielleicht entwickelt sich auch Alphard noch zu einem Traumprinzen, der dich auf einem Ross begleiten wird“ grinste sie und stand dann auf. „Ich muss nun aber leider wieder. Ich müsste meine Tochter nun doch mal einsammeln gehen und das Abendessen lässt ja nun auch nicht mehr lange auf sich warten…“ seufzte sie. „Ich denke, wir sehen uns.“ Juliana verabschiedete sich bei den beiden Damen und verließ vor sich hin grinsend den Krankenflügel. Irgendwie hatte die Vorstellung Poppy und Alphard etwas.


tbc: ??
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BeitragThema: Re: Krankenflügel   Mo Mai 31 2010, 23:19

Poppy verzog skeptisch das Gesicht. "Alphard als Traumprinz? Das wage ich nun wirklich zu bezweifeln." Ein wenig lächeln musste sie dann aber schon, die Vorstellung war ihrer Meinung nach so absurd, dass es schon fast lustig war. Sie nickte verständnisvoll, als Juliana sich dann auch schon erhob und sich verabschiedete. Natürlich, sie hatten die ganze Zeit so wunderbar über ihre Tochter geplaudert, da war es nur eine Frage der Zeit, bis ihre Kollegin sich wieder auf die Suche nach dem Mädchen machen würde. "Ja, bis dann." Auch sie sollte nun wieder an ihre Arbeit zurückgehen, es gab immerhin noch genug zu tun, auch wenn sie das Gespräch mit Juliana genossen hatte. Zuerst räumte sie das gebrauchte Geschirr weg, dann ging sie hinüber in den eigentlichen Krankensaal. Gut, noch war es hier ruhig, es stand auch niemand an der Tür und wartete auf sie. Vielleicht könnte sie noch ein paar Heilsalben mixen, bevor es dann auch schon Zeit zum Abendessen wurde.

tbc: Große Halle
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BeitragThema: Re: Krankenflügel   Mo Aug 09 2010, 14:34

pp: Quidditch Spielfeld (+ Alphard)



Regulus blinzelte schwach, als er langsam wieder zu Bewusstsein kam. Der Regen tropfte ihm noch immer auf das Gesicht, aber er lag wohl nicht mehr im Schlamm, sondern auf einer Trage, denn er spürte die leicht schwankenden Bewegungen, als er ins Trockene getragen wurde.

Er versuchte sich umzusehen und erschrak, als er feststellte, dass er den Kopf nicht bewegen konnte. War er etwa so schlimm verletzt? War er gar gelähmt? Aber nein. Er hob mühsam eine Hand zu seinem Nacken ( - was, nebenbei bemerkt, kein besonders angenehmes Unterfangen war - ) und stellte fest, dass es eine Halskrause war, die ihn vom Bewegen abhielt. Gleichzeitig konnte er feststellen, dass er sich, wenn auch unter Schmerzen, noch bewegen konnte, was eine ganz schöne Erleichterung darstellte. Über sich sah er seinen Onkel, der sich besorgt über ihn beugte. War es seine Pflicht, ihm zu sagen, dass Mutter keinerlei Kontakt zwischen den beiden wünschte? Aber in einem solchen Fall war doch gewiss eine Ausnahme gestattet…

„Onkel Alphard…“ krächzte er müde und sah ihn an. Neben ihm standen weitere Erwachsene, wohl die Assistentin der Schulheilerin und der Referendar seines Onkels. „…was…ist passiert?“ erkundigte er sich. Er konnte sich nur noch an einen schnellen, heftigen Schmerz erinnern – und er musste wohl vom Besen gefallen sein, denn sonst hätte er ja nicht im Schlamm gelegen…

„Das Spiel!“ Siedendheiß fiel es ihm ein. „…Gryffindor hat nicht den Schnatz, oder?“ Er würde es sich nicht verzeihen können, wenn Slytherin verlor, weil er dumm genug war, sich von einem Klatscher vom Besen hauen zu lassen. Ob es sein Bruder gewesen war…?
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BeitragThema: Re: Krankenflügel   Fr Aug 13 2010, 13:56

pp: Tribüne

So schnell sie konnte war Poppy hinter der Trage her in den Krankenflügel gelaufen, doch auch wenn sie sich wirklich beeilte und sich auch Sorgen um den jungen Sucher machen, der aus so großer Höhe vom Besen gefallen war, geriet sie nicht in Panik, sondern blieb ruhig. Dies war ihr Beruf, und sie wusste, dass mit Panik niemandem geholfen war, am allerwenigsten ihrem Patienten. Gott sei Dank war Professor Dumbledore geistesgegenwärtig genug gewesen, Regulus' Sturz zu verlangsamen. Sonst hätte es wohl wirklich übel ausgesehen.

Mit ernstem Gesicht beugte sie sich über den Slytherin und griff nach seiner Hand, mit der gerade nach der Halskrause tastete. "Nicht bewegen, Mr Black." Mit leicht gerunzelter Stirn betrachtete sie ihn und griff schon einmal nach ihrem Zauberstab. "Sie sind vom Besen gefallen, vermutlich wurden sie von einem Klatscher getroffen." Quidditch war wirklich eine gefährliche Sportart, aber das war allen Spielern bewusst, und es hatte auch sie damals nicht davon abgehalten, sich selbst um einen Platz in der Hausmannschaft zu bewerben. Sie warf einen kurzen Blick zu Alphard, sie selbst hatte nicht mehr mitbekommen, wie es mit dem Schnatz aussah. Nachdem sie Regulus hatte fallen sehen, hatte sie nicht mehr auf das Spiel geachtet - gleichzeitig war sie sich aber auch nicht sicher, ob Alphard mehr gesehen hatte als sie.
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BeitragThema: Re: Krankenflügel   Mi Aug 18 2010, 11:52


Alphard lächelte Regulus beruhigend zu, als dieser ihn ansprach, überließ aber Poppy die Antwort auf die Frage, was geschehen war. Konnte sie ja auch viel besser beantworten, sie war ja die Fachfrau. Zumindest, was das Medizinische anging.

“Ja, es war ein Klatscher,“ bestätigte er. Er hatte zwar mitbekommen, dass Professor McGonagall den Gryffindor-Sucher Potter verdächtigte, aber Alphard war sich ziemlich sicher einen der brutalen Bälle gesehen zu haben – zumal er es ohnehin für recht unwahrscheinlich hielt, dass es ein Spieler für nötig befand, jemanden vom Besen zu stoßen, um ihm gleich darauf hinterher zu rasen, in dem Bemühen, den Sturz abzufangen.

„Tut mir Leid, ich weiß leider auch nicht, was mit dem Spiel ist – aber ich glaube, es sollte weitergehen…“ Er hatte einfach nicht mehr darauf geachtet, was über ihren Köpfen noch vor sich ging, er hatte sich zu große Sorgen um seinen Neffen gemacht. Aber dem schien es immerhin wieder etwas besser zu gehen, wie er mit großer Erleichterung feststellte. Hätte Regulus im Sterben gelegen, hätte er sich wohl kaum nach dem Spiel erkundigt.
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BeitragThema: Re: Krankenflügel   Do Aug 19 2010, 18:31

Sorgfältig untersuchte Poppy den jungen Schüler mithilfe ihres Zauberstabs, dann nickte sie leicht und legte ihn zur Seite. Eigentlich hatte sie sich wieder zu Alphard aufrichten wollen, dabei fiel ihr Blick jedoch auf ihre Assistentin. "Acacia? Würden Sie bitte wieder zum Spielfeld zurückgehen? Falls es noch mehr Verletzte gibt, das Spiel heute scheint relativ brutal zu sein." Auch wenn sie gar nicht mal so viel davon mitbekommen hatte, war sie doch noch vor wenigen Minuten damit beschäftigt gewesen, sich mit Alphard zu unterhalten und sich mit ihm zum Ball zu verabreden. Nun, all das musste jetzt warten, Regulus' Wohlergehen ging vor.

"Möchtest du hier bleiben, Alphard?" Es war im Grunde nicht nötig, denn auch wenn sie mit ihren Untersuchungen noch nicht ganz fertig war, so vermutete sie bereits, dass der Drittklässler nicht wirklich ernsthaft verletzt war sondern im Gegenteil noch einmal Glück im Unglück gehabt hatte, aber es konnte auch nicht schaden, wenn ein Mitglied seiner Familie bei ihm blieb. Zumal Alphard als Auror Unfälle gewiss gewohnt war und Ruhe bewahren konnte. Denn am allerwenigsten konnte sie nun jemanden gebrauchen, der leicht in Panik geriet.

Vorsichtig tastete sie nun Regulus' Arme, Brustkorb und Beine ab, wobei sie darauf beachtete, ihn nicht unnötig zu bewegen. "Haben Sie Schmerzen, Mr Black?" Nun, höchstwahrscheinlich hatte er die nach solch einem Sturz, aber es war für sie trotzdem wichtig zu wissen. Denn es gehörte auch zu ihrer Aufgabe, wo der Schmerz nur von dem Aufprall herrührte und wo der junge Slytherin wirklich verletzt war.
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BeitragThema: Re: Krankenflügel   Fr Aug 20 2010, 14:31

Regulus stöhnte leicht, als Miss Pomfrey ihn abtastete. Angenehm war es nicht und er fragte sich, warum sie nicht die gesamte Untersuchung mit ihrem Zauberstab durchführen konnte. Das hatte immerhin nur leicht gekribbelt, aber nicht wehgetan. Ihre Frage kam ihm deswegen wie blanker Hohn vor und wäre er ein typischer Slytherin, hätte er vielleicht eine unhöfliche Antwort gegeben, aber er war nun einmal Regulus, und deswegen schämte er sich sogleich für seine Gedanken, denn die Schulheilerin wollte ja nur ihre Arbeit tun.

„Ja, Miss…“ antwortete er leise, während er überlegte, ob seine Mutter böse mit ihm sein würde, weil er vom Besen gefallen war, und sich nun von der Heilerin untersuchen lassen musste, die ja, soweit er wusste, ein Schlammblut war. Ob er fragen sollte, ob Miss Newton ihn behandeln konnte? Immerhin gehörte sie zu einer reinblütigen Familie…

Aber es stand wohl nicht in seiner Macht, zu entscheiden, wer ihn behandelte, da Miss Pomfrey die jüngere Frau bereits nach draußen schickte. Mutter würde das akzeptieren. Oder etwa nicht? Er wollte lieber nicht weiter darüber nachdenken, sein Kopf schmerzte auch so schon ausreichend…

„…Kopfschmerzen…und mein Arm tun weh…“

In seinem Knöchel pulsierte es auch unangenehm, aber das war bestimmt nicht so gravierend...
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BeitragThema: Re: Krankenflügel   Fr Aug 20 2010, 14:37


Alphard nickte ernst. „Ja, ich möchte gerne bleiben, wenn es dir nichts ausmacht…“ Er konnte doch seinen kleinen Neffen nicht einfach so allein lassen, wenn er doch verletzt war. Immerhin war er nun wieder wach und auch dazu fähig, zu sprechen, auch wenn er eher schweigsam war. Aber das war er ja immer, er war nun einmal sehr schüchtern…

Alphard lächelte ihm zu, wusste aber, dass der Kleine sich wahrscheinlich fragte, inwiefern seine Mutter den Kontakt noch zulassen würde. Offiziell war er zwar nicht aus der Familie verstoßen worden, denn sein hübscher Kopf zierte noch immer den Familienstammbaum, aber er galt als schlechter Umgang, mit Vorsicht zu genießen, sozusagen. Andererseits war er sich ziemlich sicher, dass seine Schwester ihm Verantwortungslosigkeit vorwerfen würde, wenn er ihn allein ließe. Und er selbst könnte es auch nicht mit sich vereinbaren.

„…keine Sorge, Miss Pomfrey kriegt dich schon wieder hin…“ versicherte er ihm beruhigend.
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BeitragThema: Re: Krankenflügel   So Aug 22 2010, 20:00

Poppy nickte. "Ja, natürlich, sonst hätte ich nicht gefragt. Nur steh mir nicht im Weg." Sie klang bei dieser Anweisung noch nicht einmal unfreundlich, eher resolut. Es war auch nicht ihre Absicht gewesen, Alphard auf irgendeine Art und Weise zu verletzen, sie konnte es nur einfach nicht leiden, wenn sie bei ihrer Arbeit noch um Besucher herumlaufen musste. Aber ihr Kollege würde das doch mit Sicherheit verstehen, oder?

Sie hatte ihm auch nur einen kurzen Blick zugeworfen, dann widmete sie sich wieder ganz Regulus und griff auch schon nach ihrem Zauberstab. Rasch ließ sie ihn noch einmal über seinen Arm gleiten, dann nickte sie. "Tut das weh?" Mit geübtem Griff drückte sie auf den Oberarm des Slytherins, knapp unter der Schulter, sah Regulus dabei jedoch kurz in die Augen. Gut, er war bei Bewusstsein, nicht übermäßig verwirrt und Puls und Atmung bewegten sich ebenfalls im normalen Bereich - zumindest in Anbetracht dessen, was nach einem solchen Sturz normal war. Seine Schädelknochen waren nicht gebrochen, das hatte sie bereits überprüft.
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BeitragThema: Re: Krankenflügel   Do Sep 02 2010, 21:18

Regulus wollte den Kopf schütteln, bemerkte dann aber, dass das wohl keine gute Idee war, denn ihm wurde fast augenblicklich schwindlig und er wurde fast bewusstlos. „Au…“ murmelte er leise und schloss die Augen, damit der Krankenflügel aufhörte sich zu drehen. „Der Oberarm tut weh…“ sagte er schließlich leise, „…aber nicht so sehr wie das Kopfschüttelnl…“

Er schniefte leise. Sein Kopf tat weh und er wollte am liebsten schlafen. Dann müsste er auch nicht daran denken, dass das Team gerade ohne ihn gegen Gryffindor antreten musste. Und wenn sie nun verloren, dann war es seine Schuld, weil er ja vom Besen gefallen war. Er hätte sich einfach besser festhalten müssen, aber das Jucken in seinem Umhang hatte ihn in seiner Konzentration gestört. Und es war immer noch da. Er bewegte unruhig seine Schultern, doch das ließ ihn vor Schmerzen leicht aufkeuchen. Keine gute Idee…


Zuletzt von Regulus Black am Di Sep 07 2010, 00:09 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Krankenflügel   Do Sep 02 2010, 21:42

Alphard nickte nur und wich ein paar Schritte zurück, damit Poppy in Ruhe ihrer Arbeit nachgehen konnte. Er war ja nicht blöd und konnte sich durchaus denken, dass er nicht im Weg stehen sollte, wenn sie seinen teuren Neffen behandelte. Er hielt sich also im Hintergrund und sah ihr dabei zu, wie sie Regulus‘ Arm betastete, wohl um festzustellen, ob etwas gebrochen war.

Er zuckte fast zusammen, als es Regulus nicht gelang, den Kopf zu schütteln, ohne vor Schmerzen die Augen schließen zu müssen. Besorgt trat er wieder ein wenig näher. „Was hat er?“ wandte er sich an Poppy, während er sich über seinen Neffen beugte.
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BeitragThema: Re: Krankenflügel   Sa Sep 11 2010, 17:41

Poppy nickte nur, als Regulus über Schmerzen im Oberarm und auch im Kopf klagte. Wirklich überrascht war sie nicht. "Gegen die Schmerzen im Arm kann ich schnell etwas machen. Du hast dir eine Humerusschaftfraktur zugezogen." Sie sah kurz zu Alphard auf, der immer noch so besorgt aussah. "Keine Sorge, einen gebrochenen Arm kann ich schnell heilen. Beißen Sie für einen Moment die Zähne zusammen, Mr Black." Schon hatte sie ihren Zauberstab wieder in der Hand und richtete die Spitze auf den Oberarm des kleinen Slytherins. "Ossem sano!" befahl sie, und gleich darauf war ein deutliches Knacken zu hören, als Regulus' Oberarmknochen wieder seine ursprüngliche Position einnahm und zusammenwuchs.

Zufrieden nickte die Heilerin, überprüfte aber noch einmal zur Sicherheit die ehemals gebrochene Stelle, konnte jedoch keinen Fehler mehr feststellen. Dennoch entschied sie sich dazu, den Arm noch ein paar Stunden zu schienen, da der Knochen an dieser Stelle noch nicht wieder seine alte Stabilität erreicht haben konnte. Doch das war für sie eine leichte Übung. "Ferula." Aus dem Nichts erschien ein Verband, der sich um Regulus' Arm wickelte. "Sehr gut. Das wird einige Stunden halten. Allerdings müssen Sie noch ein wenig länger hierbleiben, Mr Black. Ihre Kopfschmerzen kommen von einer Gehirnerschütterung, und dagegen kann ich leider nichts machen. Wenn Ihnen schwindlig ist, kann ich Ihnen einen Kreislauf-stabilisierenden Trank geben, aber das ist schon alles." Poppy bemühte sich, nicht allzu schnell und vor allen Dingen nicht zu laut zu sprechen. Sie vermutete, dass ihr Patient unter wirklich höllischen Kopfschmerzen litt, und sie wollte diese nicht noch durch unnötiges Geschrei verstärken.

"Am besten sollten Sie sich zunächst umziehen, ein Quidditchumhang ist nun wirklich keine geeignete Kleidung für den Krankenflügel. Ich kann Ihnen einen Ihrer Schlafanzüge besorgen." Nun endlich trat sie wieder von Regulus' Bett zurück und wandte sich an Alphard. "Möchtest du ihm vielleicht dabei helfen? Ich glaube, du wirst ihm in dieser Beziehung lieber sein als ich." Sie lächelte kurz. Ihr Patient war immerhin ein dreizehnjähriger Junge, vermutlich konnte er sich besseres vorstellen, als von ihr aus- und wieder angezogen zu werden.


Zuletzt von Poppy Pomfrey am Di Sep 21 2010, 11:31 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Krankenflügel   Di Sep 14 2010, 12:07

pp: Quidditchfeld

So schnell sie konnte war Rhia von der Umkleide neben dem Quidditchfeld zurück zum Schloss gelaufen und dann noch die Treppen hoch, bis sie den Krankenflügel im dritten Stock erreichte. Ohne sich mit Klopfen aufzuhalten, riss sie die Tür auf und stürzte auf das Bett zu, neben dem gerade Miss Pomfrey und Alphard standen. "Rexy!" rief sie erschrocken, als sie ihren besten Freund so blass daliegen sah. "Wie geht's dir? Bist du schlimm verletzt? Ich habe dich schon gerächt!" Nun ja, wenn man es denn so nennen konnte. Genau genommen hatte sie ja mehr mit Sirius geplaudert, aber immerhin war sie auch mit ihrem Schläger auf ihn losgegangen. Es hatte schon Vorteile, als Treiber zu spielen, man war immer bewaffnet. "Aber der Schiedsrichter hat das nicht so gern gesehen, glaube ich, er hat mich direkt gestört. Gemeinheit, findest du nicht auch?" Ohne die beiden anwesenden Erwachsenen auch nur eines Blickes zu würdigen setzte sie sich an den Rand des Krankenbettes und griff nach Regulus' Hand, doch wenigstens war sie so schlau, die unverletzte Seite zu wählen.


Zuletzt von Rhiannon Yaxley am Di Jun 25 2013, 21:48 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Krankenflügel   Mi Sep 15 2010, 10:33

Alphard nickte. Natürlich würde er seinem Neffen beim umziehen helfen – falls Poppy Recht hatte, und es ihm wirklich lieber war. Er wusste ja nicht, welche Benimmregeln seine liebe Schwester dem Jungen eingetrichtert hatte und ob „Lass dir nicht von deinem komischen Onkel helfen, er hat einen schlechten Einfluss“ dazu gehörte.
Er sah Regulus fragend an – der nickte, offenbar war ihm sein Onkel tatsächlich lieber als die hübsche Schulkrankenschwester. Doch weit kam er nicht in seinem Unterfangen, den Jungen aus den Quidditchroben zu befreien, stürmte doch just in jenem Augenblick die kleine Yaxley in den Krankenflügel, augenscheinlich völlig aufgebracht und in Sorge um Regulus. Alphard trat einen Schritt zurück und grinste. Diesem Wirbelsturm wollte er lieber aus dem Weg gehen, zumal er sich denken konnte, dass Regulus sich wahrscheinlich Angenehmeres vorstellen konnte, als im Beisein seiner kleinen Freundin ausgezogen zu werden.
„Besorg schon mal den Schlafanzug, aber ich schätze, es dauert noch ein Weilchen, bis Rex wirklich umgezogen ist…“ murmelte er Poppy amüsiert zu, während er die beiden Kleinen beobachtete.
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BeitragThema: Re: Krankenflügel   Sa Sep 18 2010, 21:44

Regulus zuckte leicht zusammen, als die Tür fast gewaltsam aufgerissen wurde. Herein kam aber nicht der Wirbelsturm, den man bei der Heftigkeit des Tür Aufreißens fast erwartet hätte, sondern seine beste Freundin Rhia, was einem Wirbelsturm allerdings ziemlich nah kam. Rhia eilte auf ihn zu und nahm seine Hand. Seinen Onkel und die Schulkrankenschwester ignorierte sie vollständig, fing dafür gleich an, einen ihrer üblichen Monologe zu halten. Es war gewiss nicht förderlich für seine Kopfschmerzen, aber er wusste, wie sinnlos es war, zu versuchen, Rhia aufzuhalten, wenn sie einmal begonnen hatte, zu reden. Wobei beginnen vielleicht das falsche Wort war, denn schließlich hörte sie ja niemals auf...

„Es geht mir gut…“ versuchte er auf ihre Fragen zu antworten, „und wie hast du dich gerächt? Wer war es eigentlich…?“ Er hatte nicht ganz mitbekommen, wer ihn nun eigentlich vom Besen geholt hatte, aber er war sich fast sicher, dass es Sirius gewesen war…
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BeitragThema: Re: Krankenflügel   Di Sep 21 2010, 11:20

Rhia verzog das Gesicht. "Es war dein Bruder, stell dir das nur mal vor! Das macht man doch nicht, auch wenn er Treiber ist und du Sucher. Ich werfe ja auch nicht meinen Bruder vom Besen - zumindest nicht allzu oft. Und das ist etwas ganz anderes, er spielt immerhin mit mir einer Mannschaft, weil wir ja auch zusammen in einem Haus sind. Genau das ist der große Unterschied zwischen uns beiden!" erklärte die Slytherin mit der ihr eigenen Logik, die für Außenstehende manchmal alles andere als leicht zu verstehen war. "Aber es freut mich, dass es dir gut geht! Dann kannst du dich vielleicht selbst rächen, wenn du wieder fit bist. Ich bin ja schon mit meinem Schläger auf Sirius losgegangen, aber der Schiedsrichter hatte wohl irgendwie etwas dagegen. Ich weiß gar nicht warum, es war doch nur ausgleichende Gerechtigkeit!" Sie schnaubte missbilligend, war sie doch der Meinung, dass der Schiedsrichter den Gryffindor-Treiber selbst hätte bestrafen müssen. Natürlich wusste sie, dass es im Quidditch erlaubt war, Klatscher auf andere Spieler zu schlagen und sie somit auch vielleicht vom Besen zu werfen, sie war immerhin selbst Treiberin, die Unverschämtheit bestand für sie einfach nur darin, dass es ihren Rexy getroffen hatte. Wäre das ganze Rodolphus passiert, hätte sie sich nicht so aufgeregt.

Erst jetzt bemerkte sie den Verband um den Arm ihres Freundes und schnappte erschrocken nach Luft, bevor sie ihn mit einem Finger vorsichtig berührte. "Was ist das denn? Wozu braucht er das?" Mit diesen Worten drehte sie sich zu Alphard um, da die Krankenschwester im Augenblick nicht zu sehen war. "Sagen Sie mir die Wahrheit, ich kann es verkraften!" rief sie theatralisch aus, grinste aber gleich wieder, auch wenn sie noch immer ein wenig besorgt aussah. Es gefiel ihr nicht, ihren Rexy hier im Krankenflügel zu sehen. "Und Rexy?" Wieder drehte sie sich schwungvoll um, noch bevor Alphard ihr antworten konnte. "Juckt dein Umhang eigentlich auch so? Bei mir war es heute ganz schlimm, ich frage mich ja, wer den gewaschen hat. Ich wollte ihn ja schon aus dem Spielfeld ausziehen, aber da gab es schon wieder Einwände, nur dass sie dieses Mal von Emmy kamen."
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BeitragThema: Re: Krankenflügel   Di Sep 21 2010, 11:42

Poppy zuckte fast schon zusammen, als die Tür so schwungvoll aufgerissen wurde und ein Mädchen hereinstürmte, im nächsten Augenblick sagte sie sich aber schon, dass sie damit hätte rechnen müssen. Immerhin handelte es sich bei ihrem Patienten um Regulus Black, und in den vergangenen zwei Jahren hatte ihr nicht entgehen können, dass er sich fast immer in Gesellschaft seiner besten Freundin Rhiannon Yaxley befand. Und Rhia war nun einmal eine sehr lebhafte Person, um es vorsichtig auszudrücken. Auch sie hatte dem Mädchen rasch Platz gemacht, obwohl sie Rhia im ersten Moment fast aus ihrem Krankenflügel geworfen hätte, da Regulus eigentlich Ruhe brauchte und keinen Wirbelsturm, der es sich auf seinem Bett bequem machte. Aber als sie die Sorge der Drittklässlerin bemerkte, zuckte sie nur mit den Schultern und ließ sie gewähren.

"Ich bin gleich wieder da", meinte sie stattdessen nur zu Alphard und verschwand in ihr Büro, wo sie einen der Hauselfen von Hogwarts zu sich rief. Sie hatte noch nie verstanden, wie diese seltsamen Geschöpfe wissen konnten, wenn sie gebraucht wurden, aber so war es. Es war ihr auch nicht ganz wohl bei dem Gedanken, einfach etwas von der Elfe - denn offensichtlich handelte es sich dieses Mal um eine Frau - zu verlangen, aber sie konnte eigentlich nicht selbst in den Schlafsaal des Jungen eindringen. "Kennst du das Bett von Regulus Black aus der dritten Klasse Slytherin?" erkundigte sie sich zunächst freundlich, und als die Elfe nickte, fuhr sie höflich fort. "Kannst du mir bitte einen Schlafanzug des Jungen bringen?" Immer, wenn sie mit den Hauselfen zu tun hatte, verhielt sie sich äußerst freundlich, sie wollte ihnen schließlich nicht das Gefühl geben, ausgenutzt zu werden.

Nachdem das erledigt war ging sie zurück in den eigentlichen Krankenflügel. Offenbar hatte sie einen der eigenartigen Monologe Rhias verpasst, denn das Mädchen war ausnahmsweise einmal still. "Der Schlafanzug wird bald kommen... möchtest du etwas Tee, Alphard?" erkundigte sie sich höflich bei ihrem Kollegen. Immerhin hatten sie sich zum Ball verabredet, da konnte sie auch etwas freundlicher zu ihm sein als bisher. Dass sie ihrem Patienten eine Kanne ans Bett stellen würde, war für sie bereits beschlossene Sache.
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Regulus Black
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BeitragThema: Re: Krankenflügel   Fr Sep 24 2010, 20:42

Regulus nickte nur. Es war ihm ja von vorne rein klar gewesen, dass sein Bruder ihn erwischt hatte – er machte ihm da auch keine Vorwürfe, denn im Gegensatz zu Rhia wusste er ja, dass es Sinn und Zweck des Treiberpostens war, die Spieler zu behindern… auch wenn es wohl nicht üblich war, jemanden gleich vom Besen zu hauen, aber das war bestimmt nicht Sirius‘ Absicht gewesen… „Du hast ihn mit deinem Schläger doch nicht verletzt, oder…?“ Aber das glaubte er eigentlich nicht, denn dann wäre wohl eher Sirius hier, nicht Rhia. Viel mehr Sorgen bereitete ihm im Moment die Frage, wie das Spiel wohl ausgegangen war. Ob er sich traute zu fragen? Ob er die Wahrheit verkraftete, wie Rhia das so schön ausgedrückt hatte?

„Ähm… du, Rhia, sag mal…“ Er kam gar nicht dazu, seine Frage zu Ende zu stellen, denn Rhia redete schon weiter, fragte nach seinem Umhang – der in der Tat noch juckte, aber das würde wohl noch eine Weile so bleiben, wenn Rhia vorhatte, ihm länger Gesellschaft zu leisten. Er wollte natürlich nicht, dass sie ging, er hatte sie schließlich gerne um sich, aber den juckenden Umhang loszuwerden, wäre schon eine Wohltat gewesen.

„Ja, mich juckt’s auch… Und es ist wirklich gut, dass dein Bruder dich davon abgehalten hat, dich auf dem Spielfeld, nun ja, umzuziehen…“ Er spürte wie die Röte in seine Wangen stieg, als er sich Rhia auf dem Spielfeld vorstellte, und schnell vertrieb er das Bild vor seinen Augen. „…du hättest dich ja erkälten können…“ nuschelte er verlegen.

„…sag…sag mal, Rhia, wer hat eigentlich gewonnen?“


Die Erwachsenen hatten sich wohl etwas zurückgezogen, was Regulus auch ganz recht war. Er redete doch lieber in Ruhe mit Rhiannon...
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Alphard Black
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BeitragThema: Re: Krankenflügel   Fr Sep 24 2010, 21:33

Alphard lächelte wohlwollend, als die kleine Miss Yaxley hineinstürmte. Sie war zwar eine wahre Landplage im Unterricht und eine Belastung für das Quidditch-Team, aber irgendwie mochte er ihre verquere Art dennoch und er glaubte auch, dass ihre Offenheit und ihr Selbstbewusstsein seinem schüchternen Neffen gut tun würden. Und so dachte er bei sich, dass es sicher nicht so schlimm sei, wenn Rexy noch ein wenig warten musste, bevor er aus dem Umhang kam, und stattdessen noch ein wenig die Gesellschaft seiner Freundin genoss. Dass Regulus eventuell eine ruhigere Umgebung brauchte als sie eine Rhiannon Yaxley zu bieten hatte, daran dachte Alphard überhaupt nicht

Er zog sich ein wenig zurück, um den beiden Kleinen etwas Privatsphäre zu lassen und trieb sich in der Nähe von Poppys Büro herum, in das diese sich zurückgezogen hatte. Was machte sie nur da drin? Anscheinend nichts Zeitaufwendiges, denn sie kam schon kurz darauf wieder hinaus, sehr zur Freude Alphards.

„…Ja, danke, ich hätte gerne etwas Tee!“ antwortete er lächelnd, denn auch wenn er normalerweise härtere Getränke bevorzugte, so war er doch immer noch ein Engländer und als solcher fand er, dass Tee doch eigentlich immer gut war. Und was noch besser war, war die Tatsache, dass Poppy ihn ihm angeboten hatte, ein weiteres Zeichen, dass sie nicht mehr so schlecht auf ihn zu sprechen war wie in den vergangenen Wochen. Seine Ausdauer bei dem Versuch, sie gnädig zu stimmen, hatte wohl endlich Früchte getragen.

„Wie lange dauert denn so eine Gehirnerschütterung?“ erkundigte er sich bei der jungen Krankenschwester, während er auf seinen Tee wartete und dabei die beiden Dreizehnjährigen beobachtete.

„Ob die ein Paar sind…?“ überlegte er laut – allerdings leise genug, um nur von Poppy gehört zu werden, er besaß ja doch noch einen letzten Rest Taktgefühls.

„…so wie die beiden aneinander kleben…“
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BeitragThema: Re: Krankenflügel   So Sep 26 2010, 19:51

Rhia winkte ab. „Ach was. Dem geht’s gut“, erwiderte sie. „Ich habe ihn auch gar nicht richtig getroffen, musst du wissen“, berichtete sie munter von ihrer kleinen Auseinandersetzung mit Sirius oben in der Luft. „Irgendwann haben wir uns ohnehin eher unterhalten, er wollte irgendwie wissen, auf welchen Typ Mädchen du stehst. Oder so etwas. Wahrscheinlich, weil er dein Bruder ist, ich will ja auch wissen, welche Mädchen mein Bruder mag, obwohl ich natürlich Emmys Schwester bin und nicht sein Bruder. Was ja recht logisch ist, ich bin ja schließlich ein Mädchen.“ Sie holte kurz Luft. „Ob Emmy auf Blondinen steht?“ Für einen Moment sah sie nachdenklich aus dem Fenster, dann zuckte sie aber mit den Schultern und wandte sich wieder Rexy zu.

„Ich erkälte mich aber nicht so leicht. Aber du kannst dich doch hier umziehen, oder nicht? Hier ist ja schön warm, da wird dir schon nichts passieren. Und selbst wenn du dich erkältest, du bist ja schon im Krankenflügel, und musst also nicht mehr dorthin gehen. Ich kann dir auch helfen, wenn du magst und Probleme mit deinem Arm hat.“ Sie deutete auf den Verband um Regulus‘ Arm. „Gryffindor hat dann übrigens gewonnen. Dieser Ersatzsucher ist einfach nicht so gut wie du.“ Sie lächelte Regulus sanft an. „Höchstwahrscheinlich ist er genau deshalb auch nur der Ersatzsucher und du der richtige Sucher.“
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BeitragThema: Re: Krankenflügel   Fr Okt 22 2010, 18:01

Nach dem Zeitsprung
Jake & Cash

Jake war nach längeren Überlegungen auf dem Weg in den Krankenflügel. Nein, er hatte sich nicht verletzt oder sich sonst irgendwas getan und auch seiner Katze ging es eigentlich ganz gut. Stattdessen wollte er eher dorthin, weil er jemand bestimmtes suchte. Genauer gesagt suchte er die junge Heilerin in spé namens Acacia Newton, die es ja nun nicht wirklich gerade einfach hatte in ihrem Leben.

Warum er sie suchte? Tja, der Referendar für Verteidigung gegen die Dunklen Künste hatte einen kleinen Plan, den er sehr gerne in die Tat umsetzen wollte. Er versuchte ja schon seit ein paar Tagen bis Wochen, der jungen Dame ein wenig zu helfen, damit sie etwas mehr aus sich herauskommt und sich nicht immer wieder selbst einen dicken Kokon baute, in dem sie sich vor allem verkroch und nur rauskam, wenn man sie dazu aufforderte. Ja, Jake wollte ihrem leicht angeknacksten Selbstbewusstsein ein wenig was gutes tun und indirekt auch sich selbst, da er nicht wirklich scharf darauf war, ganz alleine bei dem Ball aufzutauchen, de rheute Abend stattfinden würde. Klar, es bestand immer die Gefahr,d ass die andere ablehnen würde, aber irgendwie würde er sie sicher schon davon überzeugen können,d ass das ganze keine schlechte Idee war.

So tapste er also zum besgaten Ort und sah sich genau dort auch nach der jungen Heilerin um.
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BeitragThema: Re: Krankenflügel   Fr Okt 22 2010, 18:29

Cash hielt sich wie immer im Hintergrund, zumal es nicht danach aussah, dass gerade allzu viel loswar. Das würde vermutlich mit Alkoholvergiftungen, Prügelleien und ähnlichem nachher noch kommen, aber gerade war noch alles friedlich. Trotzdem beobachtete sie alles genau und ließ nichts, was geschah, aus den Augen. So sah sie natürlich auch, dass Jake rein kam. Zunächst dachte sie, er habe sich vermutlich irgendwie verletzt, aber scheinbar war er es nicht, also stand sie auf und ging zu ihm. Nur schwieg sie ihn an, machte ihn nicht auf sich aufmerksam. Das wäre ja doch etwas zu unverschämt, falls er sie ja doch gar nicht sehen wollte, sondern hier etwas anderes suchte. So stand die junge Heilerin vor ihrem Kumpel und blickte ihn nur stumm an. Was er wohl hier suchte?
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BeitragThema: Re: Krankenflügel   Fr Okt 22 2010, 18:40

Jake ließ den Blick schweifen, bis er die Person erblickte, welche er ja auch gerade suchte. Als Acacia so auf ihn zukam, lächlte er sie sanft und breit an. Dass sie schweigsam war und sicher nicht sofort mit einer Konversation anfangen würde, war ja nichts neues mehr für ihn. Das hatte er ja schon früh genug mitbekommen gehabt, vor allem letztens auf dem Quidditchfeld, als sie beide da noch Wache schieben mussten.

"Hallo, Acacia." grinste er die Heilerin vor sich leicht an. "Genau nach dir habe ich gesucht." erklärte er sich kurz, während er locker die Hände hinter dem Rücken hielt. Sollte er gleich die Katze aus dem Sack lassen und ihr damit den Schock des Jahrhunderts, pardon, des Jahrtausends verpassen oder es eher ruhig angehen lassen und ein wenig SmallTalk an dne Anfang stellen. Er war sich ehrlich gesagt nicht wirklich sicher...

"Wie geht es dir?" eröffnete er einfach freundlich und entspannt das Gespräch. "Hast du heute Abend schon irgendwas vor? Falls ja, dann wäre das irgendwie schade, falls nein, dann... dann würde ich dich liebend gerne fragen, ob du eventuell Interesse daran hättest, mit mir auf den Ball zu gehen, der heute Abend stattfinden soll." Tja, da ließ er die Katze doch schon aus dem Sack - in Begleitung eines bittenden Hundeblicks. Hoffentlich kippte die Ärmste nicht gleich um.
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BeitragThema: Re: Krankenflügel   Fr Okt 22 2010, 18:56

"Huhu Jake", murmelte Acacia leise und ein wenig schüchtern, als er sie begrüßte. Warum nahm er sie denn nicht in den Arm? Mochte er sie nicht? Sie fand das immer so schön, wenn sich Leute in den Arm nahmen, wenn sie sich begrüßten. "Wieso suchst du mich denn? Hab ich irgendwas gemacht? Wenn ja, war das sicher keine Absicht. Oder soll ich dir bei irgendeiner Verletzung helfen?" Sie wagte es, ihn etwas zu mustern, fand aber keine Anzeichen einer Verletzung. Kein Blut, kein Ausschlag, ...

Aber für ihr Wohlbefinden schien er sich zu interessieren. "Es muss ja, oder? Kann ja hier schlecht zusammenbrechen und jammern, dass ich meinen Sohn wieder will, oder ähnliches", murmelte sie weiter leise. Laut zu sprechen, traute sie sich nun wirklich nicht, erst recht nicht über so ein Thema. Als er sie aber fragte, ob sie mit zum Ball wollte, verschlug es ihr ganz die Sprache. Mit aufgerissenen Augen schaute sie ihn an und fing leicht an zu zittern. Wie stellte er sich das denn vor? Sie hatte doch gar kein Kleid. Tanzen konnte sie, immerhin musste ein Mann ja mit seiner Frau angeben können, aber das war es auch schon. Und was dachte er, was sie dort sollte? Unter so vielen Menschen, bei so vielen Fremden.
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BeitragThema: Re: Krankenflügel   Fr Okt 22 2010, 19:06

"Ich weiß, ich weiß..." meinte der Referendar leise zurück, als Cash meinte, dass sie hier ja schlecht zusammenbrechen und rumjammern könnte. Die junge Heilerin tat dem jungen Schotten einfach nur extrem Leid, wenn er wieder über dieses Thema nachdachte. Es musste doch irgendeine Möglichkeit geben, ihr irgendwie zu helfen... Ja, fast hätte er sie wirklich in den Arm genommen, zum Trost, wenn sie ihn nicht wenig späteer so derartig.... schockiert ansehen würde.

Vorsichtig fragte er an: "Hab'.... hab' ich was falsches gesagt?" Immer noch bedachte er sie mit einem leichten Hundeblick, der allmählich in eine leichte Besorgnis umschlug. Langsam legte er seine Hände auf ihre Schultern, beziehunsgweise mehr an ihre Oberarme und schaute sie entschuldigend an. "Falls das zuviel verlangt sein sollte, dann tut es mir Leid. Ich dachte nur... dass es dir vielleicht ganz gut tun könnte. Immerin wird dort sicher nichts schlimmes oder dergleichen passieren. Und ich bin ja auch da, also bist du schon mal nicht alleine dort. Und es werden mit Sicherheit auch noch einige andere Leute da sein, die nicht zulassen werden, dass etwas unegwolles geschehen wird." versuchte er sie zu beschwichtigen. "Ich will dir wirklich nichts böses und es ist durchaus dein gutes Recht 'Nein' zu sagen, wenn du nicht mitmöchtest. Ich meine... ich fände das zwar schade, wenn du 'nein' sagen würdest, aber letzten Endes ist es deine Entscheidung."
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BeitragThema: Re: Krankenflügel   Fr Okt 22 2010, 19:18

"Du ...du hast nichts falsches gesagt, aber ich hab doch gar kein Kleid. Und ... was soll ich denn dort? Da amüsieren sich alle, da will doch keiner mich sehen. Ich würde gerne mit dir tanzen, aber doch nicht vor all den Leuten. Ich ... ich weiß doch gar nicht, was ich da tun soll, Jake", wimmerte Acacia und setzte sich auf eines der Betten. Ihre Haare färbten sich grau, ihre Augen weiß und sie hing dort wie ein Häufchen Elend. "Alle werden da toll aussehen und ich bin da dann der einzige Trampel, der kein bisschen gut aussieht. Dann turteln und küssen auch noch alle. Das ist doch widerlich ... Und ich steh dann da, als wäre ich unter Quarantäne." Aber mit Jake tanzen würde sie wirklich gerne, denn es war einfach schön, von ihm gehalten zu werden. Es war ja nicht so, dass sie in ihn verliebt wäre, nein, aber sie brauchte ihn. Sonst redete doch keiner mit ihr und er redete nicht nur mit ihr, sondern kümmerte sich sogar. Er wollte ihr helfen - nur wusste Cash nun wirklich nicht, wie er das anstellen wollte.
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BeitragThema: Re: Krankenflügel   Fr Okt 22 2010, 19:39

Jake seufzte leise. "Sorry, die Tatsache mit dem Kleid hatte ich leider nicht bedacht..." meinte er leise, ehe er sich einfach neben ihr mit auf das Bett setzte. Vorsichtig legte er locker einen Arm um die junge, ergraute Heilerin und zog sie sanft an sich heran. Ja, er wollte ihr wirklich helfen, da er einfach nicht akzeptieren konnte, dass es so einer Person immer schlecht gehen musste. Ja, er fand sie durchaus nett und irgendwie auch attraktiv, allerdings war er alles andere als verknallt in sie. Er wollte eigentlich nur die Rolle eines guten Freundes einnehmen, quasi den großen Bruder spielen, den Cash gebrauchen könnte.

"Es ist doch egal, was die anderen denken. Wir könnten uns ja schließlich auch irgendwie amüsieren dort. Da bin ich mir sogar ganz sicher. Aber wie gesagt.... ich werde dich weder dazu zwingen, noch dir das in irgendeiner Weise aufdrängen." versicherte er ihr und strich sanft und leicht über ihren Arm mit der Hand, die gerade auf eben diesen lag.

"Ich finde übrigens nicht, dass du ein Trampel biest oder wie einer aussiehst. Im Gegenteil. Ich finde dich sogar ganz hübsch. Selbst mit grauen Haaren und weißen Augen." fügte er noch in einem ruhigen, sanften Ton hinzu, während er sie weiterhin im Arm hielt. "Kann man dich sonst zumindest auf einen Drink in Hogsmeade oder irgendwoanders einladen, damit du heute Abend nicht ganz alleine bist?"
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BeitragThema: Re: Krankenflügel   Fr Okt 22 2010, 19:59

Acacia hatte ihm nur still zugehört und leicht an ihn gekuschelt. "Ja, lass uns lieber etwas trinken gehen. Ich meine, wir können ja kurz ... zur Musik tanzen, irgendwo außerhalb, aber zu den Menschenmassen, die dann in der Halle sein werden, mag ich nicht wirklich gerne", meinte sie dann mit einem leicht flehenden Ton. "Wieso bist du nur so lieb zu mir, Jakey? Wieso kümmerst du dich so sehr um mich? Das machen sonst nur meine Eltern. Und manchmal meine Schwester, aber ich glaube, sie ist mich leid." Ja, weil Cash ihre Vergangenheit einfach nicht loslassen konnte. Sie konnte einfach nicht vergessen, was ihr Mann ihr angetan hatte, wie ihre Großeltern sie erzogen hatten. Und erst recht nicht, dass irgendwo dort draußen ihr Kind war. Aus ihrem Körper gekrochen, von ihren Brüsten gestillt, und den kleinen Mann hatte man ihr einfach weggenommen. Sie wollte ihn endich wieder haben und hoffte auch, dass sie die Erziehung des Vaters noch 'überschreiben' konnte. Nur musste sie ihn dafür erst einmal finden.
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BeitragThema: Re: Krankenflügel   Fr Okt 22 2010, 21:08

Jake nickte leicht. "Okay. Keine großen Menschenmassen, wie in der Großen Halle. Dann gehen wir wirklich besser irgendwo anders etwas trinken und... amüsieren uns dort ein wenig. Wir finden bestimmt ein nettes, kleines kuscheliges Lokal, wo wenige Leute sind." meinte er und lächelte Acacia sanft an. Weiterhin strich er leicht über ihren Arm und ihre Schulter, während sie sich leicht an ihn kuschelte. Ja, er wollte ihr wirklich nur helfen und ihr etwas Halt geben, ohne den sie sonst wirklich zusammenbrechen würde.

"Weil ich der Ansicht bin, dass jeder jemanden braucht, der ihm Halt gibt und mit dme man nicht verwandt ist. Weil einfach jeder das Recht auf einen guten Kumpel als Stütze hat. Außerdem sehe ich ungern andere Leute leiden und ich fände es wirklich sehr schade, wenn du weiterhin in diesem Verpuppungsstadium bleiben tätest. Ich weiß, dass du es nicht sonderlich leicht hast, darum möchte ich dir ja auch etwas behilflich sein, soweit es in meiner Macht steht. Außerdem bist du mir sympathisch." erklärte er der Heilerin in aller Ruhe. "Und irgendwann werden wir gewisse andere Probleme auch schon noch geläst bekommen. Ich weiß noch nicht wie, aber irgendwie bekommen wir das schon hin." fügte er noch hinzu. Ja, er glaubte wirklich, dass er zumindest ein wenig was erreichen konnte bei ihr. Und das war doch schon besser als nichts.
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BeitragThema: Re: Krankenflügel   Mi Okt 27 2010, 11:36

Ein wenig sehnsüchtig blickte Acacia in die Welt. "Hätten meine Großeltern nicht dich als meinen Ehemann auswählen können? Ich meine, ich weiß nicht, ob ich mich in dich verlieben könnte, aber zumindest hätte ich dann in meinem Ehemann einen guten Freund gefunden. Mit dir ein Kind zu haben, wäre sicher nicht schlecht gewesen. Und du hättest mir sicher auch jedes Studium meiner Wahl erlaubt", seufzte sie und kuschelte sich weiter an ihn. "Würdest ... würdest du vielleicht, sollte ich meinen Sohn je wiederkriegen, versuchen, ihm einen liebevollen Vater zu ersetzen? Ich weiß nicht, ob ich alleine Vater und Mutter ersetzen kann und du könntest ihm alles beibringen, was typisch männlich ist. Könntest du einfach dann versuchen, ihm ein Kumpel zu sein? Wenn sein Dad ihn nicht schon so verzogen hat, dass man aus ihm keinen normalen Jungen mehr machen kann." Sie wünschte sich so sehr, endlich ihr Kind bei sich haben zu können, und irgendwie fand sie es auch schade, keine Tochter zu haben. "Du bist wirklich der beste Freund, den man sich wünschen könnte. Danke. Jakie, ich hab dich lieb. Also rein platonisch, leider, aber ... ich hab dich lieb."
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BeitragThema: Re: Krankenflügel   Fr Okt 29 2010, 09:33

Jake stutzte einen kleinen Moment, während er Acacia so zuhörte. Die arme, junge Heilerin war ja wirklich der totalen Verzweiflung nahe. Wie gut, dass er sich ihrer zumindest in soweit annahm, dass er für sie da sein wollte, soweit es ihm überhaupt möglich war, für sie da zu sein.

"Ja, ich hätte dich so ziemlich alles machen lassen, was du gerne gewollt hättest, weil letzten Endes doch jeder selbst wissen muss und es eigentlich auch wissen sollte, was für einen selbst das Beste ist." murmelte er leise und drückte sie wieder leicht an sich.

"Ich kann es zumindest versuchen." meinte er auf die Vaterersetzungsfrage. "Ich kann nur nicht garantieren, dass er mich akzeptieren wird. Aber ich kann ihm zumindest ein guter Freund sein, genau wie dir." fügte er nich hinzu, wobei er leicht über den Rücken der jungen Frau strich. "Es wird alles schon irgendwie wieder gut werden. Und wir werden das auch irgendwie gedeixelt bekommen,d ass du deinen Sohn zurückbekommst. Ich habe zwar keinen blassen Schimmer, wie genau ich das anstellen wollen würde, aber... für unmöglich halte ich es jedenfalls nicht."
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BeitragThema: Re: Krankenflügel   Fr Okt 29 2010, 12:19

Es tat so gut, dass jemand sie mal festhielt und sich ihrer annahm. Und das, obwohl sie das doch gar nicht verdient hatte, sie war doch selber schuld an ihrer Misere. Hätte sie sich damals für die ungewollte Ehe entschieden, hätte ihr Mann sie zwar weiter geschlagen und missbraucht, aber sie wäre bei ihrem Sohn gewesen. Nur leider hatte sie damals nicht gewusst, dass sie schwanger war, als sie ihn verließ. Hätte sie nur bessere Anwälte gehabt, als ihr Sohn ihr genommen wurde! "Ich werde ihn sicher nie wieder kriegen. Meine Großeltern unterstützen den ...Typen doch. Die haben so viel Geld, die können jeden Richter schmieren - und natürlich die besten Anwälte kaufen. Gegen die kann ich doch nie ankommen. Mein kleiner Hawie ist sicher verloren. Nicht einmal sehen darf ich ihn."

Mit einem leichten Seufzen strich sie sich selbst ein paar Tränen von der Wange. "Aber lass uns heute bitte versuchen, dass zu vergessen. Also vielmehr, ich werde versuchen, das zu vergessen, für diesen einen Abend. Ich weiß zwar gar nicht mehr, wie man ausgeht, das letzte mal, dass ich das tat, war ich nur Deko für meinen Mann, aber schauen wir mal."
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