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 Gemeinschaftsraum

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Lawrence Plant



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BeitragThema: Re: Gemeinschaftsraum   Sa Apr 03 2010, 13:19

Gabriel & Lawrence

"So einfach ist es nicht, Gabriel..." begann Lawrence mit leiser Stimme. "Natürlich, man kann sich vornehmen, den Irrwichten einfach so gut es geht aus dem Weg zu gehen und sich umzudrehen, wenn man wirklich einem gegenüber steht, aber in der Realität funktioniert das nicht so gut." Sein Blick wanderte an seinem Bruder vorbei aus dem Fenster, nachdenklich betrachtete er die Highlands. "Stell dir vor, du ahnst du nichts böses, und auf einmal stehst du deiner größten Angst gegenüber, ohne Vorwarnung, ohne irgendeine Möglichkeit, dich vorzubereiten... Vielleicht weißt du noch, dass es sich nur um einen Irrwicht handeln kann, aber dieses Wissen bringt dir dann unter Umständen nicht mehr viel. Glaubst du wirklich, dass du dann noch einfach so weggehen kannst?" Er selbst könnte es zumindest nicht, er würde wie zur Salzsäule erstarrt stehen bleiben und könnte nichts mehr tun. Außer vielleicht mit etwas Anstrengung noch einen Riddikulus aussprechen, und das konnte schon schwer genug sein, wenn man nicht von einem Lehrer vorgewarnt wurde, dass es sich nur um einen Irrwicht handelte, nur um eine Projektion ihrer größten Angst, nicht um das, wovor sie sich wirklich fürchteten.

Erst als Gabriel weitersprach, dieses Mal so leise, dass Lawrence sich näher zu ihm beugen musste, um noch alles zu verstehen, betrachtete er seinen Bruder wieder aufmerksam, ließ sich aber Zeit mit seiner Antwort. Eine solche Frage konnte man nicht in aller Eile beantworten, das hätte Gabriel auch gar nicht verdient.

"Ich weiß es auch nicht genau... Ihr einziger Existenzgrund scheint es wirklich zu sein, uns Angst einzujagen, als ob sie sich daran laben würden, nur davon leben könnten. Aber ich kann noch nicht einmal mit Sicherheit sagen, was Irrwichte eigentlich sind, ob sie nun Zauberwesen oder Geister sind... Ob sie in dem Sinne leben wie wir oder andere Geschöpfe. Sie sind gewissermaßen eigenartig, seltsam - aber eben auch gefährlich..." Langsam erhob er sich. "Es tut mir leid, dass ich deine Frage nicht genauer beantworten kann, Gabriel. Ich werde nun Professor Black suchen gehen und mit ihm sprechen..."

tbc: Treppen
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Gabriel Bessant



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BeitragThema: Re: Gemeinschaftsraum   Di Apr 06 2010, 01:08

Gabriel seufzte. Er wusste ja, dass Lawrence Recht hatte. Seine Erklärung war sinnvoll und im Grunde hätte der junge Ravenclaw das auch alles selbst wissen können – doch dennoch verursachte ihm dieser Aufsatz schlicht und einfach Magenschmerzen. Und dann der Gedanke daran, dass sie auch in der nächsten Stunde noch über Irrwichte sprechen würden! Was, wenn Professor Black ihn nach vorne rufen würde? Was, wenn er dem Irrwicht gegenüber treten musste? Würden alle – die ganze Klasse – den Unfall, in dem seine Eltern gestorben waren, miterleben? Oder würden sie seine Eltern tot auf dem Boden liegen sein, voller Blut…? Oder Lawrence… Lawrence, Richard, Rose und Jack… Plötzlich wusste Gabriel, dass es nicht seine wahren Eltern oder seine kleine Schwester sein würden, die ihm der Irrwicht zeigen würde. Sie waren bereits tot und so konnte er keine Angst mehr davor haben, dass sie sterben würden… Aber seine jetzige Familie… die war noch lebendig und Gabriel lebte in beständiger Angst, dass ihnen etwas passieren könnte…

„…ich weiß, ich weiß… ich sollte vorbereitet sein…“

Gabriel hörte aufmerksam zu, als Lawrence sich bemühte, seine Frage zu beantworten. Zwar wusste auch Lawrence nicht wirklich eine Antwort, doch Gabriel war ihm dankbar für seine Ehrlichkeit – immerhin hätte er auch einfach eine Antwort erfinden können.

„Danke…“ murmelte, als Lawrence sagte, er würde nun Professor Black aufsuchen, um mit ihm zu sprechen. Er sah seinem Bruder noch kurz hinterher, dann stand auch er auf, packte seine Unterlagen zusammen und ging nach draußen. Er konnte sich jetzt ohnehin nicht mehr konzentrieren und brauchte dringend frische Luft.

Tbc: Innenhöfe
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Oliver Mackenzie



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BeitragThema: Re: Gemeinschaftsraum   Fr Apr 09 2010, 18:26

pp: Bibliothek

Olivers Gespräch mit Professor Slughorn hatte nicht sehr lange gedauert, und zu seiner Freude konnte der Ravenclaw-Schüler schon recht schnell wieder in seinen Gemeinschaftsraum zurückkehren. Von der Tür aus erkannte er Rosalie, die Neue, mit der sich eigentlich so gut verstanden hatte, offenbar hatte sie gerade ein Gespräch mit ihrer Schulsprecherin geführt. Nach einem kurzem Zögern ging Oliver zu den beiden Mädchen hinüber. "H-hallo, Rosalie... h-h-hallo Michelle..." Es machte ihn ein wenig nervös, mit der Siebtklässlerin zu sprechen, sie war schließlich nicht nur irgendjemand hier in Hogwarts. Verunsichert sah von einer zur anderen, doch das Gespräch schien beendet zu sein. "Möchtest du mit mir spazieren gehen, Rosalie...? W-wenn Michelle nichts dagegen hat..."
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Rosalie Bennet



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BeitragThema: Re: Gemeinschaftsraum   Fr Apr 09 2010, 21:12

Michelle & Rosalie &Oliver

Rosalie hatte einiges bei dem Gespräch mit Michelle erfahren, was ihr sicherlich beim Einleben in Hogwarts helfen würde. Auf jeden Fall nahm sich Rosalie vor, sich mehr einzubringen und nicht ewig die Neue zu bleiben, die eigentlich keiner wirklich kannte. Nachdem beide Schülerinnen alles besprochen hatten und Rosalie keine Fragen mehr an die Siebtklässlerin hatte, bedankte sich die Ravenclaw bei der Älteren.
In diesem Moment kam Oliver, den Rosalie bereits an ihrem ersten Hogsmead-Wochenende kennengelernt hatte, auf die beiden Mädchen zu. Rosalie grüßte den sichtlich nervösen Ravenclaw und lächelte ihn an, um ihn ein wenig zu beruhigen, obwohl sie keinen blassen Schimmer hatte, warum Oliver bei seiner Begrüßung stotterte. Auf die Frage, ob sie mit ihm spazieren gehen wollte, blickte Rosalie kurz zu Michelle, um sich zu vergewissern, dass das Gespräch auch wirklich beendet war. Als von dieser aber keine Einwände kamen, drehte Rosalie sich erneut zu Oliver, lächelte ihn an und antwortete: „Ja, das würde ich sehr gerne.“ Die Ravenclaw freute sich, dass sie ihre neuen Vorsätze gleich umsetzen konnte.
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Oliver Mackenzie



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BeitragThema: Re: Gemeinschaftsraum   Mo Apr 12 2010, 14:10

Rosalie & Oliver (& Michelle)

Oliver freute sich sichtlich, als Rosalie seine Einladung annahm. Denn auch wenn er sie nur stotternd hatte begrüßen können, so würde er doch gern etwas mehr Zeit mir ihr verbringen. Sie war ihm eigentlich von Anfang sympathisch gewesen, und er hatte auch ein wenig Mitleid mit ihr. Es war vermutlich nicht leid, jetzt erst nach Hogwarts zu kommen. Die jetzige fünfte Klasse war schon mehr oder weniger ein eingespieltes Team, und er konnte sich nicht vorstellen, wie es sein mochte, jetzt erst dazu zustoßen. Er selbst hatte zwar auch nicht unbedingt viele Freunde in ihrer Klasse, aber immerhin kannte er die anderen Schüler alle, zumindest vom Namen her.

„Schön…!“ Schüchtern sah er noch einmal zu Michelle, um sicherzugehen, dass er und Rosalie wirklich gehen konnten, er wollte immerhin kein bestehendes Gespräch unterbrechen. Doch die Schulsprecherin schien wirklich nichts dagegen zu haben. „Was hast du denn schon von den Ländereien gesehen? Ich könnte dich ein wenig herumführen…“ Mit diesen Worten verließen er und Rosalie den Gemeinschaftsraum.

Tbc: Korridore (+Rosalie)
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Marlene McKinnon



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BeitragThema: Re: Gemeinschaftsraum   Do Jun 24 2010, 21:50

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cf: Innenhöfe | Zeitsprung
Marlene und Lawrence


„Uah!“, Marlene gähnte ausgiebig und reckte und streckte sich. Es war ungewohnt, ein Mal ausschlafen zu können. Es waren einfach zu wenig Quidditch-Samstage, um es nicht mehr komisch vorzukommen. Diese Samstage waren die einzigen Tage, an denen sie sich so was erlaubte. Sogar auf eine morgendliche Joggingrunde verzichtete sie – wenn die anderen bemerkten, dass sie nicht nur wach, sondern sogar aufgestanden war, würden sie es vielleicht doch schaffen, sie zum Quidditchfeld zu schleppen.
Und das war das Letzte, was sie sich an einem Samstagmorgen antun wollte. Da würde sie eh gleich wieder einschlafen, wenn der Lärmpegel nicht so unerträglich hoch wäre. Quidditch war einfach nur langweilig, genau wie alle Sportarten, bei denen man nur zugucken konnte.

In der Erwartung, dass der Gemeinschaftsraum inzwischen leer sein würde, griff sich Marlene ihre Gitarre, Schreibzeug und das Buch, das sie grade las und verließ den Schlafsaal. In der Nähe eines Fensters setzte sie sich auf eine Sesselkante. Buch und Schreibzeug landeten unbeachtet auf dem Fußboden vor ihr.
Eine solche Behandlung ihrer Gitarre zuzumuten, käme ihr niemals in den Sinn. Die wurde jetzt vorsichtig auf ihren Knien abgelegt und probeweise begann Marlene dem Instrument ein paar Töne zu entlocken.
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Lawrence Plant



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BeitragThema: Re: Gemeinschaftsraum   Fr Jun 25 2010, 11:23

Lawrence & Marlene


Lawrence war bereits früh aufgestanden und hatte sich an einen Sessel am Kamin gesetzt, um dort in Ruhe zu lesen. Nach und nach waren mehrere Schüler, die er kannte, darunter sein Bruder Gabriel und sein bester Freund Ian, an ihm vorbeigekommen, und nicht wenige unter ihnen hatten ihn aufgefordert, sie zum Quidditch-Spiel zu begleiten, doch er hatte jedesmal abgelehnt. Einzig Ian und Gabs hätten es beinahe geschafft, ihn zu überreden, doch er hatte es schließlich doch vorgezogen, drinnen zu bleiben. Er hätte sich ohnehin nicht auf ein Spiel konzentrieren können und hätte den beiden vermutlich nur den Spaß verdorben.

Selbst die Konzentration auf seine Lektüre fiel ihm schwer, dabei war es ein sehr gutes Buch, doch er konnte nicht umhin, sich immer wieder zu fragen, wie viele Bücher er wohl noch würde lesen können…

Gedankenverloren hatte er aus dem Fenster in den leichten Regen geschaut, als ihn plötzlich ein Knallen aus seinen Überlegungen riss, er sah sich um und bemerkte, dass Buch und Stifte auf den Boden geworfen worden waren, und als er aufsah, bemerkte er, dass Marlene McKinnon offenbar ebenfalls nicht vorhatte, dem Quidditch-Spiel beizuwohnen.

„Ähm, hallo…“ sagte er leise, noch etwas perplex ob der unerwarteten Gesellschaft. War es unhöflich, sich zu erkundigen, warum sie nicht beim Quidditch-Spiel war? Am Ende klang es noch so, als wolle er sie loswerden, dabei wäre dem höflichen Lawrence ein solches Unterfangen niemals in den Sinn gekommen.

"Du gehst wohl auch nicht zum Quidditch?" fragte er vorsichtig - er konnte sich die Frage allerdings fast selbst beantworten, immerhin sah es durchaus so aus, als wolle sich Marlene hier längerfristig einrichten.

"...zu schlechtes Wetter oder keine Lust?"
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Marlene McKinnon



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BeitragThema: Re: Gemeinschaftsraum   So Jun 27 2010, 19:27

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20.10.1975 | Samstagvormittag
Marlene und Lawrence


Es musste mit Zauberei zusammenhängen, dass sich die Saiten ihrer Gitarre regelmäßig zumindest ein ganz kleines bisschen verstimmten. Zumindest war es ein leicht zu behebendes Problem. Doch bevor sie sich weiter darum kümmern konnte, wurde sie von hinten angesprochen. Obwohl die Person leise gesprochen hatte, drehte sich Marlene ziemlich erschrocken um.
Dann atmete sie erleichtert aus. „Hey“, Marlene strich sich eine Haarsträhne zur Seite, „du hast mich ganz schön erschreckt.“ Es wunderte sie schon ein wenig, dass sie an diesem Vormittag nicht die Einzige im Gemeinschaftsraum war, aber es war vielleicht gar nicht so schlecht, Gesellschaft zu haben.

„Nein“, Marlene schüttelte den Kopf, „sonst müsste ich mich wohl ganz schön sputen, um den Anfang nicht zu verpassen. Aber es war pure Absicht, ich habe doch nicht vor, mich zu Tode zu langweilen.“ Damit antwortete sie auch gleich auf seine nächste Frage.
„Was ist mit dir?“, stellte sie nun die entsprechende Gegenfrage. „War dein Buch so interessant, dass du dich einfach nicht losreißen konntest, um zum Quidditch zu gehen? – Was ließt du überhaupt?“
Sie versuchte einen Blick auf das Buch zu erhaschen, das er noch immer in der Hand hielt, konnte aber den Titel nicht entziffern. Zu weit entfernt, falscher Winkel, wie auch immer. Aber es war eine recht harmlose Frage, von daher würde sie sicher gleich eine Antwort erfahren.
Es war seltsam, aber bisher hatte sie mit ihrem zwei Jahre älteren Mitschüler kaum etwas zu tun gehabt und jetzt unterhielten sie sich schon das zweite Mal in recht kurzer Zeit. Wobei sich Marlene eigentlich lieber nicht an die Situation in Hogsmeade erinnerte, als sie mit ihm zusammengestoßen war. – Mit Lawrence hatte das nichts zu tun, mehr damit, was vorher passiert war.
Energisch schüttelte Marlene den Kopf. Einfach nicht weiter darüber nachdenken.
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BeitragThema: Re: Gemeinschaftsraum   Di Jun 29 2010, 18:33

Lawrence & Marlene


„Entschuldige, ich wollte dich nicht erschrecken…“ erwiderte Lawrence ernsthaft und sah Marlene fast schon mit schlechtem Gewissen an. Immerhin schien sie es ihm nicht übel zu nehmen. Er legte ein Lesezeichen in sein Buch und legte es auf die Knie.

„Nein, so interessant war es nicht…ich meine, es ist schon interessant, aber-“ Aber er hatte sich nicht darauf konzentrieren können. Er war keinesfalls so versunken gewesen, dass er die zum Quidditch-Feld strömenden Schülermassen, darunter auch Freunde und sein kleiner Bruder, nicht bemerkt hätte.

„Ich hatte einfach keine besonders große Lust auf das Spiel…“ Hätte heute Ravenclaw gespielt und damit auch Gabs, so hätte er sich wohl überwunden und wäre zum Spiel gegangen, auch wenn er die begeisterte Aufregung, die die meisten Schüler an einem Spieltag empfanden, nur schwer ertragen konnte.

„Es regnet ja auch und, naja, mir war einfach nicht danach… Du scheinst Quidditch ja nicht sonderlich zu mögen, wenn du meinst, du hättest dich zu Tode gelangweilt?“

Er sah auf das Buch in seinem Schoß, nachdem Marlene ihn fragte. „Ein historischer Roman, der zur Gründerzeit spielt…“

Er beobachtete Marlene besorgt, sie schien sich nicht ganz wohl zu fühlen. Schon bei ihrem letzten Gespräch – kaum drei Wochen war es her – hatte sie sehr zerstreut gewirkt. Fast so zerstreut wie er in letzter Zeit…
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BeitragThema: Re: Gemeinschaftsraum   Mo Jul 05 2010, 22:07

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20.10.1975 | Samstagvormittag
Marlene und Lawrence


“Ach, schon okay, solange du nicht noch dazu mit dem Zauberstab auf mich losgehst, überlebe ich so ein kleines bisschen Erschrecken schon noch“, versuchte Marlene ihren älteren Mitschüler zu beruhigen. Sie hätte daran denken müssen, dass Lawrence ziemlich schnell ein schlechtes Gewissen bekam. Noch ein Mal bemühte sie sich um ein Lächeln, ein vielleicht etwas Klägliches, aber immerhin ein Lächeln.

”Ich würde ein Buch ja sofort interessanter finden als jedes Quidditchspiel. Historischer Roman zur Gründerzeit klingt für mich auf jeden Fall gut. – Kann nur besser sein als Unterricht bei Binns und wenn es so trocken wäre, würdest du es sicher nicht lesen“, es wurde besser mit dem Fröhlichsein und Lächeln, “Ist es dein Eigenes oder aus der Bibliothek hier ausgeliehen? Vielleicht frag ich dich sonst mal, ob du es mir ausleihst“
Eigentlich verbrachte Marlene nicht viel Zeit mit Lesen und Geschichte gehörte zu den Fächern, die sie nach den ZAGs eher abwählen würde, doch hin und wieder war es eine nette Abwechslung. Insbesondere an so verregneten Tagen wie diesem, an dem ein Quidditchspiel stattfand. “Das Wetter ist wirklich nicht zum Aushalten“, stimmte sie zu, “obwohl es sicher auch schlimmer ginge.“

“Also bitte“, Marlene schlug einen leicht übertriebenen Tonfall an, der ihr interessanterweise in jeder Stimmung gelang, “Quidditch ist natürlich eigentlich ganz wunderbar. – Nein, ich finde Sport generell öde, wenn ich nicht selber mitmachen darf, aber für Quidditch bin ich einfach zu unfähig. Aber vielleicht kannst du mir ja erklären, warum ihr alle so gerne dabei zuguckt?“
Zum Ende hin klang ihre Stimme wieder normal.
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BeitragThema: Re: Gemeinschaftsraum   Do Jul 08 2010, 11:04

Lawrence und Marlene


Marlene lächelte ihn kläglich an, wohl um ihm zu versichern, dass sie ihm das Erschrecken nicht übel nahm. „Nein, keine Sorge, ich bin meistens friedfertig…“ Das war wohl eine Untertreibung. Lawrence war eigentlich immer friedfertig, und Marlene wusste das wohl auch…

„…ein Buch IST vermutlich auch interessanter als ein Quidditchspiel…“ musste er zugeben, „aber ein Buch kann man auch weglegen und es wird noch da sein, wenn man vom Quidditch-Spiel zurückkommt…“ Er meinte sich zu erinnern, dass Ian ihm genau das gesagt hatte, bevor er zum Quidditch-Spiel gegangen war, aber natürlich hatte er das Angebot, ihn zu begleiten, dennoch ausgeschlagen. Es mochte schon sein, dass das Buch noch da sein würde, wenn er vom Stadion zurückkam – aber wie lange würde er es noch lesen können? Natürlich, er würde schon nicht während des Quidditch-Spiels plötzlich erblinden, aber dennoch hatte er das Gefühl, so viel lesen zu müssen, wie nur irgend möglich. Obwohl Miss Pomfrey sich natürlich geirrt hatte. Er war zwar immer noch nicht bei ihr gewesen, aber er wusste, dass sie sich geirrt haben musste. Sie konnte gar nicht recht haben…

Lawrence musste lächeln, als Marlene in höchst ironischem Tonfall behauptete, Quidditch sei ja ganz wunderbar. Er schaffte es sogar, für ein paar Minuten sein eigentliches Problem zu vergessen, indem er sich ganz und gar auf Marlene konzentrierte.

„Ich denke, es ist die Spannung, weißt du? Man ist gespannt darauf, wer das Spiel gewinnt, weil man ja eine bestimmte Mannschaft unterstützt, deswegen fiebert man mit… Und natürlich spielt mein kleiner Bruder in
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BeitragThema: Re: Gemeinschaftsraum   Fr Jul 23 2010, 18:26

Rosalie konnte nicht nachvollziehen, wieso ihre Mitschüler so aufgeregt wegen einem Quidditchspiel waren. Sie fand das Spiel an sich nicht sehr interessant und außerdem fehlte ihr noch das richtige Gruppenzugehörigkeitsgefühl, um sich vor allem Ravenclaw zugehörig zu fühlen. Für sie selbst wäre Quidditch auf keinen Fall der richtige Sport. Zum einen konnte die Ravenclaw dem Fliegen nicht viel abgewinnen und zum anderen hatte sie auch kein gutes Händchen was Bälle anging.
Demnach hatte sich Rosalie auch dagegen entschieden heute zum Spielfeld zu gehen und hatte stattdessen einen langen Spaziergang auf dem Schulgelände gemacht. Als sie zurück im fast ganz ausgestorbenen Gemeinschaftsraum der Ravenclaws war, sah sie Marlene und einen weiteren Schüler, dessen Namen sie nicht kannte, in einer Ecke sitzen und sich unterhalten. "Hallo", grüßte Rosalie ihre Mitschüler kurz, aber mit einem freundlichen Lächeln. Sie wollte die zwei keinesfalls stören, weshalb sie sich ein Stück entfernt an ein Fenster setzte. Aus ihrer Tasche nahm sie eine Feder und Pergament und begann damit einen Brief zu schreiben.
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BeitragThema: Re: Gemeinschaftsraum   Mo Jul 26 2010, 19:39

Die Tür zum Gemeinschaftsraum öffnete sich und ein jüngeres Mädchen kam herein. Lawrence kannte sie nicht persönlich, aber er glaubte, dass es Rosalie Bennett war, eine Fünftklässlerin, die erst in diesem Schuljahr nach Hogwarts gekommen war.

„Hallo,“ grüßte Lawrence zurück und erwiderte das Lächeln schwach. „Du hattest wohl auch keine Lust auf das Quidditch-Spiel?“ erkundigte er sich leise, doch er würde nicht auf einem Gespräch bestehen. Er konnte es verstehen, wenn man seine Ruhe haben wollte – und es sah so aus, als wolle Rosalie allein sein, denn sie stzte sich von ihnen entfernt ans Fenster und begann zu schreiben. Lawrence lächelte ihr freundlich zu, damit sie wusste, dass sie gerne zu ihnen kommen konnte, wenn sie mit ihrem Brief fertig war.

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BeitragThema: Re: Gemeinschaftsraum   Di Jul 27 2010, 20:56

Nachdem Rosalie mehrfach die Feder angesetzte hatte, sie jedoch nie mit dem Resultat zufrieden war, gab sie es schließlich auf einen Brief für ihre Großmutter zu schreiben. Eigentlich hatte sie vorgehabt ihrer Oma von dem tollen Quidditchspiel vorzuschwärmen für das sie sich in Wirklichkeit so wenig interessierte, dass sie es nicht einmal sehen wollte. Aber es würde die alte Dame beruhigen, welche sich stets zu viel Sorgen um ihre Enkelin machte.

Die Ravenclaw hatte sich gedankenverloren im Gemeinschaftsraum umgesehen als ihr Blick auf ihre beiden Mitschüler fiel. Sie bemerkte, wie Lawrence ihr zulächelte und hatte plötzlich keine Lust mehr allein zu sein. Sie packte ihre Feder weg, stand auf und ging zu Marlene und Lawrence.

"Hey", grüßte sie noch einmal und setzte sich mit großer Mühe so gelassen wie möglich zu erscheinen zu den beiden Ravenclaws. Rosalie drehte sich zu Lawrence und stellte sich vor:"Entschuldige, aber ich glaube, wir kenne uns noch nicht. Ich bin Rosalie." Dabei lächelte das Mädchen freundlich.
"Also gibt es im ganzen Schloss doch noch Schüler, die sich nicht für Quidditch interessieren", stellte Rosalie fest und wandte sich dabei auch an Marlene.
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BeitragThema: Re: Gemeinschaftsraum   Do Jul 29 2010, 10:33

Anscheinend hatte er sich geirrt und das Mädchen wollte doch nicht allein sein, sie hatte ihr Briefschreiben offensichtlich aufgegeben und kam nun zu Marlene und ihm hinüber. Sie setzte sich in einen der freien Sessel, die in ihrer Nähe standen – Auswahl hatte sie ja genug, sie waren die einzigen im Gemeinschaftsraum – und stellte sich vor.

“Es freut mich, dich kennen zu lernen,“ er streckte ihr die Hand ihn, um die ihre zu schütteln, denn schließlich war er ein wohlerzogener, junger Mann, und stellte sich dann seinerseits vor. „Ich bin Lawrence Plant.“

Sie kannte ihn nicht, also hatte sie wohl noch nicht, dass Gerücht gehört, dass er erblinden würde… Es würde wohl eine Erleichterung sein, sich mit jemandem zu unterhalten, der ihn nicht ansah, als habe er eine ansteckende Krankheit.

“Ach, ich interessiere mich schon für Quidditch,“ da schien er in ihrer kleinen Runde allerdings der Einzige zu sein, „aber ich hatte heute einfach keine besonders große Lust, im Regen dem Spiel zu sein. Wenn mein kleiner Bruder spielt, werde ich aber auf jeden Fall dabei sein…“
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BeitragThema: Re: Gemeinschaftsraum   Do Jul 29 2010, 18:23

Rosalie war sichtlich über Lawrences positive Reaktion erleichtert. Obwohl bis zu diesem Zeitpunkt niemand in Hogwarts sie schlecht behandelt hatte, war sie sich manchmal unsicher den anderen gegenüber.

Sie reichte ihm ihre Hand als Lawrence ihr seine hinhielt und sich ebenfalls vorstellte. Innerlich musste die Ravenclaw über diese Förmlichkeit grinsen.
Rosalie hatte Lawrence natürlich schon häufiger im Gemeinschaftsraum der Ravenclaws gesehen, aber seinen Namen nicht gekannt. Das ist also Lawrence Plant, dachte das Mädchen. Diesen Namen hatte sie in letzter Zeit häufiger bei Gesprächen ihrer Mitschüler aufgeschnappt. Worum es bei diesen jedoch gegangen war, wusste sie nicht, da das Mädchen nicht weiter darauf geachtet hatte. Rosalie hielt nicht viel von Gerede, weil sie selbst nicht wollte, dass man über sie sprach und sie sich außerdem gern selbst ihre Meinung bildete.

"Wirklich? Ich liebe den Regen. Wenn es regnet, gehe ich besonders gern spazieren", entgegnete Rosalie auf Lawrences Bemerkung.
Rosalie war neugierig geworden:" Wer ist dein kleiner Bruder? Auf welcher Position spielt er?" Nach der zweiten Frage stoppte Rosalie plötzlich, denn sie wollte auf keinen Fall aufdringlich erscheinen oder ihren Gesprächspartner löchern. "Ich habe leider keine Geschwister", fügte sie noch hinzu.
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BeitragThema: Re: Gemeinschaftsraum   Fr Jul 30 2010, 10:43

„Ja, im Regen spazieren gehen ist ja eine Sache. Aber im Regen 14 Leuten auf Besen zuzuschauen, die man höchstens verschwommen sehen kann, ist dann doch was anderes…“ meinte er und grinste ihr zu. Hätte er eine grundsätzliche Abneigung gegen Regen, dann sollte er wahrscheinlich umziehen, denn in seiner Heimatstadt Exmouth konnte das Wetter von einer Minute zur nächsten umschwingen – das war wahrscheinlich ein unvermeidliches Risiko, wenn man am Meer wohnte. Aber er musste sich ja nicht absichtlich nass regnen lassen, wenn er das Spiel ja ohnehin nicht genießen konnte…

„Gabriel Bessant, vielleicht kennst du ihn. Er dürfte etwa zwei Jahre jünger sein als du,“ Lawrence kam es gar nicht in den Sinn, dass die unterschiedlichen Nachnamen das Mädchen verwirren konnten, er hatte sich einfach zu sehr daran gewöhnt, dass sein kleiner Bruder nun einmal anders hieß als er.

“Er ist Sucher. Ich habe auch noch einen älteren Bruder, aber er geht nicht mehr nach Hogwarts…“ Er lächelte. „Ich weiß also nicht wirklich, wie es ist, Einzelkind zu sein so wie du, aber darüber bin ich eigentlich recht froh. Ich könnte mir nicht vorstellen, ohne meine beiden Brüder zu leben…“
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BeitragThema: Re: Gemeinschaftsraum   Mo Aug 02 2010, 01:21

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20.10.1975 | Samstagvormittag
Marlene, Rosalie und Lawrence


”So wirklich habe ich das bei dir auch nicht befürchtet”, es wurde besser mit dem Lächeln. Die nächste Bemerkung, die ihr einfiel, unterdrückte sie jedoch rechtzeitig. Über Mord und Totschlag irgendwelche Witze zu reißen, war noch nie besonders schön gewesen und seit Rebeccas Tod noch weniger. Stattdessen entschied sie, auf das Thema nach Möglichkeit nicht weiter einzugehen.
Bücher und Quidditch waren im Vergleich dazu ein sehr dankbares Thema. ”Bist du dir sicher?“, ein wenig Spott ließ sich aus der Stimme der Blonden heraushören, ”dass Bücher nicht manchmal doch Beine kriegen? Auf jeden Fall sind sie immer dann ausgeliehen, wenn man sie grade braucht“ Es schien jedoch auch noch was anderes zu geben, weshalb Lesen für Lawrence grade wichtig war.
Würde Marlene besser zu hören, mehr darauf geben, worüber sich ihre Mitschüler unterhielten, wüsste sie, was. So konnte sie jedoch nur die Stirnrunzeln und überlegen, ob sie fragen sollte. Und dabei gar nicht bemerken, dass er ihr keine Auskunft darüber gab, ob es sein eigenes Buch war, oder sie es sich bei Gelegenheit aus der Bibliothek holen konnte.

”Aber dein Bruder schafft das auch ohne dich. Das Fliegen und Quidditchspielen, meine ich. Dass man durch’s Zugucken irgendwas am Ergebnis ändern kann, glaube ich jedenfalls nicht.“ Für diese besondere Stadionsstimmung war Marlene eher unempfänglich. Jedenfalls war es in der ersten oder zweiten Klasse so gewesen, als sie das letzte Mal ein Quidditchspiel besucht hatte. Solange schien das schon her!

Marlene wollte schon in ihre Gedanken und Erinnerungen abtauchen, als sich die Tür zum Gemeinschaftsraum öffnete und Rosalie herein kam. ‘Hey, der Club der Quidditchmuffel wird größer‘, dachte Marlene bei sich und grinste. Freundlich erwiderte sie den Gruß ihrer Klassenkameradin, versuchte aber nicht weiter, sie in ein Gespräch zu verwickeln, als Rosalie Briefpapier hervor kramte. – Dabei wollte sie sicher nicht gestört werden.
Es schien kein besonders langer Brief geworden zu sein, oder Rosalie hatte sich von ihrer Anwesenheit gestört gefühlt. Denn schon kurz darauf packte sie wieder ein und kam zu ihnen herüber. Zunächst hörte Marlene einfach nur zu, wie Lawrence und Rosalie ein Gespräch über Quidditch und Geschwister begannen.
”Ich bin auch ‚nur‘ Einzelkind“, mischte sie sich schließlich auch wieder ein, ”und irgendwie ist das auch gut so, da es unter den meisten Geschwistern eh nur Streit zu geben scheint“ Bei dieser Bemerkung hatte sie das Bild von ihrer besten Freundin und deren beiden Schwestern vor Augen. ”Andererseits hätte man dann jemanden, mit dem man sich die Hausarbeit teilen könnte.“
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Lawrence Plant



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BeitragThema: Re: Gemeinschaftsraum   Fr Aug 13 2010, 21:32

Lawrence & Marlene (& Rosalie)


Lawrence lächelte schwach, als Marlene die Möglichkeit in Erwägung zog, dass Büchern vielleicht kleine Beine wuchsen und sie darauf dann doch davon laufen konnten – und eben nicht mehr da waren, wenn man vom Quidditch wieder zurückkam. „…das ist gar nicht mal so unwahrscheinlich, weißt du…? Ich habe schon seltsamere Bücher gesehen…“

Er glaubte nun nicht wirklich, dass ausgerechnet sein Roman heute beschließen würde, Beine zu entwickeln und diese daraufhin in die Hand zu nehmen, aber er hatte ja auch andere Gründe, so viel lesen zu wollen, wie er nur konnte. Aber darüber wollte er jetzt nicht reden. Weder Rosalie noch Marlene schienen etwas davon zu wissen oder zu ahnen, und das kam ihm gerade recht. Er wollte nicht daran denken. Und doch kamen seine Gedanken immer wieder zurück zu der Diagnose – die falsch war, falsch sein musste! Er hatte nur noch nicht den Mut aufgebracht, zurück zu Miss Pomfrey zu gehen…

„Natürlich schafft Gabs das auch allein – aber ich möchte ihm eben gerne zusehen...“ erklärte er. Er sah seinem kleinen Bruder gerne dabei zu, wenn er flog.

„…ich habe mich eigentlich nie mit meinen Geschwistern gestritten…“ erwiderte er, als Marlene meinte, sie sei ganz froh, Einzelkind zu sein.
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BeitragThema: Re: Gemeinschaftsraum   So Aug 29 2010, 21:32

Lawrence hatte Rosalie von seinem jüngeren Bruder Gabriel Bessant berichtet. Aufmerksam hörte das Mädchen dem älteren Jungen zu und bemerkte, dass Lawrence einen anderen Nachnamen trug als sein kleiner Bruder. Rosalie hatte zwar keine Ahnung warum das so war, aber da ihr Gesprächspartner so selbstverständlich damit umging, war dies wohl ein offenes Geheimnis von dem ihr bis jetzt niemand erzählt hatte. Anscheinend wusste jeder in Hogwarts darüber Bescheid und kannte die Hintergründe, so dass Rosalie durch weiteres Nachfragen nicht schon wieder zeigen wollte, dass sie neu war und ihre Mitmenschen noch nicht kannte.

Einige Momente hatte Rosalie Marlene und Lawrence zugehört, wie sich die beiden über Geschwister unterhielten. "Wenn ich es mir hätte aussuchen können, hätte ich gerne eine große Schwester oder großen Bruder gehabt. Aber nach meiner Meinung hatte niemand gefragt", mischte sich Rosalie schließlich ein und lächelte. "Dann hätte ich nicht ständig die ungeteilte Aufmerksamkeit meiner Eltern gehabt und sie hätten sich auch mal auf jemand anderen konzentrieren können", erklärte die Ravenclaw weiter.

"In einigen Tagen ist doch der Halloween-Ball. Wie war der denn letztes Jahr? Ich muss ehrlich zugeben, ich war vorher noch nie auf einem Schulball", erkundigte sich Rosalie und schnitt ein neues Gesprächsthema an.
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Marlene McKinnon



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BeitragThema: Re: Gemeinschaftsraum   Di Sep 07 2010, 21:35

[quote="Marlene McKinnon"]
Human race seems so amused
By the news of everyday
we got used to being surrended by disasters
but it's time to face the TRUTH

20.10.1975 | Samstagvormittag
Marlene, Rosalie und Lawrence


”Manche schreien schließlich auch", bemerkte die Ravenclaw, um ihre laufenden Bücher zu unterstützen. Dabei hatte Lawrence gar nicht gesagt, dass diese Vorstellung absolut unvernünftig war. ”Lieber wäre es mir jedoch, wenn sie mir stattdessen vorlesen würden." - Am besten sogar noch, immer genau die Stellen, die man grade für seine Hausaufgaben brauchen konnte, doch darauf konnte sie vermutlich lange warten.

Dazu, dass der ältere Junge seinem Bruder gerne beim Fliegen zusah, nickte Marlene einfach nur. Was sollte sie dazu auch groß sagen? Es war seine Meinung und vielleicht würde sie die ja sogar teilen, wenn ihre Geschwister Quiditchspielen würden. Oder Remus. Ein Lächeln erschien auf Marlenes Gesicht, das jedoch gleich darauf wieder verschwand. - Ob der Gryffindor es ihr übel nehmen würde, dass sie nicht beim Spiel gewesen war? Immerhin spielte sein Haus und seine besten Freunde.
Dann äußerte Rosalie auch ihre Meinung zu Geschwisterkindern. Wenn es in allen Familien so war, wie bei Lawrence, konnte Marlene sogar ein bisschen verstehen, dass man sich Geschwister wünschte. Ein großer Bruder wäre vielleicht auch wirklich nicht schlecht gewesen. Aber, gefragt hatte auch sie keiner. Auch nicht danach, was sie davon halte, als Kind ihren Vater zu verlieren. - Sollten die beiden das untereinander klären sie würde jetzt...

Marlene stand auf. ”Sorry, aber ich muss unbedingt noch etwas erledigen." Hoffentlich würden die beiden nicht weiter nachfragen, was sie vorhatte. Schließlich hatte sie sich eben noch so sehr gegen Quidditch ausgesprochen.
Als sie schon fast gegangen war, hörte sie noch, wie Rosalie sich nach dem Halloweenball erkundigte. Die Blonde zuckte zunächst als Antwort nur mit den Schultern und sah sich noch ein Mal um: ”Ehrlich gesagt: Keine Ahnung. Ich kann dir nicht mal sagen, ob es den die letzten Jahre wirklich nicht gab, oder ich diese Veranstalltung nur völlig ignoriert habe und nicht hingegangen bin."

tbc: Quidditchfeld, Tribünen
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Lawrence Plant



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BeitragThema: Re: Gemeinschaftsraum   Di Sep 14 2010, 22:03

Lawrence lächelte ein wenig über Marlene, die immer noch an ihrer Idee von den laufenden Bpchern hing. „Du kannst sie ja mal fragen, vielleicht tun sie dir den Gefallen…“ Ob es einen solchen Zauber wirklich gab…? Konnte man Bücher so verzaubern, dass sie einem vorlasen...? Er würde das recherchieren müssen – er liebte doch Bücher… Und allein der Gedanke, nie mehr lesen zu können… Aber nein, das würde ja nicht passieren! Er wurde nicht blind. Lawrence schloss kurz die Augen. Er durfte daran jetzt nicht denken, es war nicht real, es konnte nicht real sein…

Lawrence sah auf, als Marlene aufstand und nach draußen ging. Was war auf einmal passiert? Hatte er sie irgendwie beleidigt, weil er so gedankenverloren gewesen war? Etwas verdutzt sah er ihr hinterher.

„Äh, hat sie noch irgendwas gesagt?“ erkundigte er sich bei Rosalie. „Entschuldige, ich war gerade ein wenig in Gedanken…“
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Rosalie Bennet



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BeitragThema: Re: Gemeinschaftsraum   Sa Sep 25 2010, 19:56

Rosalie hatte gemerkt, dass sowohl Marlene als auch Lawrence mit ihren Gedanken ganz woanders als bei ihrem Gespräch waren. Das Mädchen fragte sich, an was die beiden wohl dachten. Die Ravenclaw entschloss sich aber einfach so zu tun als würde es ihr nicht auffallen. Als Marlene jedoch mitten im Gespräch aufstand, erschrak die Ravenclaw und zuckte unwillkürlich zusammen. Sie schaute ihre Mitschülerin fragend an, als diese sich entschuldigte und Lawrence und Rosalie verließ.
Das Mädchen war etwas verwirrt und fragte sich, ob sie irgendwas Falsches gesagt hatte. Auch Lawrence war offensichtlich aus seinen Gedanken gerissen worden.
"Ich hatte nur nach dem Halloween-Ball gefragt..." sagte Rosalie immer noch verwirrt und nicht direkt auf Lawrences Frage antwortend. Sie starrte immer noch Richtung Ausgang des Gemeinschaftsraum, wo Marlene vor kurzem verschwunden war. "Habe ich was Falsches gesagt?", wandte sich Rosalie nun besorgt an Lawrence.
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BeitragThema: Re: Gemeinschaftsraum   Fr Okt 01 2010, 19:08

Zeitsprung

Tris & Gabs & Law


Gabriel lungerte in einem Sessel im Gemeinschaftsraum herum und las ein Buch. Er hätte zwar ohnehin frei gehabt, aber ihm war nicht ganz klar, warum man einen ganzen Nachmittag brauchen sollte, um sich auf einen Ball vorzubereiten. Man zog sich um, kämmte sich – und dann war’s das, oder etwa nicht? Aber offensichtlich sah die Schulleitung das anders und ein Grund zur Beschwerde was es nun wirklich nicht. Er hätte sich schließlich auch gefreut, wenn für ihn ein paar Stunden ausgefallen wären. Leider war keiner seiner Freunde in der Nähe und auch seinen Bruder sah er nicht, also konnte er sich nur mit seiner Lektüre beschäftigen. Was ihm jedoch alles andere als leicht fiel, denn er musste zugeben, dass seine Gedanken mehr um den Ball kreisten als um das, was er las. Vielleicht war das ja auch der Grund gewesen, warum der Nachmittagsunterricht ausgefallen war – die Lehrer hatten einfach eingesehen, dass ihnen sowieso niemand zuhören würde, da der Ball ja ohnehin viel interessanter war.


Er grinste, als er an den heutigen Abend dachte. Letzten Samstag hatte er endlich eine Ballverabredung verabredet – mit Molly – und darüber freute er sich sehr. Er mochte seine Klassenkameradin sehr gern und sie war bestimmt eine gute Ballpartnerin. Hoffentlich verzieh sie ihm, dass er nicht besonders gut tanzte, aber immerhin gab er sich Mühe dabei. Als er so an seine eigene Ballpartnerin dachte, fiel ihm wieder Lawrence ein. Hatte sein Bruder eine Ballpartnerin gefunden? Er hoffte es für ihn, denn irgendwie musste er sich doch ablenken können…


Er klappte sein Buch zu, da er sich sowieso nicht mehr konzentrieren konnte, und setzte sich auf, um sich im Gemeinschaftsraum umzusehen. Es saßen einige Jungs drin, aber sehr wenig Mädchen. Die waren doch nicht etwa schon damit beschäftigt, sich fertig zu machen?! Jetzt?!
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Aystris Douglas



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BeitragThema: Re: Gemeinschaftsraum   Sa Okt 02 2010, 13:24

EINSTIEGSPOST
gabriel – aystris – lawrence

Klar war heute Abend der Ball. Es war ja nicht so, dass man es vergessen konnte, wenn ein Haufen Mädchen schon seit gefühlten Jahrzehnten kreischend durch die Gänge rannten, um ja nicht zu spät, zu hässlich oder alleine zu kommen. Tris war von all dem ziemlich unberührt. Es war ein Ball, ja und es würden auch eine ganze Menge Menschen kommen, da war sie sich sicher, besonders spannend war hierbei ja, wer von Außerhalb kam, aber deswegen musste man doch keinen Aufstand machen wie Hühner, die Eier legen. Sie blieb vollkommen gelassen. Zumindest war sie darum ausgesprochen bemüht, aber die allgemeine Geschäftigkeit, die im Schloss herrschte, hatte sich ein klein wenig auf die übertragen, sodass sie, als sie heute Morgen aufgewacht war, eine Art Kribbeln verspürt hatte. Sie war aufgeregt, das konnte man nicht leugnen. Sie würde nur nie durch den Schlafsaal rennen wie von einem Stier gejagt. Sie hatte noch Zeit.

Genau das war der Grund, warum die junge Ravenclaw nach dem Mittagessen erst einmal das Schloss verlassen hatte. So viel Gewerkel war dann doch nicht gut, es machte sie ein wenig nervös und draußen war es zumindest ruhig, abgesehen vom Wind, der durch Bäume wehte oder hier und da am Schloss heulte. Nicht, dass sie vorgehabt hatte, Sport zu machen, sie brauchte ihre Energie noch, aber erst einmal raus, frische Luft holen und dann auf in den Kampf. Und nicht vorher schon zusammen brechen, dafür war sie glücklicherweise aber nie der Typ gewesen.

Sie betrat den Gemeinschaftsraum, schaute sich um und schüttelte den Kopf. Wie die Hühner, ja, ganz genau so. Sie überlegte kurz, zu wem sie gehen sollte und entschied sich dann spontan für die Gesellschaft von Gabriel Bessant, der ein paar Klassen unter ihr war, was aber an und für sich kein Problem war, auch jüngere Schüler hatten immerhin mal reden gelernt und wenn nicht, dann würde sie das eben übernehmen. Sie schlenderte gemütlich zu ihm hin und nahm neben ihm auf einem Sessel Platz. „Ist das schon die ganze Zeit hier so...“ Tris machte eine unbestimmte Geste mit den Händen. „So... mädchenlos?“ Das war ja grausam. Es war am Ende doch nur ein Ball! Nicht der Weltuntergang und der Minister würde ja wohl auch nicht kommen. Es gab also niemandem, dem man zwingend imponieren musste. Außer Jungs, vielleicht. „Naja, ist vielleicht auch besser so, die machen mich alle ganz kirre.“ Sie schüttelte den Kopf und schaute Gabriel grinsend an.
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BeitragThema: Re: Gemeinschaftsraum   Mo Okt 04 2010, 17:00

Wiedereinstieg nach Zeitsprung


Langsam betrat Lawrence den Gemeinschaftsraum. Nach dem vorzeitigen Ende des Unterrichts war er gleich in die Bibliothek gegangen um dort in Ruhe zu lernen, doch obwohl dort weitaus weniger los war als sonst, war es ihm nicht gelungen, sich richtig auf den Unterrichtsstoff zu konzentrieren. Er hatte einfach zu viele andere Dinge im Kopf. Vor einem neuen Besuch bei Madam Pomfrey hatte er sich nach wie vor gedrückt, auch wenn Ian ihn jeden Tag daran erinnerte. Ian, das war auch noch so eine Sache. So plötzlich, wie sein bester Freund wieder in Hogwarts aufgetaucht war. Es hatte ihn wirklich sehr gefreut, aber so ganz glauben konnte er es fast immer noch nicht. Ian hatte sich eigentlich für immer verabschiedet, oder doch zumindest für den Rest des Schuljahres, dann hätte er ja ohnehin seinen Abschluss gemacht, und dann hatte er plötzlich wieder vor ihm gestanden als ob er Hogwarts nie verlassen hätte.

Aber auch Ian hatte sich viel mit dem heute anstehenden Halloweenball beschäftigt, spätestens nachdem er eine Partnerin gefunden hatte, die Gryffindor Matilda Knightley aus ihrem Jahrgang, hatte er sich auch richtig auf den Abend gefreut. Lawrence selbst hingegen wusste noch nicht einmal so genau, ob er überhaupt zum Ball in die Große Halle gehen sollte. Eine Partnerin hatte er nicht gefunden – nicht, dass er gesucht hätte – und er hatte ohnehin keine große Lust auf Feiern. Aber das würde er ja immer noch spontan entscheiden können, darüber musste er sich jetzt noch keine Gedanken machen. Sollte er sich noch dafür entscheiden, so brauchte er nur in seinen Festumhang zu schlüpfen, der oben in den Schlafsälen in seinem Schrank hing.

Als er mit seiner Tasche dann aber den Gemeinschaftsraum betrat, fiel sein Blick gleich auf seinen kleinen Bruder und eine Klassenkameradin, Aystris. Anstatt zuerst seine Sachen wegzubringen ging er gleich zu den beiden hinüber. „Hallo, ihr zwei…“ grüßte er sie und lächelte ganz besonders Gabriel sanft an, bevor er sich neben ihn auf einen Sessel setzte. „Ich hoffe, ich störe euch nicht?“ Falls doch, konnte er auch gleich wieder gehen, aber es wäre vielleicht nicht das schlechteste, ein wenig Zeit mit den beiden zu verbringen.
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BeitragThema: Re: Gemeinschaftsraum   Mi Okt 06 2010, 21:24

Gabriel & Lawrence & Aystris


Gabriel sah auf, als eine seltene Erscheinung auf ihn zu kam – ein Mädchen! Nun, zumindest war es im Moment ein eher seltener Anblick, denn der Gemeinschaftsraum war ja, aufgrund des Balls, fast ausschließlich männlich besetzt, eine Tatsache, über die er eben schon nachgedacht hatte. Das Mädchen, eine Klassenkameradin seines Bruders und eigentlich sehr nett, schien diese unübersehbare Tatsache auch bemerkt zu haben und kommentierte sie sogleich. „Ja, es ist schon seit geraumer Zeit so, hier drin,“ bestätigte er. „Aber du bereitest du dich wohl nicht auf den Ball vor?“ Er beobachtete sie unauffällig. Er kannte sie flüchtig, da sie so alt war wie Lawrence und sie kam ihm sehr nett vor. Ob sie wohl schon einen Ballpartner gefunden hatte? Und wenn nicht – konnte man sie vielleicht davon überzeugen, mit Lawrence zu gehen? Er wusste zwar nicht, ob Lawrence schon jemanden gefunden hatte, aber er bezweifelte es irgendwie. Dabei hatte er es dringend nötig, sich einmal abzulenken…

„Sag mal, mit wem gehst du eigentlich zum Ball…?“ erkundigte er sich vorsichtig, doch bevor er eine Antwort erhalten konnte, trat sein großer Bruder hinzu.

„Hallo Lawrence!“ sagte er sofort und lächelte seinen großen Bruder liebevoll an. „Natürlich störst du nicht!“ So ein Unsinn, wie konnte sein geliebter großer Bruder ihn denn stören?
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BeitragThema: Re: Gemeinschaftsraum   Di Okt 12 2010, 23:39

pp: Korridore-Erdgeschoss (ZEITSPRUNG)

Rosalie && Oliver

Nach seinen Mittagessen war Oliver gleich noch einmal in die Bibliothek gegangen, um noch ein oder zwei Bücher zurückzugeben, für die die Ausleihfrist am Sonntag ablief. Und womöglich würde er sie am Wochenende noch vergessen! Nur schade, dass er sie schon hatte abgeben müssen, er hatte sie sehr interessant gefunden. Aber er würde sie sich ja wieder ausleihen können. Danach hatte er sich auf den Weg in den Gemeinschaftsraum gemacht - und direkt nach dem Eintreten seine Tanzpartnerin Rosalie entdeckt, die in einem der Sessel saß und las. Mit einem Lächeln ging Oliver zu ihr hinüber. Er verstand sich wirklich gut mit dem Mädchen. Zwar war er auch in ihrer Gegenwart ein wenig schüchtern, aber das war schon besser geworden. Und immerhin war er dazu in der Lage, sie halbwegs normal anzusprechen. Aber sie hatte ja auch keine Schere dabei, sondern nur ein Buch, und das war nun wirklich nicht furchteinflößend, für ihn erst recht nicht. "Hallo, Rosalie..." Er stand mittlerweile fast direkt vor ihr, natürlich noch mit einem Sicherheitsabstand, er wollte ja nicht aufdringlich sein. "Darf ich mich zu dir setzen?"
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BeitragThema: Re: Gemeinschaftsraum   Mi Okt 13 2010, 14:39

gabriel – aystris – lawrence

Tris kam sich ein bisschen vor wie eine Ausnahmeerscheinung, immerhin war sie weder hektisch noch aufgetakelt oder gar dabei, sich vor aller Augen umzuziehen. Sie war einfach nur sie, wenn auch ein bisschen kribbelig, schließlich kamen nicht jeden Tag eine Menge Schüler zu einem Ball zusammen und wie sie wusste, nicht nur Schüler. Sie fragte sich kurz, welcher Lehrer wohl mit wem tanzte, aber darüber nachdenken brachte auch nicht, außer Kopfschmerzen. Sie schenkte Gabriel ein warmes Lächeln und lehnte sich bequem zurück. "Der Ball geht doch erst in ein paar Stunden los. Und jetzt hat es auch keinen Sinn, sich umzuziehen oder zu duschen, dann müffelt man später nur wieder. Ich hab Zeit. Naja, noch, nachher vermutlich nicht mehr." Sie musste lachen, denn sie und Zeitdruck passten einfach nicht wirklich zusammen und so wie sie sich kante schmierte sie sich mit dem Mascara voll oder kleckerte noch Zahnpasta auf ihr Kleid. Doch wozu konnte man sonst zaubern, wenn nicht, um solche Missgeschicke wieder loszuwerden? Aber selbst wenn, sie konnte sowieso erst dann Panik kriegen, wenn es sich lohnte und nicht in einem Gespräch mit irgendjemandem.

Überrascht warf sie dem Jungen einen Blick zu, als dieser sie unvorbereitet einfach fragte, mit wem sie zum Ball ging, aber sie schaffte es nicht, zu antworten, denn Gabriels Bruder, Lawrence, der in ihrem Jahrgang war, setzte sich zu ihnen. Sie musste unweigerlich strahlen, dass die Brüder sich lieb hatten, war nicht zu übersehen und sie freute sich, dass beide eine so gute Beziehung zueinander hatten. Fast wie bei ihr, nur irgendwie harmonischer. Sie schüttelte den Kopf und grinste. "Quatsch, der Gemeinschaftsraum ist doch sowieso für alle da", meinte sie und zuckte mit den Schultern, denn sie war bestimmt die Letzte, die sich gestört fühlen würde. Eher störte sie alle anderen. "Also bleib einfach hier. Wir waren gerade bei Ballpartnern, richtig?"

Ihr Blick wanderte von Lawrence zu Gabriel. Sie konnte nun natürlich lügen und sich irgendjemanden ausdenken, mit dem sie zum Ball ging, aber sie hasste Lügen und außerdem war ja auch nichts dabei, alleine zu gehen. "Ich gehe mit mir hin. Ich finde, es gibt schlimmeres, den nächstbesten zu nehmen zum Beispiel, also kann ich auch stolz ohne jemanden auftauchen. Es wird vielleicht etwas peinlich, aber was soll's, irgendwann ist auch der Ball vorbei und das Gerede, das er mit sich bringt." Sie seufzte theatralisch. Eigentlich würde sie ja schon gerne mit jemandem zum Ball gehen, aber so fortschrittlich sie bei gewissen anderen Dingen war, für einen Ball wollte sie von einem Jungen gefragt werden. Ein bisschen Romantik schadete ja auch nicht. Zu blöd, dass sie anscheinend für einen Ball nicht die beste Wahl war.
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BeitragThema: Re: Gemeinschaftsraum   Mi Okt 13 2010, 18:50

Oliver & Rosalie

Rosalie war erleichtert gewesen, als sie endlich ihr Horrorfach, Pflege magischer Geschöpfe, für diese Woche hinter sich gebracht hatte, und sich nicht die ganze Zeit fehl am Platz fühlen musste. Sie fand das Fach an sich zwar interessant und gab sich die größte Mühe, aber sie fürchtete sich einfach zu sehr vor den verschiedenen Lebewesen. Allein schon dass sie sich in der Nähe dieser Tiere aufhalten musste war schon schlimm genug, aber sie auch noch anzufassen und mit ihnen arbeiten zu müssen, machte die Ravenclaw fertig. Jeden Mittwoch saß sie also völlig am Ende beim Mittagessen und freute sich, den Vormittag überstanden zu haben.
Nach einem schnellen Mittagessen hatte es sich die Ravenclaw in einem Sessel im Gemeinschaftsraum bequem gemacht und begann ihr neues Buch, das sie ihre Großmutter gebeten hatte ihr zu schicken, zu lesen. Bald hatte das Mädchen ihre Umgebung völlig vergessen und war vertieft in die Geschichte. Deswegen bemerkte die Ravenclaw ihren Mitschüler Oliver Mackenzie erst als dieser bereits fast direkt vor ihr stand und sie ansprach. Aus ihrer Gedankenwelt gerissen zuckte Rosalie erschrocken zusammen als Oliver sie begrüßte. Das Mädchen hob den Kopf und lächelte ihren Freund an, als sie diesen erkannte. "Hallo Oliver, natürlich darfst du dich zu mir setzen", begrüßte sie ihn und deutete auf einen Sessel neben sich. "Wie geht es dir?", fragte sie ihn interessiert, schlug ihr Buch zusammen und legte es neben sich.
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BeitragThema: Re: Gemeinschaftsraum   Mi Okt 20 2010, 18:52

Gabriel & Aystris & Lawrence

Lawrence lächelte erleichtert. Denn auch wenn er sehr gerne Zeit mit seinem kleinen Bruder verbringen wollte und auch rein gar nichts gegen Aystris‘ Gegenwart einzuwenden hatte – eher im Gegenteil! – wäre er sofort wieder gegangen, wenn die beiden allein sein wollten. Er hatte sich schon gefragt, ob es nicht vielleicht etwas zu forsch gewesen war, sich einfach dazuzusetzen, deshalb beruhigte es ihn, dass er die zwei nicht störte. „Dann ist ja gut…“ erwiderte er leise und beugte sich dann ein wenig vor, um seine Tasche aus dem Weg zu schieben, bevor noch jemand, der zufällig hier vorbeigehen wollte, darüber stolperte. Bei Aystris‘ Worten blickte er jedoch rasch wieder auf.

„Ballpartner?“ fragte er nach, obwohl er sich eigentlich recht sicher war, sich nicht verhört zu haben. Er konnte sich ja ganz spontan bessere Gesprächsthemen vorstellen als den anstehenden Halloweenball, aber er würde sich bestimmt nicht beschweren. „Dann hast du also auch einen Partner gefunden?“ fügte er an Tris gewandt hinzu. Dass sein Bruder sich mit Molly Mackenzie, der Schwester seines Klassenkameraden Jezebel, verabredet hatte, wusste er natürlich schon. Aber dann wurde ihm bewusst, wie seltsam seine Frage klingen musste, ganz so, als ob er nicht glauben würde, dass Tris einen Partner finden würde, doch bevor er sich für seine ungeschickte Wortwahl entschuldigen konnte, sprach das Mädchen schon weiter.

„Ja, da hast du recht…“ stimmte er ihr zu. Auch der Ball würde irgendwann vorbei sein. Selbstverständlich wünschte er Gabriel und Ian und seinen anderen Freunden einen schönen Abend, aber fast war er auch froh, wenn alles wieder vorbei war. Immerhin musste er sich dann keine Gedanken mehr darum machen, dass er nicht dazu in der Stimmung war, den Ball auch tatsächlich zu besuchen. Und sollte sich jemand darüber wundern, wenn er nicht dort auftauchte – nun, Tris hatte recht, irgendwann würde jedes Gerede verstummen. „Aber peinlich ist das doch nicht wirklich…“
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BeitragThema: Re: Gemeinschaftsraum   Mi Okt 20 2010, 19:03

Oliver & Rosalie

Oliver lächelte erfreut, als Rosalie ihn so freundlich begrüßte und sogar ihr Buch für ihn zur Seite legte. Das tat man immerhin nicht für jeden, oder? Er wollte nicht so arrogant sein und behaupten, seine Klassenkameradin hätte nur auf ihn gewartet oder ähnliches, aber es freute ihn einfach. Ohne zu zögern nahm er Platz. „Ja, also. Es geht mir gut“, erwiderte er auf ihre Frage. Das Schöne war doch, dass Rosalie wirklich noch interessiert geklungen hatte, als ob die Frage nach dem Befinden eines anderen Menschen für sie keine bloße Floskel war, wie es bei vielen leider der Fall war. „Ich hoffe, dir geht es auch gut?“ Auch er wollte es wirklich wissen. Denn ganz abgesehen davon, dass er Rosalie mochte, würde er doch mit ihr heute Abend zum Ball gehen, und er würde gerne erfahren, wie sie darüber dachte, ob sie sich denn auch freute. Genau daran hatte er nämlich manchmal gezweifelt, war aber zu schüchtern gewesen, sie direkt darauf anzusprechen. Doch jetzt war doch im Grunde seine letzte Gelegenheit, oder? „… Ist für heute Abend alles klar…?“ erkundigte er sich schließlich leise, nachdem er all seinen Mut zusammengenommen hatte. Fast fürchtete er, Rosalie würde ihm nun mitteilen, dass sie doch nicht mit ihm zusammen auf dem Halloweenball erscheinen wollte, sei es nun, weil sie generell keine Lust auf diese Veranstaltung hatte, oder einfach, weil sie einen besseren Partner gefunden hatte, denn das konnte er wohl nicht mit völliger Sicherheit ausschließen.
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BeitragThema: Re: Gemeinschaftsraum   Mo Okt 25 2010, 20:55

Gabriel & Aystris & Lawrence


„Ja, ich kann mir auch nicht vorstellen, warum man jetzt schon anfangen sollte, sich auf den Ball vorzubereiten… Aber ich bin ja auch ein Junge, ich dachte, es liegt vielleicht daran…“ Er grinste Aystris freundlich an. „Aber da du ja auch hier bist, liegt’s vielleicht nicht nur an mir…“

Gabriel wandte sich von Aystris ab und sah seinen älteren Bruder liebevoll an – er sollte bloß nicht denken, dass er sie irgendwie stören könnte, das war doch Unsinn! Zumal er sich ja eher über Lawrences Anwesenheit freute, das würde seinem Versuch, ihn mit Aystris zu verkuppeln, zumindest was den Ball anging, hoffentlich helfen. Ein paar Minuten lang lauschte er nur dem Gespräch der beiden Siebtklässler, um zu sehen, ob sich eine Gelegenheit bot, die beiden unauffällig – oder auch weniger unauffällig – darauf hinzuweisen, dass sie eigentlich doch gut zusammen zum Ball gehen könnten.

„Hm… dann habt ihr ja beide noch keinen Ballpartner…?“ setzte er an und sah, scheinbar unschuldig, zwischen den beiden hin und her. Vielleicht würde diese harmlose Frage ja als Wink mit dem Zaunpfahl genügen? Was er allerdings bezweifelte, besonders im Fall seines Brudes, der ja manchmal durchaus etwas schwer von Begriff sein konnte, auch wenn er eigentlich hochintelligent war. Aber eben nicht in diesem Fall...
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BeitragThema: Re: Gemeinschaftsraum   Do Okt 28 2010, 15:54

gabriel – aystris – lawrence

Gut, es war mit ihr also noch nicht so weit gekommen, dass sie jemanden vertrieb. Das war eigentlich ganz angenehm, zu wissen, dass man nicht sonderlich abschreckend wirkte oder mehr, als man es eventuell beabsichtigte. Nicht, dass Aystris jetzt gerade jemanden verjagen wollte, im Gegenteil, sie war froh über die Gesellschaft, wo doch sonst schon niemand in der Nähe war. Früher oder später musste zwar auch sie anfangen, sich fertig zu machen, aber ein bisschen Zeit hatte sie ja, die mehr oder weniger so zu nennende Normalität genießen zu können. Als ob sie normal wäre oder irgendjemand hier. Sie lächelte immer noch und drehte kurz eine störende Strähne ihres Haars auf, um sie hinter das Ohr zu klemmen. „Ich glaube ja, der Ball wird sowieso überschätzt und nachher laufen alle herum wie Anziehpüppchen, eine Pseudohübscher als die andere...“, sagte sie leise. Es musste ja außer ihnen kein Mädchen hören, wie sie über das gesamte Spektakel dachte. Sie gönnte es allen anderen und sich ja auch, sich einmal richtig herauszuputzen, aber trotzdem blieb die Veranstaltung nicht mehr als ein Schaulaufen und das fand sie irgendwie falsch.

„Es ist peinlich“, widersprach sie Lawrence, jedoch nicht wirklich voller Ernst, sondern eher im Scherz. „Stell dir mal vor, am nächsten Tag hörst du nur noch Gerede über dich, weil du ja sooo arm alleine gewirkt hast. Pff...“ Tris hasste die Angewohnheit, immer irgendwie die Luft ausstoßen zu müssen, wenn sie ihre Abneigung zur Schau stellen wollte, aber so ganz darüber hinweg kam sie auch nicht. „Aber ich sollte da ja drüber stehen.“ Tat sie eigentlich auch. Nur leider war die romantisch veranlagte Stelle in ihrem Kopf nicht ganz ihrer Meinung. Aber auf die Schnelle bekam sie nun auch keinen Ballpartner mehr.

Als ob er doch noch ein besonderes Angebot machen wollte, wies nun Gabriel sie und seinen Bruder auf eine ziemlich offensichtliche Tatsache hin und sie lachte. Sie verstand ganz genau, was der blonde Junge sagen wollte und es überraschte sie nicht wirklich, dass der scharfe Verstand nicht bei ihr oder dem gleichaltrigen Lawrence war, sondern bei Gabriel, dem irgendwie viel mehr aufzufallen schien als ihr. Oder seinem Bruder. „Nee, haben wir dann wohl nicht.“ Sie zwinkerte dem Jüngeren kurz zu und warf dem Dritten im Bunde einen fragenden Blick zu. Sie würde ganz bestimmt nicht fragen. Außerdem konnte man es schlechter treffen. Lawrence war nicht hässlich, nicht dumm, nur ein wenig... stiller als sie. Das musste aber ja kein Hindernis sein. War Kuppeln eigentlich legal?
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BeitragThema: Re: Gemeinschaftsraum   So Okt 31 2010, 00:45

Gabriel, Aystris, Lawrence

Lawrence lächelte leicht über Aystris‘ Meinung über den Ball. Im Grunde hatte sie ja recht, aber er wäre nie auf die Idee gekommen, die Dinge von diesem Blickwinkel aus zu sehen. Aber das lag vielleicht auch daran, dass er sich allgemein nicht allzu viele Gedanken über dieses Ereignis gemacht hatte. Er hatte Ian viel Spaß gewünscht, als er verkündet hatte, mit Matilda verabredet zu sein, aber mehr auch nicht. Warum auch? Warum sollte er feiern? Doch nein, darüber sollte er jetzt im Augenblick wohl nicht nachdenken, er hatte sich nicht zu Tris und seinem Bruder gesetzt, um trübsinnig Löcher in die Luft zu starren, das tat er ohnehin viel zu häufig in letzter Zeit. Mit einem leichten Ruch konzentrierte er sich wieder auf das Gespräch.

Irgendwie hatte er das Gefühl, ein bisschen verpasst zu haben, während er seinen eigenen Gedanken nachgehangen hatte, denn Tris stieß gerade die Luft aus, und Lawrence war sich nicht ganz sicher, ob es sich dabei um eine Reaktion auf ihre Meinung, dass der Ball eigentlich nicht mehr als ein Schaulaufen war, handelte oder ob sie noch etwas gesagt hatte. Doch nachzufragen war ihm dann auch peinlich, er wollte seiner Klassenkameradin nicht das Gefühl geben, ihr nicht zuzuhören. Und außerdem war er ohnehin damit beschäftigt, aus den Worten seines Bruders schlau zu werden.

„So sieht es wohl aus…“ erwiderte er leise und runzelte leicht die Stirn. Nun, es stimmte, sowohl Aystris als auch er hatten keinen Ballpartner gefunden, aber er kam nicht sofort darauf, was Gabriel mit seiner Frage bezwecken konnte, weshalb er Tris’ fragendem Blick auch nur mit einem zwar freundlichen, aber neutralen Lächeln begegnete. „Ich weiß auch gar nicht so genau, wer alles einen Partner -oder eine Partnerin – gefunden hat“, fügte er nach einer kurzen Pause noch hinzu, einfach, um noch irgendetwas zu sagen.
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BeitragThema: Re: Gemeinschaftsraum   So Okt 31 2010, 19:18

Oliver & Rosalie


Rosalie hörte interessiert zu, wie Oliver erzählte wie es ihm ging. "Mir geht es auch gut, danke", antwortete die Ravenclaw auf seine Gegenfrage und lächelte ihn an. "Ich bin so froh, dass ich Pflege magischer Geschöpfe heute überlebt habe", erklärte sie Oliver weiter. Heute Abend konnte nichts mehr passieren, das ihr Herz noch schneller schlagen ließ und das auf eine negative Art und Weise, war sich Rosalie sicher. Deswegen war sie in Hinsicht auf den kommenden Ball relativ entspannt.
Die Ravenclaw freute sich zwar nicht direkt auf den Halloweenball, aber war zumindest gespannt, wie es sein würde. Sie war zuvor noch auf keinem Ball gewesen und hatte sich anfangs auch gesträubt hinzugehen. Aber ihr Freund Oliver hatte Rosalie wirklich sehr nett gefragt, ob sie ihn begleiten wollte und außerdem hatte sie ihrer Großmutter versprochen, sich nicht zu verkriechen.
Oliver war sich anscheinend aber nicht so ganz sicher, ob sie ihre Zusage inzwischen nicht doch bereute. Ganz leise hatte er Rosalie danach gefragt. "Ja, bei mir ist für heute Abend alles klar. Ich hoffe, ich kann von dir ein bisschen das Tanzen lernen.", versuchte die Ravenclaw ihn zu beruhigen. Wie konnte Oliver glauben, dass sie ihm am Tag des Balls doch noch absagen würde? Wenn sie nicht mit ihm hätte hingehen wollen, hätte sie es ihm von Anfang an gesagt, aber wenn sie einmal etwas versprochen hatte, dann hielt sie ihr Wort. Der Gedanke, dass der Ravenclaw sie so einschätzte, machte sie leicht ärgerlich. Sie schob es aber darauf, dass die zwei sich schließlich noch nicht so lange kannten und Oliver vielleicht schon schlechte Erfahrungen gemacht hatte. Auf jeden Fall war ihr Freund offensichtlich sehr unsicher im Umgang mit dem weiblichen Geschlecht.
Beunruhigt fragte Rosalie ihren Gegenüber:"Bei dir ist doch auch alles klar für heute Abend, oder?"
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Gabriel Bessant



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BeitragThema: Re: Gemeinschaftsraum   Mi Nov 03 2010, 23:08

Gabriel sah immer noch zwischen den beiden großen Hin und Her. Aystris hatte ihn augenscheinlich verstanden, jedenfalls zwinkerte sie ihm – wie ihm schien – vielsagend zu. Allerdings schien sie nicht den ersten Schritt machen zu wollen. Vielleicht war sie der Ansicht, dass es sich nicht schickte, als Mädchen einen Jungen zu fragen, ob er mit ihr zum Ball gehen wollte? Generell sah Gabs das ja auch so, es war nun einmal die Aufgabe der Jungen, eine solche Frage zu stellen, aber im Falle seines Bruders wäre es wohl besser gewesen, diese Konvention zu umgehen. Er sah Lawrence zweifelnd an. Ob er in der Lage war, ihn mit kleinen Hinweisen dazu zu bringen, Aystris zu fragen, ohne es ihm gleich mehr oder weniger deutlich nahezulegen? Nun ja, auf einen Versuch kam es jedenfalls an…

Lawrence stellte sich wirklich nicht allzu geschickt an, er schien nicht die leiseste Ahnung zu haben, was Gabriel mit seiner Frage hatte bezwecken wollen, und versuchte deshalb wohl belanglose Konversation zu betreiben… Gabs legte den Kopf schief. Wie konnte er ihn wohl auf den richtigen Weg lenken?

„...Aystris, du findest bestimmt noch einen Ballpartner, dann sagt auch am Tag darauf niemand, du seist einsam gewesen…“

Er sah jedoch nicht Aystris an, sondern Lawrence und hoffte, dass er ihn endlich verstehen würde. „…ich meine, irgendjemand,“ er stubste Lawrence sanft mit dem Fuß an, „wird dich bestimmt noch fragen…“
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BeitragThema: Re: Gemeinschaftsraum   Fr Nov 05 2010, 16:29

Rosalie und Oliver

Oliver lächelte leicht auf Rosalies Bemerkung zu Pflege magischer Geschöpfe hin. Dass sie dieses ganz spezielle Fach nicht sonderlich mochte, war ihm mittlerweile schon aufgefallen. Vielleicht würde er ihr eines Tages seine Hilfe anbieten, aber im Moment hielt er dich für keine so gute Idee. Außerdem war es ihm gerade wichtiger zu wissen, ob denn für heute Abend noch alles klar war. Der Ravenclaw hatte nicht vergessen, wie schnell seine Ex-Freundin Lizzie letztes Jahr ihre Beziehung beendet hatte, und obwohl er und Rosalie nun mit Sicherheit kein Paar waren, hatte er doch Angst, dass sie seiner genauso schnell überdrüssig werden würde wie die um ein Jahr ältere Gryffindor. Und ganz abgesehen davon, dass er sich gegenüber Mädchen sowieso immer recht verunsichert verhielt, so wusste er auch noch nicht, ob er Rosalie schon gut einschätzen konnte. Immerhin kannten sie sich erst seit knapp zwei Monaten, das war noch nicht unbedingt lange.

Bei ihrer Antwort hingegen strahlte er sie an und nickte. „Ja, bei mir ist auch alles klar“, erwiderte er rasch, und das sogar ohne zu stottern. Es freute ihn wirklich, dass Rosalie dabei blieb, mit ihm zusammen den Abend verbringen zu wollen. Sie war dem Ball wohl doch nicht so abgeneigt wie er befürchtet hatte. „Und… i-ich bringe d-dir gerne das T-tanzen bei“, fügte er noch rasch hinzu. Er war nun bestimmt kein meisterhafter Tänzer, aber ein bisschen konnte er. Vielleicht war es sogar gut, dass Rosalie nicht tanzen konnte, denn mit einem Mädchen, das gut darin war, hätte er sich nur blamiert, und es wäre für alle Beteiligten kein sehr schöner Abend geworden, und er wollte seine Tanzpartnerin schließlich nicht langweilen oder nerven. So aber konnte er sich auf den Ball richtig freuen.
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BeitragThema: Re: Gemeinschaftsraum   Fr Nov 05 2010, 20:17

Oliver & Rosalie

Rosalie bemerkte wie sehr es Oliver freute, dass sie mit ihm zum Ball ging, denn er strahlte sie bis über beide Ohren an als sie ihm erklärt hatte, dass sie es sich nicht anders überlegt hatte. Die Ravenclaw fand es schön, dass sie ihren Freund damit glücklich machen konnte. Und immerhin konnte sie sich auch glücklich schätzen, dass jemand sie gefragt hatte, denn sie kannte noch nicht so viele anderen Schüler.
Wieso stottert er manchmal und ein anderes mal wieder nicht, überlegte sich das Mädchen als Oliver innerhalb von zwei Sätzen anscheinend wieder unsicher wurde. Die Ravenclaw war sich zwar sicher, dass sie an dem Grund nichts ändern konnte, aber beschloss, dass sie versuchen wollte Oliver mehr Selbstvertrauen zu schenken. "Also ich kann überhaupt nicht tanzen. Gegen mich wirst du aussehen wie ein Tanzgott", scherzte Rosalie. "Aber letztendlich geht es doch heute Abend auch nicht darum, wer der beste Tänzer ist sondern so viel Spaß wie möglich zu haben", meinte sie weiter, denn das hatte sie sich für den Abend zumindest fest vorgenommen.
"Du musst mir heute Abend bitte alle möglichen Leute vorstellen", bat Rosalie ihren Freund, "ich will nämlich noch ein paar Kontakte knüpfen". Weiter erklärte die Ravenclaw: "Es fällt mir irgendwie schwer auf andere Leute zuzugehen."
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BeitragThema: Re: Gemeinschaftsraum   So Nov 07 2010, 00:36

Rosalie & Oliver

Oliver lächelte zwar, aber sein Gesichtsausdruck verriet auch seine Zweifel. „I-ich gebe mein Bestes… aber wirklich gut tanzen kann ich auch nicht…“ Vielleicht hätte er die letzten Tage oder Wochen dazu nutzen sollen, mindestens einmal im Tanzclub vorbeizuschauen, um wenigstens das bisschen, das er konnte, wieder aufzufrischen, aber so ganz hatte er sich einfach nicht getraut. Die Schüler, die regelmäßig dorthin gingen, waren mit Sicherheit so viel besser als er, wer also hätte dann mit ihm tanzen wollen? Höchstwahrscheinlich doch niemand. Also musste es so irgendwie gehen. Aber es handelte sich ja auch um eine reine Vergnügungsveranstaltung, und nicht um einen Tanzwettbewerb. „G-gut, d-dass du recht hast. Es geht um den Sp-Spaß…“

Als Rosalie ihn dann jedoch bat, sie möglichst vielen anderen Leuten vorzustellen, wurden die Zweifel sogar noch größer. Nicht, dass er etwas dagegen gehabt hätte, ganz im Gegenteil, er würde ihr diesen Gefallen sehr gerne tun, aber er gehörte nun einmal auch nicht gerade zu den Menschen mit dem größten Freundeskreis. „A-also…“ Dass sie dann auch noch zugab, dass es ihr schwer fiel, auf andere zuzugehen, machte es für ihn nicht unbedingt besser. Sie waren ja schon ein tolles Gespann… „I-ich w-würde g-gerne…“ Er zuckte etwas hilflos mit den Schultern. In der Regel war er ja sogar zu schüchtern, um seine Klassenkameraden anzusprechen, ganz besonders die Mädchen. Und diese waren für Rosalie vielleicht interessanter als die Jungen. Mädchen waren eben auch oftmals unter sich.

In diesem Moment hatte er dann aber doch noch eine Idee, und sein Lächeln wurde wieder etwas überzeugter. „K-kennst du denn schon meine G-Geschwister?“ erkundigte er sich rasch. Bei Jezzie und Molly hatte er immerhin keinerlei Hemmungen, sie anzusprechen. Seine beiden Geschwister waren zwar zwei Jahre älter beziehungsweise jünger als sie beide, aber die zwei waren nicht die schlechtesten Bekanntschaften, wenn es darum geht, möglichst viele neuen Leute kennenzulernen, waren sie doch wesentlich weniger schüchtern als er selbst.
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BeitragThema: Re: Gemeinschaftsraum   So Nov 07 2010, 21:26

Oliver & Rosalie


Oliver schien tatsächlich große Zweifel an seinen Tanzkünsten zu haben. Das konnte Rosalie aber nicht wirklich abschrecken. Gegen sie konnte er nur gut aussehen. Die Ravenclaw wusste gar nicht, ob sie bei dem Gedanken an ihre Tanzkünste lachen oder weinen sollte, aber sie wollte heute Abend Spaß haben und wenigstens für ein paar Stunden ihre Sorgen vergessen. "Es reicht mir schon aus, wenn du dein Bestes gibst. Und wenn alle Stricke reißen, tanzen wir eben Freestyle. Das wird bestimmt lustig", antwortete Rosalie und lachte. Das Mädchen würde den Ravenclaw nur zu gerne sehen wie er den Moonwalk machte oder wie ein Roboter tanzte.

Aber es war wohl keine gute Idee gewesen, Oliver zu bitten sie anderen Leuten vorzustellen, denn das schien ihn noch nervöser zu machen. Natürlich wusste sie, dass ihr Freund eher schüchtern war und einige Komplexe hatte, aber immerhin war er schon seit dem ersten Schuljahr hier und musste demnach viele Leute kennen. Rosalie war sich sicher, dass Oliver ein bisschen mehr aus sich herausgehen sollte und es ihm auch gut tun würde. Er würde sicherlich für sie über seinen Schatten springen. Rosalie selbst war nicht schüchtern, aber das Mädchen hatte bis jetzt immer Angst gehabt, dass ihre Mitschüler wussten oder herausfinden könnten, was sie getan hatte. Inzwischen hatte sie aber gemerkt, dass es anscheinend keiner ihrer Mitschüler in Hogwarts wusste beziehungsweise dafür interessierte. Demnach konnte sie also getrost kontaktfreudiger sein und heute Abend war wohl die perfekte Chance neue Leute kennen zu lernen.

"Ich wusste gar nicht, dass du Geschwister hast. Sie sind aber keine Ravenclaws, oder?", erkundigte sich die Ravenclaw als Oliver ihr von seinen Geschwistern erzählte. Das Mädchen überlegte, ob sie im Ravenclaw-Gemeinschaftsraum jemals von einem anderen Mackenzie gehört hatte, konnte sich aber nicht erinnern.
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BeitragThema: Re: Gemeinschaftsraum   Fr Nov 12 2010, 16:54

gabriel – aystris – lawrence

Entweder war sie zu blöd und hatte doch nicht verstanden oder sie hatte sich zu plump angestellt, dass Lawrence nicht so ganz hinterher kam. Vermutlich eher das zweite und Tris zuckte etwas hilflos mit den Schultern. Sie hoffte, dass es nicht an ihr lag, dass sie sich nicht zum Affen gemacht hatte mit ihrem Stieren, aber es war doch weniger wahrscheinlich. Viel eher war es doch möglich, dass ihr Mitschüler sie nicht verstehen wollte, um sich einen Haufen Seltsamkeiten zu ersparen. Und sie war ehrlich zu sich: Es gab bessere Ballpartner mit tolleren Kleidern und bestimmt auch mehr Stil. Zumindest mit mehr als eine muggelstämmige junge Frau hatte, deren Hobby es war, sich ordentlich dreckig zu machen. Nicht, dass sie damit ein Problem hatte, die Probleme anderer mit ihr waren ja nicht ihre, aber es störte sie schon ein wenig, wegen so einer Oberflächlichkeit vielleicht nicht gefragt zu werden. Wenn sie in jemanden verliebt gewesen wäre, dann wäre es etwas anderes gewesen und sie hätte dann bestimmt gehofft, gefragt zu werden, aber das war ja nun gerade nicht der Fall, glaubte sie zumindest.

Sie zog es vor, besser nichts mehr zu sagen, immerhin hatte sie sich nicht dafür interessiert, wer mit wem zum Ball ging, es sei denn, sie war persönlich betroffen, wie bei Caelin zum Beispiel, aber sonst war es ihr nicht so wichtig. Dass die Gelegenheit günstig war, war ihr klar und vielleicht sollte doch einfach sie Lawrence fragen, nur traute sie sich nun nicht mehr so ganz und das zog sie ein klein wenig runter. Sie nahm sich dennoch vor, später so zu tun, als sei alles bestens, auch ohne Partner. Und dann würde sie auch Spaß haben, ohne so tun zu müssen.

Aystris lächelte Gabriel dankbar an, denn sein Satz holte sie zurück in die Wirklichkeit, die besser war als ihre leicht dunklen Gedanken, glücklicherweise bemerkte sie aber nicht, wie der jüngere der Brüder Lawrence klar zu machen versuchte, war sie schon verstanden hatte. „Danke, das ist lieb von dir. Ich kann ja mit einem Besen sonst, als Zeichen meiner Liebe zum Quidditch oder so“, schlug sie vor, aber sie lachte nur halbherzig über ihren Witz, denn das war noch weniger, was sie sich vorgestellt hatte. „Abwarten und Tee trinken, vielleicht kommt ja noch jemand auf die Idee, dass ich doch keine so schlechte Partie bin.“ Sie warf Lawrence noch einen letzten Blick zu, bevor sie aufstand. Sie machte aber keine Anstalten, zu gehen oder sich zu verabschieden, sondern wartete ein wenig unsicher. Jetzt oder nie.
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BeitragThema: Re: Gemeinschaftsraum   Fr Nov 12 2010, 19:14

Oliver & Rosalie


Oliver lächelte flüchtig. Die Vorstellung, heute Abend zusammen mit Rosalie Freestyle zu tanzen, hatte schon etwas erheiterndes, das konnte er nicht leugnen. Vielleicht wäre es sogar gar keine so schlechte Idee, immerhin konnte man dabei nicht sonderlich viel falsch machen. Aber andererseits wusste er schon, dass er sich das nicht trauen würde, auch wenn seine Kenntnisse im normalen Tanz hinten und vorne nicht ausreichen würden. Doch dabei würde er auffallen, und das war etwas, das er eigentlich auf alle Fälle würde verhindern wollen. Der Ravenclaw war nun einmal kein Mensch, der gerne im Mittelpunkt stand. „Mal sehen…“ erwiderte er deshalb nur in neutralem Tonfall und zuckte leicht mit den Schultern. Außerdem beschäftigte er sich in Gedanken schon mit Rosalies nächsten Worten.

Sie seinen Geschwistern vorzustellen, schien ihm da wirklich noch die beste Möglichkeit zu sein. Oder vielleicht noch Amber, falls sie das Albino-Mädchen noch nicht kannte – was er sich aber eigentlich nur sehr schwer vorstellen konnte, immerhin war ihre Klassenkameradin aus Gryffindor nicht gerade die Unauffälligkeit in Person. „Nein, sie sind keine Ravenclaws“, erwiderte er auf Rosalies Frage und sah sich kurz im Gemeinschaftsraum um. Seine Klein-Cousine Alison war im selben Haus gelandet wie er selbst, aber er konnte sie gerade nirgendwo entdecken. Aber das Mädchen war ohnehin vier Jahre jünger als er, da war es fraglich, ob Rosalie mit ihr so viel würde anfangen können.

„Ich habe zwei Geschwister, einen älteren Bruder und eine jüngere Schwester.“ Oliver lächelte. Zwar hatte es gerade zwischen ihm und Jezzie immer mal wieder Differenzen gegeben, besonders natürlich die Angelegenheit damals, als er ihn hatte sezieren wollen, aber er mochte sowohl ihn als auch Molly sehr gerne. „Jezebel – mein Bruder, auch wenn er einen Mädchennamen hat – ist zwei Jahre älter als wir und er ist in Slytherin gelandet. Molly ist in Hufflepuff, zwei Klassen unter uns.“ Wenn er so darüber nachdachte, war die Häuserverteilung in ihrer Familie wirklich fast schon ein wenig komisch, aber immerhin recht ausgeglichen. Mackenzies gab es wohl überall.
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BeitragThema: Re: Gemeinschaftsraum   Sa Nov 13 2010, 15:31

Gabriel - Aystris - Lawrence
Lawrence sah seinen kleinen Bruder ein wenig irritiert an. Gerade wollte er sich erkundigen, warum er ihn denn getreten hatte, dann dämmerte es ihm so langsam. Gabriel schien schon die ganze Zeit mit seinen Worten etwas bezwecken zu wollen, zumindest schloss Law das aus den vielsagenden Blicken, die zwischen ihm und Aystris hin und her gingen. Er mochte zwar in solchen Dingen manchmal schwer von Begriff zu sein – nun ja, eigentlich fast immer, um ehrlich zu sein – aber irgendwann konnte sogar er verstehen, was Sache war. So auch jetzt.

Langsam hob er den Kopf und betrachtete Tris, die schon aufgestanden war. Eigentlich kein gutes Zeichen, aber immerhin hatte das Mädchen sich noch nicht aus dem Staub gemacht, also hatte er vielleicht doch noch eine Chance…? Nur war es wohl schon seltsam, das er gerade über so etwas nachdachte, hatte er doch eigentlich schon so gut wie beschlossen, sich auf dem Ball gar nicht blicken zu lassen. Und eigentlich hatte sich an seiner depressiven Stimmung nichts verändert, aber es wäre doch auch schade, wenn Aystris alleine oder mit einem Besen heute Abend in die Große Halle würde gehen müssen.

„Also, ähm…“ begann er und klinkte sich endlich wieder ins Gespräch ein, bevor auch er aufstand um seine Klassenkameradin besser anschauen zu können. Es erschien ihm unhöflich, eine solche Frage zu stellen, wenn er gemütlich auf einem Sessel stand. „Wenn du doch nicht mit einem Besen gehen willst…“ Er zuckte hilflos mit den Schultern und warf Gabriel einen kurzen Blick zu, bevor er tief Luft holte und sich wieder an Aystris wandte. „Möchtest du vielleicht mit mir zusammen zum Ball gehen…?“
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BeitragThema: Re: Gemeinschaftsraum   Sa Nov 20 2010, 01:23

Gabriel & Aystris & Lawrence



Gabriel atmete erleichtert auf, als Lawrence endlich kapierte, was er eigentlich von ihm wollte. Es hatte ja nun wirklich lange genug gedauert… Er hatte schon befürchtet, dass Aystris vielleicht sauer werden würde, denn vielleicht kannte sie Lawrence nicht gut genug, um zu wissen, dass er auf Gabriels dezente Hinweise nicht etwa deswegen nicht reagierte, weil er nicht mit ihr zum Ball wollte, sondern weil er sie schlicht und einfach nicht verstand. Lawrence war eben, was das anging, nicht der Schnellste. Gabriel musste leicht lächeln. Sein großer Bruder war eben ein bißchen naiv, wenn es um Mädchen ging, aber irgendwie machte es ihn noch liebenswerter. Nur wesentlich schwerer zu verkuppeln.

Dabei war es schon ganz schön knapp gewesen – Tris hatte ja schon gestanden, und auch wenn sie sich noch nicht zum gehen gewandt hatte, wäre sie doch sicher bald entschwunden, wenn Lawrence sich nicht doch endlich aufgerafft hätte, sie zum Ball einzuladen. Sein großer Bruder stand sogar auf, um Aystris zu fragen. Gabriel lächelte Lawrence liebevoll zu, und sah dann zu Aystris, um auf ihre Antwort zu warten. Aber sie würde doch wohl ja sagen, sonst hätte sie doch vorhin nicht so gelächelt, als sie verstanden hatte, worauf Gabriel hinauswollte? Sie musste jetzt einfach ja sagen…
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BeitragThema: Re: Gemeinschaftsraum   Mi Nov 24 2010, 22:20

Oliver & Rosalie


Mal sehen? Oliver hätte besser "lieber nicht" oder "vergiss es" sagen sollen, denn das kam dem näher, was er eigentlich dachte. Da war sich Rosalie zumindest ziemlich sicher. Aber sie wollte ihren Mitschüler nun auch nicht weiter bedrängen und ließ das Thema Freestyle-Tanzen erst einmal auf sich beruhen. Vielleicht würde ein Krug Honigmet Oliver heute Abend ein wenig auftauen lassen, hoffte die Ravenclaw. Zumindest war das bis jetzt ihr Plan gewesen wie sie lockerer werden wollte.

Gespannt hörte Rosalie Oliver zu, wie dieser von seinen Geschwistern berichtete. Wieso hatte sein Bruder ein Mädchennamen? Was hatten sich Mr. und Mrs. Mackenzie dabei gedacht? Obwohl es das Mädchen sehr interessierte wie es dazu gekommen war, traute sie sich nicht den Ravenclaw danach zu fragen. Sie wollte einfach nicht zu aufdringlich wirken und ließ ihren Freund also erst einmal weiter erzählen. Sie glaubte Oliver erst vor kurtem mit einer jüngeren Hufflepuff sprechen gesehen zu haben, die seine Schwester hätte sein können, und nickte also als er von Molly sprach.

"Jezebel in Slytherin, Molly eine Hufflepuff und du in Ravenclaw. Ich muss schon sagen, die Häuseraufteilung deiner Familie ist sehr ausgeglichen. Ich habe schon von Familien gehört, in denen alle Kinder im selben Haus sind, aber eure Konstellation kommt wohl seltener vor. Hast du vielleicht noch einen Cousin in Gryffindor?", antwortete Rosalie und zwinkerte Oliver zu. "Wie verstehst du dich denn mit deinen Geschwistern?", fragte die Ravenclaw weiter.

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BeitragThema: Re: Gemeinschaftsraum   Do Nov 25 2010, 19:48

gabriel – aystris – lawrence

Ungeduldig trat Aystris von einem Fuß auf den anderen. So schwer konnte es doch gar nicht mehr sein, zu verstehen, was sie wollte, oder etwa doch? Aber es war nicht jeder in allem gleich schnell und es war auch nicht so schlimm, dass Lawrence etwas Zeit brauchte, solange er am Ende doch zum richtigen Ergebnis kam, erhielt er doch schon genügend Schützenhilfe von Gabriel und sie selbst war ja auch nicht gerade schweigsam gewesen oder hatte hinterm Berg gehalten mit dem, was sie wollte. Es war zwar nicht ganz nett, dass ihr Mitschüler nun als eine Art Notnagel herhalten musste, aber so dachte sie gar nicht wirklich. Hätte sie eher gewusst, dass Lawrence keine Begleitung hatte, hätte sie vielleicht eher schon versucht, ihn dazu zu bringen, sie zu fragen, auch wenn sie nicht viel miteinander zu tun hatten und sie sich bemühte, nicht immer nach dem Aussehen zu gehen, war er doch eine gute Partie. Das hätte zumindest ihre Mutter gesagt.

Ihr Herz macht einen kleinen, freudigen Hüpfer, als der ältere der Brüder aufstand. Lächelnd lauschte sie seinen Worten und natürlich wusste sie ihre Antwort schon, stand sie doch genau so deutlich in Gabriels Gesicht geschrieben wie sie es von Anfang an gewusst hatte. Der Jüngere hatte gute Arbeit geleistet. "Ich würde mich freuen, mit dir zum Ball zu gehen. Lawrence Plant!", sagte Tris feierlich und ließ sich wieder auf ihren Platz sinken. "Danke, dass du mich gefragt hast!" Sie freute sich wirklich, das Lächeln wurde ein Strahlen und ein dankbarer Blick wurde Gabriel zugeworfen, der nicht ganz unbeteiligt gewesen war. jetzt endlich gestattete sie es sich, aufgeregt zu werden, immerhin war ein ball gleich viel schöner, wenn man nicht alleine hingehen musste.
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BeitragThema: Re: Gemeinschaftsraum   Fr Dez 03 2010, 22:18

Rosalie & Oliver

Oliver lächelte auf Rosalies Bemerkung hin. Sie hatte durchaus recht, dasselbe war ihm ja auch gerade erst durch den Kopf gegangen. Manchmal hatte er das Gefühl, dass es gerade unter den Slytherins einige gab, deren Familien alle im selben Haus gewesen waren, aber vermutlich war das nur ein Vorurteil, vielleicht, weil sie doch hin und wieder betonten, dass sie schon immer im Haus der Schlangen gewesen waren. Und wenn er noch einmal genau darüber nachdachte – Sirius war in Gryffindor, Andromeda in Ravenclaw. Es gab also doch zumindest immer wieder Ausnahmen.

„Mein Vater war ja auch ein Gryffindor, und meine Mutter eine Slytherin“, erzählte er weiter, bevor er doch noch grinsen musste. „Und ich habe tatsächlich noch einen Cousin in Gryffindor. Oder zwei, besser gesagt, in der dritten Klasse. Sie sind Zwillinge.“ Oliver hätte es nicht gedacht, aber es machte ihm sogar Spaß, Rosalie von seiner Familie zu erzählen. Die Mackenzies waren nun einmal größtenteils Familienmenschen. „Im Großen und Ganzen verstehe ich mich auch gut mit ihnen.“ Er zögerte kurz, dann zuckte er leicht mit den Schultern. „Nein, nicht nur im Großen und Ganzen. Ich mag sie.“ Das war nun einmal die Wahrheit, und er wollte doch nicht untertreiben. „Wie sieht es denn bei dir aus…?“
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BeitragThema: Re: Gemeinschaftsraum   Mo Dez 06 2010, 01:12

Oliver & Rosalie


Rosalie lächelte Oliver freundlich an, als dieser ihr von seiner Familie erzählte. Aber bei dem Gedanken an eine glückliche Familie, die vollständig war und in der alle zueinander standen, wurde sie plötzlich traurig. Oliver hatte eine Mutter, die ihn wahrscheinlich sehr liebte und an die er sich immer wenden konnte, wenn er Probleme hatte. Ihr Lächeln auf dem Gesicht verstarb und so starrte sie nun ihren Gegenüber mit leerem Blick an. Rosalie schien es als würde sie durch Oliver hindurch schauen und hinter ihm weit entfernt in der Vergangenheit ihre Mutter sehen können. Unwillkürlich und tief in Gedanken verloren griff das Mädchen mit ihrer Hand nach dem Medaillon, das ihr um den Hals hing, und ließ es zwischen ihren Fingern hin und her gleiten.

Olivers Stimme vernahm die Ravenclaw als wäre sie hunderte Kilometer weit entfernt. Anscheinend erzählte er gerade etwas heiteres über irgendwelche Zwillinge in Gryffindor. Obwohl sie im Moment nicht verstand, was daran so lustig sein sollte, hob das Mädchen halbherzig die Mundwinkel, um zumindest den Anschein zu machen als wäre sie gerade bei der Sache. Oliver hatte aufgehört zu sprechen und Rosalie wurde aus ihrer Gedankenwelt gerissen. Ihr Blick wurde wieder klar und sie schaute den Ravenclaw verdutzt an. Rosalie überlegte, was Oliver zuletzt gesagt hatte, konnte sich aber nicht mehr daran erinnern. "Tut mir leid, Oliver. Was hast du gerade gesagt?", entschuldigte sich das Mädchen und ließ das Schmuckstück aus ihrer Hand fallen.
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Lawrence Plant



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BeitragThema: Re: Gemeinschaftsraum   Mo Dez 06 2010, 16:32

Gabriel - Aystris - Lawrence

Lawrence lächelte sanft, als er Aystris‘ ein wenig förmlich klingende Antwort hörte. Er war nicht der Typ, der einfach mal so einen Luftsprung hinlegte vor Freude, und man musste wohl auch bedenken, dass er eigentlich gar nicht vorgehabt hatte, auf dem Ball zu erscheinen, aber dennoch freute er sich sehr über die Zusage seiner Klassenkameradin. Er mochte Tris, und er konnte sich wirklich schlechtere Begleitungen für den Abend vorstellen. Und Ian würde mit Sicherheit stolz auf ihn sein, wenn er hörte, dass er es nun doch noch geschafft hatte, ein Mädchen zu fragen, und das sogar ohne seine Verkupplungsversuche. Während er sich wieder setzte, wanderte sein Blick zu Gabriel hinüber und er grinste kurz. Gut, Ian hatte dieses Mal nicht dabei geholfen, aber sein Bruder war nun wirklich nicht unschuldig, wenn man denn in diesem Fall von Schuld sprechen wollte. Er war nur wieder einmal langsam gewesen.

„Das freut mich wirklich“, erwiderte er immer noch lächelnd. „Und ähm – keine Ursache?“ Er hatte nicht so ganz damit gerechnet, dass Tris sich auch noch dafür bedanken würde, dass er sie gefragt hatte. „Ich denke mal, wir treffen uns dann später besser einfach hier im Gemeinschaftsraum?“ schlug er dann noch vor. Immerhin würde heute Abend wohl recht viel Gedrängel herrschen, somit war es am besten, einen genauen Treffpunkt zu vereinbaren, oder etwa nicht? „Gabriel? Wo triffst du dich denn mit Molly?“ Auch wenn er nun eine nette Begleitung gefunden hatte, irgendwie wäre es ihm doch lieber, zusammen mit seinem Bruder oder seinem besten Freund auf Tris zu warten, aber das war wohl kaum möglich. Gabs‘ Ballpartnerin war eine Hufflepuff, und Ians eine Gryffindor. Und zumindest Ian traute er es durchaus zu, einfach mal in den Gryffindorturm einzubrechen, um dort auf Matilda zu warten.
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