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 Krankenflügel

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Lawrence Plant



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BeitragThema: Re: Krankenflügel   Mo Apr 13 2009, 21:48

Lawrence schluckte, als Miss Pomfrey seine ganzen Hoffnungen zunichte machte. Es war also nicht nur ein einfaches Verschlechtern seiner Sehstärke… Aber… das hieß ja noch nicht, dass es etwas furchtbar Schlimmes war… Vielleicht war es nur eine… eine Augenentzündung? Er musste ein paar Tropfen nehmen und – aber Miss Pomfrey sah nicht so aus, als sei es nur eine Augenentzündung… Sie sah aus, als würde sie sich ernstlich Sorgen machen.

Der Junge biss sich nervös auf die Lippen, blieb aber still und nickte nur stumm, als sie sagte, sie wolle seine Augen abtasten. Unruhig schloß er die Augen.
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Antonin Dolohow



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BeitragThema: Re: Krankenflügel   Mo Apr 13 2009, 21:59

Irgendwie schien Jezebel nicht aufzuwachen. Andy glaubte zwar, dass er sich eben kurz bewegt hatte, aber nun sah er wieder so aus, als ob er schlief.
Ob er nur so tut?
„Jezzie“, sagte Andy erneut, diesmal etwas lauter. Er machte nun die Decke etwas weg und griff nach Jezebels Arm, den er dann etwas schüttelte.
„Wach auf…“
Doch Jezebel schien keine Reaktion zu zeigen. Andy blieb etwas ratlos sitzen.

„Du hörst mich doch ganz genau“, meinte er schließlich. Andy kam sich etwas doof vor, weil er der einzige war, der hier redete, wenn ihn jemand sah, mussten die ja meinen, er führte Selbstgespräche. Etwas missmutig sah er auf Jezzie herab. Das hieß wohl, dass er ihn nicht sehen wollte. Oder?
Was soll ich denn sonst machen, um ihn zu wecken?
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Poppy Pomfrey
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BeitragThema: Re: Krankenflügel   Mo Apr 13 2009, 22:01

Vorsichtig drückte Poppy von außen auf Lawrence' Aufäpfel, kam aber sehr schnell zu dem Ergebnis, das sie vermutet - und befürchtet - hatte. Sie zog ihre Hände wieder zurück und holte tief Luft. Jetzt konnte sie es nicht länger hinauszögern, sie musste Lawrence erklären, zu welcher Diagnose sie gekommen war. "Mr Plant..." begann sie mit leiser, mitfühlender Stimme. "Sie... sie können die Augen wieder öffnen..." Mitsamt ihrem Stuhl rückte sie wieder ein kleines Stück zurück, damit sie ihren Patienten besser anschauen konnte.

"Wie sie schon richtig vermutet haben, ist es nicht damit getan, dass Sie eine neue Brille brauchen." meinte sie langsam. "Bei der Untersuchung Ihrer Netzhaut sind mir einige Risse aufgefallen, an beiden Augen, und..." Sie brach ab.
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Jezebel Mackenzie
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BeitragThema: Re: Krankenflügel   Di Apr 14 2009, 14:40

Jezebel grummelte leise, als Andy behauptete, er würde ihn ganz genau hören – was fiel ihm ein, darüber urteilen zu wollen, ob er ihn hörte oder nicht?! Und dann schüttelte er ihn auch noch und zog ihm die Decke weg!

„Also, wirklich!“, beschwerte er sich, seine Gedanken lautstark fortführend, „das macht man nicht bei einem Kranken! Kranke Menschen brauchen Ruhe, verdammt noch mal!“
Grimmig starrte er seinen Freund an, dem er es immer noch übel nahm, dass er ihn schamlos im Stich gelassen hatte und riss die Decke wieder an sich.

„Gib schon her…“ murrte er, klang jedoch nicht mehr ganz so feindselig. „Wie war’s Essen?“ fragte er missmutig. Emrys war bestimmt da gewesen. Und Katie und Lucius und Rodolphus… und die hatte er alle verpasst! Das Leben war doch wirklich ungerecht…
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Lawrence Plant



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BeitragThema: Re: Krankenflügel   Di Apr 14 2009, 14:46

Miss Pomfreys Hände auf seinen Augen waren nicht unangenehm, nur ungewohnt – doch das eigentlich Unangenehme schien erst zu folgen, nachdem sie ihre Untersuchung beendet hatte. Sie wirkte… besorgt und ihre Stimme klang mitfühlend. Zu mitfühlend für eine Augenentzündung, das musste Lawrence sich eingestehen.
Sein Mund fühlte sich viel zu trocken an und wenn er hätte sprechen wollen, so hätte er keinen Ton herausgebracht. Er schluckte.

„R-risse?“ fragte er unsicher nach. Er hatte nicht die leiseste Ahnung, was das zu bedeueten hatte, aber es hörte sich nicht sehr gut an…

"Und... und was bedeutet das?"
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Antonin Dolohow



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BeitragThema: Re: Krankenflügel   Do Apr 16 2009, 14:17

Antonin war froh, dass Jezebel schließlich „aufwachte“, auch wenn er herummotze, etwas anderes hatte der junge Dolohow sowieso nicht erwartet. Geduldig hörte er sich Jezzie an, lieber zog er sich jetzt das hier rein, als noch länger Scarlett und Mihael, die wohl das neue Traumpaar waren.
Andy verzog das Gesicht, er hätte kotzen können.
„Ja, Jezzie, tut mir leid…“, murmelte er etwas geistesabwesend und ließ sich auch die Decke aus der Hand ziehen.

Jezebel fragte ihn, wie es beim Essen gewesen war, woraufhin Andy traurig den Kopf hängen ließ.
„Frag erst nicht“, sagte er ebenso missmutig wie Jezzie gefragt hatte, aber eigentlich war er nur traurig.
Dass er jemals mit Scar zusammenkam, konnte er jetzt ja wohl vergessen, er war ja NUR ihr bester Freund.
„Du hast Recht, Jezzie, am besten wäre ich hier geblieben“, sagte er schließlich. Jezzie war wenigstens ein richtiger Freund und selbst wenn er manchmal etwas launisch war, das war Andy ja schon gewöhnt.

Er lächelte leicht und sagte:
„Aber runterzugehen hatte auch einen Vorteil. Ich hab uns Kuchen mitgebracht.“
Er holte den Teller vom Nachttisch und hielt ihn Jezzie hin.
„Magst du?“
Er wettete, dass die Torte Jezzie wieder auf gute Laune bringen würde, und ihn vielleicht auch.
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Jezebel Mackenzie
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BeitragThema: Re: Krankenflügel   Fr Apr 17 2009, 21:44

Jezebel grummelte noch ein wenig, doch die Torte, die ihm Antonin ans Bett gebracht hatte, versöhnte ihn wieder mit selbigem.

“Na gut... Dann verzeihe ich dir...!” verkündete er gönnerhaft und lehnte sich, nun recht entspannt, zurück ins Kissen. Bedauernd blickte er auf den Kuchen.

“Den wirst du aber, fürchte ich, alleine essen müssen... Ich weiß nicht, ob mein Magen das schon verkraftete...” meinte er traurig und mit Leidensmiene, denn der Kuchen sah wirklich unglaubig sahnig, süß und furchtbar lecker aus.

“Vielleicht einen Bissen...”
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Ludo
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BeitragThema: Re: Krankenflügel   Fr Apr 17 2009, 21:58

Ludo Bagman, 5. Klasse Hufflepuff


[cf.: Innenhöfe]
Ludo wankte langsam durch die ihm von Olliver aufgehaltene Tür. Im Krankenflügel ging es zu wie in einer Londoner U-Bahn Station, aber dafür hatte er keinen Blick. Er sah nur, dass die Krankenschwester in ihrem Büro beschäftigt war, was ihm gar nicht passte.

Frechheit...

Dachte er sich und ließ sich dann Theatralisch fallen, damit der ganze Krankenflügel seine existens bemerkte. Damit ihm auch der letzte Beachtung schenkte, rollte er sich auf seinen gebrochenen Arm und brüllte:

"Hilfe... Hilfe, ich sterbe!"
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Antonin Dolohow



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BeitragThema: Re: Krankenflügel   Fr Apr 17 2009, 22:03

Andy war froh, dass Jezebel ihm wohl wieder verzieh und lächelte zufrieden, wenigstens etwas klappte an diesem Abend. Er warf froh, jetzt hier zu sein und mit Jezzie den Kuchen essen zu können.

Als Jezzie jedoch sagte, er müsste den Kuchen alleine essen, weil er das noch nicht essen könnte, sah Andy ihn traurig an.
„Aber ich habe ihn extra DIR mitgebracht…außerdem ist das viel zu viel für mich allein“
Er hielt Jezebel die Torte weiter hin.

„Nicht nur einen Bissen, los Jezzie, du MUSST essen, dann geht es dir auch wieder besser…“, sagte Andy und zwinkerte ihm zu.
Schließlich probierte er selbst den Kuchen, weil Jezzie wohl nichts wollte.
„Mh…Mhhhhh…der ist aber lecker!“, sagte er, nachdem er etwas von der Torte gegessen hatte und leckte sich über die Lippen, „du musst unbedingt probieren.“
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Poppy Pomfrey
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BeitragThema: Re: Krankenflügel   Fr Apr 17 2009, 23:49

Poppy atmete tief durch, dann sah sie den Siebtklässler direkt an. "Ihre Netzhäute lösen sich ab, Mr Plant. Sie werden vermutlich erblinden." Nun war es raus, und die junge Krankenschwester schwieg einige Sekunden. Merlin sei Dank hatte sie noch eine schlimmere Diagnose hören müssen, aber sie hatte trotzdem eine ungefähre Vorstellung davon, wie es Lawrence jetzt gehen musste. Soweit sie wusste, war er nicht nur ein fleißiger sondern auch ein sehr belesener Schüler...

"Sie wissen vermutlich, dass die Augen die Schwachstelle der magischen Heilkunst sind", fuhr sie nach einer Pause fort. "Ich kann leider nichts für Sie tun, es tut mir leid." Sie meinte es auch wirklich so, ihre Beileidsbekundung war nicht nur eine einfach dahingesagte Floskel. Aber gleichzeitig dachte sie auch an ein paar Kollegen in Deutschland, die sich mit Augenärzten der Muggel zusammengetan hatten, eben um jene Schwachstelle, die sie soeben erwähnt hatte, auszumerzen.

Bevor sie jedoch noch irgendetwas sagen oder tun konnte, ertönte aus dem eigentlich Raum des Krankenflügels nebenan lautes Gebrüll, irgendjemand litt offenbar Todesängste. Auch wenn ein solcher Schrei sie eigentlich sofort aufspringen lassen sollte, stützte Poppy nur den Kopf in die Hände. Sie hatte ihren neuen Patienten an der Stimme erkannt. Ludo Bagman... Sie bezweifelte, dass er wirklich schwer verletzt war, und im Grunde wollte sie Lawrence nun wirklich nicht alleine lassen. Aber sie musste ihren Pflichten nachgehen, weshalb sie nach einigen Augenblicken doch noch aufstand und in den Nebenraum ging. "Mr Bagman, was kann ich für Sie tun?" fragte sie ihn mit etwas kühler Stimme.
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Lawrence Plant



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BeitragThema: Re: Krankenflügel   Sa Apr 18 2009, 11:55

Lawrence starrte Miss Pomfrey wortlos an.

Ein Teil begriff nicht oder weigerte sich, zu begreifen, was die Worte der Krankenschwester zu bedeuten hatten, doch ein anderer, hartnäckiger Teil seines Hirns spielte ihre Worte immer wieder mit grausamer Deutlichkeit ab.

Erblinden. Er würde erblinden. Erblinden.

Einige Sekunden konnte er an nichts anderes denken, ohne wirklich zu verstehen, was die Worte aussagten, gleichzeitig wusste er genau, wie furchtbar, wie grauenvoll die Diagnose war, die Poppy gerade ausgesprochen hatte.

Lawrence stand unter Schock, sein ganzer Körper fühlte sich taub an und er nahm kaum noch etwas aus seiner Umgebung war. Auch das Miss Pomfrey ihn allein gelassen hatte, registrierte er kaum. Er saß einfach nur da, saß da und sah Pomfreys Untensilien und wusste, dass er sie bald nie wieder sehen würde. Er würde erblinden. Nichts mehr sehen. Nur noch schwarz. Nie wieder lesen. Nie wieder sehen. Nie wieder seine Brüder sehen können, seine Eltern, seine Freunde. Er würde blind sein. Blind. Nur noch tiefe Schwärze vor seinen Augen. In seiner Panik schien es ihm, als würde er schon jetzt in ein tiefes, schwarzes Loch fallen. Er fiel und fiel und zugleich saß er noch da und konnte sich nicht rühren.

Er würde blind sein.

ooc: Wir sind sowas von grausam! *heul*
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Jezebel Mackenzie
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BeitragThema: Re: Krankenflügel   Sa Apr 18 2009, 21:30

„Aye... aber so Sahne, das ist doch nicht gut bei Krankheit, oder?“ fragte Jezzie in einem Anfall plötzlicher Vernunft, die jedoch rasch wieder bröckelte. „Duuhuuu?“ fragte er kindlich und glitzerte Andy mit weit geöffneten Augen an.

„Fütterst du mihich?“ Er lächelte ihn treuherzig an und legte bettelnd den Kopf schief.

„Biiitte...!“

In diesem Moment kamen seine beiden Geschwister herein und er geriet schon in Sorge, doch dann bemerkte er die aufgeblasene Kanaille, die sie in ihrer Mitte hatten. Bagman. Jezebel verdrehte schon die Augen, noch bevor Bagman anfing, zu brüllen.

„Tsss.... Stell dich doch nicht so an, du Jammerlappen!“ fauchte Jez ihm geneigt zu, wobei er ignorierte, dass er sich noch vor einigen Minuten unwesentlich weniger weinerlich verhalten hatte.

Seinen Geschwistern warf er einen fragenden Blick zu. Was hatten die nur in solch zweilichtiger Begleitung zu suchen?
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Antonin Dolohow



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BeitragThema: Re: Krankenflügel   So Apr 19 2009, 12:54

Als Jezebel bemerkte, dass Sahne bestimmt nicht gut wäre, zuckte Andy nur mit den Schultern. Also er selbst käme nie auf die Idee, nur weil er krank war, keinen Kuchen zu essen.

Dann änderte auch Jezzie seine Meinung. Mit einem Hundeblick sah er ihn an und bat Andy, ihn zu füttern.
Andy lächelte zurück. Manchmal konnte Jezzie richtig … knuffig sein.
Er grinste leicht und murmelte:
„Mh…kay…“
Dann wollte er gerade etwas von der Torte auf die Gabel machen, als er einen Schrei hörte.

Erschrocken ließ er den Kuchen von der Gabel fallen. Zum Glück fiel das Stück Torte zurück auf den Teller und nicht auf Jezzie.
Verwirrt sah Andy sich um und erblickte Bagman, der rumbrüllte er würde sterben, neben ihm Jezebels Geschwister.
Was zum Teufel…!?

Mit hochgezogenen Augenbrauen beobachtete er die Szenerie. Jezzie sagte dem Hufflepuff er sollte sich nicht so anstellen und Andy lachte.
„Jaja, er stirbt bald…“, sagte er ironisch, „Naja… schön wäre es… ein Problem weniger“, fügte er dann noch hinzu und grinste fies. Ob Bagman das hörte, war ihm ziemlich egal. Er hatte nichts Besseres verdient.
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Oliver Mackenzie



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BeitragThema: Re: Krankenflügel   Mo Apr 20 2009, 18:54

pp: Innenhöfe

Oliver zuckte erschrocken zusammen, als Ludo sich auf den Boden fallen ließ und laut verkündete, er würde sterben. Übertrieb er nur und wollte Aufmerksamkeit, oder war er wirklich ernsthaft verletzt? Nur wer hätte ihn so schwer verletzen sollen, dass sein Leben in Gefahr war? Wenn er es sich recht bedachte, wat das doch eher unwahrscheinlich. Bevor er jedoch irgendwie reagieren könnte, war die junge Krankenschwester, Madam Pomfrey, auch schon aus ihrem Büro gekommen, was es Oliver erlaubte, erleichtert aufzuatmen. Was immer Ludo auch passiert war, er war nun in guten Händen. In diesem Augenblick entdeckte er auch zu seinem Schrecken seinen älteren Bruder Jezebel in einem der Betten liegen. Er hatte gar nicht gewusst, dass Jezzie im Krankenflügel war! Seine Erkältung, die er schon seit Tagen mit sich herumschleppte, war wohl doch noch schlimmer geworden.

Sofort eilte er zu ihm und nickte dabei auch Antonin kurz zu. Der Slytherin war in derselben Klasse wie er auch, aber das hieß nicht, dass er ihn besonders gut kannte. Immerhin, er hatte nichts gegen ihn, konnte aber auch nicht gerade behaupten, mit ihm befreundet zu sein. "Jezzie! Wie geht es dir?" erkundigte er sich besorgt. Auch wenn Jezebel und er schon immer ihre Differenzen gehabt hatten, im Grunde mochte Oliver ihn doch sehr gerne.
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Jezebel Mackenzie
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BeitragThema: Re: Krankenflügel   Di Apr 21 2009, 00:06

Grimmig sah er auf die Torte, die Andy von der Gabel gefallen war. Was für eine Verschwendung…! Die hätte in seinem Mund landen sollen…! Das musste Bagman büßen, das war ja wohl klar…

„Tzz… dieses halbe Hähnchen… hätte doch Glück, wenn man ihm mal den Gnadenschuss gibt…!“

Er wollte noch etwas hinzufügen und hatte auch schon überlegt, ihn mit einigen, gälischen Beschimpfungen zu überhäufen, als Oliver zu ihm kam und sich nach seinem Befinden erkundigte. Augenblicklich verschwand der zornige Gesichtsausdruck und er lächelte sein Brüderchen liebevoll an.

„Es geht schon wieder, ich war eigentlich gar nicht krank, ich mache nur Urlaub…!“ erklärte er im Brustton vollster Überzeugung.“

Er grinse, musste dann jedoch wieder husten. „Keine Sorge, Bruderherz… Aber was für eine fiese Krankheit hast du dir denn eingefangen?“ fragte er mit einem vielsagenden Kopfnicken zu Bagman hin.
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Ludo
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BeitragThema: Re: Krankenflügel   Mi Apr 22 2009, 20:07

Ludo Bagman, 5. Klasse Hufflepuff


Was diese grauen Mäuse aus Slytherin sagten, hörte er nicht, aber es interresierte ihn auch nicht. Diese Leute hatten kein Charisma, und damit auch keine Ahunung - Das war zumindest seine Meinug zu der Thematik. Wichtiger war indes, seinen "Unfall zu erkären. Die warheit kam keineswegs in Frage, denn damit hätte er zugegeben, das ihm ein Mädchen verletzt hätte, etwas, was es in Ludos Welt nicht gab. Er presste Hervor:

"Ich habe Arm - und Eier - bin hingefallen"

Bei seinem Charme würde ihm die Krankenschwester garantiert glauben, obwohl sie eben noch pampig geklungen hatte. Er hatte das einfach drauf...
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Poppy Pomfrey
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BeitragThema: Re: Krankenflügel   Mi Apr 22 2009, 20:19

Poppy zog die Augenbrauen hoch. "Sie haben Arm und Eier?" wiederholte sie, zuckte dann aber mit den Schultern. "Aha." Sie musterte den Hufflepuff von oben bis unten und erkannte auch schnell, dass mit seinem Arm etwas nicht stimmte, sah aus, als wäre er gebrochen. Auch seinen zweiten Hinweis, wenn man es denn so nennen konnte, glaubte sie interpretieren zu können, war doch der Umhang des Fünftklässlers im Schritt recht dreckig. "Und Sie wollen mir ernsthaft erzählen, Sie seien nur gestürzt?" erkundigte sie sich etwas ungläubig. Wie dumm musste man dann schon stürzen?

"Nun gut, wie auch immer. Können Sie aufstehen? Ich möchte Sie nur ungern auf dem Boden behandeln." Im Grunde ging es sie ja auch reichlich wenig an, wie sich ihre Patienten verletzt hatten. Ihre Aufgabe war es, sie zu heilen, ihnen zu helfen, nicht, sie auszuquetschen, weshalb sie auch jetzt wieder aus die Füße kam und Ludo beobachtete. Falls es nötig sein sollte, würde sie eingreifen und ihm helfen, aber zuerst einmal wollte sie wissen, ob er es nicht auch alleine konnte.
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Molly Mackenzie



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BeitragThema: Re: Krankenflügel   Mi Apr 22 2009, 21:21

Molly kam mit ihrem Bruder und Ludo im Krankenflügel an und schämte sich schrecklich, als Ludo so peinlich herumbrüllte, er würde sterben.
Meine Güte, dass der es auch immer übertreiben muss…, dachte sie und verdrehte die Augen.
Aber sie hoffte, dass nun bald die Krankenschwester kam, sich um ihn kümmerte und dass sie dann endlich gehen konnte. Es war eine ganz schöne Arbeit gewesen, Ludo hier rauf zu bekommen.
Doch plötzlich entdeckte sie Jezzie in einem der Betten auf der Station. Besorgt fragte sie sich natürlich gleich, was ihr Bruderherz hatte. Naja, er war etwas krank gewesen, aber dass es sich so verschlimmert hatte…
Sie blieb noch etwas bei Ludo stehen, weil sie ihn nicht einfach so liegen lassen wollte, erst als die Krankenschwester kam und sich offensichtlich um ihn kümmerte, lief sie zu Jezebels Bett wie zuvor schon Olli.
„Hey!!“, grüßte sie gutgelaunt ihren Bruder sowie Antonin, der ein guter Freund von Jezzie war und der einen Teller mit ganz viel Torte in der Hand hielt.
Sie lächelte Jezzie mitleidig an und fragte:
„Na, was hat mein Brüderchen denn?“
Dann warf sie einen weiteren Blick auf Andys Kuchenteller.
„Ich darf doch…!?“, fragte sie und nahm sich, ohne eine Antwort von Antonin abzuwarten, einfach ein Stückchen Torte herunter und aß es.
Wenn es sonst keiner essen will…
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Jezebel Mackenzie
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BeitragThema: Re: Krankenflügel   Do Apr 23 2009, 12:00

Jezebel freute sich natürlich, dass auch seine Schwester zu ihm geeilt kam (aber ganz ehrlich – warum sollten seine beiden Geschwister auch bei dieser Pestbeule von Bagman bleiben, wenn sie auch seine eigene erlauchte Anwesenheit genießen konnten?), aber ihr Mitleid hielt wohl nicht besonders lange an, denn noch bevor er überhaupt auf ihre Frage nach seinem Befinden antworten konnte, hatte sie sich schon Andys oder vielmehr seine Torte geschnappt und futterte munter drauf los.

Jezzie grinste.

„Sag mal, seit wann nimmt man denn einem Kranken sein Essen weg? Das ist ja noch schlimmer, als einem Kleinkind den Lolly zu klauen…!“, beschwerte er sich lachend, nahm es ihr jedoch nicht übel.

„Wie ich Oliver schon erklärt habe, bin ich-“ - gar nicht krank , hatte er sagen wollen, doch dann fiel ihm ein, dass ihm so ja das Mitleid seiner beiden Geschwister ganz entgehen würde…! Die sollten ihn noch anständig verwöhnen, wenn er ja ohnehin noch hier liegen und sich langweilen musste.

„…schwer krank, leider ja…“ murmelte er deswegen gespielt betrübt. Er ignorierte völlig, dass er Oliver keine zwei Minuten zuvor noch etwas völlig Widersprüchliches gesagt hatte.

„… Miss Pomfrey meint, es ist sehr ernst, aber wenn ich mich sehr ausruhe… dann wird’s wohl wieder…“ Er wollte ihnen ja keine Angst einjagen, er wollte nur ordentlich bedauert werden.
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Ludo
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BeitragThema: Re: Krankenflügel   Sa Apr 25 2009, 22:16

Ludo Bagman, 5. Klasse Hufflepuff


Ludo beachtete nicht, was die Mackenzie-Geschwister sagten, um diese ging es hier ja schließlich nicht, sondern um ihn, Ludo Bagman II. Auf die Frage, ob er es ernst meinte, ging er selbstverständlich nicht ein, da diese eine Frechheit war, die er sich nicht gefallen lassen musste. Ihrer Aufforderung aufzeustehen kam er aber nach, da er vor Molly weiterhin nicht als Schlappschwanz darstehen wollte. Er schoss praktisch in die Höhe, wobei es in seinem Schritt stark scherzte, was er aber aus Imagegründen übersah. Er wankte zu Jezebels Bett, blieb davor stehen und sagte kühl, mit möglichst viel Erhabenheit in seiner Stimme:

"Steh auf... Ich möchte mich setzen..."
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Jezebel Mackenzie
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BeitragThema: Re: Krankenflügel   So Apr 26 2009, 13:00

Jezebel, eben noch in ein hoffentlich Mitleid erweckendes Gespräch mit seinen Geschwistern vertieft, hielt abrupt inne, ohne sich jedoch direkt zu Bagman umzudrehen.
Er starrte zunächst nur verblüfft geradeaus, bevor er sich schließlich sehr langsam zu Bagman umdrehte und ihn anstarrte, als kämen ihm gerade kleine Engelchen aus dem Hintern.

„Sag mal, geht’s noch?!“ fragte er, noch mehr irritiert als ärgerlich. „Das ist nicht dein Ernst, oder?!“ Aber nur ein einziger Blick auf Bagmans blasiertes Gesicht, sagte ihm, dass dieser hirnlose Möchtegern-Macho es sehr wohl ernst meinte. Miss Pomfrey würde ihn mit Sicherheit gleich zurückpfeifen, doch das hielt Jezzie keineswegs davon ab, Bagman erst mal selbst gehörig den Marsch zu blasen.

„Hör mir mal gut zu, du stinkender, kleiner Engländer! Ich werde bestimmt nicht aufstehen, nur weil du dich auf deine Eier gesetzt hast, verstanden? Meinetwegen kannst du auf dem Boden krepieren...! In der ganzen Geschichte Schottlands hat sich noch kein Schotte freiwillig für einen Sassenach erhoben und wenn du vorhast, mich von diesem Bett zu vertreiben, dann würd ich empfehlen, dass du die Rotröcke zusammenpfeifst, andernfalls kannst du dich nämlich verziehen, klar?“

Jezebel schnaubte vor Wut. Bagman hatte doch nicht mehr alle Tassen im Schrank, wenn er wirklich annahm, er würde auf seine Befehle hören...!


„Wenn du aber immer noch meinst, hier deine hirnverbrannte Meinung durchsetzen zu müssen, dann können wir auch gern eine Neuaufnahme der Schlacht von Bannockburn starten, allerdings solltest du vorher vielleicht deine Geschichtsbücher konsultieren, dann wirst du feststellen, dass wir Schotten euch Engländern schon damals kräftig in den Hintern getreten haben...Verpiss dich, Bagman, aye?“

Engländer wie Bagman ließen ihn gleich zwei Jahrhunderte der Zivilisation und des Friedens zwischen Schottland und England vergessen, auch wenn er sonst schwerlich etwas gegen Engländer haben durfte, wo doch seine beiden besten Freunde ebensolche waren...

Was er ebenfalls vergessen hatte, war seine eben noch postulierte, schwere Erkrankung. So wie er sich nun aufgeregte hatte, würde man ihm wohl kaum noch die Pest abkaufen oder was immer er seinen Geschwistern gerne erzählt hätte. Das hielt ihn aber nicht davon ab, sich augenblicklich wieder aufs Bett zurückfallen zu lassen und Andy, Olli und Molly mit leidendem Blick darauf hinzuweisen, dass er sich ja so furchtbar schwach fühlte...
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Oliver Mackenzie



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BeitragThema: Re: Krankenflügel   So Apr 26 2009, 19:04

Oliver starrte Jezebel geschockt an, als dieser ihnen verkündete, er wäre schwer krank, dass sein Bruder ihm eben noch etwas anderes gesagt hatte, entging ihm im ersten Augenblick. "A-aber..." begann er hilflos. Was sollte er denn tun, wenn Jezebel wirklich schwer krank war? Wie lange würde er denn hier bleiben? "W-was hast du denn?" Aufgrund seines Schocks und seiner Sorge um seinen älteren Bruder fing er sogar an, zu stottern, obwohl ihm das in Gegenwart seiner Familienmitglieder eher selten passierte. Erst nach einigen Sekunden fiel ihm auf, dass an Jezebels letzter Aussage etwas nicht stimmen konnte, und wenn er ehrlich war, passte es auch irgendwie zu ihm, ihnen irgendeine Lüge zu erzählen um bedauert zu werden. Bevor er jedoch etwas in diese Richtung äußern konnte, forderte Ludo, der mittlerweile wieder auf den Beinen war, Jezebel dazu auf, sein Bett freizumachen.

Im Gegensatz zu seinem Bruder war Oliver alles andere als schlagfertig, aber auch er starrte den Hufflepuff verblüfft an. Ganz egal, wie schwer krank Jezebel nun wirklich war, es gab keinen Grund, weshalb er Ludo sein Bett überlassen sollte. Es mochten zwar recht viele Patienten hier sein, aber es gab noch einige andere freie Betten - und auch freie Stühle, wenn man es genau nahm. "D-das geht doch nicht...!" rief er, nachdem Jezebel seine kleine Rede beendet hatte. "S-such dir ein anderes Bett, J-jezzie ist krank...!!"
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Antonin Dolohow



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BeitragThema: Re: Krankenflügel   Mo Apr 27 2009, 16:55

Antonin hatte die ganze Zeit eigentlich eher nur dagestanden und sich zurückgehalten, während Jezzie mit seinen Geschwistern geredet hatte. Der junge Dolohow hatte lediglich Bagman mit einem kühlen Blick angesehen. Plötzlich merkte er, dass Molly, die kleinste der Mackenzies, einfach von seinem Kuchen aß und erst, als er sie verwirrt ansah, fragte, ob sie doch dürfte.
"Ääh...klar", erwiderte Andy und konnte ihr nicht mal böse sein und lächelte sie an.

Plötzlich zog jedoch etwas anderes seine Aufmerksamkeit auf sich. Bagman, dieser Idiot, kam doch wirklich auf sie zu und ... er blaffte Jezebel an, er solle aufstehen ...
WTF?, fragte sich Andy und war genauso irritiert, wie die anderen.
Natürlich ließ Jezzie das nicht auf sich sitzen und konterte dementsprechend. Andy funkelte Ludo wütend an. Jetzt musste Jezzie sich über so was aufregen!
Ganz schwach sank Jezebel danach ins Bett zurück und Oliver stotterte Ludo etwas entgegen, dass er Jezzie in Ruhe lassen sollte. Andy seufzte. So was hatte doch kaum Effektivität. Man, warum stottert der Junge eigentlich? Doch nicht vor Bagman ...

Andy schüttelte den Kopf. Das musste er offenbar selbst in die Hand nehmen.
"Bagman, du Idiot! Jetzt muss sich Jezebel wegen dir aufregen! Lass ihn endlich in Ruhe. Und uns auch! HAU AB!!! VERDAMMT NOCH MAL!!!", Andy war inzwischen richtig sauer und ging auf Bagman zu, wütend.
Den Teller mit der Torte immer noch in der Hand, machte er etwas, ohne richtig zu überlegen. Im nächsten Moment flog der Teller mit der Torte durchs Zimmer - und, wie in einem alten Stummfilm - direkt Bagman ins Gesicht.
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BeitragThema: Re: Krankenflügel   Mo Apr 27 2009, 19:38

Molly grinste, als Jezzie sie wegen dem Kuchen tadelte und erwiderte:
"Du hast mir als ich klein war, dauernd meine Lollis geklaut, also beschwer dich nicht."
Sie lächelte ihn an, doch ihr Lächeln verschwand, als Jezzie sagte, er sei schwer krank. Nachdenklich sah sie ihn an.
Doch sie wurde abgelenkt, als plötzlich Ludo auf sie eher zuschwankte, als ordentlich lief und sah ihn verwirrt an, als er zu Jezebel sagte, er sollte weggehen. Zuerst nahm sie es als Witz auf, aber Ludo schien es ernst zu meinen.
Ganz schlecht, Ludo, gaaanz schlecht..., dachte sie und sah ihn entsprechend an.
Sie schwieg, während Jezzie, natürlich eindeutig zu Recht, Ludo anmotzte.
Jezebel sollte sich doch nicht aufregen, wenn er krank war.
Wütend sah sie Ludo an.
Der muss doch auch merken, dass das was er gesagt hatte, gerade voll fehl am Platz war. Aber Ludo ... war manchmal eben einfach ... beschränkt. Um es mild auszudrücken.
Sie lächelte, als Oliver sich auch an Ludo wendete. Sie war stolz auf ihren Bruder, dass er sich getraut hatte, etwas zu sagen, denn bei seiner Schüchternheit war das ja nicht selbstverständlich.
Sie selbst hielt sich jedoch lieber zurück, ganz im Gegenteil zu sonst. Aber sie glaubte, wenn sie jetzt alle hier rum schreien würden, käme das ziemlich doof und sie hoffte, dass Ludo es auch so kapieren würde und sie in Ruhe ließ.
Aber Andy dachte wohl nicht so. Er war richtig sauer und schrie Ludo an. Zwei Sekunden später flog der Teller mit der Torte Ludo ins Gesicht.
Molly machte ein trauriges Gesicht.
"Oh nein, die schöne Torte..."
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Poppy Pomfrey
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BeitragThema: Re: Krankenflügel   Di Apr 28 2009, 22:33

Poppy musste sich zur Seite drehen um ihren Lachanfall zu verbergen, als Ludo Jezebel aufforderte, sein Bett freizumachen. Nicht, dass sie ein solches Verhalten gut oder gar lustig fand, aber die Reaktion der übrigen Schüler amüsierte sie dann doch sehr. Als Schottin war sie auch irgendwie auf der Seite des Slytherin Siebtklässlers, ganz abgesehen davon, dass sie es als Krankenschwester alles andere als gut heißen konnte, wenn einer ihrer Patienten aus seinem Bett verscheucht wurde. Gut nur, dass Jezebel dem nicht nachgeben würde, und auch noch Unterstützung von seinen Geschwistern und Antonin Dolohow bekam - auch wenn letzterer seiner Überzeugung doch durch eine recht außergewöhnliche Art und Weise Ausdruck verlieh. Gerade deshalb musste sie nun doch eingreifen.

"Jetzt reicht es aber!" unterbrach sie die Schüler, auch wenn man ihr ihre Belustigung noch deutlich anhören konnte. "Mr Bagman, so voll ist der Krankenflügel noch nicht, suchen Sie sich gefälligst ein anderes Bett oder einen Stuhl. Mr Mackenzie, bitte gefähren Sie nicht den Frieden zwischen England und Schottland, und Mr Dolohow, die nächste Torte geben Sie besser Miss Mackenzie, ich denke, sie findet für sie einen andere Verwendungszweck als sie jemandem ins Gesicht zu werfen." Mit einem Schwung ihres Zauberstabs ließ sie ein Handtuch zu Ludo schweben. "Wischen Sie sich die Torte ab, Mr Bagman."
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Ludo
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BeitragThema: Re: Krankenflügel   Fr Mai 01 2009, 14:17

Ludo Bagman, 5. Klasse Hufflepuff


Die reaktionen dieser kindischen, rebellischen Idioten brachten Ludo zur weißglut, doch als ihn die Torte traf, explodierte er förmlich. Viele demütigungen die er erlebt hatte, akzeptierte er als Taten von Neidern, die ihn sogar noch mehr ins Lampenlicht stellten, doch das war zu viel gewesen. Er würde an diesem kleinen, selbstverliebten Arschloch von Dolohov ein exempel Statuieren müssen. Danach würde keiner mehr wagen, sich über ihn lustig zu machen. Kein Neider oder Bewunderer mehr würde bei seinem Namen grinsen, es würde nur noch erfurchtsvolle Blicke geben. Er schnappte sich das ihm entgegengezauberte Handtuch mit seiner unverletzten Hand und warf es dem Mackenzie-Idioten, der sich bei ihm anscheinend mit Geschichtswissen einschleimen wollte ins Gesicht. Dann trat er auf den innerlich höchstwarscheinlich total verängstigten Dolohov zu. Ludo machte sich, als er vor diesem stand extra groß, um die Angst im jungen Slytherin zu fokussieren. Dann holte er reflexartig mit seinem rechten, gebrochenen Arm aus. Er hatte bis jetzt immer mit rechts zugeschlagen, deswegen dachte er garnicht darüber nach, das der Arm schwer geschädigt war. Sein Schlag traf die rechte Gesichtshälfte von Antonin, doch derjenige, der danach die meisten Schmerzen verspürte, war Ludo. In seinem Arm verschoben sich die Knochen, was unvorstellbare Schmerzen auslöste. Er ließ sich theatralisch fallen, wobei er wärend des Falls tatsächlich in Ohnmacht fiel. Ruhig blieb er auf dem gekachelten Boden des Krankenflügels liegen.
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Jezebel Mackenzie
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BeitragThema: Re: Krankenflügel   Fr Mai 01 2009, 21:37

Jezebel, der eigentlich beschlossen hatte, von Schwäche übermannt liegen zu bleiben, hievte sich wieder in eine sitzende Position, als sein kleiner Bruder sich tatsächlich dazu aufraffte, ihn zu verteidigen und Bagman die Meinung zu sagen... Und das, obwohl er so schüchtern war!

Kurzerhand umarmte er Oliver und zog seinen kleinen Bruder von hinten an sich.

„Oh, danke, Oliver... Das ist sooo lieb von dir!“ erklärte er säuselnd, nur, dass er es diesmal durch und durch ehrlich meinte.

Auch seine anderen Besucher schienen Ludos Unverschämtheit nicht auf sich sitzen lassen zu wollen, Andy ging sogar so weit, ihm eine Torte ins Gesicht zu schmieren, weswegen Jezzie herzhaft lachen musste. Molly hingegen quittierte Andys Aktion lediglich, indem sie ihr Bedauern um die schöne Torte zum Ausdruck brachte.

In diesem Moment kam jedoch auch Miss Pomfrey hinzu, um jedem Einzelnen von ihnen mental auf die Finger zu klopfen – was Jezzie natürlich nicht kommentarlos akzeptieren konnte.

„Aber Miss...! Denken Sie nicht, dass es sich dabei ohnehin eher um einen Waffenstillstand handelt als um einen Frieden...?“ fragte er, scheinbar ernsthaft. Ludo warf er nur einen einzigen, verächtlichen Blick zu.

„Wisch die Torte besser nicht ab, Bagman, süßer wirst du nämlich nicht mehr...“ kommentierte er trocken. Dessen Handtuch, das er ihm ins Gesicht warf, fing er auf und murmelte. „Weise Entscheidung...“

Doch nun schien Bagman auch noch seine Faust an Andys Gesicht austesten zu wollen – was Bagman aber offensichtlich mehr schadetete als Andy, denn der Trottel ging zu Boden. Jezzie sah auf ihn runter, zuckte mit den Schultern und breitete dann das Handtuch über ihn, um ihn nicht mehr sehen zu müssen.
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Richard
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BeitragThema: Re: Krankenflügel   Fr Mai 08 2009, 19:28

Richard Essex, Fluglehrer


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Richard schlenderte durch die gerade zufällig offene Tür in den Krankenflügel hinein. Nur eines der Betten war belegt, und zwar von seinem Schüler. Diesem lächelte er zu, um sich dann unweigerlich nach der Krankenschwester umzuschauen. Auf den ersten Blick fand er sie nicht, also schien sie sich gerade in ihrem im rückwärtigen Teil des Raumes gelegenen Büro aufzuhalten. Er suchte eine möglichkeit, mit jener zu kommunizieren und fand sie auch in der Form einer kleinen Glocke, die an der Wand befestigt war. Er lehnte sich an die Wand neben ebendieser und wartete darauf, das die vielbeschäftigte Heilerhin zeit für ihn hatte. Dabei kaute er, wie es so eine Gewohnheit von ihm war, an seinem Daumennagel herrum, den er sich fast jede Woche nachwachsen ließ.
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BeitragThema: Re: Krankenflügel   So Mai 10 2009, 19:39

pp: Krankenflügel - Zeitsprung

Poppy saß an ihrem Schreibtisch und ging ihre Krankenakten durch, die sie von jedem Schüler, aber auch von jedem Lehrer oder sonstigen Angestellten Hogwarts' angelegt hatte. Immerhin war es ihre Pflicht, über vorherige Erkrankungen, Allergien oder ähnliches ihrer Patienten bescheid zu wissen. Gerade legte sie den Stapel der Drittklässler zur Seite und ließ ihn mit einem Wink ihres Zauberstabs wieder in das richtige Fach in ihrem Schrank schweben. Immerhin hatte sie im Augenblick nur einen einzigen Patienten, Paul London, der heute morgen im Flugunterricht vom Besen gefallen war. Der Junge fühlte sich zwar noch etwas bescheiden, aber das schob Poppy weitestgehend auf den abklingenden Schock, die gebrochenen Knochen waren für sie kein Problem gewesen. Morgen würde er wohl schon wieder in seinen Gemeinschaftsraum zurückkehren können. Im Moment war es das beste, wenn er sich etwas ausruhte.

Gerade als sie die Akten der Viertklässler auf ihren Schreibtisch schweben lassen wollte, ertönte die Glocke, die ihr sagte, dass jemand den Krankenflügel betreten hatte und ihre Hilfe brauchte. Sofort steckte sie den Zauberstab in die Tasche und erhob sich. Es konnte jemand sein, der einfach nur ihren Rat suchte, es konnte aber auch noch ein Unfall geschehen sein. Wenn sie da an diesen Tag vor etwa zwei Wochen dachte... "Ah, Professor Essex", grüßte sie den Fluglehrer mit einem freundlichen Lächeln. "Was kann ich für Sie tun?"
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Richard
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BeitragThema: Re: Krankenflügel   So Mai 10 2009, 21:46

Richard Essex, Fluglehrer


Als die Krankenschwester nach wirklich nicht allzu langer Zeit erschien, ließ er von seinem Nagel ab und blickte die Heilerin mit einem ebenso freundlichen lächeln an und sagte:

"Ah Ma'am Pomfrey... Ich wollte Fragen, was ich mit einem Patienten wie Paul machen kann, bevor ich ihn in ihren Flügel geschafft habe. Er sieht von heute Morgen doch noch recht mitgenommen aus."

Richard schielte zum Bett des Drittklässlers, der wirklich noch recht käsig wirkte.
Beim nächsten Mal werde ich mir zu helfen wissen, dachte sich Ricky, um dann auch nocheinmal für die Heilerin zu ergänzen:

"Gibt es irgendwelche schmerzstillenden Zauber oder Tränke? Irgendetwas, was ich machen kann?
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BeitragThema: Re: Krankenflügel   Do Mai 14 2009, 23:02

Poppy nickte, als sie Richards Frage vernahm, es freute sie wirklich, dass der neue Fluglehrer Interesse an der Heilkunst zeigte. Leider neigten viele Zauberer - und wohl auch Muggel dazu - das Helfen von Kranken und Verletzten denjenigen zu überlassen, die dafür ausgebildet worden waren, vergaßen dabei, dass auch sie erste Hilfe leisten konnte. Ihrer Meinung sollte ein Kurs in den ersten medizinischen Maßnahmen der Magie für alle Lehrer verpflichtend sein, schließlich konnte an einer Zauberschule allerhand schief laufen.

"Kommen Sie doch in mein Büro, dann kann ich Ihnen alles sagen, was Sie wissen möchten", lud sie ihren Kollegen ein. "Mr London wird sich übrigens bald erholt haben, das kann ich Ihnen mit Sicherheit sagen, er braucht noch ein wenig Ruhe, die wir ihm auch geben sollten." Richard voraus kehrte sie in ihr Büro zurück und räumte die Akten zur Seite, an denen sie gerade gearbeitet hatte. "Kann ich Ihnen etwas anbieten?"
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Richard
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BeitragThema: Re: Krankenflügel   Sa Mai 16 2009, 11:51

Richard Essex, Fluglehrer


Richard folgte Poppy sehr interresiert in ihr Büro. Er hatte das gefühl, das sie seine Anwesenheit in keiner Weise störte, was er als sehr positiv vermerkte, immerhin waren besonders bei seiner Kommunikation mit Calvin Lewis schon einige Defizite aufgetreten. In ihrem Büro setzte er sich ungefragt auf den ganz offensichtlich für Besucher und Kranke vorgesehenen Stuhl. Ihr Angebot etwas zu trinken schlug er selbstverständlich auch nicht aus, gegen ein Glas gut gekühlten Kürbissaft hatte er noch nie etwas einzuwenden gehabt. Deswegen sagte er:

"Ja, bitte..."

Das sich sein Schüler bald erholt hatte freute ihn. Es war bei den überlegenen Heilfähigkeiten der Heilerin zwar nicht anders zu vermuten gewesen, doch Sorgen hatte er sich trotzdem gemacht.
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BeitragThema: Re: Krankenflügel   Mo Mai 18 2009, 21:05

Mit ruhigen Bewegungen verschwand Poppy kurz in den für sie abgetrennten, privaten Bereich ihres Büros und kam mit zwei Gläsern und einer Kanne Kürbissaft zurück. Es war so schönes Wetter heute, da war gekühlter Saft genau das richtige. "Hier, bitte schön", meinte sie, während sie zuerst Richard und dann sich selbst ausschenkte, bevor sie ihm gegenüber Platz nahm.

"Also, Professor Essex", nahm sie das Gespräch wieder auf. Sie fand es wirklich sehr positiv, dass Richard sich für ihr Fachgebiet interessierte. "Als ehemaliger Quidditchprofi sind Sie vermutlich schon mit magischer Erster Hilfe in Berührung gekommen. Vielleicht sagen Sie mir zunächst einmal, was Sie denn schon wissen, bevor ich Sie mit einem Vortrag langweile." Poppy schmunzelte. Sie wusste durchaus, dass sie jeden in Grund und Boden reden konnte, wenn es um die Heilkunst ging. Sie war nun einmal Heilerin mit Leib und Seele.
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BeitragThema: Re: Krankenflügel   Do Mai 21 2009, 09:37

Richard Essex, Fluglehrer


Richard fühlte sich regelrecht wohl in Poppys Büro. Der Kürbissaft war gut gekühlt, der Stuhl gut gepolstert und Poppy Pomfrey schien auch keine auf reines Blut pochende Furie zu sein. Auch mit ihrer Frage konnte er etwas anfangen. Wohl überlegt antwortete er:

"Klar hatte ich in meiner Laufbahn als Spieler schonmal mit magischer erster Hilfe zu tun. Wobei ich sagen muss, dass die Medimagier vor allem mit Tränken gearbeitet haben. Als ich sie einmal gefragt habe, meinten sie, dass zu starke, direkt ausgeübte Magie Schnatze und Klatscher alzu sehr beeinflusen würde. Stimmt das?"

Er blickte die junge Heilerin sehr interressiert an und machte scih auf einen längeren Vortrag durch sie gefasst.
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BeitragThema: Re: Krankenflügel   Do Mai 28 2009, 22:02

Poppy nickt langsam und nachdenklich, während sie selbst einen Schluck Kürbissaft nahm. "Ich denke ja, auch wenn ich Ihnen dazu nicht allzu viel sagen kann. Wissen Sie, von Quidditch verstehe ich nicht wirklich viel. Aber soweit mir bekannt sind, werden die Bälle durch gewisse Zauber so verändert, dass sie für das Spiel brauchbar sind - darüber wissen Sie mit Sicherheit mehr als ich. Es ist schon möglich, dass gewisse Arten von Zauberer, gerade wiederherstellende Sprüche, zu denen ja auch die gängigen Heilzauber zählen, Einfluss auf die Bälle haben können. Darüber haben wir allerdings auch in meinem Studium nur kurz gesprochen, dies ist nur wirklich relevant, wenn man sich für den Beruf eines Medimagiers entscheidet. In diesem Falle ist es aber wirklich vernünftiger, mit Tränken zu arbeiten."

Sie hielt kurz inne und überdachte ihre Antwort. Ja, so konnte man das schon sagen ihrer Meinung nach. "Nun aber zu dem, was Sie tun können. Als erste Maßnahmen empfehle ich Ihnen die normale Erste Hilfe, die auch von Muggeln angewandt wird. Natürlich haben wir andere Möglichkeiten als sie, Verletzungen zu behandeln und zu heilen, aber ihre Methoden können durchaus sinnvoll sein. Übrigens finde ich es sehr gut, dass Sie sich für so etwas interessieren." Sie lächelte den älteren Mann an.
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BeitragThema: Re: Krankenflügel   Fr Mai 29 2009, 15:01

Richard Essex, Fluglehrer


Als sie die Erste Hilfe der Muggel ansprach, fing er an zu nicken. Damit konnte er etwas anfagen, schließlich war er unter Muggeln aufgewachsen und hatte auch nach seiner Profikariere in ihrer Nähe gelebt. Wie man ein Pflaster verwendete war ihm also nicht fremd, genausowenig, wie man einen Verband anlegte. Er blickte die junge Heilerin an und sagte:

"Damit kann ich etwas anfangen. Ich habe den Krieg unter Muggeln überlebt..."

Das sein letzter Satz etwas befremdlich war, viel ihm erst im nachhinein auf. Er hatte es nur so dahergesagt. Er hatte seine ersten Lebensjahre wärend des Krieges verbracht und Bombenalarm war etwas ganz normales für ihn gewesen. Dann kam ihm die Idee, Poppy mit etwas abzulenken, dass er sowieso schon vorhatte zu Fragen:

"Sagen sie mal, haben sie zufällig Nikotinflaster im Haus?"
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BeitragThema: Re: Krankenflügel   Sa Jun 06 2009, 17:25

Poppy nickte nachdenklich und verständnisvoll. Sie wusste nicht genau, wie alt Richard war, aber auf jeden Fall älter als sie, da konnte sie leicht nachrechnen, dass er den Krieg noch miterlebt hatte. Auch die Zauberer waren davon logischerweise nicht unberührt geblieben. Sie selbst war allerdings erst drei Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs geboren worden. Einen Moment beobachtete sie ihren Kollegen und wartete ab, ob er denn noch etwas zu diesem Thema sagen wollte - aber das war ganz offensichtlich nicht der Fall, denn schnell wechselte er das Thema.

"Nikotinpflaster?" fragte sie ein wenig überrascht nach. "Nein, tut mir leid. Aber wenn Sie möchten, kann ich Ihnen welche besorgen. Möchten Sie denn mit dem Rauchen aufhören?" Vielleicht war diese Frage etwas direkt, aber als Krankenschwester des Schlosses war sie für die Gesundheit der Schüler, aber auch der Lehrer, verantwortlich, und sie nahm ihren Beruf sehr ernst, daher fand sie es gut, dass sich Richard nach Nikotinpflastern erkundigte.
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BeitragThema: Re: Krankenflügel   So Jun 07 2009, 11:38

Richard Essex, Fluglehrer


Ricky grinste, als sie ihn fragte, ob er wirklich mit Rauchen aufhören wollte. Natürlich wollte er das, deswegen sagte er ihr:

"Ja, das wäre wirklich nett... Wo Albus letzten Monat schon meine Leber gerettet hat, dachte ich, das eine Rettung der Lunge nichts schlechtes wäre..."

Richard hatte sich dazu entschlossen, offen mit seinen Problemen der letzten Jahre umzugehen. Er war nicht der erste Zauberer, der dem Alkohol verfiel und würde auch nicht der letzte sein. Inzwischen war er Trocken und würde wohl nie wieder einen Tropfen Feuerwhisky anrühren. Ähnlich wollte er es mit den Rauchen handhaben, das er sich aber bis jetzt noch nicht abgewöhnen konnte. Die Nikotinpflaster der Muggel waren ein Weg, den er nun gedenkte, einzuschlagen.
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BeitragThema: Re: Krankenflügel   So Jun 07 2009, 17:29

Poppy wusste nicht viel über Richard Essex' Lebenslauf. Natürlich war ihr bekannt, dass der neue Lehrer für den Flugunterricht früher einmal Profispieler gewesen war, und sie wusste auch, dass er Probleme mit Alkohol gehabt hatte, aber das war es schon. Jedoch nahm sie an, dass seine Bemerkung, Albus habe seine Leber gerettet, sich darauf bezog, auch wenn ihr der Schulleiter nicht alles darüber erzählt hatte, nur gerade, was sie als Krankenschwester des Schlosses wissen musste. Mehr hatte sie auch gar nicht verlangt, ihre Aufgabe war es, die Menschen in Hogwarts zu heilen, nicht in ihren Privatangelegenheiten herumzustöbern. Genau deshalb fragte sie auch nicht näher nach sondern nickte nur erneut.

"Das ist kein Problem", erwiderte sie mit einem freundlichen Lächeln. "Ich bin mir sicher, dass ich einen Laden in Hogsmeade kenne, der Nikotinpflaster führt, und morgen Nachmittag muss ich ohnehin dort hingehen. Wenn Sie möchten, können Sie morgen am frühen Abend noch einmal vorbeischauen, bis dahin dürfte ich sie haben." Sie hielt kurz inne und überlegte. "Genau betrachtet kann ich Sie Ihnen auch selbst vorbeibringen, Ihr Büro liegt ja praktisch auf dem Weg." Insgeheim nahm sie sich vor, Richard zu unterstützen bei seinem Vorhaben, das Rauchen aufzugeben, schließlich war dies eine Entscheidung, die sie nur gutheißen konnte.
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Richard
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BeitragThema: Re: Krankenflügel   Mo Jun 08 2009, 19:26

Richard Essex, Fluglehrer


"Danke!"

Richard nuschelte ein "Danke", bevor er wieder zum verletzten Schüler herüberblickte. Jeden Tag lagen in diesem Flügel des Schlosses mehr oder weniger stark erkrankte Schüler, denen Poppy mit ihrer vollen Kompetenz half. Dieser Beruf war mit sicherheit nicht immer ganz einfach, deswegen fragte er Poppy:

"Und, seit dem 1. September schon viel zu tun gehabt?"

Da in einer Zauberschule ständig etwas schief lief, war für Ricky die Antwort zwar schon relativ Klar, trotzdem war es aber eine Frage, die bei so einem Gespräch dazugehörte, deswegen hatte Richard sie auch gestellt. Er nahm einen Schluck vom frischen, gekühlten Kürbissaft, um die junge Krankenschwester dann fragend anzuschauen.
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BeitragThema: Re: Krankenflügel   Sa Jun 13 2009, 00:12

Poppy zuckte andeutungsweise mit den Schultern. Im Grunde war das neue Schuljahr für sie noch nicht stressiger gewesen als andere auch, zwar hatte es Tage gegeben, an den sie sich hätte teilen müssen um alles erledigen zu können, andere hingegen waren eher ruhig verlaufen. Zum Beispiel konnte sich im Augenblick nicht über zu viel Arbeit beklagen, abgesehen von Paul London hatte keinen einzigen Patienten. Und Paul war niemand, der ihre ständige Anwesenheit verlangte. Der Junge brauchte nur noch ein wenig Ruhe um sich von seinem Sturz zu erholen.

"Es geht eigentlich", erwiderte sie deshalb. "Nicht mehr, aber auch nicht weniger als sonst auch. Natürlich habe ich manchmal Tage, an denen ich kaum noch hinterher komme, aber dann wiederum gibt es kaum Patienten." In Gedanken weilte sie kurz an einem der stressigsten Tage, die sie bislang erlebt hatte. "Am 4. September hatte ich beispielsweise recht viel zu tun, aber im Augenblick geht es wirklich." Sie lächelte ihn an. "Und wie kommen Sie so im Unterricht zurecht? Immerhin sind Sie nun schon mehr als zwei Wochen hier."
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Richard
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BeitragThema: Re: Krankenflügel   So Jun 14 2009, 16:42

Richard Essex, Fluglehrer


Als Poppy erzählte, das sie noch nicht mehr zu tun gehabt hatte als in den anderen Jahren, nickte er nur kurz um sich dann, als es um ihn ging, weiter auszubreiten. Er war zwar nicht egozentrisch, hatte aber auch nichts dagegen, etwas von sich zu erzählen:

"Ich komme im Unterricht eigentlich relativ gut zurrecht. Ich bin mir zwar bei manchen Schülern noch nicht im klaren, wie ich mit ihnen umgehen soll, aber es geht eigentlich."

Wärend er dies sagte, dachte er vor allem an Schüler wie Rhianon Yaxley, die den Unterricht anscheinend nur gewählt hatte, um sich vom Besen stürzen zu können, sowie an Ludo Bagman der meinte, Ricky Tipps zum richten Fliegen geben zu müssen. Der Junge hatte zwar das Talent, ein wirklicher Quidditch-Star zu werden, doch das Hirn, um sich nach der Profikariere seine Existens zu sichern, würde er nicht haben.
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BeitragThema: Re: Krankenflügel   Mo Jun 15 2009, 17:36

Poppy lachte leise, als sie Richards Antwort hörte. Als Krankenschwester - und weil sie über ein gutes Gedächtnis für Gesichter und Namen verfügte, was in ihrem Beruf äußerst praktisch war - kannte sie die meisten Schüler von Hogwarts, und es gab unter ihnen schon einige sehr... interessante Menschen, um es einmal vorsichtig auszudrücken. Mit einem leichten Grinsen erinnerte sie sich an den Fall vor zwei Wochen, als Jezebel Mackenzie kurz davor gewesen war, England den Krieg zu erklären, weil Ludo Bagman sein Bett beschlagnahmen wollte. Auf eine gewisse Art und Weise konnte sie ihn zwar fast verstehen, immerhin war sie selbst stolze Schottin, aber der Eifer des Jungen war dann doch etwas zu weit gegangen.

"Es gibt in jedem Jahrgang ein paar Schüler, die durch ihr Verhalten auffallen", erwiderte sie amüsiert. "In Ihrem Falle, als Fluglehrer würde ich vermuten, dass Sie auf-" Sie hielt kurz inne und überlegte. Welchem Schüler würde sie Auffälligkeiten im Flugunterricht zutrauen? "zum Beispiel auf Ludo Bagman anspielen, schließlich redet der Junge von fast nichts anderem als von Quidditch. Das ist zumindest mein persönlicher Eindruck." Sie lächelte. "Aber vermutlich hat er wirklich Talent, das können Sie wohl besser beurteilen als ich."
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Richard
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BeitragThema: Re: Krankenflügel   Sa Jun 20 2009, 22:26

Richard Essex, Fluglehrer


"Ja, der Junge hat Talent. Das hat ihm der liebe Gott reichlich verpasst. Das aber zu lasten einiger anderer Fähigkeiten."

Er wusste nicht, wie weit er Ludos eindeutige Dummheit vor Poppy Pomfrey ausbreiten konnte. Da sie ihn eindeutig kannte, musste sie eigentlich auch wissen, das er etwas beschränkt war, doch das er es so frei herraus gesagt hatte, erschien Richard im nachhinein doch etwas dreist. Vielleicht war der Junge garnicht so dumm, wie er sich immer anstellte, deswegen sagte Ricky:

"Aber vom Quidditch versteht er etwas. Das ist ihm leider etwas zu sehr bewusst, immerhin versucht er schon, mir Tipps zu geben, übersieht dabei aber seine eigenen dummen Fehler... Pff..."
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Poppy Pomfrey
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BeitragThema: Re: Krankenflügel   Mi Jun 24 2009, 20:09

Poppy musste lächeln, das Verhalten Ludos, dass ihr Kollege gerade beschrieb, konnte sie sich nur zu gut vorstellen. Der Hufflepuff war vielleicht etwas zu sehr von sich selbst und seinen Fähigkeiten überzeugt. Ganz gewiss konnte man ihn jedoch nicht als bescheiden bezeichnen. Sie fragte sich, ob der Junge eigentlich wirklich Freunde hatte, darunter verstand sie nicht solche, die er als Freunde ansah, sondern solche, die von sich aus mit ihm befreundet waren und ihre Freizeit mit ihm verbrachten. Spontan wollte ihr eigentlich niemand einfallen, wenn sie ehrlich war, aber sie konnte ja auch nicht alles wissen, was in Hogwarts so vor sich ging. Zwar war ihr recht viel bekannt, allein schon deshalb, weil es genug Schüler gab, die sich durch ihre Anwesenheit nicht in ihren Privatgesprächen stören ließen, aber auch weil sie vieles ganz einfach beobachten konnte, wenn sie sich um ihre Patienten kümmerte.

"Dann ist es wohl Ihre Aufgabe, ihn von Ihren eigenem Wissen zu überzeugen", erwiderte sie leicht amüsiert, wobei ihre Worte keineswegs als Vorwurf aufzufassen waren. Sie wäre niemals auf die Idee gekommen, Richards Unterrichtsstil zu kritisieren, immerhin kannte sie ihn erst seit gut zwei Wochen. Aber bisher waren ihr zumindest keine Klagen zu Ohren gekommen, also konnte er gar nicht so schlecht sein. Dabei waren Schüler doch dafür bekannt, sich über alles und jeden zu beschweren, zum Teil einfach aus Prinzip, das war ihr persönlicher Eindruck. Aber gut, sie war auch nicht viel anders gewesen. "Nun, Richard, kann ich sonst noch etwas für Sie tun?"
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Richard
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BeitragThema: Re: Krankenflügel   Do Jul 16 2009, 17:07

Richard Essex, Fluglehrer


"Genau, das ist meine verdammte Aufgabe"

Richard grinste leicht geqäult. Schon jetzt hatte er mitgefühl mit dem Trainer, der das Pech haben würde, Ludo Jahrelang täglich zu trainieren. Es war schon ein harter Preis für einen extrem guten Spieler, wenn dieser dumm wie ein Troll und obendrein auch noch Selbstverliebt war. Dann nahm er noch einen schluck aus seinem mit Kürbissaft gefüllten Glas und blickte die junge Krankenschwester an. Dann sprach er:

"Nein, ich glaube, ich habe alles. Wie siehts' denn bei ihnen aus? Kann ich im Gegenzug etwas für sie tun?"

Es war nur Fair, fand Ricky, wenn er sich in irgendeiner Form revanchierte. Man macht das doch so, oder? dachte er und sah die Heilerin dann fragend an.
-----------------------------------------------------------------------------------
Nachdem ihm die Krankenschwester mitgeteilt hatte, das sie nichts für ihn tun konnte, machte er sich wieder auf zur Bibliothek, um das Heilkundebuch, das er noch in der Tasche mit sich herumtrug, abzugeben.

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Lilian
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BeitragThema: Re: Krankenflügel   Mi Jul 29 2009, 17:47

Chastity Lilian Alcock, 4. Klasse Slytherin


Cf: Gemeinschaftsraum.

Chastity Lilian hatte den Angstschweiß im Gesicht stehen. Sie war unschlüssig , ob sie jetzt zu Madam Pomfrey gehen sollte oder zurück gehen sollte. Aber sie war doch schon so weit gekommen, sie stand schon vor der Tür zum Krankenflügel. Da nahm sie sich zusammen und drückte die Klinke herunter und tratt ganz langsam und ängstlich ein. Sie konnte nicht viel sehen, da ihr linkes Auge dick und verklebt war.
Sie sagte zu sich "Hoffentlich ist es nichts schlimmes, keine Binderhautentzündung oder ähnliches! Hoffentlich komme ich hier so schnell wie möglich wieder raus und muss hier keine Nacht verbringen. Aber wenn ich jetzt eine Spritze mit beteubungsmittel oder irgendwelche Tropfen mit beteubender Wirkung bekomme!?
Ihre Gedanken überschlugen sich.
Sie bemerkte die Schwester noch bevor die sie sah. Wie es aussah sprach gerade noch mit einem Lehrer. Sie wußte nicht was sie machen sollte, Chastity Lilian war immer noch Kreidebleich und sah die Krankenschwester mit panischem Blick an.

Nach einigen Minuten sagte sie zarghaft und sehr schwach aber dennoch ängstlich "Madam Pomfrey, mir geht es nicht so besonders."

Danach setzte sie sich auf eines der Betten.
"Hoffentlich wird sie nichts finden." dachte sie. Sie stand kurz vor einem Kreislaufkollops. Ihre Hände zitterten. Sie wußte aber nicht warum sie auf einmal anfingen zuzittern. Sie wartete geduldig auf Madam Pomfrey.
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Alphard Black
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BeitragThema: Re: Krankenflügel   Mi Aug 05 2009, 22:24

pp: Bibliothek - Zeitsprung


Alphard räusperte sich kurz und streckte sich etwas, um besonders gerade und aufrecht und insbesondere auch besonders groß zu wirken. In seiner Hand hielt er einen kleinen Blumenstrauß, nichts besonderes eigentlich, und er hatte sie auch noch selbst gepflückt, aber er fand sie schön und Poppy hatte das gefälligst genauso zu sehen.

Allerdings wusste Alphard selbst nicht so ganz genau, warum er eigentlich Blumen dabei hatte. Vermutlich aufgrund seiner übergroßen Freude, dass Poppy tatsächlich mehr oder weniger eingewilligt hatte, mit ihm nach Hogsmeade zu gehen. Nun, eingewilligt war natürlich interpretationsoffen... Immerhin hatte sie, als er es das letzte Mal angesprochen hatte, nicht gleich diesen hinreißend ablehnenden Blick aufgesetzt, den er in letzter Zeit so gut kannte. Vielleicht waren auch aus diesem Grund Blumen gar keine so üble Idee. Sie würden Poppy vielleicht davon überzeugen, dass sie im Grunde schon einverstanden war.

Alphard klopfte an die Tür des Krankenflügels und streckte den Kopf herein.

„Poppy?“
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BeitragThema: Re: Krankenflügel   Mi Aug 05 2009, 22:38

Zeitsprung


Poppy stand in ihrem Büro und dachte darüber nach, ob sie heute auch nach Hogsmeade gehen sollte, wie der Großteil der Schüler und vermutlich auch der Lehrer es tun würde. Patienten hatte sie im Augenblick keine - Miss Carrow hatte einen einfachen grippalen Infekt gehabt, keine große Sache für eine ausgebildete Heilerin - aber das konnte sich jederzeit ändern, wie sie nur zu gut wusste. Aber gut, das war nicht unbedingt ein Grund, nicht hinunter ins Dorf zu gehen. Immerhin würde der Alarmzauber, der er auf einem Stein lag, den sie immer mit sich trug, sie warnen, wenn jemand den Krankenflügel betreten würde. Und auch eine Krankenschwester brauchte einmal ein wenig Freizeit. Nein, das Problem lag vielmehr darin, dass sie höchtswahrscheinlich ihren Kollegen Alphard treffen würde, der sie ja bereits gefragt hatte, ob sie denn nicht mit ihm zusammen gehen würde. Auch wenn sie ihm nicht zugesagt hatte, Poppy konnte sich nicht vorstellen, dass ihn das davon abhalten würde, trotzdem ihre Zeit zu verbrauchen. Warum konnte dieser Mann sie nicht einmal in Ruhe lassen? Er war schon als Schüler so nervtötend gewesen...!

Es war wirklich hilfreich, sich über Alphard aufzuregen, somit konnte sie sich immerhin keine Gedanken darüber machen, dass er ja eigentlich ganz charmant gewesen war, und lange nicht mehr so gemein wie zu ihrer Schulzeit. Im Grunde war er ja ganz nett, nur diese Vorstellung seiner Person verbot sie sich. Gerade als sie sich dazu entschlossen hatte, trotzdem ein wenig nach Hogsmeade zu gehen und sich einen zartblauen Umhang überwarf, klopfte es an die Tür. Mit einem Seufzen ging sie in den Hauptraum um zu öffnen, in der Erwartung, den nächsten Patienten dort zu sehen - und stattdessen erblickte sie den, an den sie gerade eben noch gedacht hatte. Alphard Black. "Ja?" antwortete sie kurz angebunden. "Hat dir jemand Nase gebrochen? Oder ist es dieses Mal das Handgelenk?"
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BeitragThema: Re: Krankenflügel   Do Aug 06 2009, 18:52

Das ließ sich ja nicht unbedingt gut an. Etwas knapp war sie, seine spröde Krankenschwester. Aber er würde das holde Burgfräulein schon noch von der Redlichkeit seiner Absichten überzeugen. Alphard streckte der jungen Krankenschwester den selbstgepflückten Blumenstrauß entgegen, ohne auf ihre kühlen Fragen nach seinem Gesundheitszustand einzugehen. Es war ja ohnehin nicht sein Gesundheitszustand, der sie interessierte, sie wollte ihm vielmehr zu verstehen geben, dass er schon einen guten Grund haben musste, um ihr auf die Nerven zu fallen. Auch wenn sie dies selbst nicht so ausgedrückt hatte, ihr Tonfall sagte es nur allzu deutlich.

„Ein paar Blumen für die Lady…“ meinte er schmeichelnd und drückte ihr den Strauß in die Hand. Indem er es ausnutzte, dass sie momentan die Blumen in beiden Händen hielt und somit nicht mehr die Tür festhalten konnte, huschte er an ihr vorbei in den Krankenflügel, in der vollen Absicht diesen in wenigen Minuten mit der hübschen jungen Krankenschwester wieder zu verlassen.

„Meiner Nase geht’s gut, danke. Dem Handgelenk auch,“ erklärte er ihr und ging somit nun doch auf ihre Worte ein. „Ich bin nicht aus gesundheitlichen Gründen hier, sondern um dich abzuholen. Wir wollten doch gemeinsam ins Dorf, weißt du nicht mehr?“, fügte er, frei nach dem Motto „Angriff ist die beste Verteidigung“, hinzu.

Er betrachtete sie mit einem Ausdruck, den man nur als Zärtlichkeit beschreiben konnte, auch wenn er selbst das niemals zugegeben hätte. Immerhin flirtete er lediglich mit ihr… Soweit sie das zuließ.

„Ein schöner Umhang…“ sagte er leise, mehr zu sich selbst und gar nicht so selbstbewusst, wie es sonst seine Art war, wenn er schönen Frauen Komplimente machte. Ihm wurde selbst klar, dass er wesentlich ruhiger klang als sonst. „Das zarte Blau steht dir gut…“
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